Reformstau im Gesundheitswesen
Shownotes
Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – mehr als eine halbe Billion Euro fließen jedes Jahr in unsere Gesundheit. Und trotzdem steigen die Beiträge, Patienten warten auf Termine, Notaufnahmen sind überlastet und bei Lebenserwartung und Versorgungsqualität gehört Deutschland längst nicht überall zur Spitze.
Warum bekommen wir für so viel Geld nicht auch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt?
Darüber spricht Béla Anda heute mit einem Mann, der an einer der zentralen Schaltstellen dieses Systems sitzt: Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Er vertritt die Interessen der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen – und damit mittelbar rund 75 Millionen Versicherte.
Oliver Blatt sagt deutlich: Deutschland hat Reformen zu lange aufgeschoben. Wir haben zu viele Krankenhausbetten, steuern Patienten nicht ausreichend durch das System und investieren noch immer zu wenig in Prävention. Gleichzeitig steigen die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen.
Besonders dringend ist für ihn auch die Reform der Notfallversorgung. Überfüllte Notaufnahmen, unterschiedliche Anlaufstellen und mangelnde digitale Vernetzung zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Länder wie Österreich machen vor, wie eine intelligente Patientensteuerung funktionieren kann.
Aber Oliver Blatt redet unser Gesundheitssystem nicht schlecht. Er erklärt auch, was Deutschland nach wie vor hervorragend macht – und warum eine verlässliche medizinische Versorgung weit mehr ist als eine Frage von Kosten und Effizienz: Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Zusammenhalts.
Was muss sich also ändern? Wo können Milliarden effizienter eingesetzt werden? Wie bekommen wir Krankenhäuser, ambulante Versorgung und Rettungsdienst besser organisiert? Und warum braucht es am Ende vor allem eines: Politiker, die den Mut haben, Entscheidungen zu treffen?
Aus Sicht der Björn Steiger Stiftung besonders relevant ist die Reform der Notfallversorgung. Rettungsleitstellen, die 116117 und Notaufnahmen müssen besser miteinander verzahnt und digital vernetzt werden. Österreich zeigt nach Ansicht Blatts, wie eine standardisierte Ersteinschätzung verhindern kann, dass automatisch ein Rettungswagen geschickt oder eine Notaufnahme angesteuert wird, obwohl dem Patienten auf anderem Wege geholfen werden könnte.
Ein weiteres großes Thema ist die Prävention. Denn langfristig, so Blatt, kann ein Gesundheitssystem nur finanzierbar bleiben, wenn Krankheiten möglichst verhindert werden, bevor sie überhaupt behandelt werden müssen. Dafür brauche es allerdings mehr als Appelle an den Einzelnen: Prävention müsse bereits in Kitas und Schulen beginnen und auch Ernährung, Alkohol, Tabak sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen einbeziehen.
Im Gespräch geht es außerdem um:
den wachsenden finanziellen Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen steigende Beiträge und Lohnnebenkosten zu viele Krankenhausbetten und notwendige Spezialisierung Wartezeiten und eine bessere Steuerung von Patienten die geplante Reform der Notfallversorgung die Vernetzung von 112, 116117 und Notaufnahmen Österreich als mögliches Vorbild Digitalisierung im Gesundheits- und Rettungswesen Prävention als gesundheitlicher und ökonomischer Faktor die Bedeutung einer guten Palliativversorgung soziale Unterschiede bei Gesundheit und Lebenserwartung die Rolle des GKV-Spitzenverbandes Lobbyinteressen und das „Haifischbecken“ Gesundheitspolitik und die Frage, warum Politik bei Reformen irgendwann auch den Mut haben muss, Entscheidungen zu treffen.
Oliver Blatts Botschaft ist dabei klar: Deutschland verfügt weiterhin über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem – aber es reicht nicht mehr, immer zusätzliches Geld in bestehende Strukturen zu geben. Es braucht strukturelle Reformen, klare Prioritäten und politische Entscheidungen.
Denn eine funktionierende Gesundheitsversorgung ist nicht nur für Patienten entscheidend. Sie ist, so Blatt, auch ein wichtiger Stabilitätsanker für Demokratie und sozialen Frieden.
Transkript anzeigen
00:00:01: Und ich habe, als ich anfing immer die Politik kritisiert.
00:00:04: Insofern kritisierte das nichts entschieden worden.
00:00:07: Ja also denn dann es gab oft Situationen.
00:00:09: na wir hatten mal in der Pflegeversicherung vor zwei Jahren Es lagen alle Fakten auf den Tisch aber es wurde nicht entschieden.
00:00:15: und dafür ist Politiker am Ende dann da.
00:00:17: sie muss irgendwann entscheiden und sagen Da geht's jetzt lang.
00:00:19: Wir haben z.B.
00:00:20: pflegereformen werden.
00:00:21: Das ist ganz wichtig dass Herr Linnemann meiner Meinung nach Die angefangenes erst in Würfe die pflegere Form voranbringt.
00:00:35: Die Björn Steigerstiftung.
00:00:57: Gemeinsam Leben retten!
00:00:59: Folge hundertfünf, Reformstau im Gesundheitswesen.
00:01:03: GKV-Chef Oliver Blatt über Beitragsdruck zu viele Krankenhausbetten und was wir von Österreich lernen können.
00:01:11: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Lebensblätter dem Podcast der Björns Steiger Stiftungen.
00:01:16: Und wir haben heute einen ganz besonderen Gast, Oliver Blat Der steht an der zentralen Schnittstelle des deutschen Gesundheitswesens.
00:01:24: Er ist Vorstandsvorsitzender des GKV Spitzenverbandes, das ist die gemeinsame Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland.
00:01:35: Und er verhandelt mit Ärzten, mit Krankenhäusern auch mit der Pharmaindustrie und mit Vertretungen der gesätzlichen Krankenkassen gegenüber der Politik hat dazu zu tun sehr viel sogar und den anderen wichtigen Akteuren des Gesundheitswesen.
00:01:50: geboren ist ein Köln aufgewachsen am Bodensee und wir freuen uns sehr, dass er hier ist.
00:01:57: wie gesagt Verantwortung für die Interessen von rund seventy fünf Millionen gesetzlich Versicherten trägt.
00:02:04: Und wir freuen es, dass Sie hier sind.
00:02:05: herzlich willkommen Oliver Blatt.
00:02:08: Vielen Dank für die freundliche Begrüßung.
00:02:09: ich bin gerne hier und spreche gern mit Ihnen heute über das Gesundheitswesen und viele andere Dinge.
00:02:16: Super, dann fangen wir direkt an.
00:02:18: Herr Bleit fast jeder von uns kommt ja mit dem Gesundheitswesen irgendwie in Berührung Wenn Sie heute mit Menschen sprechen was beschäftigt die aus Ihrer Erfahrung am meisten?
00:02:29: Ja das sind mehrere Dinge und ich versuche auch immer wieder wo Gelegenheit sind mit Menschen mit Bürgern ins Gespräch zu kommen also außerhalb des professionellen Settings Denn Gesundheit sie sagen es richtig betrifft uns alle.
