Time is Brain - Warum bei einem Schlaganfall jede Minute zählt
Shownotes
„Time is Brain“ – Zeit ist Gehirn. Kaum ein Satz bringt so deutlich auf den Punkt, worauf es bei einem Schlaganfall ankommt. Wenn plötzlich ein Arm oder Bein gelähmt ist, der Mundwinkel hängt, Sprache nicht mehr funktioniert oder unerwartet massive Koordinationsstörungen auftreten, zählt jede Minute.
Doch die moderne Schlaganfallmedizin kann heute sehr viel mehr als noch vor wenigen Jahrzehnten. Spezialisierte Stroke Units, neue Therapieverfahren und vor allem die Thrombektomie haben die Behandlung revolutioniert. Selbst nach schweren Schlaganfällen können Patientinnen und Patienten heute mitunter schon am nächsten Tag nahezu symptomfrei sein.
Aber was passiert danach? Wie geht es weiter, wenn der Krankenhausaufenthalt vorbei ist? Wie können Angehörige helfen, ohne den Betroffenen zu viel abzunehmen? Und vor allem: Was können wir selbst tun, damit es möglichst gar nicht erst zu einem Schlaganfall kommt?
Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Johannes Heinemann, Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Freiburg mit Schwerpunkt Notfall- und Intensivneurologie. Er engagiert sich außerdem bei Schlaganfallbegleitung.de, einer Initiative, die Betroffene und Angehörige unterstützt und sich intensiv mit Prävention beschäftigt.
Eine Folge über einen medizinischen Notfall, bei dem Minuten über die Zukunft eines Menschen entscheiden können – aber auch über enorme Fortschritte in der Medizin und darüber, warum Blutdruck, Bewegung und ein rauchfreies Leben zu den wirkungsvollsten Formen der Vorsorge gehören.
Transkript anzeigen
00:00:01: Was ist besser als ein Schlaganfall zu behandeln, ist einen zu verhindern.
00:00:05: Und da aus dieser Idee ist dann eben die Schlaganpfalbegleitung entstanden und da wollen wir unseren Beitrag dazu leisten noch darüber hinaus jetzt den einzelnen Patienten zu behandlen.
00:00:17: Dann glauben wir dass wir da noch einen anderen Hebel haben mehr Menschen zu erreichen Tipps zu geben, wie es nach einem starken Fall weitergeht und wie man auch dafür sorgen kann, dass ein Starkant vielleicht gar nicht erst auftritt.
00:01:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Lebensretter Podcasts heute mit Dr.
00:01:12: Johannes Heinemann, Dr.
00:01:14: Heinemmann ist Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Freiburg.
00:01:20: Sein Schwerpunkt liegt in der Notfall und in der Intensivneurologie.
00:01:25: Und gleichzeitig engagiert er sich bei Schlaganfallbegleitung DE, und hilft dabei medizinisches Wissen verständlich und auch praxisnah für Betroffene und Angehörige weiterzukreben – gerade eben für Betroffenen von Schlaganfallspatienten, die er
00:01:42: auch
00:01:44: behandelt!
00:01:44: Deswegen wollen wir heute sprechen.
00:01:46: Ich freue mich sehr, dass Sie bei uns sind Herr Dr.
00:01:48: Heinemann Herzlich willkommen.
00:01:50: Vielen Dank, Herr Ander!
00:01:51: Danke für die Einladung und ich freue mich auf das Gespräch.
00:01:54: Wir freuen uns auch.
00:01:55: Herr Dr.
00:01:56: Heinemann, welche Fragen gibt es bei Angehörigen und Betroffenen von Starkanfallpatienten am häufigsten diese Hürden?
00:02:04: Der
00:02:05: einen Schlaganfall ist ja immer was, was plötzlich auftritt und wo man sich natürlich nicht so richtig darauf vorbereiten kann.
00:02:12: Deswegen ist es immer eine komplett neue Situation für die Betroffene oder für die Angehöhrigen Und deswegen gibt es natürlich immer viele Fragen.
00:02:20: Zum einen, wie konnte das jetzt dazu kommen?
00:02:25: Vor kurzem war doch noch alles gut und mir ging's nach gut.
00:02:27: Jetzt habe ich diese schweren Symptome.
00:02:29: Wie kommt das jetzt so von von jetzt auf bei euch?
00:02:31: Das hat sich gar nicht angekündigt.
00:02:33: Und dann aber auch die wichtigste Frage denke ich, wie gehts jetzt weiter?
00:02:37: mit welchen Symptomen habe ich in Zukunft zu rechnen?
00:02:40: Wie stehen die Chancen auf eine Heidlung oder auf eine Besserung der Symptom?
00:02:44: Das sind eigentlich die häufigsten Fragen.
00:02:46: Es ist ja so, viele unserer Zuhörerinnen und Zuhörer sind medizinisch gebildet.
00:02:51: Kommen aus diesem Bereich.
00:02:52: aber es gibt auch noch ein paar für die die Hören aus Interesse weil sie dieser Bereich sehr interessiert.
00:02:58: vielleicht könnten Sie einmal erklären das passiert eigentlich bei einem Schlaganfall im Körper genau?
00:03:04: Ja beim Schlagan Fall da muss man erstmal zwischen zwei groben Unterformen unterscheiden.
00:03:11: Das häufigste ist der sogenannte Hirneninfarkt, bei dem die Blutversorgung im Gehirn unterbrochen wird.
00:03:17: Das passiert durch eine Blutgerinse, was eine Arterie in den Gehirnen verstopft.
00:03:22: Da gibt es verschiedene Arterien, dementsprechend sind die Symptome dann auch unterschiedlich.
00:03:26: und wenn da so ein Arterier durch einen Blut-Gerinsel verstopfet ist, dann ist eben die Blutzersorgung von dem entsprechenden Hirnareal nicht mehr gewährleistet und so Gehirneszellen, Nervenzellen reagieren sehr empfindlich auf einer Unterbrechung der Bluthersorgungen und stellen dann schon nach wenigen Minuten ihre Funktionen ein.
