Vom Rettungswagen auf die Bühne - mit Singer-Songwriter Florian Künstler
Shownotes
Bevor Florian Künstler mit seinen Songs auf den großen Bühnen stand, war er dort unterwegs, wo es manchmal tatsächlich um Leben und Tod geht: im Rettungsdienst.
Eine Erfahrung, die ihn bis heute prägt. Er hat Menschen in ihren verletzlichsten Momenten erlebt, Angst, Hilflosigkeit und Tod gesehen – aber auch erfahren, wie viel es bewirken kann, einfach da zu sein, Ruhe zu vermitteln und einem Menschen das Gefühl zu geben: Du bist jetzt nicht allein.
Heute erreicht Florian Künstler die Menschen mit seiner Musik. In seinen Songs geht es um Nähe und Verlust, um Ängste, Hoffnung und darum, das Leben intensiv zu spüren. Und in dieser Folge spricht er ungewöhnlich offen darüber, dass er selbst irgendwann Hilfe brauchte: über Panikattacken, schwere Gedanken und einen einzigen Satz seines Arztes, der für ihn zu einem Rettungsanker wurde: „Das ist temporär.“
Was hat der Rettungsdienst mit dem Musiker Florian Künstler gemacht? Welche Einsätze wird er nie vergessen? Warum ist für ihn der größte Fehler bei einem Notfall, nichts zu tun? Und kann man vielleicht auch mit einem Song zum Lebensretter werden?
Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Lebensretter“.
Transkript anzeigen
00:00:01: Das war der schlimmste Gefühl auf der ganzen Welt, das ich hatte.
00:00:03: Dass ich denke ... dass ich gedacht hab, dass es für immer so bleibt jetzt, dass ich für immer gefühllos bleibe.
00:00:09: Diese Taubheit in der Seele, wie ich nennen würde, dass ist für immer sie bleibt und er hat mir gesagt damals, das ist temporär!
00:00:16: Glaubt mir Florian eine Sache, die ich versprechen kann, ist, dass das temporäer ist?
00:00:19: Und das hat mich so geholfen.
00:00:28: Aus diesem Schicksal entsteht die Björn Steigerstiftung.
00:00:31: Ihr Ziel?
00:00:32: Die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern!
00:00:35: Sie engagiert sich für den Ausbau moderner Nothofsysteme und stößt Innovationen im Rettungswesen an.
00:00:42: Dabei setzt sie entscheidende Impulse wie die Einführung der «Eins, eins, zwei» – die Bjornsteigerstifte gemeinsam Leben retten.
00:00:50: Folge hundred seven vom Rettungswagen auf die Bühne.
00:00:54: Singer-Songwriter Florian Künstler überprägender Einsätze Verantwortung und die Hoffnung in seinen Songs.
00:01:28: Deine Songs dominieren die Playlist und laufen gerade im Radio auf und ab, so wie Leise oder auch kleiner Fingerschuhe.
00:01:35: Herzlich willkommen!
00:01:36: Ich freue mich hier zu sein auf jeden Fall.
00:01:38: Florian ich mache vor allem deine Texte.
00:01:40: Die sind ehrlich.
00:01:42: es geht um Nähe ist mit einem Verlust.
00:01:44: das geht um Hoffnung und irgendwie auch um all das was im Leben zählt Und was viele nicht wissen bevor du auf den Bühnen dieser Welt standest.
00:01:52: ja warst du um Rettungsdienste unterwegs um Rettungswagen mitgefahren, du warst als Rettungssanitäter am Einsatz.
00:01:59: Also genau dort wo es um Sekunden geht und Entscheidungen im menschlichen Nähe in extremen Situationen dann Alltag sind.
00:02:08: Und genau darüber wollen wir heute sprechen natürlich auch über deine Musik.
00:02:12: aber was war prägend in dieser Zeit?
00:02:15: Was hast Du mitgenommen in diesen Einsätzen?
00:02:18: und ja was findet man davon vielleicht auch heute in deiner Musik wieder?
00:02:23: Und darüber geht's jetzt in aller Ruhe.
00:02:25: Wir haben Zeit!
00:02:28: Danke dir, dass du die Zeit genommen hast.
00:02:30: Florian, du bist in Lübeck aufgewachsen bei einer Fliegefamilien.
00:02:34: Wie und wann kann dein Entschluss das durch Rettungssanitäter werden möchtest?
00:02:40: Ich glaube selber durch einen Unfall den ich hatte.
00:02:42: Ich hatte eine Rollernfallen schweren würd' ich schon sagen also mit so Kompartmentsyndrom links Oberschenkel-Faktur Kreuzbänder eigentlich alles, was ich alles abhüftige runter war kaputt.
00:02:57: Wie alt warst du da?
00:02:58: Rund...
00:02:58: um... siebzehn oder achtzend oder so.
00:03:02: Na ja.
00:03:03: Siebzehnt wahrscheinlich nicht.
00:03:04: Das ist dann mal ganz schwer mit Zahlen bei mir im Kopf.
00:03:06: aber Da hatte ich so Schmerzen und auch Schock und Alles.
00:03:12: also Ich war einfach Und da waren halt die Menschen vom Rettungsdienst da Die mich auch mit Fragen zum Beispiel abgelenkt haben Was ich erst im Nachhinein gecheckt habe, was sie eigentlich gemacht haben Und natürlich auch, Schmerz.
00:03:24: mir war auch toll in dem Augenblick auf jeden Fall.
00:03:28: Weil ich dachte, ich zerfette es komplett und ich fand diese... Da kommt jemand in dein Leben rein und kümmert sich und auch nicht nur medizinisch, sondern auch ein bisschen seelisch was für mich ein großer, also so... Hey!
00:03:44: Hab' mich mit den Fragen abgelenkt, was hast du heute Morgen gegessen?
00:03:46: Also das waren ganz komische Sachen wo ich dachte so Herr, dann hab' ich ja mal halt Da hat er schon irgendwelche Handgriffe gemacht, die ich gar nicht mitbekommen habe.
00:03:53: Und dann war es schon im Wagen und da hab' ich immer gedacht irgendwie... Es habt immer wieder überlag gedacht das hat das irgendwie gut.