00:02:41: Also jeder möchte gerne möchte lange gesund bleiben.
00:02:45: Es geht ja oft auf das Gesundheitssystem noch hinaus.
00:02:47: Also es gibt ja viele Dinge, wie leben wir gesund?
00:02:50: Was müssen wir tun?
00:02:51: und ich erlebe schon dass A-Menschen oft mit mir darüber diskutieren Wie kompliziert das eigentlich alles ist, wie das eigentlich zusammenhängt.
00:03:00: also Warum ist das eigentlich so, dass der Arzt sagt er bekommt nicht genug Geld?
00:03:05: warum muss ich denn solange warten beim arzt?
00:03:10: Also, damit sind noch die Themen benannt.
00:03:12: Wartezeit beim Arzt ist beschäftigt Menschen natürlich.
00:03:15: Das kennt ja jeder als gesetzlich versicherte Fragen.
00:03:18: Warum gibt es eigentlich GKV und private Krankenversicherung?
00:03:22: Wie hängt das auch zusammen?
00:03:24: Also das sind so Fragen mit denen ich gerne auch mit Menschen diskutiere weil Ich glaube Es ist wichtig dass wir hier in unserer Zachbabel nicht die Bodenhaftung verlieren und merken was beschäftigt menschen Und ich dabei feststelle, wie wichtig das Thema Gesundheit für Menschen ist.
00:03:42: Für die Demokratie.
00:03:44: Ich glaube es ist wichtig dass wir auch zukünftig ein gutes Gesundheitssystem haben.
00:03:49: Das ist ein wichtiger Stabilitätsanker.
00:03:51: Also Komplexität immer Wartezeiten kommt immer wieder auf landliche Regionen nochmal also versorgen.
00:03:57: im ländlichen Raum beschäftigt viele in den vielen Wohnjahr jetzt nicht mehr in Beilungsgebieten Manche können sie nicht leisten.
00:04:03: Also das sind so Themen, die ich aufgreife, denen ich zuhöre wo ich natürlich versuche ins Gespräch zu kommen und ich mache es auch gerne denn das ist manchmal sehr wichtig raus aus der Bubble.
00:04:14: Ja
00:04:16: ein Thema der Bubble ist ja wiederkehrend dass Deutschland so viel Geld fürs Gesundheitswesen ausgeht wie kaum ein anderes Land.
00:04:25: Wenn man mal nachguckt, dann sind die letzten offiziellen Zahlen zwei tausend vierundzwanzig.
00:04:30: Da haben wir angeblich fünfhundertdreißig Milliarden Euro also eine halbe Billionen für Gesundheit ausgegeben.
00:04:38: Das entspricht sechstausend vierhundertvierzig Euro pro Einwohner.
00:04:41: klar in den krank und kränker sind verbrauchene natürlich mehr und zwölf, vier Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.
00:04:49: Deswegen kann man den Bundeskanzler verstehen ist einem neuen Gesundheitsminister gesagt hat das ist ein Volkswirtschaftlich sehr wichtiger Bereich in dem du da übernimmst.
00:04:59: im europäischen Vergleich sind wir da die meisten.
00:05:02: Die USA und die Schweiz geben offenbar noch mehr aus.
00:05:06: aber Viele Menschen haben so, ich glaube das im Wellen kommt.
00:05:11: Das ist ja nicht permanent so immer das Gefühl meistens verbunden mit einer Gesundheitsreform.
00:05:15: Ja die geben so viel Geld aus aber das System wird dich besser.
00:05:20: Wie erklärt sich das?
00:05:23: Da gibt es natürlich nicht die einfache Antwort drauf, aber ich glaube wenn man es mal analysiert ist.
00:05:29: Es ist ja eigentlich gut dass wir viel Geld für Gesundheit ausgeben.
00:05:32: also das ist uns offenbar was wert um es mal weit zu sagen.
00:05:36: Was uns aber in den letzten Jahren und eigentlich schon viel länger zu schaffen macht ist dass wir immer mehr ausgeben als wir einnehmen in der gesetzlichen Krankenversicherung Und das ging eine Zeit lang gut.
00:05:48: In den vergangenen Jahren vor Corona da haben wir das ausgeglichen, indem wir zum Beispiel per Gesetz Rücklagen der Krankenkassen abgebaut haben.
00:05:56: also wir haben ein bisschen das Tafelsilber verschabelt um die Beitragssätze stabil zu halten.
00:06:02: Das zeigt sich heute.
00:06:02: es war keine gute Idee.
00:06:05: Wir haben es immer ausgeglichen, aber wir sind eigentlich nie an die Tassetti-Mobile angegangen.
00:06:09: Also wir haben uns nie überlegt dann... Wir geben zwar wahnsinnig viel Geld aus ich finde die Zahl auch beeindruckend eine Milliarde Euro jeden Tag Und trotzdem stellen wir eben fest, dass das immer wieder in die Pedulie kommen, dass wir die Beitragssätze anheben müssen.
00:06:26: Das ist natürlich ärgerlich!
00:06:28: Ich glaube und es ist vielleicht in unserem Land ja nicht nur im Gesundheitswesen so.
00:06:33: Ich will jetzt gar nicht.
00:06:33: andere Bereiche nennst ich Wort Brücken Deutsche Bahn.
00:06:37: Wir haben zu lange nicht das System verbessert strukturell anders aufgestellt.
00:06:42: Haben mal genauer hingeschaut.
00:06:44: Wir haben eher dazu geneigt mehr Geld reinzupacken.
00:06:47: Fangen wir halt noch ein bisschen mehr.
00:06:50: Uns ging es wirtschaftlich auch gut in dem Land damals, also das heißt das Geld ist auch geflossen und dabei haben wir versäumt uns mal zu fragen na ja warum ist jetzt eigentlich so dass wir so viel Geld ausgeben?
00:07:00: Und wenn wir aber mal darauf gucken mittlerweile wo wir stehen bei der Lebenserwartung zum Beispiel da sind wir nicht abgeschlagen aber unteres Mittelfeld das heißt die Qualität stimmt nicht wirklich ganz am Ende.
00:07:14: also Lebenserwartungen auch weil es gibt so Indikatoren wie Überlebenswahrscheinlichkeiten nach einem Herzinfarkt sind wir auch nicht spitze.
00:07:21: also es heißt Es gibt schon Signale dass man sagt, wir müssen im System Dinge verändern.
00:07:28: Stichwort Wir brauchen.
00:07:30: aber wir haben eigentlich zu viel kranken aus Betten.
00:07:32: warum gehen die Menschen auch zum Arzt?
00:07:34: Müssen wir vielleicht mehr in Prävention investieren?
00:07:36: das haben wir viel zu lange nicht getan und Das würde dann dazu dass wir zwar sehr viel Geld ausgeben Die Qualität mittelbrechtig ist.
00:07:44: ich muss mal so sagen.