00:03:43: Und so äußern sich die Symptome, soweit es passiert.
00:03:49: Die zweite Unterform des Schlaganfalls, was ungefähr zehn bis zwanzig Prozent ausmacht ist die Hirnblutung.
00:03:55: Der Verstopf kann Blutgefäß, sondern Blut gefäß reißt ein und dementsprechend Blute ist ins Gehirngewebe.
00:04:02: Auch dadurch wird natürlich die Funktion der Betroffenen hier in Areas beeinträchtigt.
00:04:06: Also die Symtome sind bei beiden Unterforms die gleichen.
00:04:09: Die Behandlung unterscheidet sich dann halt wesentlich.
00:04:13: Ich habe eine sehr persönliche Erfahrung mit Schlaganvendern, denn mein Vater hatte einen, der war relativ jung damals, also er hat ein Fünfzig.
00:04:21: Ich hab heute nochmal nachgerechnet wie man gestern Abend tatsächlich noch mal nachgerechnet.
00:04:27: Ähm ich war ähm glaubt dreieinzwanzig vierundzwanziger.
00:04:32: Also das war in den achtziger Jahren sogar zu einer Zeit wo die Schlaganfallbehandlungen Nicht so gut war, wie sie heute ist.
00:04:42: Heute auch darüber werden reden kann man ja schon sehr viel machen.
00:04:46: Er hatte diese Verstopfung im Hirn der Arterie und das dauerte leider etwas lange bis er, weil er war unterwegs und bis er dann im Krankenhaus war.
00:04:59: dort konnte man auch nicht viel mehr tun als warten.
00:05:02: Das war hart, weil er war natürlich mitten im Leben und dann war er wirklich, ich will nicht sagen behindert aber sehr eingeschränkt danach.
00:05:11: Sie kennen all die Symptome, die man heute eigentlich gar nicht mehr so sieht, mich kennt Schlaganfallpatienten da erkennt man überhaupt nichts mehr und selbst wenn sie in den fortgeschrittenen Alter heutzutage einen Schlaganfall gehabt haben, weder sprachlich noch sonst was.
00:05:25: Aber die Sprache war eingeschränkt, was sehr schade war.
00:05:28: Mein Vater kam eigentlich aus Ungarn und konnte fantastisch Deutsch sprechen.
00:05:31: Und dann am Anfang war nur noch das ungerische Darm auch das ist ja eine besondere neurologische Form davon.
00:05:40: Dann gibt es Haltungsschäden natürlich auch ein Bein Zucker dann hinterher und es dauerte sehr lange bis er wieder auf den Damm kamen.
00:05:48: dann kommen auch so etwas wie nach Depressionen dazu und als Umfeld.
00:05:52: Und das sind wir eigentlich bei Ihrem Thema, was Sie großartigerweise machen, weil sie kümmern sich auch um die Angehörigen auch, die dann kommen mit Fragen, was ist denn jetzt oder auch selber?
00:06:02: Dann die Patienten selber.
00:06:03: Das habe ich ja selbst erlebt.
00:06:06: Das ist ein harter Schnitt von hundert auf, ich will nicht sagen null aber dann erheblich reduziert und man möchte natürlich dass die Zeit wieder zurückgedreht wird.
00:06:16: Das ist dann, zumindest war das nicht möglich und insofern kann ich sehr gut nachverziehen.
00:06:24: Nachempfinden was die Angehörigen dann auch empfinden.
00:06:28: aber vielleicht kommen wir einmal dahin zurück.
00:06:30: Was können sie denn den Angehöhrigen raten?
00:06:33: Die zu ihnen kaum sagen wie ist das?
00:06:36: und sicherlich ist es ja auch so dass heutzutage Schlaganfallpatienten mit mehr medizinischer Unterstützung rechnen können, als es damals der Fall war durch die Schlaganfallcenter, die es gibt und die Möglichkeiten in diese Blutgerätes auch anders noch zu lösen oder?
00:06:57: Genau.
00:06:57: Also im Schlaganfeld bleibt natürlich eine sehr schwere Erkrankung, der auch auch Grabine folgen hat und auch an dem immer noch sehr viele Menschen auch verstärben.
00:07:06: tatsächlich.
00:07:08: Aber genau wie Sie von Ihrem persönlichen Beispiel schon gesagt haben, hat sich in der Behandlung seit seit in den letzten dreißig Jahren enorm viel getan.
00:07:17: Und dass es eben auch diese Fälle gibt, von denen sie ja auch berichtet haben wo wirklich ein großer Schlaganfall auftritt die Behandlungen schlägt super an und nach.
00:07:24: am nächsten Tag sagen die Patienten eigentlich schon war da was mir geht's doch gut ich merke gar nichts mehr.
00:07:29: Es gibt einfach eine sehr hohe Bandbreite.
00:07:33: Und gerade in den Fällen, aber wo das jetzt nicht so leicht ausgeht und nach ein paar Tagen die Symptome schon wieder weg sind.
00:07:39: Da sind natürlich immer bei den Betroffenen und auch bei den Angehörigen sehr viele Fragen immer oft auf einmal.
00:07:46: Dann wird dann oft schon gefragt ja wie geht es weiter?
00:07:50: Wie?
00:07:50: zu Hause klappt es ja so nicht mit diesen Dämmungserscheinungen.
00:07:54: jetzt müssen wir unsere Wohnung umbauen und ich glaube da... ist es oft hilfreich, da so ein bisschen erst mal noch nicht soweit in die Zukunft zu planen.
00:08:05: In der ersten Zeit weil es gibt eben ganz unterschiedliche Verläufe das ist individuell immer sehr unterschiedlich und da glaube ich können wir dann die Angehangen oft unterstützen dass man so schrittweise denkt.
00:08:15: also Ich seh die Betroffenen ja häufig dann auf der Schlaganfallstation wirklich eine Akutphase Und da geht's dann erstmal um die akute Therapie, dass man akut die Blutversorgung irgendwie hierhin wieder herstellen kann auch Komplikation vermeiden kann.