00:04:04: Ich glaube da ist das geboren worden.
00:04:07: Ja und heute bist du Musiker.
00:04:09: wenn du zurückblickst hast du dann dieses Gefühl mal ja das fühlt sich wie ein früheres Leben an oder ist es immer noch ein großer Teil von dir?
00:04:16: Also
00:04:17: da ich ganz viele verschiedene Ausbildung gemacht habe, also richtig viele ist das ein Teil von meinem früheren Leben und es ist schon lange her.
00:04:29: Aber ich kann halt nicht drumherum kommen wenn ich irgendwo einen Einsatz sehe oder irgendwas passiert dass ich denke ich muss jetzt auch arbeiten bin ich jetzt dran so oder wenn ich einen Krankenwagen vorbeifahren sehe Und ich sehe, da ist ein LF-Fahrzeug mit bei.
00:04:44: Da denke ich mir, das wäre etwas schwerer, was könnte es sein?
00:04:47: Ich erwische mich schon, dass ich darüber nachdenke und auch ... Es sind positive und negative Seiten, weil ich auch der Beruf mit Rucksack mitgegeben habe zwischendurch so ein bisschen hypochondrag geworden bin quasi vielleicht.
00:05:05: Das kennen aber viele die da in dem Job gearbeitet haben.
00:05:09: Ja, dann steigen wir gleich auch noch mal ein bisschen tiefer ein an der Stelle.
00:05:13: Aber nimm uns erst einmal mit, wie sah denn dein ganz normaler Dienst aus für dich damals?
00:05:19: Also sagen wir das so Lübeck ist ja auch nicht so viel los jetzt, ne?
00:05:23: Aus Kontra.
00:05:24: Genau also was heißt normaler Dienste... Wir sind auch Krakentransporte gefahren weil sich z.B.
00:05:29: auch ganz schön fand.
00:05:32: Ich mochte dieses Gespräch sowieso immer mehr als ich mochte einsetzen sowieso und war immer viel zu nervös Und hab dann auch durch Gespräche erfahren, dass ich vielleicht ein bisschen Überkorrektur machen kann.
00:05:43: Dass es mir nicht egal sein soll aber... ...dass sich weniger Emotionalität und mehr Sachlichkeit manchmal hilft im Dienst selber quasi.
00:05:53: Kann ich mal so sagen.
00:05:54: Jetzt
00:05:54: muss man auch lernen erst oder?
00:05:56: Ja voll!
00:05:57: Ich war viel zu... Also wenn Leute irgendwie geschrien haben Ich wollte auch immer vorarbeiten und wollte schon Sachen wegpacken, obwohl die noch gebraucht wurden.
00:06:07: Also ich war einfach... Und dann habe ich mir immer anhören müssen, so wie Florin, du musst ein bisschen unemotionaler werden.
00:06:16: Du wirst nie unemotional komplett!
00:06:19: Aber um ABC-mäßig zu arbeiten ist es manchmal ganz gut wenn du einfach abarbeitest.
00:06:27: Das klingt jetzt so hart aber alle wissen was gemeint ist Und das hat mir sehr viel geholfen, weil ich trotzdem ... Ich hab ungefähr so hier ist die Mitte und hier war emotional.
00:06:39: Ja?
00:06:41: Und ich hab misswas abgeschaltet immer noch, dann war ich in der Mitte wieder.
00:06:43: Da muss ich sein.
00:06:44: Weil zu emotional heißt auch dass du Fehler machen könntest, die einfach nicht gut sind.
00:06:50: Das kannst du heute wahrscheinlich auch noch anwenden oder?
00:06:53: Emotionalität ja auf jeden Fall!
00:06:55: Ich
00:06:56: bin immer noch da.
00:06:58: Emotionalkeit irgendwo... einzugrenzen und damit umzugehen.
00:07:05: In extremen Situationen da sind, dass man erst mal die Rationalität vorschiebt oder?
00:07:09: Also
00:07:09: bei einem selbst nicht das ist das Problem aber anderen ja.
00:07:12: also wenn Julia zum Beispiel irgendwas hat dann gehe ich sofort in diesen Modus zu.
00:07:16: ich denke okay was was?
00:07:18: denn?
00:07:20: dann überlege ich nicht auch jetzt meine Freundin sondern ich belege es ok was ist etwas wirklich gefährliches oder nicht?
00:07:25: also ich mache richtig so ein arbeite ab und denke und siehst immer so Warum kannst du das bei dir selber dann nicht?
00:07:33: Ich denke sofort, ich habe Schmerz im linken Arm und ich hab mein Herzinfarkt.
00:07:36: Aber es ist halt nichts da.
00:07:38: Aber bei Julia, wenn ich was heiße, die hat das und das und denkt mir so, okay, nee, ist nicht schlimm als easy.
00:07:44: oder wir beobachten kurz, machen wir das und dass.
00:07:48: aber im Notfall kann man natürlich immer ... sollte man auch in den Krankenwagen rufen.
00:07:55: Also im Rettungsdienst erlebt man ja extreme Situationen.
00:07:59: Wie bist du damals damit umgegangen?
00:08:01: Emotional, aber auch ich glaube fühlsorglich und ich glaube Gespräche waren wichtig.
00:08:10: also zum ersten Mal jemand sterben sie ist wieder zum ersten mal auch in Wohnung kommst die kein Mensch ist vorbereitet morgens oder mittags dass wir kommen meistens nicht sage ich mal so dass wir gekommen sind.
00:08:28: Und du hast schon Sachen gesehen, wo du dachtest das wusste ich gleich, dass es in meiner Stadt gibt.
00:08:34: also weil die siehst du sonst nicht in deinem Alltag und auch Familiendrahmen und da muss man erst mal gucken was das an mit einem macht.
00:08:46: Ich glaube das ist der erste Schritt der wichtig ist, dass man sagt was macht das eigentlich mit mir?
00:08:50: und funktioniere ich noch so wie es auch sein soll?
00:08:55: Aber gleichzeitig war es auch mega spannend.
00:08:58: Also um so extremer die Situationen, warum so mehr lernt man?
00:09:00: auch habe ich das Gefühl?