00:07:45: Also sie schlecht Ich will das auch gar nicht zu darstellen, aber am Ende vor allen Dingen an jetzt gerade in den letzten Jahren der Druck auf die Beitragsätze und das tut den Menschen natürlich im Geldbeutel weh.
00:07:55: Und da macht sie Sorgen um die Lohnnebenkosten immer weiter steigen.
00:07:59: Also mal vielleicht haben wir einen Satz gebracht Wir haben es ein bisschen verschlafen, das System moderner aufzustellen.
00:08:05: Wir wenden uns als das modernste System und mittlerweile wenn man ehrlich ist sind wir das nicht mehr.
00:08:10: Wir müssen jetzt dringend was tun!
00:08:12: Wir müssen reformen.
00:08:13: Ein Leuten damit wird es ändern.
00:08:15: Ja, ist ein wichtiger Punkt der uns auch immer wieder entgegenkommt.
00:08:19: Klar man denkt denke ich auch habe hier auch gedacht bevor dieser Podcast hier begonnen hat dass wir in Deutschland führend sind zumindest in Europa führen sind was solche Dinge angeht Innovationen auch im Gesundheitswesen aber auch unser Gesundheitswesens hält.
00:08:33: und dann guckt man schaut auf verschiedene Bereiche Digitalisierung und dergleiche nach Österreich das sind die viel weiter bundeskandinavischen Staaten auch.
00:08:42: Aber selbst Länder wie Spanien oder so haben Elemente in ihrem Gesundheitssystem, die was Digitalisierung angeht und Vernetzung unsere überholt haben.
00:08:52: Also gibt es auch etwas, was sich in den letzten Jahren im Gesundheitswesen verbessert hat?
00:09:00: Also ich finde die Frage sehr wichtig, weil wir natürlich jetzt bei aller Kritik immer schauen müssen... Ich bin ja mal ein Freund der auch darauf zu schauen, dass läuft denn gut!
00:09:10: Wir dürfen nicht alles schlecht reden.
00:09:13: Und ich glaube, was man mal erwähnen muss, dass es uns ja bis heute immerhin in der gesetzlichen Krankenversicherung gelingt und auch weiterhin hoffentlich gelingen wird.
00:09:22: Dass wir modernste Arzneimittel jeder, der sie braucht, bekommt.
00:09:27: Also in Deutschland zum Beispiel ist auf der Welt das Land, was bis heute wenn ein Arzneime zugelassen ist nach dreieinfünfzig Tagen der neue Wirtschaft sofort allen zu verfügen steht.
00:09:39: Das gibt es sonst nirgends auch nicht in den USA weil eigentlich gar nicht so viele Menschen da versichert sind.
00:09:44: Also das heißt und dann wird ja erst die Nutzen bewährt, aber das Medikament ist da.
00:09:50: Und ich finde auch weiterhin dass alle Gesetze sich versicherten wenn sie schwer krank sind ins Krankenhaus kommen und sie keine Sorgen machen müssen.
00:09:58: Oh man habe ich genug Geld!
00:10:00: Ich glaube das sollte man als Wert und als Errungenschaft auch noch mal sich vor Augen halten denn der technische Fortschritt Und die medizinischen Fortschritte und die Demografie führen euch dazu, dass das alles unglaublich viel Geld kostet.
00:10:13: Das ist uns ja gelungen!
00:10:15: Ich finde es auch erwähnenswert, bis heute passiert.
00:10:20: Vielleicht könnte man das so sagen?
00:10:21: Das ist schon positiv.
00:10:23: Wir sind ja mal ein neunzig Prozent der Menschen gesetzlich versichert.
00:10:26: Das finde ich einen sehr positiven Aspekt.
00:10:29: Es ist eine Errungenschaft immer zu schaffen.
00:10:33: als ein Beispiel.
00:10:36: Ich würde noch einen Punkt ein, der nicht so oft erwähnt wird.
00:10:41: Ich fand auch positiv, dass wir es geschafft haben.
00:10:45: Es ist schon ein paar Jahre her unsere Palliativversorgung also das Thema... Wir reden ja sehr viel über am Anfang des Lebens, Geburtshilfe aber wir haben uns lange zumindest in der größten Krankenversicherung finde ich nicht so sehr darum gekümmert, wie es ist am Ende des Liebens.
00:11:04: Wo stirbt man im Krankenhaus?
00:11:06: Und dann kam Zeit aus den Fünfzehn ein Palliativen aus Beats gesetzt, das dafür gesorgt hat und das finde ich eigentlich auch in der schönen Erfolge, dass wir in Deutschland jetzt auch in dieser sehr krankmassigen Vielleistung haben für Menschen für Palliativversorgung, sei es ambulant oder im Krankenhaus.
00:11:23: Und ich glaube das fand ich auch eine sehr gute Errungenschaft.
00:11:26: die so ein bisschen so einer Schatten da sein pflegt ist nicht immer so im Fokus der Diskussion.
00:11:30: aber jeder der natürlich mal damit konfrontiert wird dass er in seiner Familie Menschen begleitet die sterben leider sterben müssen wird vielleicht merken dass das eine wichtige Errungschaft ist wie wir uns hier in den letzten Jahren zugelegt haben und an der wir weiter arbeiten.
00:11:46: Ja, ich hatte das tatsächlich im familiären Bereich gerade.
00:11:50: Also die Mutter meiner Frau ist verstorben und es ging dann am Ende doch leider sehr schnell aber trotzdem hat man da die Voraussetzungen schon schaffen können für eine solche Begleitung.
00:12:06: Da war ich tatsächlich sehr froh.
00:12:07: Ich habe das noch nie so articuliert Das war so ein Gedanke, auch dafür ist gesorgt.
00:12:14: Und da sprechen Sie etwas sehr Wichtiges an.
00:12:19: Es war ja auch lang ein bisschen Tabuthema.
00:12:21: Also ich meine es ist ja auch ein Tabuthemer, da redet man nicht so gern drüber und das ist besser geworden sicherlich.
00:12:28: Wir können aber glaube immer noch besser werden denn Kinder stehen auf dem Fokus.
00:12:32: Das ist natürlich eine ganz schwierige Geschichte.
00:12:34: Es gibt doch Kinder extra Kinder.
00:12:38: Aber wie gesagt, ich finde um das mal hier wenn wir Zeit haben darüber zu reden auch mal herauszunehmen dass es etwas sehr wichtig ist am anderen Ende des Lebens.
00:12:48: Wir werden alle da irgendwo stehen und wenn sie selbst schon Erfahrungen gemacht haben ja dann wissen Sie auch dass das glaube ich eine gute Sache ist.
00:12:59: Zeiten wo Gesundheitsreformen kommen, hat man ja immer das Gefühl unser Gesundheitssystem steht permanent unter finanziellem Druck.
00:13:06: Sie haben es erwähnt klar die Innovation sind sind stark geworden Menschen werden älter.
00:13:10: die Demografie trägt ihren Teil dazu bei dass Menschen meistens am Ende ihres Lebens mehr Kosten verursachen gerade in Gesundheitswesen.