00:08:30: Auch da wird schon damit begonnen mit so Reha-Maßnahmen wie Physiotherapie, dass man schaut das die Patienten wieder auf die Beine kommen.
00:08:38: aber ich sage mal ist es immer ein Schritt beises Denken von der Schlaganfallstation ist dann das nächste Ziel Dass man als medizinischer soweit stabilisiert, dass es vielleicht im nächsten Schritt aus den Normalstationen geht Dann vielleicht in die Reha und man darüber nachdenkt wie's weiter zu Hause geht.
00:08:57: Also ich glaube, es ist dann eine Überforderung wenn man gleich alles auf einmal in das nächste halbe Jahr schon planen will.
00:09:03: Und da lohnt sich dann häufig in so kleinen Schritten zu denken und immer bis zur nächsten Woche zu denken.
00:09:08: Und dann sich auf kleine Schritte eben zu konzentrieren.
00:09:11: Das ist sicherlich gut!
00:09:14: Es ist ja... Es ist so, dass viele Menschen, obwohl Schlaganfall so gebräuchlich ist.
00:09:19: Wir kennen natürlich die Schlaganvallhilfe.
00:09:22: Wir wissen im Grunde wer sich ein bisschen informiert grundsätzlich das bei Schlaganfallen medizinisch viel mehr möglich ist als es vor zwanzig dreißig Jahren war.
00:09:33: Ein Beispiel der Fall war aber sicherlich gibt es immer noch viele Fehler und Missverständnisse die auch ihnen begegnen.
00:09:40: was sind da die häufigsten?
00:09:43: Genau, das erste und das Wichtigste eigentlich ist kann man unter diesem Leitspruch Time is Brain zusammenfassen.
00:09:51: Also die Hirn ist Zeit.
00:09:54: Wenn Schlaganfall Symptome auftreten dann sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung Je besser desto früher man reagiert.
00:10:02: Was sind die klassischen Symptomen?
00:10:04: Wo muss man sich Sorgen machen?
00:10:07: Die klassische Symptom werden zum einen immer so halbzeitige Lähmungen wenn z.B.. rechte Arm, rechte Bein.
00:10:14: Man nicht mehr bewegen kann und es plötzlich auftritt wenn der rechte Mundwinkel hängt oder entsprechend natürlich der linke.
00:10:20: das gibt's auf beiden Seiten.
00:10:23: dann Sprachstörungen sind ein häufiges Symptom also eine dass die Sprache undeutlich wird so wie man wenn man betrunken ist beschreiben wir viele und das andere wenn einem einfach wenn man die Worte nicht mehr herausbringt.
00:10:37: Das wäre die zweite Formen der Sprachsteuerung.
00:10:39: Wir sind so die typischsten Symptome, dann gibt es aber auch Symptomen, die weniger bekannt sind.
00:10:46: Also Schlaganfälle können mit Schwindel einherringehen und zu Koordinationsstörungen, zum Beispiel dass das Laufen nicht mehr klappt ohne dass wirklich Lähmungen bestehen, aber einfach so die Koordination nicht mehr klappt.
00:10:59: Und eigentlich prinzipiell kann man sagen alle Symptom, wie ich beschrieben habe wenn wir von jetzt auf gleich auftreten da sind sie erstmal Schlaganfallverdächtig Und dann ist wirklich Eile geboten, also dann sollte man nicht nochmal eine halbe Stunde abwarten.
00:11:13: Ob das auch noch von selbst besser wird sondern gleich den Rettungsdienst verständigen der einen in einer Klinik mit spezialisierter Sparkanfallstationen in der Regel bringt.
00:11:25: Jetzt haben Sie gesagt diejenigen die Angehörige sind können sehr helfen.
00:11:31: manchmal fühlen sie sich überfordert.
00:11:35: Das war bei mir sicherlich auch ein bisschen der Fall.
00:11:40: Nun habe ich mich nicht überfordert gefühlt, dass wir vielleicht das schlechteste Wort aber auf einmal kommen sie in so eine Situation rein.
00:11:46: da kam auch bei mir oder bei uns kam dann ganz viele verschiedene Sachen zusammen.
00:11:51: die Mutter meines Vaters verstarb er war halt gerade einen Schlaganfall und dann war die Frage sagt man ihm, sagt man ihn es nicht haben Sie denn erst mal nicht gesagt?
00:12:00: Ich bin dann zur Beerdigung gefahren was auch besonders war weil es im Ungarn war wo ich noch nie war Bis dahin, also das war alles.
00:12:09: Das waren alle so eine ganze zwei drei andere Unwegbarkeiten in der damaligen Zeit.
00:12:13: also anzufahren kommen meistens ja auch dann noch verschiedene Sachen hinzu.
00:12:17: Dann kommt manchmal existenzielle Fragen wie geht es weiter im beruf?
00:12:22: ist das dann möglich?
00:12:24: was raten sie den Angehörigen auf dir?
00:12:27: manchmal nicht immer sicherlich aber all die Fragen einprasseln.
00:12:31: Sie haben ein paar erwähnt, auch klar wie geht es dann zu Hause weiter?
00:12:37: müssen wir umbauen oder wird sich das alles richten?
00:12:41: Das sind ja alle diese Dinge.
00:12:42: sie haben gesagt step by step.
00:12:44: trotzdem bleiben natürlich die großen Sorgen und fragen was die Zukunft angeht gerade auch für die Angehörigen die hier ebenso von einem extrem oder von einer gewissen Unbeschwertheit in dieser Zeit auf einmal mitgerissen sind in diesen Fragen.
00:13:02: Was kommt jetzt, was passiert?
00:13:05: Ja das ist eben ich denke es auch ein sehr wichtiger Aspekt unserer Arbeit in der Schlaganfallversorgung dass wir natürlich in erster Linie die Patienten behandeln.
00:13:15: aber aber die Patienten sind ja nicht isoliert da sondern immer in einem sozialen Gefüge der Familie und da ist es denke ich sehr wichtig dass wir uns auch entsprechend die Zeit nehmen mit den Angrücken zu sprechen um sie zu begleiten.