00:09:01: Weil wenn halt nicht viel passiert... weil du vielleicht nicht in Berlin wohnst, wo immer was hier gefühlt ist.
00:09:09: Manchmal hat man sich nach Berlin gewünscht und denkt mir, ich wär jetzt gerne noch das und das.
00:09:14: Aber da lern's halt eher durch heftige Situationen sag' ich mal so.
00:09:20: Gibt es denn Einsätze, die dir besonders im Kopf geblieben sind?
00:09:24: also hast du ein Beispiel
00:09:25: Der erste Herzinfarkt, der es nicht geschafft hat.
00:09:29: Würde ich sagen... Ich weiß genau wie der Mann aussieht.
00:09:32: Die ist zynotisch an der Wand saß.
00:09:36: und auch dieser Satz, den er gesagt hat, dass er das schon seit fünf bis sechs Tagen hat.
00:09:41: Aber die alte Generation ist eh so, dass sie sagen, Donnerstag, Freitag, ja, ich gehe Montag zum Arzt!
00:09:50: Ist für mich unzerständlich Ja.
00:09:52: Ich denke, das macht mich richtig wütend manchmal und gleichzeitig rufen die auch auf den Krankenwagen um zu reden was ich hier aber auch verstehe weil Einsamkeit ein großes Thema ist ja auch in der Gesundheit.
00:10:05: Auf jeden Fall war er da und es war das erste Mal als jemand gesagt hat, ich möchte jetzt nicht
00:10:11: sterben.
00:10:12: Ich habe Angst davor und ich war noch in der Ausbildung.
00:10:15: Es war so okay!
00:10:17: Und dann war's trotzdem ne?
00:10:21: Wenn der Notarzt irgendwann sagt, ja okay.
00:10:23: Ich glaube, das war's.
00:10:26: Das musste ich erst mal verarbeiten.
00:10:27: Das ist so ein Ding wo ich heute darüber spreche...
00:10:31: Also
00:10:31: das werde ich nicht vergessen bei euch bis zu meinem letzten Artenzug.
00:10:35: Habt ihr denn gelernt noch solchen Einsätzen die besonders belastend waren wie man damit umgeht?
00:10:39: Gab es da Hilfe
00:10:41: und... Ja, es gab auf jeden Fall Gesprächsangebote die ganz wichtig waren Vor allen Dingen auch von Schlichtleiter oder von Menschen, die erfahrener Wahl schon.
00:10:51: Die schon viel mehr gesehen haben.
00:10:53: Ähm... Die gesagt haben jetzt nicht das hier Totschweigen ...oder irgendwie nicht reinfressen was man natürlich auch machen will und sagt man möchte ja auch dann irgendwie taff wirken ne?
00:11:02: Ja Aber es ist überhaupt nicht notwendig.
00:11:06: Ich glaube das ist das Wichtigste was ich gelernt habe dass es nicht notwendigt ist irgendwas zu spielen oder so.
00:11:10: Und Gespräche sind wichtig.
00:11:11: und auch wenn man immer noch ein bisschen geschockt ist vielleicht neben dem Augenblick ist man nach dem Gespräch immer mühleichter.
00:11:22: Ich glaube, das ist wichtig.
00:11:26: Die Situation danach besser verarbeiten kann auch wahrscheinlich weil man weiß der oder diejenige mit denen man spricht, der hat ähnliches schon mal erlebt.
00:11:33: Genau!
00:11:35: Voll!
00:11:35: Also genau, die haben halt schon viel mehr erlebt und sagen ja manchmal ist es so... Es gibt Schicksale.
00:11:47: Ich glaube man verändert sich ganz schön stark auch durch den Dienst.
00:11:50: Also ich würde sagen sehr, sehr positiv Den ganzen anders übersleben.
00:11:54: also nämlich vor dem vor der vor dem Job Fahre ich ein anderer Mensch als nach dem Job weil Nichts ist mehr so wichtig wie das.
00:12:03: also ich habe selber auch Erfahrungen mit Medizin und ich war Unfall gehabt nicht hat an Herzstillstand durch Strom schon Das hat mich auch.
00:12:11: Ich hatte Stromunfall einfach aus einer Geschichte.
00:12:15: Aber durch diese durch diesen Dienst, also die Probleme, die man so hat sind nicht wichtig.
00:12:24: Also ob jetzt ich habe schon tausendmal wieder mal ein Auto und es vergesst und ich habe irgendwann so Sachen im Alltag oder denke ich ja reg mich trotzdem immer noch auf oder heute eher mehr als damals vielleicht.
00:12:34: Aber wenn du merkst worum's wirklich geht dass Menschen Menschen verlieren das menschen kämpfen dass Menschen auch wieder schaffen und das ist Es gibt so viel geschicht um worum sie eigentlich dreht.
00:12:45: Das klingt immer so blöd, denn dieses was wirklich wichtig.
00:12:48: Es klingt so plakativ!
00:12:49: Aber irgendwie ist es genau das am Ende weil wir oft vergessen oder Ola sind in Situationen wenn das Leben auf einmal so diese Seite zeigt von Verlust oder von Endlichkeit dann sind sie auf einmal So.
00:13:03: ja stimmt darum geht's und vielleicht sollten wir das ein bisschen mehr in den Alltag einbauen.
00:13:08: Das Leben ist schnell und ich versuche es einfach mehr zu genießen.
00:13:13: seit dem Beruf glaube ich
00:13:15: weil du siehst, wie alles innerhalb von einer Sekunde sich verändern kann.
00:13:19: Nee,
00:13:19: das ist wirklich... In Situationen wo du denkst ja ich bin gesund und alles cool es klingt blöd aber es kann wirklich jede Sekunde irgendwas sein oder irgendwas kommen und deswegen ist auch cool je eine Sekunde einfach voll zu genießen.
00:13:35: Kann man nicht immer ne?
00:13:36: Der Alltag ist halt da!
00:13:37: Du machst halt immer Sorgen und aber trotzdem zwischendurch mal kurz innezuhalten und sagen ey heute war irgendwie doch Dadurch ganz schön oder Sachen mehr zu genießen.