00:13:19: aber sie haben natürlich einen sehr guten Überblick über all die Zahlen die Fakten wenn sie so den großen Kostentreiber der sich so, vielleicht auch, ist potenziell entwickelt.
00:13:31: Was ist er oder was sind die?
00:13:33: Das Phänomen ist ja das, was ich vorher erwähnte, dass wir laugend mehr ausgeben als wir einnehmen.
00:13:38: und jetzt ist ja die Frage, na woran liegt das denn?
00:13:42: interessanterweise steigen unsere Einnahmen im Moment so um vier Prozent,
00:13:47: d.h.,
00:13:48: wir haben schon eine, aber... Die Ausgaben steigen leider um mittlerweile fast acht bis neun Prozent.
00:13:54: Also das heißt, da ist so eine Schere die sich öffnet und wenn man jetzt aus meiner Wahrnehmung mal drauf schaut naher warum liegt das denn?
00:14:04: Dann muss man schonmal so drei vier Punkte rauspicken, die einem ins Auge springen auch wenn man nach Europa guckt.
00:14:11: also wir haben einfach viel zu viele Krankenhausbetten in Deutschland gönnen uns eine stationäre Versorgung, die nicht zeitgemäht ist.
00:14:19: Wir setzen viel zu viel auf Krankenhausbetten.
00:14:21: Ich habe im Uhr, ich hatte um einigen Wochen einen Austausch mit einer Delegation aus Holland und dann hat einer sehr charmant gesagt oh ihr Deutschen legt gerne den Krankenhausbettchen wie wir sehen.
00:14:34: ja also die Holländer haben nicht mal pro Kopf ein Drittel der Betten.
00:14:40: Das zeigt also, dass ... Und die Versorgung ist nicht schlechter im Gegenteil.
00:14:44: Die Holländer machen uns da was vor!
00:14:46: Also das zeigt ja wir müssen und dann sind wir beim Stichwort Krankenhausreformen da mal hinschauen, dass wir vernünftig dafür sorgen, dass Wir versorgen konzentrieren Nicht mehr alle, wir brauchen nicht alle Betten.
00:15:03: Weil das ist auch das Problem natürlich, dass wird damit die Qualität oft fragwürdig isst.
00:15:09: Wir machen so Gelegenheitsversorgung in das Krankenhaus, wo ich gehe.
00:15:12: Da werde ich behandelt anstatt mal zu schauen, na also, jedoch lieber ein Krankenhauser spezialisiert ist.
00:15:17: Also da glaube ich müssen wir was tun?
00:15:20: Das ist ein großer Punkt!
00:15:22: Dann haben wir natürlich das Thema der ambulanten Versorgung, wo ja zum Glück aber auch schon erste Gesetze kommen.
00:15:28: Auch da geht es im Grunde um die Frage wie steuern wird besser nach dem Bedarf der Patienten.
00:15:36: Ja es ist in unserem Land ein hohes Gut, dass jeder Arzt gehen kann wann und wie er will.
00:15:43: Da möchten wir auch nicht wirklich ran, aber ich glaube das wir den Patienten unterstützen und damit ihm helfen die Frage zu beantworten musst du denn jetzt zum Arzt?
00:15:52: Welchem Arzt musst du dann?
00:15:54: Und auch Ärzte entlasten denn auch Ärste haben natürlich zurecht gerade Hausärzte sein.
00:15:58: natürlich mein Gott was soll man da noch alles tun?
00:16:01: also ich glaube großer Punkt, wo wir in Deutschland dran müssen.
00:16:07: Und der dritte große Punkt wird jetzt langsam auch immer mehr diskutiert.
00:16:10: Immerhin ist einfach ... Wir haben uns zu wenig darum gekümmert nicht um Gesundheitswesen, dass Menschen erst gar nicht krank werden.
00:16:17: Also ich will es mal so sagen.
00:16:19: Das ist nicht nur ein Thema des Gesundheitswesens.
00:16:22: Denkt man ja immer auf die Krankenkassen was machen die?
00:16:25: Aber wenn sie so disgesogen waren da mein Leben um Steuern auf Alkoholzucker.
00:16:32: Jetzt bin ich gar nicht so ein Riesenfan von solchen Verboten.
00:16:35: Aber andere Länder zeigen halt, die machen uns das vor, dass das Rahmenbedingungen sind und wie man schaffen muss damit Menschen sich gesünder Leben, gesündern ehren.
00:16:45: Also sprich da müssen wir viel mehr Fokus drauflegen.
00:16:47: Das ist ein Riesennpotenzial was wir in Deutschland noch nicht genutzt haben, Krankheit zu vermeiden und damit auch Kosten zu sparen.
00:16:56: Also das sind drei große Punkte wo ich sage lass uns das jetzt angehen zusammen Damit wir wissen, aus diesem finanziellen Druck rauskommen.
00:17:05: Der uns sonst weiter begleitet.
00:17:06: also jetzt haben zu einer Reform.
00:17:08: Wir haben jetzt eine viel diskutiertes Sparpaket.
00:17:11: ich weiß es verlangt vielen ab Aber wenn wir jetzt einfach nichts weitermachen dann diskutieren wir das in einem Jahr.
00:17:17: hier wieder die Frage warum eigentlich die Kosten wieder nach oben gehen.
00:17:21: Wie bringen sie sich als gkv eigentlich selbst ein in diese Gespräche Zu gesundheitsform.
00:17:28: wie läuft sowas?
00:17:30: Das ist ganz vielschichtig.
00:17:33: Wenn Sie sagen GKV, dann sind wir der GKv-Spitzenverband.
00:17:39: Wenn sie den jetzt meinen... Vielleicht ist das einfacher denn es gibt noch Krankenkassen und viele andere Player.
00:17:47: Der GK vsp hat verschiedene Aufgaben.
00:17:51: Ich fange mal mit einer an die uns natürlich sehr wichtig ist.
00:17:55: versuchen gemeinsam mit Politik, mit Ministern und mit Staatssekretären zu überlegen wo sollen Reformen hingehen.
00:18:03: Wir haben natürlich viele Experten im Haus Vorschläge für Reformen.
00:18:10: Auch wenn die Finanzkommission tags sind wir eingebunden und geben Experten unsere Einschätzung.
00:18:15: also das heißt einmal haben ja so diese Aufgabe die wir uns auch selbst zuschreiben das Gesundheitssystem inhaltlich voranzubringen.
00:18:23: Dabei haben wir natürlich den schweren Spagat, das muss man schon sagen, deshalb werden wir ja auch manchmal nicht nur viel fetisiert.
00:18:31: Wir müssen einerseits uns für die Patienten Gedanken machen also Menschen, die krank sind wie klappt die Versorgung?
00:18:38: und dann haben wir aber auf der anderen Seite auch die Menschen die alle in die Krankenkassen ein bezahlen, also den Beitragszahler, die natürlich die Erwartungen haben dass man auch ein bisschen drauf schaut ist das ganze so viel funktioniert, das ist wirtschaftlich.