00:13:30: Und da merkt man auch, dass einfach jeder, jeder, jeden Patient unterschiedlich ist.
00:13:37: Also kein Fall ist wie der andere.
00:13:39: Auch wenn es immer ähnliche Symptome sind und der Schlaganfall vielleicht das gleiche Gefäß im Gehirn betrifft.
00:13:47: Trotzdem ist es ja eben ein individueller Mensch, den ihr eine andere Geschichte mit sich bringt, anderes umfällt.
00:13:54: Deswegen ist es wichtig, sich da die Zeit zu nehmen, die Angründung zu betreuen.
00:13:59: Und genauso individuell wie die Patienten sind, sind auch die Fragen und die Anliegen und die Probleme, die es dann gibt.
00:14:05: Also da kann ich auch nicht sagen eine Sache, den muss man jedem geben weil jeder Fall eben individuell ist und man denke immer im konkreten Fall schauen muss.
00:14:17: Vielleicht kann man mal definieren was jetzt die größte Sorge oder das größte Problem und dass man erst einmal daran arbeitet weil oft eben sehr viel auf einmal kommt und dann hilft es, das so ein bisschen zu priorisieren.
00:14:29: Was ist jetzt das Wichtigste?
00:14:31: Und sich dann erstmal auf dieses Problem zu konzentrieren und dann eben wie gesagt Schritt für Schritt in die Zukunft zu sehen.
00:14:38: Gibt es da Erfahrungswerte was in der Regel das größte Problem ist?
00:14:44: Das hängt sehr davon ab, wie die Behandlung ausgeht oder wie schwer die Patienten noch betroffen sind.
00:14:52: also Wenn der Schlaganfall leichter ist, also von Anfang an keine großen Symptome bestehen oder die Behandlung sehr erfolgreich ist.
00:15:01: Dann ist häufig die größte Sorge kann so etwas noch mal passieren und das eben auch ein sehr wichtiger Aspekt.
00:15:08: da tun wir natürlich alles um die bestmögliche Therapie zu etablieren, die es in Zukunft verhindert aus Rezidivrisiko möglichst zu minimieren.
00:15:19: Es gibt ein hartes Satz
00:15:20: aus seinem, ich glaube schon Abteig Buch.
00:15:23: Das war ja sowieso nicht für positive Lebensumstände geeignet.
00:15:29: der autor amerikanische Autor die natürlich alle kennen.
00:15:32: aber das war so when you had a stroke You can just sit back and wait for the next one.
00:15:36: also wenn du einen Schlag anfallen hattest kannst du nur warten auf dem nächsten.
00:15:39: das ist wahrscheinlich geschrieben vor dreißig vierzig Jahren auch dieses buch oder noch länger her.
00:15:44: Aber das war im Grunde früher ein bisschen so.
00:15:47: Die Wahrscheinlichkeit, hattest du ein?
00:15:50: Dann kommt der nächste mit fünfzig Prozentiger Wahrscheinlichkeiten irgendwann auch um die Ecke.
00:15:54: Ist das heute auch noch so?
00:15:56: Da werden sie sich schon denken, dass ich das nicht ganz so pessimistisch sehe und es ist auch bei Weitem nicht so.
00:16:02: Also ja, wenn man einmal einen Schlaganfall hatte dann hat man prinzipiell mal ein erhöhtes Risiko, noch einen Schlagenfall zu erleiden im Vergleich zu jemandem, der jetzt gleich alt ist und noch nie einen Schlangenfall hatte.
00:16:15: Aber wir wissen heute sehr viel mehr über die Risikofaktoren als noch vor dreißig Jahren und haben auch vielmehr Möglichkeiten, die einzustellen.
00:16:23: Also da ist häufig es möglich dieses Schlaganfallrisiko was dann besteht um zwei Drittel oder noch mehr zu senken durch die entsprechende richtige Medikamentöse und nicht medikamentöser Therapie.
00:16:35: von daher sag ich immer so das ist natürlich eine sehr häufige Frage kann muss ich jetzt Angst haben dass das jederzeit wieder passieren kann?
00:16:43: Und dann muss man ehrlich sein, man darf jetzt auch nicht sagen ja wir können sie zu hundert Prozent schützen.
00:16:50: Hundert Prozent Sicherheit gibt es nie im Leben.
00:16:53: aber zur Wahrheit gehört auch dass man dieses Risiko was da ist doch deutlich deutlich senken kann sodass es dann tatsächlich eigentlich keinen Grund gibt da ein ständiger Sorge zu leben das nochmal einen starken Fall auftritt.
00:17:08: Wie schütze ich mich am besten?
00:17:12: Zum einen gibt es Maßnahmen, die eigentlich für alle gelten.
00:17:14: Das sind also die üblichen Empfehlungen, die zum einen vor starken Anfall aber auch herzinfarkt und allen möglichen anderen Erkrankungen schützen.
00:17:23: Das ist einfach so.
00:17:24: die Regeln eines gesunden Lebens viel Bewegung, gesunde Ernährung den Blutdruck messen.
00:17:31: Also ich denke... in jedem Haushalt gehörten Blutdruck-Messgerät, sage ich eigentlich immer.
00:17:37: Also so den Blut druck, den sollte man ungefähr kennen weil an der Hüterblutdrucke sich einfach nicht direkt bemerkbar macht.
00:17:44: Den muss man halt messen um den zu wissen...
00:17:46: Ich glaube das ist spannend!
00:17:48: Das wissen viele nicht gut.
00:17:50: es gibt hier und da gibt's mal so Devices wo man noch so elektronische woman mittlerweile auch dem blutdruk messen kann.
00:17:55: aber ich denke mal diese Wichtigkeit die ist noch nicht so bekannt.
00:18:01: Sie sagen, jeder sollte am besten zu Hause ein Blutdruck-Messgerät haben damit er erkennt ob er erhöhten Blut druck hat weil erhöhter blutdrucks oftmals ein Indikator für mögliche Krankheiten oder kommende Krankheiten.