00:13:46: Das fällt mir in meinem Job auch nicht immer so einfach, weil ich dann immer zum nächsten schon wieder denke und der nächste Song oder das nächste Konzert aber... Ich muss immer vom Konzern sagen hey Florian, in fünfzig Jahren bist du irgendwann in den achtzig oder neunzig und dann denkst du zurück an diesen Tag.
00:14:01: also genieß es jetzt bitte!
00:14:03: Und dann mach' ich's auch.
00:14:05: Ja, das stimmt man macht das viel zu selten, so der Kleinkram des Alltags überlagert viele Dinge.
00:14:13: Wann hast du denn gemerkt in deinem Beruf?
00:14:15: Hey, ich bin eigentlich ein Lebensretter.
00:14:18: So heißt ja unser Podcast und ja getan oder das zu beigetragen.
00:14:23: Wie fühlt sich das an?
00:14:24: Und gab es auch hinterher mal wieder Kontakt zum Menschen den geholfen hast?
00:14:31: Ja, gab's auf jeden Fall was auch sehr schön ist dann wenn du siehst dass es jemanden wieder gut geht oder der jemand geht wieder einkaufen oder du triffst jemanden beim Einkaufen und denkst her du warst doch vor drei Monaten bei mir Im Wagen.
00:14:48: Und wenn sich jemand bedankt, man checkt es selber eigentlich nicht so.
00:14:51: Also in dem Augenblick, wenn du das machst... Manchmal kommt auch der nächste Einsatz direkt danach oder irgendwas und ich habe mich nie als Lebensretter richtig gesehen, dass man aber wenn dann jemand sagt, danke?
00:15:06: Ich bin ganz emotional.
00:15:07: Oh Gott!
00:15:08: Dann ist es schon crazy wo du denkst, ja ich hab was gemacht.
00:15:14: Der ist noch hier.
00:15:15: Also nicht nur ich, sondern wir haben was gemacht.
00:15:19: Aber gute Frage.
00:15:22: Es war so richtig das Lebensredder fühlen... Ich hab immer gedacht man macht was Wichtiges.
00:15:28: Wenn man aussteigt und geht dir wohin hat diese schweren Sachen in der Hand.
00:15:33: Das fühlt sich auch als würde es ja irgendwo reingehen mit so einer Knowledge oder zu Sachen wo du weißt dich kann.
00:15:40: Du hoffst auch dass du helfen kannst.
00:15:45: Manchmal ist es auch schön gewesen, wenn jemand im Gespräch geholfen hat.
00:15:51: Das fand ich fast noch cooler manchmal.
00:15:55: Du meinst in extremen Situationen die Angst genommen?
00:15:59: Genau!
00:16:00: Oder abgelenkt oder kurz... Man merkt dann, dass man durchgedrungen zu jemandem, der gerade ganz woanders ist und du merkst, dieser Raum wird ruhiger, dass der Mensch ruhiger wird.
00:16:17: Ich bin immer beeindruckt von Notärzten.
00:16:20: Die haben so eine Ausstrahlung, das ist Wahnsinn!
00:16:24: Da hab ich noch nirgendswo gesehen.
00:16:26: Nirgenswo... Also die kommen rein manchmal und du denkst ja der Raum verändert sich weil die einfach... Ja, das finde ich sehr beeindruckend immer noch.
00:16:38: Dann auch eben alles zu sortieren?
00:16:40: So die Panik, die Betreuung einzuorten und trotzdem medizinisch fachlich da zu sein, präsent zu sein.
00:16:46: Zu helfen.
00:16:48: Ja irgendwie haben wir ja klar eine mega Verantwortung.
00:16:51: Aber wenn die so reinkommen, hast du auch für mich immer ein bisschen so.
00:16:53: okay, wir sind jetzt einer mehr der richtig was weiß gerade und sagt jetzt drückt weiter oder nicht?
00:17:00: Oder hör kurz auf oder warten kurz Checkliste, das haben wir gegeben, was nicht.
00:17:06: Ja, Notärzte...
00:17:08: Funktionieren unter extremen Situationen, das würde ich sicherlich... Wahnsinn!
00:17:12: Wahnsinn
00:17:14: Wie und wann kam denn dann Einstieg in die Musikwelt?
00:17:17: Weil das ist ja nicht so richtig zueinander, denkt man.
00:17:22: Genau, irgendwann habe ich noch mal gewechselt zum medizinischen Bademeister-Masseur in der Reha-Klimik.
00:17:28: Okay!
00:17:30: Weil ich dachte... Ich kann es also... Ja, ein bisschen entspannter als Bett.
00:17:38: Ja, entspannen auch jeden Fall entspanner.
00:17:44: was im Rettungsdienst auch findest.
00:17:46: Da war ich ein bisschen zuständig, hab das Gefühl gehabt.
00:17:47: Ich wurde immer losgeschickt, wenn da Leute umgekippt sind in der Sauna oder ... So war natürlich auch Erz, aber da gab's eine Terme dabei wo andauert Leute um gekippt und dann wurde ich immer ... Ah, Florian, die Rettung ist hier, jetzt gehen wir hin!
00:17:58: Dann war ich kurz wieder zurück mit meinem eigenen Job.
00:18:03: Aber es hat mehr Sinn gemacht, weil ich immer schon Musik gemacht habe... Und im Rrettungsdienste Musik ist nur bedingt, befruchtet sich nur bedingend.
00:18:13: Vielleicht
00:18:13: sollte ich zuerst die Frage stellen, warum hast du aufgehört mit dem Rettungsdienst?
00:18:17: Ich glaube wegen der Musik.
00:18:20: Es wurde immer mehr und immer, das Interesse wurde immermehr und auch... Und ich muss sagen, ich muss im Nachhinein sagen dass es die schönste Zeit war ever nicht nur weil's den geilsten Kakao gab in manchen Kliniken einfach.
00:18:38: Also wenn ich heute zurückdenke, war das der beste Job den ich dir gemacht habe.
00:18:42: Musik ist mein Lieblingsjob aber das war der beste job die ich hier gemacht hab.
00:18:47: Vor allen Dingen weil du nicht weißt was passiert morgens.
00:18:51: Das ist das was ich mag!