00:18:50: Also mit diesem Spagat und da sind wir glaube ich schon einmalig müssen wir dann schauen dass wir Reform-Ideen auf den Tisch legen, Konstruktiv sind uns es wichtig aus der Konflikt sind, dass wir nicht nur am Aroma rumjammern und sagen ja das ist alles schlecht sondern das sind unsere Ideen.
00:19:05: daneben haben wir natürlich ganz viele gesetzliche Aufgaben.
00:19:09: dazu gehört zum Beispiel jetzt geht wieder los mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung verhandeln über die Frage, wie stark steigt jetzt die Vergütung der Ärzte nächstes Jahr.
00:19:21: Das ist ein Verhandlungsgeschäft so ein bisschen wie Gewerkschaft mit Arbeitgeber und das haben wir auf vielen Ebenen auch mit vielen Partnern.
00:19:28: Wir sitzen im gemeinsamen Bundesausschuss.
00:19:31: Es ist ein ganz wichtiges Kremium finde ich, dass nämlich dafür zuständig ist immer zu prüfen welche Leistungen wird aufgenommen welches Medikament wird bezahlt von den oder soll muss und darf bezahlt werden Und zwar in Abwägung, hat es auch wirklich einen Nutzen und wirkt das.
00:19:50: Da wirken wir mit.
00:19:52: Wir versuchen die Versorgung einerseits durch politische Gespräche zu gestalten und haben dann ganz viele zahlreiche Aufgaben im Gremien, in Verhandlungen um das Gesundheitssystem voranzubringen.
00:20:05: Mein Job den ich mir vorgenommen habe seit einem Jahr ist es besser zu erklären was wir tun also nach draußen einfacher zu kommunizieren, jetzt klarer zu kommunikieren.
00:20:19: Denn ich erlebe schon dass das hatten wir eingangs ja auch schon, dass es wichtig ist, dass Menschen verstehen was sie hier tun so komplexes auch ist.
00:20:28: also sprich manchmal auch tacheles reden und nicht nur um den heißen breisen sagen So ist es und das bedeutet das Ist mir sehr wichtig weil sonst sind wir irgendwann so unter uns Und dann sagen die was machen wieder eigentlich in berlin?
00:20:40: Also das ist mir wichtig Das soll besser werden, deshalb rede ich sehr gerne heute mit Ihnen und nehme mir auch Zeit Dinge zu erklären.
00:20:47: Und noch zu diskutieren!
00:20:48: Es gibt natürlich kontroverse Diskussionspunkte... Die letzte Spareform fanden viele furchtbar.
00:20:54: Also haben sie ja hat man ja mitbekommen.
00:20:58: Wir sagen gut dass es Sie gibt großen Teils.
00:21:01: Und da muss man jetzt diskutieren.
00:21:04: Ja und als jemand der schon etwas von Kommunikation versteht will ihn ein Kompliment machen also A. Danke, dass Sie hier sind und sich erklären aber B auch Kompliment dafür wie sie es tun denn das ist klar unverständlich und Das ist man auch so Von sehr komplexen Amtsträgern oder Amtssträgern in sehr kompleksten Rollen nicht immer gewöhnt.
00:21:27: Insofern freuen wir uns sehr und glaube schon, dass ihr da sehr viel Erfolg mit haben Und das ist auch die Zeit bedingt, dass man es eben so tut.
00:21:36: Wir haben ja einen neuen Gesundheitsminister.
00:21:39: Was muss der jetzt unbedingt anpacken?
00:21:43: Ja, dem ersten Mal hast du ihn glückt und ich hoffe er weiß worüber sich eingelassen hat im Haifischbecken.
00:21:52: Das ist schon...
00:21:55: Man sagt ja eigentlich das weiß ich auch noch mal in meiner Zeit Ula Schmidt weil ja legendär sich da auch als Gesundheitsministerin zu behaupten in diesem Haifish Becken.
00:22:05: sie konnte da selbst ganz gut schwimmen.
00:22:07: Aber man sagt ja, das Gesundheitswesen ist so unglaublich vermachtet.
00:22:12: Es gibt so viele Interessenswerträter, dass es da wirklich schwer ist sich darin zu behaupten.
00:22:18: Was macht es so besonders?
00:22:21: Also ich glaube, das ist auch Herr Linnemann jetzt der Punkt, dass... es gibt viele Interessengruppen die im Gesundheitswesend natürlich berechtigte Interessen haben also die Ärzteschafte, die Pharmaindustrie die Hebammen, die Psychiotherapeuten.
00:22:42: Wir alle wichtig fragen das System aber auch das gehört zu weit haben natürlich alle Eigeninteressen und das ist so ein Punkt der zur Ehrlichkeit der Debatte gehört.
00:22:51: erste wollen Geld verdienen ob Psychiotheapeuten wollen Geldverdienen wollen auch behandeln und in diesem in diesen Hyphyspecken dann zusammenzukommen nämlich ohne aus dem Blick zu verlieren worum es eigentlich geht nämlich da um dass wir gesundes versorgen für Menschen organisieren die auch noch zu bezahlen.
00:23:08: Ich gönne ja jedem seinen Einkommen.
00:23:10: Aber das ist die Herausforderung und ich glaube als Politik, als Minister musst du da irgendwann einen Kompass haben, wo du hin möchtest ein Zielbild damit du dich dadurch dann durchwindest und unterscheiden kannst.
00:23:23: gute Expertise ist wichtig und dann zu unterscheidend sich und so.
00:23:28: Ich habe jetzt alles gehört und da geht es jetzt lang und das entscheide ich Insofern kritisiert, dass nichts entschieden wurde.
00:23:38: Denn es gab oft Situationen ... Wir hatten mal in der Pflegeversicherung vor zwei Jahren.
00:23:42: Es lagen alle Fakten auf den Tisch aber es wurde nicht entschieden und dafür ist Politik am Ende dann da.
00:23:47: Sie muss irgendwann entscheiden und sagen, da geht's jetzt lang!
00:23:50: Wir haben z.B.
00:23:51: pflegereformen werden.
00:23:52: Das ist ganz wichtig.
00:23:53: das Herr Lindemann meiner Meinung nach die angefangenen, es gibt ja einen ersten Entwürfe, die pflegere Form voran bringt.
00:24:00: Da haben wir an diesem Thema also da jetzt Kurs behalten Expertise einholen und dann aber auch entscheiden.
00:24:06: Das ist wichtig!
00:24:07: Und das wird nicht jedem gefallen, doch wir finden nicht alles gut was Politik entscheidet, aber deshalb am Ende ist für uns wichtig bitte umsetzen, entscheiden.
00:24:16: Ich würde Herrn Lindemann gerne mitgeben und die Expertise von uns, aber auch von den Ärzten in den Krankenhäusern ist ihm gewiss.
00:24:22: nur er ist dann der, der es entscheiden muss.
00:24:24: am Ende und da wünsche ich ihm viel Glück und ich denke auch so wie man ihn kennt wird er das Gute hinkriegen.