00:18:15: Genau also wenn der Blutdog dauerhaft erhöht ist dann ist es einfach eine Dauerbelastung für die Blugdefese.
00:18:21: Die sind einfach dafür ausgelegt, dass der Blutdruck im Bereich, also normalen Bereich, um da zwanzig zu achtzig ist.
00:18:27: Dann funktionieren die Blutgefäße gut.
00:18:28: wenn dauerhaft dann der Druck da höher ist.
00:18:31: Entstehen in den Gefäßen kleine Verletzungen werden Erzündungsprozesse im Gang gebracht, die dann letztendlich zur sogenannten Arterioschlerose, also man sagt auch Arterienverkalkung führen und dadurch steigt das Risiko, dass auch Blutgrinsel entstehen und sie können dann in verschiedenen organen Probleme machen.
00:18:51: Also können Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen.
00:18:54: Und genau, ein älteren Blutdruck von dem kriegt man halt nichts mit.
00:18:58: also der macht keinen direkten Symptome sondern er richtet aber halt über Jahre hinweg kontinuierlich Schäden an und deswegen denke ich ist es schon wichtig den Abstand zuzumessen.
00:19:09: beim Hausarzt gibt's auch diese Check-up Untersuchungen die von vielen auch in Anspruch nehmen werden.
00:19:14: da gehört das auch dazu den Blut druck zum messen.
00:19:16: Aber so kompliziert muss es eigentlich gar nicht sein.
00:19:20: Es gibt ja diese Gräte zu kaufen, die sind auch nicht besonders teuer und da kann man dann immer mal nachmessen.
00:19:27: Also die Häufigkeit von Ältem Blutdruck gesteigt natürlich mit dem Alter.
00:19:31: also ich denke in der Studenten-WG ist das vielleicht noch vertretbar wenn man kein Blut druck Messgerät hat.
00:19:36: aber sobald man dann ins Berufsleben startet und sonst das Alter kommt ab Mitte dreißig Da er im Tritt an der Blutdruck guckt, dann häufig schon zum ersten Mal auf.
00:19:48: Spannend!
00:19:49: Meine Generation kennt noch einen berühmten Film aus den wilden Achtzigerjahren, da gab es ein Film, das heißt Wall Street und der hält für einen Börsenmarktleiter nach einem Knastlandetem.
00:20:01: Aber der maß sich immer dem Blut druckt während der Arbeit halt alle eine halbe Stunde oder sowas und war schon damals entsprechend vorsichtig Fortschrittlich offenbar.
00:20:13: Ja,
00:20:14: vielleicht kann er auch ein bisschen in die andere Richtung gehen wenn der erzählt jeder halbe Stunde seinen Blutdruck gemessen hat.
00:20:19: das ist natürlich zu viel und es gibt ja heute heutzutage auch so einen Trend dass man mit irgendwelchen Devices alle Daten rund um die Uhr trägt.
00:20:28: also da beobacht sich dann doch auch manchmal dass das bei manchen Menschen dann doch eher zu viel Sorge auslöst weil es sind gerade eigentlich die jungen gesunden Menschen die dann alles überwachen.
00:20:41: Da kann es auch zu viele in die andere Richtung gehen, aber insgesamt ist das größte Problem.
00:20:46: Dass so Sachen komplett ignoriert werden.
00:20:49: Dr.
00:20:50: Einemann, können wir noch mal zurück zu den Schlaganfallpatienten und ihren Angehörigen?
00:20:54: Und da gibt's ja sicherlich auch im Krankheitsverlauf der Schlaganfallspatienten bei den Angehöhrigen verschiedene Phasen, die durchlaufen.
00:21:01: Wenn ich mich zurück erinnere, war das am Anfang natürlich der Schreck um Gottes Willen.
00:21:06: Was ist jetzt dann die Frage wie kann ich helfen oder unterstützen?
00:21:11: Dann ist die Krankenhaus- und Reha-Zeit eigentlich eine ja auch gnädige Zeit, weil auch für Angehörige, weil man neben der Sorge und der Frage was kann ich tun?
00:21:24: Natürlich die Engangehörigen bei mir war es mein Vater eben in guter Umgebung weiß.
00:21:31: Den wird da geholfen, die werden vorbereitet auf den nächsten Schritt.
00:21:35: Weil selber wird auch ein bisschen dann da abgeholt und konzentrieren sich jetzt auf dem nächsten Punkt.
00:21:43: Und dann irgendwann ist aber diese Zeit vorbei oder relativ vorbei, gibt es noch mal regelmäßige Besuche beim Physiotherapeuten oder dergleichen, aber man ist zu Hause eben.
00:21:58: Wenn das nicht so wunderbar ist, dass der Schlaganfall innerhalb von wenigen Wochen geheilt ist beginnt auch eine schwere Zeit, weil dann merkt man auf einmal ist es eben nicht mehr so wie vorher.
00:22:12: Da ist man als Angehöriger oft mal wenn man nicht so großartige Unterstützung hat wie durch ihre Organisation Schlaganfallbegleitung DE oft allein und fühlt sich ja auch so und dann ist derjenige der den Schlaganfang hatte oder diejenige auch oftmals in seiner eigenen Welt manchmal frustriert depressiv weil die oder diejenigen ja auch merken Es geht nicht mehr begonnen, die Dinge über das Leben nachzudenken und sich zu fragen was ist hier eigentlich schief gelaufen.
00:22:43: Das ist sehr schwierig und da würde man sich eigentlich sehr wünschen auch damals hätte ich mir gewünscht dass ich diese Organisation gehabt hätte für die sie einstehen.
00:22:53: Was gibt es denn eigentlich für Verhaltensweisen von Angehörigen die ihnen vertraut sind?
00:22:58: Die gut gemeint sind aber manchmal auch hinderlich wirken?
00:23:03: Ja, ich glaube es ist eine sehr wertvolle Schilderung von Ihnen.
00:23:07: Weil ich glaube das ist uns im Krankenhaus auch oft gar nicht so bewusst dass es einfach diesen harten Cut gibt von der stationären Behandlung wo ja eigentlich rund um die Uhr viel Personal da ist, das unterstützen kann.