00:18:52: Ich kann dich irgendwo hingehen und habe ja auch schon gemacht und war da und wusste okay ich mache gleich wie gestern und vorgestern.
00:18:59: Klar wir holen sich manche Sachen die du machen musst und gerade so Aufnahme und solche Sachen musst du halt immer machen und solche Sachen, aber trotzdem sind immer neue Menschen da.
00:19:11: Und irgendwann habe ich gemerkt, dass mit Musik das Menschen mögen, dass ich singe... ...und ich ist auch sehr liebe noch mehr als alles andere.
00:19:22: und dann hab' ich den Beruf gewechselt und hab' da meine Stunde reduziert, hab' dann nochmal Schulbegleiter gearbeitet und auch mal die Stunden reduziert.
00:19:31: also hab' immer nur noch ein paar Stunden gearbeitet gefühlt und hab immer Musik gemacht und es wurde immer mehr.
00:19:37: Ich habe nie gedacht, dass Musik ein Beruf sein kann.
00:19:39: Aber ist es jetzt anscheinend?
00:19:42: Findet sich denn deine Zeit als Rettungssanitäter in der heutigen Zeit wieder also in deiner Musik.
00:19:49: Also von einem Beispiel genannt du bist der perfekte Ersthelfer garantiert aber ja wie profitierst du heute noch davon?
00:19:57: Also ich glaube, ich bin auch nicht besser als andere.
00:20:00: Ich hoffe nur, dass andere was machen.
00:20:01: und das ist ja das Problem, was ich heute habe, dass sie Schiss hat wenn ich mal umfalle, dass sich jemand nicht traut etwas zu tun, das ist meine Sorge.
00:20:08: Aber dass es an alle, die es gerade hören und nicht im Rettungsdienst sind, wenn ihr jemanden umkippt, hingehen bitte!
00:20:17: Das will ich euch einen cooler Schritt machen oder darauf aufmerksam machen.
00:20:21: Ich verstehe auch, dass Menschen sich nicht trauen weil's irgendwie auch komisch ist vielleicht damit nichts zu tun hatte oder nichts zu haben will.
00:20:32: Aber denkt immer noch euch selbst, wenn ihr irgendwann... das ist eigentlich Pflicht!
00:20:37: Jetzt bin ich wieder von der Frage abgekommen.
00:20:38: was war die Frage?
00:20:40: Die Frage war
00:20:41: ob sich deine Zeit als Rettungssanitäter heute... Ach
00:20:43: so ja, mmh?
00:20:44: Okay, gott.
00:20:46: So funktioniert mein Gehirn auch leider.
00:20:50: Ja auf jeden Fall gerade also ich hatte ganz heftige zeitlang Panikattacken.
00:20:57: Richtig toll und auch.
00:21:00: Und da habe ich da zum Beispiel war, saßen auf den Kollegen von mir an mein Bett was auch verrückt war weil ich immer über Panikattack gerufen wurde, weil ich halt auf der anderen Seite beruhigt oder so.
00:21:11: Dann saßen halt, das erzählte ich ja für Bühneleil auch immer, denn ich hab ganz viele Songs über auch Panik und diese Zeit.
00:21:21: Da sage ich für Bündner auch Ja es gab diese Zeit und da saßen Kollegen von Mir am Mein Bett Und es war ganz komisch, weil man sich so schwach fühlt und wollte gar keinen Zeichen von Schwächer nach Hilfe zu fragen eigentlich.
00:21:33: Im Nachhinein ist das eine große Stärke gewesen, weiß ich jetzt aber ich singe halt zum Beispiel den Song tausende mehr.
00:21:42: da sind dann dreitausend Leute und wir singen diesen Song zusammen und ich sehe im Publikum so viele Leute die sich umgucken und merken Okay, ich brauche da mit dem Thema gar nicht still zu sein und es kennen auch andere.
00:21:55: Und das ist so ein heilender Moment!
00:22:00: Ich grüße noch immer die Rettungsdienstleute, die dann da vor Ort sind, die immer ganz süß machen in Bilder zusammen und finde das mega wichtig.
00:22:10: Wir brechen das Konzert auch immer wenn irgendwas ist.
00:22:13: Sondern dass jemand gerade bei den Songs, die manchmal hat geht ja schon tief manchmal rein aber kommt ganz viel Ganz viel drin vor.
00:22:25: und auch gerade die Hoffnung, wie du vorhin schon gesagt hast, fand ich sehr viel, was du gesagt hast.
00:22:31: Ich will immer Hoffnungen in Musik haben und ich glaube das ist bei Konzerten ganz viel der Fall.
00:22:38: Ich finde stark also dass du bewusst oder unbewusst deine Erlebnisse aus der Zeit auch in den Songs verarbeitest, also das Beispiel, das du grade genannt hast.
00:22:48: und insgesamt habe ich schon den Eindruck, dass der Rettungsdienst dich einfach sensibel gemacht hat empfänglicher und man sieht vielleicht andere Dinge, erkennt Dinge früher oder auch was du sagst in den Blicken deines Publikums.
00:23:03: Dass die auch so einen Moment haben dass sie sagen oh ja er meint mich damit.
00:23:07: Also inspiriert werden auch oder Ängste abbauen an der Stelle Im Rettungsdienst da trifft man ja Menschen in den oft verletzlichsten Momenten.
00:23:18: Was hat dich da am meisten berührt?
00:23:20: Hast Du eine Situation vor Augen?
00:23:23: Eine!
00:23:24: Einer ist gut Ja,
00:23:26: eine die prägend ist oder?
00:23:30: Es gab einen Notarzt der jemanden selber erkrankt ist.
00:23:33: Ich weiß nicht genau was es war mit der Lunge etwas glaube ich.
00:23:39: Also wahrscheinlich Lung krebs auch, ich weiß nicht mehr wie ich das genaues war und den haben wir abgeholt.
00:23:46: Und der war vorher halt ... Der ist durch Blut und Scheiße gewartet, wie man so sagt.
00:23:51: Der war so stark und dann... Das war Du wusstest auch, dass es gegen dich alle Stellen hier... Okay.