00:24:34: Pflege ist eins der großen Themen, das er anpacken muss.
00:24:37: Das ist ja quasi schon, Sie haben es erwähnt in the making und wenn auch noch viel zu tun ist was sind weitere Themen die wichtig sind?
00:24:47: also ein Thema weil wir nun ja heute auch hier bei einem thema beyond steiger stüttung sind.
00:24:51: was auch wichtig ist und wo es ja erforderlicherweise auch schon erste gesetzentwürfe gibt ist natürlich eine notfallreform.
00:24:59: denn zu den großen Problemen oder ja, die man auch als Patient oft wahrnimmt ist natürlich das Thema Notfallversorgung.
00:25:08: Rettungsdienst im Sinne von... Also in Berlin gilt das Gesetz also wenn du die Notaufnahme musst, da geht es dahinter schlechter als vorher.
00:25:17: Also überstopfte überlastete Notaufnahmen sind ein Indikator für unser Problem.
00:25:23: deshalb gut dass es eine Reform geben wird.
00:25:27: ich glaube Wir müssen bei dieser Reform der Notfallversorgung schauen, dass wir die verschiedenen Anlaufstellen, die wir ja heute haben.
00:25:35: Die Rettungsleitstelle.
00:25:38: Wir haben eine Einzelneinzechs, einseinzieben.
00:25:40: Wissen so viele gar nicht habe ich immer den Eindruck...
00:25:42: Absolut richtig!
00:25:43: ...die Akutleitstände der KV.
00:25:47: Und das wir müssen das harmonisieren.
00:25:51: und da war es sehr im Beeindruck von Österreich, wo ich mal war, hab' ich mir angeschaut Die Österreicher haben das so organisiert, dass wenn man dort anruft, ich glaube es ist eine Notfallleitstelle.
00:26:03: Das ist dann nicht sofort der Rettungswagen losfährt sondern erst mal nach einem standardisierten Fragebogen geschaut wird.
00:26:11: können wir dir anders helfen als Patient?
00:26:13: und das klappt ganz hervorragend!
00:26:14: Man möchte ja so denken oh Mann wie will denn der entscheiden?
00:26:19: Ne also ich glaube die zahlen nicht mehr ganz im Kopf.
00:26:22: etwa vierzig Prozent der Fälle werden anders und gut behandelt.
00:26:27: Und jetzt können Österreich, das können wir vernichtigen, dann Rezept aus Handys schicken und solche Dinge.
00:26:32: also da Thema Digitalisierung so und dass hier in Deutschland jetzt eine Reform zu packen damit wir eben die Notaufnahmen entlasten auch die Ärzte die da arbeiten das ist ja nun auch kein Zustand für die Ärze dort aber auch für den Menschen die dann eine brauchen die dann wirklich an der Notaufnahme brauchen dass die dann auch behandelt werden Das finde ich ein ganz wichtiges Thema.
00:26:54: Und da gibt es schon erste Entwürfe eines Gesetzes.
00:26:57: Da wäre dann auch, um auf ein Linnemann zu kommen meine Bitte weiter machen jetzt nicht liegen lassen.
00:27:05: das Gesetz der Notfallreform und ist ja auch so ein bisschen ein Thema.
00:27:08: an der Björn Steiger Stiftung weiß ich ja auch liegt den ja auch sehr im Herzen dass das Thema notfallrettung bei uns in Deutschland besser wird oder noch besser.
00:27:18: Danke, dass Sie es erwähnen.
00:27:19: Das ist in der Tat ein Herzensthema der Bernsteiger Stiftung weil sie auch mit diesem Thema Notfallrettung immer verbunden war von Beginnern und zahlreich Innovation auf den Weg gebracht hat.
00:27:30: Auch die Schaffung der Notfall Nummern eins und zwei geht auf die Bernsteigerstiftung zurück.
00:27:35: Die RTVs also die Rettungswagen und viele andere Innovationen mehr.
00:27:40: Und dieser Punkt die Digitalisierung des Rettungwesens und die Modernisierung ist in dem Bereich wo sie beschrieben haben der Notfallrettung ein ganz wesentlicher Punkt und Österreich macht das vor, die Menschen sterben nicht mehr sondern weniger.
00:27:56: Und die Kosten sind natürlich auch erheblich gemindert wenn ich in der Rettungswagen unbedingt losfahren muss um jemanden mitzunehmen der möglicherweise dem auch anders geholfen werden kann indem man immer ein Rezept aufs Handy schickt oder zu der für ihn zuständigen Apotheke.
00:28:17: Sie haben einen Punkt erwähnt, Herr Blatt.
00:28:19: Der für sie auch sehr wichtig ist nämlich den Punkt der Prävention.
00:28:25: Ich frage mich immer warum ist es so?
00:28:27: Können wir uns alle so gut informieren wie nie zuvor über das was gesund und ungesund ist?
00:28:32: und wie sagen wir ja schon seit längerer Zeit, warum haben wir es so schwer die Präventions stärker in den Vordergrund zu bringen?
00:28:43: Das erste Mal glaube ich dass das prävention lange So ein bisschen unter dem Vorteil lit, dass das so ein bisschen schischie ist und ein bisschen Yoga.
00:28:53: Und gar nichts gegen Yoga.
00:28:54: Yoga ist auch sehr gesund aber nicht Yoga Entschuldigung.
00:28:58: Das Prävention im Grunde nix handfähigstens noch nicht wirkt.
00:29:02: Ich glaube erst in den letzten Jahren gibt es genug Wissenschaftler die unterwegs sind und sagen Quatsch!
00:29:09: Gute Prävenzion wirkt für die Gesundheit und auch im Sinne der Kostenersparnis in Gesundheitswesen.
00:29:18: Und wenn man auf andere Länder schaut, stellt man eben fest das es geht ja vor allen Dingen darum... also wir beide wissen viel und vielleicht tun wir auch schon was.
00:29:28: aber es geht Ja vor allem auch darum Menschen zu erreichen die womöglich bis heute sich überhaupt nicht damit beschäftigen aus welchen Gründen auch immer und Die Zahlen sind ja auch sehr dramatisch dass wir selbst in Deutschland Menschen mit höherem Einkommen und höherer Bildungsschicht mittlerweile Jahre länger leben als Menschen, die weniger Geld verdienen.
00:29:46: Und da ist auch der Ansatz der Prävention diese Menschen zu erreichen und mitzunehmen.
00:29:52: Das fängt im Kleinen an.
00:29:54: also ich finde ein schönes Beispiel ist das wusste ich gar nicht.
00:29:57: gehen Sie mal das Thema rauchen das sind durch ein schwieriges thema aber es ist bei uns nimmt man ja man denkt ja gut wir haben jetzt schon Nichtraucherschutz gesetzt Aber Gehen sie Mal in Tank Stellen und Die ganze Wand ist voll Zigaretten Händen.
00:30:09: So dass ist in anderen Ländern gibt's das nicht mehr.