00:23:20: dann muss natürlich irgendwann der Schritt nach Hause kommen und ich glaube da haben wir auch noch Potenzial in Deutschland diese Schlaganfallnachsorge zu verbessern Weil viele Betrofen auch berichten, dass das einfach eben zu ein harter Cut ist von so hundert Prozent Umsorgung zu dann wirklich nur noch punktuelle Physiotherapie oder Arschkontakte.
00:23:42: Also interessant!
00:23:43: Das ging nicht mehr so, sondern es allgemein etwas was andere auch sagen?
00:23:47: Genau, das ist allgemeinen ein großes Problem oder was du empfunden wird Und ich denke, da kann man vielleicht an den organisatorischen Abläufen schon noch etwas verbessern, dass das einfach so ein bisschen mehr schrittweise die Betreuung reduziert wird.
00:24:05: Also es ist ja sehr verbreitet in Deutschland, dass die Rehabilitation auch komplett dann stationär erfolgen und da könnte man sich aber zum Beispiel vorstellen, das dann schon früher auch einen ambulanten Rahmen umzustellen dass dann die Patienten auch zu Hause erst noch engmaschiger betreut werden und das dann je nach Bedarf so langsam reduziert wird, dass man nicht diesen harten Übergang halt hat.
00:24:30: Und zur Frage zurückzukommen war was angehörige, was jetzt vielleicht gut gemeint ist aber nicht so hilfreich.
00:24:38: also es ist auch wieder eine sehr individuelle Sache.
00:24:42: Manchen Patienten Es ist manchmal ein bisschen sogar zu viel, wenn es zum Beispiel eine große Familie gibt und dann jeder bei allem direkt helfen will.
00:24:56: Und da muss man sich auch angebühren den Betroffenen die Zeit zu geben weil klar werden die Bewegungsabläufe dann gestört sind oder auf allgemeinen Verlangsamungen besteht braucht der Betroffene halt seine Zeit länger.
00:25:10: Und da muss man sich natürlich auch erst mal dran gewöhnen, vielleicht auch der Betroffene, der früher immer geholfen hat und dann kehrt sich so ein bisschen die Rollenverteilung rum.
00:25:18: Da kann man denke ich oft dazu raten, dass man nicht zu schnell alles für den Patienten übernehmen soll sondern da Möglichkeit probieren kann einfach im Zeitzug geben, auch die Bewegungsabläufe selber hinzubekommen, auch wenn es länger dauert Und das fällt halt, glaube ich, vielen angeregen.
00:25:38: Aber es fällt auch uns Behandelern oft schwer, weil klar man ist immer unter Zeitdruck und dann hilft man doch beim Hinstehen mal mehr.
00:25:45: aber das ist irgendwie wichtig dass auch die Patienten selbst machen zu lassen auch wenn sie dafür ein bisschen länger Zeit brauchen.
00:25:52: Ja da würde mich auch ihre Erfahrung sehr interessieren.
00:25:56: jetzt ist derjenige ja oder diejenigen die den Schlaganfall hatte wenn es ein etwas schwerer Schlagan Fall war der dann auch weiter Symptome zeigt Im Grunde eingeschränkt auch in den Bewegungsabläufen und hat aber sicherlich die Hoffnung, dass das sich noch mal besser wird.
00:26:14: Und sie sagen da sollte man auch lieber schauen, dass diejenigen mehr Zeit bekommen, das zu tun diese Bewegung abläufe oder was auch immer mit dem Schuh zu binden oder nicht für Verantwortung an eingestellt werden, erst mal selbst durchzuführen ohne Haste und ohne Eile und ohne zu viel Hilfe dann auch um eben wieder dieses Maß an Selbstständigkeit zu ermöglichen.
00:26:42: Und wahrscheinlich auch um den oder derjenigen das Gefühl zu geben sie sind nicht ganz komplett eingeschränkt sondern sie schaffen auch den Weg möglicherweise wieder zurück.
00:26:53: Ist das die Idee dahinter?
00:26:56: Genau ja.
00:26:56: also so die Autonomie selbst zu entscheiden und selbstständig zu sein, das ist ja ein Aspekt der Lebensqualität für viele sehr zentral.
00:27:08: Und genau das steckt eben dahinter hinter dieser Empfehlung.
00:27:13: Jetzt gibt es seit einigen Jahren, Jahrzehnten schon diese sogenannten Stroke Units in Deutschland also Schlaganfallzentren die sich besonders spezialisiert haben auf die Hilfe, die schnelle Hilfe bei Schlaganfällen.
00:27:28: Was macht diese besonders und was können die, was andere nicht können?
00:27:34: Genau.
00:27:34: Also diese Schlaganfallstationen oder auch Strokeunits werden die genannt.
00:27:38: Die kamen so in den Neunzigern auf vor.
00:27:40: die ersten Stroke-Units aufgebaut wurden und haben sich dann aber durchgesetzt sind jetzt mittlerweile in Deutschland also flächendeckend verfügbar, sodass eigentlich jeder Patient auf einer spezialisierten Schlaganfallsstation behandelt werden kann.
00:27:55: Ich glaube, diese Behandlung war eigentlich der größte Erfolg.
00:27:58: Neben ein paar Akutherapien war aber die Etablierung des Strohhinettes der größten Erfolge in der Starkanfallbehandlung.
00:28:04: Das ist einfach ein Team von Behandlern – Ärztepflege, Physiotherapeuten und Dokupäden.
00:28:10: Auch Sozialdienst alle kennen sich super gut damit aus was die typischen Probleme nach einem Schlaganfall sind und erkennen Komplikationen schnell können sie richtig behandeln Und davon profitieren die Patienten, das wurde auch in Studien belegt.
00:28:25: In den letzten dreißig Jahren hat sich so die Sterblichkeit nach einem starken Fall halbiert.
00:28:32: wirklich was ein super Erfolg ist und ich denke da haben diese Starkanfallstationen, diese spezialisierten eigentlich den größten Anteil dran neben den medikamentösen Therapien und der Trombektomie also einen Eingriff wo man die Blutgrenze entfernen kann.