00:24:03: Es ist so, dass er abgeholt wird jetzt oder er war ja noch am Leben aber er musste dann, glaube ich, das Pizza oder die Notaufnahme irgendwas wahr.
00:24:09: und das war so, ich weiß nicht mehr genau was es war.
00:24:11: Ich weiß nur, dass sich so ergriffen und alle waren ergriffene weil wir quasi eines von uns geholt haben Und der war trotzdem nicht irgendwie, das er gesagt hat, oh mein Gott, sondern es war so.
00:24:21: Er kannte es ja besser als alle anderen, was mit ihm passiert
00:24:24: Ja.
00:24:25: Und es war so... Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, aber kennst du in Amerika einen Polizist und alle Blaulichter gehen an?
00:24:36: Genau!
00:24:36: Es war so emotional weil auch alle ihren Respekt gezollt haben und so.
00:24:41: Das fand ich zum Beispiel sehr bewegend.
00:24:44: daran denke ich.
00:24:46: Was biegelt dann in solchen Momenten halt?
00:24:49: Ich glaub der Zusammenhalt von Leuten wenn's drauf ankommt dass du doch eine Hand auf deiner Schulter spürst Ich bin kurz da und dass man oft zusammen weinen kann, was auch schon vorgekommen ist.
00:25:03: Schön eister, dass man auch zusammen einen schwarzen Humor entwickeln kann, wo man aber weiß, was dahinter steckt.
00:25:12: Es gab ja auch lustige Einsätze, es gab eigentlich nur Treue, es gibt auch Lustige, die nicht zeigen durften das, was sie lustig sind.
00:25:16: Hast du denn ein Beispiel?
00:25:17: Auf
00:25:17: gar
00:25:19: keinen Fall!
00:25:21: Gebt bist du auf jeden Fall, aber sagen wir so Menschen probieren viele Sachen aus.
00:25:26: Ja ich ahne die Richtung okay.
00:25:30: Und das war dann doch... Wir dachten erst was wäre für seine Freundin gewesen und das war doch für ihn.
00:25:37: Wenn der Patient es auch selber mit Humor nimmt und trotzdem kannst ja nicht gleich stehen jetzt lachen oder so ne?
00:25:44: Es gab einige Sachen wo du dachtest Aha!
00:25:51: Das wurde hier also gerade gemacht.
00:25:55: Hattest du mal Einwürze mit Kindern?
00:25:58: Ja, der Erfolg.
00:25:59: Das ist ja immer... Also ich glaube es ist für Veta noch schlimmer weil ich das weiß von Kollegen und Kolleginnen die so Veta sind dass es viel schlimmer ist Da ich noch kein Vater bin.
00:26:09: Ich finde es eh Schlimmer wenn's so Menschen trifft.
00:26:15: in so frühen Jahren sag' ich mir so ne Und ich find's auch unfair Es kommt doch an was es ist Wenns ein Unfall isst.
00:26:22: Versuch mal alles zu machen und ich weiß nicht, wie gesagt ein Unfall mit einem Kind so Gott sei Dank Helm getragen hat.
00:26:26: Aber trotzdem der Helm hat viel zusammengehalten, wenn ich das so sagen darf.
00:26:32: Man ist hinterüberlebt und das finde ich auch ganz stark aber trotzdem ist man irgendwie... Ich kann dir ganz genau sagen, dass es irgendwie anders intensiv, auch wenn du hinfährst?
00:26:42: Die
00:26:42: Eltern wahrscheinlich auch.
00:26:44: Ja die Eltern waren in dem Fall nicht dabei.
00:26:47: Aber wenn die Eltern noch dabei sind da siehst Du was richtige Liebe ist und was richtige Sorgen sind.
00:26:56: Wenn eine Mutter dich anschreit oder einen Vater mit dich packt und sagt jetzt, äh ... ich hab keine Chance das zu vermasseln?
00:27:07: Die Liebe hast du aber noch nicht gesehen vorher.
00:27:09: Die kennst du, die kennt man vorher gar nicht.
00:27:13: Deswegen hab ich früher gedacht ja Eltern, die ein Auto hochheben weil das Kinder unterliegt, die Kraft gibt's Das war verrückt.
00:27:25: Ja, aber ich weiß nicht, dass für viele Kollegen die Eltern waren... Die haben das auch hart gesorten mit Kollegen schon viel länger dabei sind und nehmen das viel mehr mit als ich jetzt vielleicht noch.
00:27:38: Aber trotzdem war es immer viel intensiver als... Ich klingle auch wieder so hart, aber wenn jemand Achtzig ist oder wenn jemand Sieben isst macht das einen großen Unterschied weil du viel mehr dafür tust.
00:27:50: Es ist eine andere Intensität Weil das ganze Leben von diesem kleinen Menschen vor ihm liegen sollte.
00:27:57: Und wenn es nicht klappt, ist das so was Unfaires.
00:28:02: Unfair ist das richtige Wort, glaube ich finde jetzt.
00:28:04: Dass man eben doch nicht alles tun kann.
00:28:07: und wenn man an so einen Punkt kommt dass man einfach machtlos ist damit muss man glaube ich umgehen dann
00:28:15: Ja auch ein bisschen.
00:28:17: manchmal ist ja auch Wut auf andere Wenn du weißt Ein Unfall war, da ist ein, wie in den Fallen siebenjähriger und da ist eine achtzehnjäger frische Führerschneiden-Mensch der gerade einfach den Benz von seinem Papa geliehen hat und rumgecrußt ist.
00:28:34: Da musst du ja auch ruhig bleiben, ne?
00:28:37: So das ist noch eine andere Geschichte, aber dieser Job hat so viele Aspekte und so viel Gefühle... Es ist einfach, es ist wie Intensivleben!
00:28:48: Ich weiß gar nicht, der Job ist super weil's intensiv leben isst.
00:28:52: Irgendwie hört man es in deinen Songs, dass du das spüren kannst.
00:28:57: Ich glaube ich liebe das Leben weil ich mich immer hundert Prozent reingebe.
00:29:03: Also kann auch sagen da habe ich Schiss davor.