00:30:13: Und das Thema auch Alkohol und es geht ja um so Dinge, wie ich meine.
00:30:17: Ich habe selber auch Kinder und Jugendliche, dass eben an den Supermarkt Kassen am Ende dann doch noch der Schnapp steht.
00:30:26: Das sind nicht einzelne Maßnahmen.
00:30:27: aber wenn sie die Rahmenbedingungen deutlich verändern also nur bei diesem Teil, dann stellt man eben schon fest in England im europäischen Ausland, dass das Einfluss hat.
00:30:37: So das heißt vor allen Dingen muss Prävention übers gesundheitswesen hinaus gedacht werden.
00:30:41: es ist zu kurz gegriffen zu sagen da geht Es nur um Gesundheit und deshalb begrüße ich auch sehr dass die jetzt alte ministerin verwarken noch Jetzt eine präventionsopensiefe gestattet hat wo nicht nur das gesundheitsministerium dabei war sondern auch das familienisterium.
00:30:56: Am liebsten aufs wirtschaftsministerium weil das muss zusammengedacht werden.
00:31:00: die wirtschaft ist auch gefragt.
00:31:02: Ich finde auch die frage Wie ist das mit Lebensmittelkennzeichnungen?
00:31:07: Ist sie gut, muss die vielleicht verpflichtend sein.
00:31:10: Das sind große Themen.
00:31:12: Sie sind leider komplex und das wiederum lässt viele Schlupflöcher für viele sagen, es ist so komplex.
00:31:18: Wir sind aber jetzt an einem Punkt wo wir feststellen dass wir bei der Lebenserwartung langsam hinten unterfallen Und b wir auch feststellen, dass wir glaube ich unglaublich viel Geld sparen können wenn wir viel mehr über Prävention uns Gedanken machen und sie auch besser aufstellen.
00:31:34: Deshalb finde ich wichtig, drüber zu stechen.
00:31:37: Das ist mit Leben zu füllen, das ist natürlich so ein Riesenbegriff.
00:31:41: Aber es sind kleine Beispiele.
00:31:42: Ich war am Samstag im Kino.
00:31:45: Gehen Sie mal ins Kino...
00:31:46: ODC oder was haben Sie gesehen?
00:31:48: Ja!
00:31:49: Und
00:31:50: vergut?!
00:31:51: Also ich fand jetzt muss man fairerweise in unserer Generation kennt ja noch die Geschichte aus dem Unterricht.
00:31:56: So, dadurch isst sie da nicht mehr ganz überraschend während, wie du hast mein Sohn damit Der kannte die Geschichte schon nicht mehr so gut und ich dachte, ich kenne die Geschichte doch.
00:32:07: Ich fand es gut aber es war nicht so dass ich jetzt sage das habe ich komplett geflasht.
00:32:12: Das ist bis ewig sehr langer Film.
00:32:15: Na jedenfalls war auch mein Sohn im Kino.
00:32:19: und dann bestellst du einen kleinen Minister gerne Popcorn, da bekommst du ein Liter Cola.
00:32:28: Das ist die Mittelgröße.
00:32:30: Ja, ich glaube es
00:32:31: gibt noch zwei Liter und das sind so Beispiele dafür dass wir uns bei kleinen Dingen mal überlegen müssen, sind das die richtigen Anreize?
00:32:39: Und wenn ich eben Jugendliche sehe... Ich gönne ja auch die Kohle aber die sich dann zwei Liter Kohler trinken und gar nicht wissen oft was sie sich damit tun da glaube ich ist eben viel Luft dafür dass Wir schauen müssen Dass wir uns darum kümmern das Menschen gesünder leben, russgesünderleben unterstehen Sie wenigfalls.
00:33:00: eine Cola trinken ist völlig in Ordnung.
00:33:02: Es ist mal zu tun.
00:33:03: es ist nur ein Problem wenn sie sich nur noch von solchen Getränken ernähren und das sieht man leider auf genug in der S-Bahn bei Jugendlichen.
00:33:10: Man darf auch mal zur einer Fastfood Kette gehen, man sollte eben nicht im Tage die Woche sondern muss die Menschen befegen gesund zu kochen dass es Spaß macht und deswegen den Kindergarten an und all diese Punkte.
00:33:21: sie merken schon ganz verschiedene Punkte.
00:33:23: Die müssen wir verbindlich angehen und dann werden wir in zwei, drei Jahren auch merken.
00:33:27: Und das ist ein Punkt, wir merken sicherlich morgen aber in zwei oder drei Jahren merken dass wir an verschiedenen Systemen im Gesundheitsbereich Geld sparen.
00:33:37: Wir haben nicht mehr so den Herzkreis auf der Kankung und dem Menschen es auch gut tut.
00:33:42: sie werden nämlich länger gesund und das möchte ja eigentlich jeder.
00:33:47: Wenn es gibt es eine Reform Idee die heute noch umstritten ist von der Sie sagen doch die müsste sollte kommen
00:33:54: Ich erlebe schon, dass die andere Strukturierung der ambulanten Versorgung, wir nennen das Primärversorgung.
00:34:03: Das ist ein sehr kompliziertes System, wo es uns darum geht und nicht nur uns auf der Politik.
00:34:10: Es gibt ja erste Ideen, dass wir die ambulante Versorgungen den Zugang auch strukturieren dass das schon viel Diskussion auslöst.
00:34:21: Ärzte fühlen sich auf den Schlips getreten, weil Krankenkassen womöglich mitbestimmen wollen wie der Bedarf ist.
00:34:27: also sie isst schon umstritten Wobei ich schon erlebe dass am Ende des Tages Ich habe denn alle wissen wir müssen da was tun.
00:34:36: Also ich finde es wichtig dass wir das jetzt voran bringen Denn dieses Thema Wartezeiten das beschäftigt die Menschen und daran machen viele auch ihre Kritik am gesundsten fest, wenn man sie mal fragt.
00:34:50: Und dann diese Wartezeiten und ich glaube da kann man viel tun ohne dass es viel mehr Geld kostet.
00:34:56: Wenn man Menschen sagt also na du musst jetzt nicht zum Arzt aber wenn Du wirklich zum Arz musst dann kriegst Du auch einen Termin und dann kriegs Du nicht erst den Termin wenn Du ankreuzt übrigens bewahrt versichert sondern kriegts den Termen wenn Du ein Arzt brauchst und das ist uns ein großes Anliegen.
00:35:12: Da diskutieren wir noch viel im Moment auch mit der Ärzteschaft über Rollenverteilung.
00:35:17: Wir wollen gar nicht die allwissen Krankenkassen sein, wir wollen nur dass es besser wird am Ende für die Wartezeiten.
00:35:24: Trotz dieser manikfaltigen Aufgaben diese haben trotz dieses komplexen Systems das sie ja durchdringen und auch indem Sie da auf sich behaupten blicken sie sehr positiv und auch Energie geladen sowieso aber auch positiv.
00:35:38: was motiviert sie?