00:28:48: Ja, die Trombektomie ist sehr interessant.
00:28:51: Die gilt ja als ein Meilenstein der modernen Schlaganfallmedizin.
00:28:57: Nehmen Sie uns doch da mal mit was da passiert?
00:28:59: Die Trombeklamie kam im Jahr Zwei-Ton-Fünfzehn.
00:29:03: Da war eigentlich der Durchbruch.
00:29:05: Da kamen die Prositiven Studien zur Traumbektorie.
00:29:08: Wurden dafür öffentlich und das war auch wirklich nochmal so'n richtiger Gamechanger in der Starkanfallbehandlung.
00:29:14: Also als ich gestartet habe, das war glaube ich im Jahr twohundneinzehn.
00:29:19: Genau da war die eigentlich schon ziemlich etabliert und hat sich dann noch weiterentwickelt natürlich aber so dass ich die Zeit davor jetzt nicht live mitbekommen hab.
00:29:29: Aber was man berichtet kommen hat, hat sich dadurch die Prognose vor allem auch bei schweren Schlaganfällen enorm verbessert.
00:29:37: Also das funktioniert einfach so, wenn ein schwerer Schlag am Fall durch eine Blutgerinse auftritt der in einer Hauptarterie des Gehirns betrifft was dann verstopft ist.
00:29:47: Dann kann man über einen Katheter-Eingriff da wird der Katheter über die Leistenarterie oder über die Arterie am Arm vorgeschoben über das Arteriensystem bis hoch ins Gehirn.
00:30:00: mit diesem Katheter oder Draht kommt man bis zu dem Blut.
00:30:03: gerinse schiebt den Draht dann an dem Blutgerinsel vorbei, spannt dann so ein Drahtflecht aus und zieht dann dieses Blutgernse aus dem Gefäßsystem raus.
00:30:13: Also es ist eigentlich ganz einfach mechanisch gedacht.
00:30:16: Es sind natürlich aber sehr filigrane Instrumente die auch erstmal so entwickelt werden mussten dass man da eben keinen Schaden mit anrichtet.
00:30:23: Aber damit kann man halt wirklich die Ursache des Schlaganfalls direkt behandeln.
00:30:28: Und es gibt halt viele Fälle Da tritten der schwerer Schlaganfall auf wo man früher gedacht hätte Das wird auf jeden Fall eine schwere Behinderung zurückbleiben.
00:30:37: Es wird ein sehr langweiger Reha-Prozess und heutzutage ist eben manchmal möglich, dieses Blutgrenzen zu entfernen.
00:30:44: Und am nächsten Tag hat er als Ende überhaupt keine Symptome mehr.
00:30:47: also es eigentlich wirklich der Wahnsinn wie gut man war den Menschen helfen kann.
00:30:52: Ich meine sogar aber das kann auch sein dass das eine etwas verschwommende Erinnerung ist, dass ich mal bei einem Patienten einen kleinen Klumpen neben dem Bett gesehen habe, dass dann das Grinsel war was eben aus dem Gern entfernt worden war.
00:31:11: Genau, dieses Grinsl holt man raus und es kann man sehen, das wird manchmal noch ins Labor geschickt um zu untersuchen was für ein Blutgrinser das war.
00:31:18: aber gibt sicher auch Fälle von Patienten die das als Zubinier haben.
00:31:25: Woher wissen Sie, Herr Dr.
00:31:27: Heinemann, dass der Punkt erreicht ist, wo das Blutgerinsel tatsächlich sitzt?
00:31:35: Wenn sie per Leiste dann eben den Kategorien schieben und ...
00:31:41: Also bevor überhaupt dieser Eingriff stattfindet werden andere Untersuchungen mittels CT- und mit Grand Rastmittel durchgeführt Und da sieht man dann eben, wo der Blutfluss unterbrochen ist Und wenn dann außerdem im CT noch keine Schäden sichtbar sind am Gehirn, die den Erfolg unwahrscheinlich machen und ein paar andere Voraussetzungen erfüllt sind.
00:32:05: Dann kann man eben diese Traumwektomie machen.
00:32:07: Das machen nicht wie Neurologen sondern die Kollegen von der Neuro Radiologie.
00:32:11: Die sind da eben drauf spezialisiert und auch dort wird wieder Kontrastmittel verwendet.
00:32:19: also was über diesen Katheter ins Blutsystem eingeführt wird Das wird immer live mit Röntgenbildern.
00:32:25: Dass man
00:32:25: währenddessen sehen kann, wo man genau ist und dann erkennt ich bin an der Stelle mit dem Klok und dann ihn rausziehen kann.
00:32:33: Ganz genau das funktioniert sogar sozusagen live durch immer wieder angefertigte Röentgenaufnahmen.
00:32:40: Ja, fantastisch!
00:32:41: Aber das heißt es gibt eine intensive Zusammenarbeit auch in den Strokeunits.
00:32:46: Sie haben gesagt zwischen verschiedenen Bereichen.
00:32:49: Das ist offenbar auch sehr wichtig oder?
00:32:51: Genau, ich glaube das ist auch einfach das was diese Arbeit da so erfolgreich macht.
00:32:56: Dass es eben unterschiedliche Spezialisten gibt also Neurologen, Neuroradiologen.
00:33:02: mit der Neuroschirurgie haben wir viel zu tun aber auch die spezialisierte Pflege, die die Spezialausbildungen da haben für die Versorgung von Schwager-Akkordpatienten und eben die Therapeuten die genau wissen worauf's ankommt.
00:33:17: Genau, das macht es so erfolgreich.
00:33:18: Und einfach wichtig für den Erfolg von einer Stroke-Unit ist dann eben dass die Kommunikation auch läuft und dass man da ein gutes Zusammenarbeit findet, dass die Arbeit auch Spaß macht und man weiß wofür man das macht.
00:33:32: Dann kann man da vielen Menschen wirklich gut helfen.