00:29:05: aber ich glaub ich will immer extreme weil das Leben ist eh kurz und wenn man sich dann nicht spürt weil man sagt nee das ist doch scheiße also dann auch nie die Sachen spülen.
00:29:18: Das gehört dazu einlässt und wenn man sagt, ich lass auch das zu.
00:29:23: Dann wird alles intensiv und dann ist es auch gut.
00:29:27: Also... Ich glaube daran vielleicht bin ich auch so sensibel aber ich weiß nicht ob's das gibt?
00:29:36: Ich finde Spüren ist was ganz Tolles!
00:29:38: Ja da können viele ja gar nicht mehr aushalten.
00:29:41: Viele Vorbesuchungen genau nichts zu spönen in der heutigen Zeit, was sich auch nicht so richtig nachvollziehen.
00:29:47: Wir hatten vorhin schon darüber gesprochen dass viele Menschen auch Hemmungen haben, erste Hilfe zu leisten.
00:29:55: Du hast es jetzt täglich gemacht.
00:29:56: was sagst du diesen Menschen die Angst haben oder ja eben gehemmt sind?
00:30:03: Also ich kann euch schon stehen würde ich sagen weil das ja auch eine komische Situation ist und auf einmal... Ich glaube der erste Instinkt is eh dann von den meisten seiner Nähe.
00:30:12: ist jetzt nicht mal ein Problem mit sich oder was ist wenn ich etwas falsch mache, ne?
00:30:17: Welch dann rechtlich hier belangt oder so?
00:30:20: Das gibt auch, heutzutage ist das noch ein mega großes Thema geworden.
00:30:26: Aber stell euch vor, es sind eure Onkel, Tante, Mutter, Vater und jemand anderes, ihr seid nicht da oder wo auch immer.
00:30:35: Und sagt sich nicht glaub ich
00:30:37: nicht.
00:30:37: Sagt dir der einzige Fehler die man machen kann?
00:30:39: Nichts
00:30:40: zu tun!
00:30:42: Aber hast du selber mal erlebt, hilfe durch einen Line beim Unfallort bevor ihr kommt...
00:30:50: Klar, so Leute die reanimiert haben und gar nicht wussten ob er jetzt richtig beabend hat oder nicht ist.
00:30:55: Aber der hat etwas gemacht was uns die Zeit gebracht hat weiterzumachen weil hätte aufgehört hätten wir gar nicht anfangen müssen.
00:31:04: Weil du kommst ja manchmal auch nicht so schnell hin wie du gerne möchtest gerade in heutigen Verkehrssachen wahrscheinlich noch schlechter.
00:31:11: aber der Mensch der wusste es nur von seiner Autoführerschein von richtig lange her und hat einfach drauf rumgedrückt sag ich mal so Wusstest du noch, was man machen sollte?
00:31:22: Und das war genau das Richtige.
00:31:24: Was er hätte machen können und gut, dass auch eher gedrückt hat als alles andere.
00:31:31: Es gibt halt heute die nur beatmen, wo du denkst ja... Ja!
00:31:35: Aber er hat etwas gemacht.
00:31:39: Manchmal ist es ja auch gar nicht unbedingt nötig, dass in der Reanimation nötiger ist.
00:31:43: Manchmal ist es auch ein dabei sitzen und hocken und warten kurz.
00:31:47: Es kommt gleich jemand oder auch zu dirigieren hier rufkummer bitte kurz hier oder Hilfe zu schneiden.
00:31:54: Vielleicht braucht es die Hilfe und irgendjemand von zehn Leuten traut sich einer.
00:31:58: Und auch eines des Rettungswagens, oft wenn's so...
00:32:02: Das ist kleine Sachen voll!
00:32:04: Oder auch mit den... Wenn dich gerade um den Menschen gekümmert wird, dass man vielleicht ist niemanden mit dem dabei und kurz mit denen reden und sagen kann ich kurz noch begleiten?
00:32:14: Kann ich kurz was machen oder einfach dabeistehen?
00:32:17: wie vorhin schon gesagt eine Hand auf der Schulter kann manchmal voll viel bewirken oder auch Menschen haben immer Angst in die Situation, in denen was passiert.
00:32:26: In denen den schwindelig wird oder irgendwas.
00:32:28: Keine Ahnung kann alles möglich sein.
00:32:30: es gibt ja alle Millionen Sachen.
00:32:32: aber da zu sein heißt irgendwie auch dass das du weißt.
00:32:37: ok jetzt könnte sich jemand kümmern so und zu sagen ich hab schon einen Krankenmann rufen ist auf dem Weg und immer wieder sagen ist auf einem weg ist gleich da das manchmal reicht das schon.
00:32:50: Und wenn es darauf ankommt, sag jemanden das halt googeln soll wie's geht.
00:32:56: Also weißt du?
00:32:57: Wenn du nicht weißst wies geht und dich aber trauen würdest ... Sag jemanden wie's ... Findest sofort... Ich glaube erst mal Google ist, wenn du das eingibst, ich glaub' ich, wie du's machen könntest oder was du machen könntist Oder was du zuerst überprüfen solltest Das sind eigentlich gar nichts.
00:33:13: so schwere Sachen auch!
00:33:14: Und auch manchmal so ein Fresh Up vom ersten Hilfekurs schadet dir auf.
00:33:24: Das
00:33:24: wäre eine schöne Pflicht auch, ne?
00:33:26: Ja, finde ich auch.
00:33:27: Oder wenn so das man alle pro Jahr ist vielleicht blöd aber alle drei Jahre, dass man so pflichtend einmal kurz... Da ich das mal so einen Tag dafür bringen sollte, ich glaube die meisten Leute wissen gar nicht, es ist ja auch... Du hast auch dein Leben, aber wenn man sagt alle drei jahre muss sich zu einem dreistunden Kurs wo nur.. Es sind jetzt nicht irgendwelche Möglichkeit nur dieses Grundwissen nochmal aufgepeppt wird, dass jeder auf dem gleichen Stand ist.
00:33:52: Ja da gehe ich dir gleich.
00:33:55: In welchen deiner Songs verarbeitest du die Zeit als Ghetto-Sanitäter am allermeisten?
00:34:02: Wenn du mal so in dich abtauchst und überlegst?