00:35:40: Ich bin zugegebenermaßen ein eher positiver Mensch, versuche aus vielen Dingen erstmal das Positiv herauszufiltern und mich motiviert.
00:35:49: Also ich habe Volksverschaft studiert.
00:35:54: Studiert wie studiert?
00:35:56: Und mich hat schon immer gereizt im Gesundheitssystem dieses Zusammenspiel dass man schon auf Wirtschaftlichkeit achten muss aber eben nicht nur sondern dass es am Ende darum geht Menschen zu helfen in schwierigen Situationen und ich war immer, ich fand es immer eine sehr sinnstiftende Arbeit die ich tue.
00:36:15: Auch in meinen Vorhängen wollen das heißt ich habe immer schon mein Kind dann gesagt Ich weiß es kompliziert was der Papa da macht Aber am Ende versuche ich ein bisschen zu helfen dass wir... Ich hab mich lange um Rehager kümmert also dass wir menschengesund halten und diese Sinn stiften.
00:36:29: das motiviert nicht bis heute Dass ich manchmal sage ja okay dafür kriegste halt jetzt mit über rechts einen vor dem Buch, weil der ist eine andere Meinung.
00:36:37: Ich erlebe schon noch die Debattenkultur als sehr schwierig geworden bei uns.
00:36:41: also wir tun uns sehr schwer.
00:36:43: immer schwerer lebe ich jedenfalls sachlich miteinander zu reden sondern man wird sofort in einer Lager gepackt.
00:36:50: und trotzdem bin ich einfach so froh dass sich ja ein Job habe wo ich etwas tue wenn es gelingt das es Menschen hilft das macht das motiviert mich.
00:36:59: tatsächlich klingt so fatetisch aber das ist meine innere Motivation warum ich auch hier sitze und versuche es so zu erklären, dass Menschen zumindest verstehen.
00:37:08: Ah das meint der Blatt!
00:37:10: Ich bin vielleicht nicht immer seiner Meinung aber das meinte damit und da will er hin.
00:37:14: Das ist mir wichtig.
00:37:15: Ja, das ist sehr wichtig weil natürlich sie quasi.
00:37:18: mittlerweile sind wir in einer Lage wo das systemisch im Grunde gesehen wird und diese Kritik dann auch abgleitet in Systemkritik.
00:37:29: Insofern ist unglaublich wichtig sich zu erklären und auch nachvollziehbar zu machen was die was die Argumente sind.
00:37:35: Als ich Regierungssprecher war, da hatten wir auch eine große Gesundheitsreform und jedes Mal wenn ich zum Arzt ging nicht so oft oder mein Familienmitglieder kam das Team von den Ärzten.
00:37:48: Ich hab gesagt, was haben Sie?
00:37:49: Sondern mit einer Rede über die Gesundheitsreforme und es war die Zeit der Praxisgebühr und alles was Passiert Ihnen das auch gelingt?
00:37:59: Ja, natürlich.
00:38:00: Also ich habe schon mal einen Zahnarzt gesagt.
00:38:02: Ich rede erst mit dir hinterher wenn du fertig hast und ein Zehntauser
00:38:06: gemacht.
00:38:06: Natürlich
00:38:07: nicht so ausgeliefert!
00:38:10: Das passiert mir auch und man ist nicht immer in der Stimmung.
00:38:17: Wenn es einem selber wirklich gut geht... Zum Glück habe ich das selten gehabt, dann will man das nicht.
00:38:23: Aber ich nutze das dann immer weil ich dann eben schon ja auch auf Menschen aus dem System treffe also die ich jetzt damals mal nicht täglich hier treffe.
00:38:32: Ich rede ja schon meistens mit Interessensvertretungen und es ist schon noch ein Unterschied ob ich mit der KBV rede, ob ich mir der Deutschen oder ob ich mich einzelnen Ärzten rede.
00:38:45: Das finde ich dann sogar sehr spannend zuzuhören auch kritisch zuzuhören, auch mal zuhören.
00:38:50: Von hier aus sieht das so aus als ob das so und so was ihr da macht.
00:38:54: Deshalb mache ich das gerne.
00:38:55: Manchmal gibt es Tage, da denke ich... Interessante meine Neue beim Friseur war so, dabei hatte ich keine Lust, der weiß dass sich... Da habe ich keine lust aber ich wollte einfach nur mal meine Ruhe haben.
00:39:05: Aber eigentlich ist eine gute Gelegenheit um das Gespräch zu kommen finde ich.
00:39:10: Wenn Sie Herrn Lindemann unserem neuen Gesundheitsminister ein Rat mit auf den Weg geben würden welcher wäre das?
00:39:20: Mein Rat wäre, bleib authentisch.
00:39:24: Hör dir die Argumente an und dann entscheide mit Sinn und Verstand.
00:39:29: und vor allen Dingen, wie dienen nicht Populismus.
00:39:33: Wir neigen heute dazu nur noch über den Bildzeitungsschlagzeilen zu denken und da soll er sich nicht verleiten lassen denn ich glaube, Herr Lindemann kann mehr als Bildzeitungsschlagzeilen zu füllen und das ist natürlich eine Verlockung.
00:39:52: Da fing er weg und ich rate ihm eben, Sacharbeit und sachlich zu entscheiden und dann wird das von uns auch mit diskutiert werden.
00:40:01: nicht immer die gleiche Meinung Ich weiß es schon aber Das ist wichtig Nicht nur jetzt insgesamt in der Politik ja ich lebe Politik manchmal zu sehr darauf achten populistische Schlachtzeilen zu produzieren, das können wir gerade überhaupt nicht brauchen.
00:40:17: Manchmal sind die Antworten nicht immer einfach.
00:40:19: ich weiß Es sind komplexe Fragen, deshalb brauchen wir auch manchmal komplexere Antworten.
00:40:24: dafür müssen uns manchmal Zeit nehmen und nicht einfach nur was raushauen Und ich wünsche Herrn Linnemann dass er das gut hinbekommt.
00:40:32: Wir helfen ihm gerne denn dazu ist es viel zu wichtig was wir im Gesundheitswesen tun müssen.
00:40:36: und Ich will's nochmal betonen ich glaube aus Ich habe mich immer gewundert in der Vergangenheit, dass das Kanzleramt sich so wenig um Gesundheit gekümmert hat.
00:40:45: Das ändert sich langsam?
00:40:47: Vielleicht ist auch gut, dass vorwacht jetzt dahin geht?
00:40:49: Denn ich glaube man darf nicht unterschätzen wie wichtig das Thema Gesundheit und das Menschen das Gefühl haben in diesem Land noch gut versorgt zu sein für unseren, ich nenne es mal sozialen Frieden.
00:41:01: Das darf man nicht unterschen.
00:41:03: also deshalb die Bedeutung von Gesundheit kann man gar nicht hoch genug einschätzen.
00:41:08: Oliver Blatt, ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses wunderbare Gespräch.
00:41:11: Vielen Dank für Ihre Zeit!
00:41:13: Danke schön!
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