00:33:34: Ich finde es wird ja sehr viel übers Gesundheitssystem gesprochen und die angeblich immer aus ufernen Kosten und die Verschwendung aber... Und gerade dieses Beispiel zeigt, wie großartig hier auch investiert wird und in übergreifende Kompetenzen investiert werden.
00:33:51: Aber auch was Sie gesagt haben im Jahr zwei Tausend Fünfzehn als dann eben diese neue Bewegung beziehungsweise diesen neuen Möglichkeiten kam durch die Trombektomie zeigt es ja auch dass auch diese entsprechenden Investitionen weil auch das waren ja Investition entsprechend dann auch großartige Ergebnisse bringen und wirklich Menschen eben nochmal ganz anders helfen zu retten.
00:34:15: Und das ist großartig!
00:34:17: Sagen Sie uns doch bitte noch etwas über Ihre Organisation, für die sie auch tätig sind, Schlaganfallbegleitung.de.
00:34:25: Was hat es genau damit auf sich?
00:34:27: Wer ist engagiert?
00:34:28: Können sich Menschen engagieren?
00:34:29: Ich sage Mensch finde ich interessant.
00:34:32: Wie ist es strukturiert und was seid Sie bewogen da mitzumachen?
00:34:36: Ja, wir bei Schlaganfallbegleitung sind eigentlich so ein bisschen bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen die aus unterschiedlichen Perspektiven in der Behandlung von Schlaganfällen oder einer Prävention engagiert sind und wir machen da verschiedene Angebote.
00:34:52: Das Wichtigste ist denke ich unsere Internetseite www.schlaganfall-begleiterung.de wo wir Artikel zu verschiedenen Themen, die für Betroffene von einem Schlaganpfall relevant sind schreiben.
00:35:03: Dann haben wir auch ein Forum, bei den Fragen bestellt werden können die dann beantwortet werden.
00:35:09: Wir machen immer mal wieder Veranstaltungen so Info-Veranstaltung zum Thema Schlaganfall und bieten auch Kurse an für Angehörige, die starken Fall betroffene pflegen.
00:35:20: Haben auch einen Präventionskurs im Angebot wo man was zur Ernährung und Möglichkeiten der Starkanfallprävention lernt.
00:35:31: Genau, bei Interesse kann man da gerne auf die Internetseite gehen.
00:35:33: Da findet man dann alle Angebote und auch wenn sich da jemanden engagieren möchte sind auch da die Kontaktdaten darin und sind wir immer offen für neue Kollegen, die da mitarbeiten wollen.
00:35:47: Und das ist bundesweit oder ist es bezogen auf Freiburg oder im Süddeutschen Raum?
00:35:52: Ne genau!
00:35:52: Das ist bundersweit, das ist gegründet von den maulogen Hans van Büdingen der auch früher in Freibog aktiv war und seiner Tochter, die haben sich eben auch oder der Hans war auch in der ERA hat viele Starkanfallpatienten behandelt.
00:36:08: Und hat sich dann eben auch irgendwann gedacht glaube ich so Schlaganfälle behandeln ist natürlich sehr wichtig aber was es besser als einen Schlaganfall zu behandeln, ist ein Verhindern.
00:36:20: Und da aus dieser Idee ist dann eben die stark Anfallbegleitung entstanden Und da wollen wir eben unseren Beitrag dazu leisten, noch darüber hinaus jetzt den einzelnen Patienten zu behandeln.
00:36:33: Dann glauben wir dass wir da noch einen anderen Hebel haben mehr Menschen zu erreichen und Tipps zu geben wie es nach dem Schlaganfall weitergeht und wie man auch dafür sorgen kann das ein Schlaganfach vielleicht gar nicht erst auftritt.
00:36:45: Herr Dr.
00:36:45: Heinemann großartige Arbeit weil viele Menschen die betroffen sind Angehörige auch zählen darauf und wissen das wirklich sehr zu schätzen.
00:36:55: Und dass sie dann neben ihrer sicherlich sehr ausfüllenden Arbeit als Arzt, sich dann auch noch hier Mediziner dafür einsetzen ist großartig.
00:37:07: wenn Sie den Menschen drei Dinge mitgeben dürfen zum Abschluss um ihr Persönliches Schlaganfallrisiko zu senken.
00:37:15: Wir haben gesprochen über bessere Ernährung, Sport oder der gleiche.
00:37:18: Aber was würden Sie sagen?
00:37:20: Was kann der Einzelne unserer Zuhörerinnen zuhören tun um wirklich das Risiko zu senden ein Schlaganvall zu erleiden?
00:37:30: Ja vielen Dank Herr Annberg erstmal für die direkten Worte und noch zum konkreten Tipps.
00:37:35: also da würde ich einfach sagen die drei wichtigsten Risikofaktoren die für die meisten Schlaganfälle verantwortlich sind an denen kann man arbeiten, das ist zum einen wir haben schon angesprochen der Blutdruck.
00:37:46: Einmal den Blut druck messen gucken ob der erhöht ist dann entweder mit dem rauchen aufhören oder noch besser gar nicht erst anfangen.
00:37:54: und das dritte will ich sagen es ist eine ausreichende Bewegung ein aktiver Lebensstil.
00:38:01: immer wenn man den Aufzug nehmen könnte lieber mal die Treppe nehmen Und zu Fuß gehen jetzt vielleicht bei der Hitze nicht unbedingt, aber sonst wenn es dann wieder abgekühlt hat.
00:38:13: Immer gerne zu Fußgehen und ich glaube so kann man schon sehr viel dafür tun sein persönliches Herzkreislauf-Psycho in den Griff zu bekommen.
00:38:21: Herr Dr.
00:38:21: Heinemann herzlichen Dank!
00:38:23: Herzlichen dank auch für Ihr Engagement bei Schlaganfallbegleitung.de und vielen Dank für diesen wunderbaren Podcast und dieses wunderbare Gespräch.
00:38:31: Danke schön.
00:38:32: Vielen Dank, Herr Ander.
00:38:33: Hat Spaß gemacht.
00:38:38: Der Podcast.
Neuer Kommentar