00:34:07: Ich glaube es ist jetzt sowas wie tausende mehr oder Citalopramen habe.
00:34:13: Ich glaub, der... Jetzt heißt er.
00:34:15: Es gibt einen danach.
00:34:16: Erklärst du es vor den Titel?
00:34:19: Als ich mir so schlecht ging und ich immer dachte nach ... Ich kann jetzt nicht nach Hilfe fragen oder weil ich auch in der Öffentlichkeit stehe und sehe mich Leute anders.
00:34:27: vielleicht habe ich mir ein Schiffsvor gehabt als sie diese Panikattacken hatte und auch schlimme Gedanken und so.
00:34:33: dann hab' ich halt wo ich Medikamente bekomme.
00:34:43: Ja, genau.
00:34:44: Und das hat mir auch geholfen und es hilft mir auch.
00:34:49: Ich bin jetzt schon im Danach oder in dem Song ist wenn ich zu Hause mehr geht so ein Wort als temporär heißt.
00:34:55: Und ich war damals bei meinem Arzt beim Neurologen sogar und er meinte ... Ich hab immer gedacht, dass bleibt jetzt für immer so!
00:35:02: Das war der schlimmste Gefühl auf der ganzen Welt was ich hatte.
00:35:06: Dass ich denke, dass ich gedacht habe, dass das für immer so bleibt.
00:35:09: Dass ich für immer gefühllos bleibe.
00:35:12: Diese Taubheit in der Seele, wie ich das nennen würde, dass es für immer bleibt.
00:35:16: und er hat mir gesagt damals, das ist temporär.
00:35:19: Glaubt mir Florian eine Sache die ich versprechen kann ist, dass sie temporär ist und das hat mir so geholfen.
00:35:24: Ich hab ein Schmuckstück, warte kurz natürlich auch hier, den ich nur machen lassen hab wo auch temporär drauf steht.
00:35:33: Sind ja auch ein Video Podcast, genau.
00:35:35: Aber auch ein Audio und das ist eine Ring.
00:35:38: Ist richtig erkannt?
00:35:39: Genau, genau aus einer Ring.
00:35:41: Sie hat es mir machen lassen mit dem Wort Temporär hinten drin und ich trage ihn halt bei jedem Gig und weiß wenn man wieder zum Schub kommen sollte oder so dass das Temporäer ist, da auch ne Panikattack ist, Temporäre aber desto trotz nicht unwichtig.
00:36:02: Dein Körper will dir was sagen.
00:36:04: damit
00:36:05: Ja, das erledigt im Grunde meine letzte Frage.
00:36:08: Weil die wäre gut gewesen ganz persönlich.
00:36:11: Was wettet dich heute wenn es dir nicht gut geht?
00:36:14: Und vermutlich ist das ein Teil davon.
00:36:16: oder hast du noch...
00:36:16: Das ist ein Teil von und das ist auf jeden Fall auch... Man jetzt verlobt, das klingt so erwachsen, ist ganz komisch!
00:36:23: Aber ja, sie reddet mich auch weil ich kann sie anrufen.
00:36:31: Ich glaube gerade dieses Inten Intensive, was ich hab.
00:36:36: Manchmal kriege ich ne Panda-Katacke wenn ich nach fünf Tagen habe.
00:36:38: Ich hab fünf Songs geschrieben und bin bis nachts um drei wach geblieben.
00:36:42: Hab alles aus mir rausgeschrieben und in die Songs gepackt.
00:36:45: Und dann kommt der Ruhepaar da auf einmal.
00:36:47: Du weißt du hast das also ledigt?
00:36:49: Das macht mich eher fertig als dieses Intensive.
00:36:52: Dann kommt eine Panda- Katacke nicht mit irgendwo in den Bergen oder Österreich und denkt mir so, kommt hier ein Krankenwagen hin überhaupt?
00:36:57: Dann kommen diese Strudeln von Gedanken, die man so hat... bevor ich mir den Tower reinschmeißen muss.
00:37:06: Dann rufe ich Julia an, die geht nachts ran um vier Uhr und sagt du kennst doch schon was machen wir jetzt?
00:37:12: Wie macht ihr die Rettungsdienstparte dem Ich denn mache bei ihr?
00:37:16: Bei mir!
00:37:17: Und ist so sachlich wie ich es nicht sein kann.
00:37:21: und für mich arbeitet Julia dann ganz kurz ein paar Minuten im Rettungstienst und ist meine persönliche Rettungen und ich klare einen Anruf und sage ja du kennest doch okay Wenn du die Tabette brauchst, brauchst du diese nicht.
00:37:35: Lass mal kurz atmen, lass mal kurz das machen und alle, die Panagetacken haben wissen genau was ich meine wenn man sich kurz rauskommt.
00:37:46: Manchmal reicht es auf den Ring zu gucken, manchmal reicht es die Tabelle nur liegen zu sehen.
00:37:51: Manchmal reicht es sich abzulenken, manchmal reicht es von der Therapie den Werkzeugkoffer, dem er bekommen hat da reinzugreifen und zu gucken.
00:37:59: was brauche ich gerade.
00:38:03: Florian, ich danke dir sehr für deine Offenheit.
00:38:05: Für deine Ehrlichkeit, für deinen Einblick... Gerne!
00:38:08: ...für deine Erfahrungen und auch noch mal einen Hut ab vor deinem Lebensweg.
00:38:13: Woran arbeitest du gerade?
00:38:14: Machst du ein Tour oder...?
00:38:15: Eigentlich
00:38:16: sehen wir immer auf Tour.
00:38:17: Und das ist das was ich wohl mich am Wohlsten fühle auf der Bühne.
00:38:19: und ich möchte immer dass in Konzerten eine Umarmung ist, dass auch traurige Songs, wichtige Songs ein Erwachsen werden vielleicht aber auch abtembo- und fröhliche Songs dabei sind wie das Leben auch ist.
00:38:32: Beides, nämlich.
00:38:33: Perfektes Schlusswort!
00:38:34: Ich wünsche dir ganz hohe Volk auf Tour und auch für deinen... Danke dir.
00:38:38: ...Platte-Sache man ja nicht mehr für deine Album.
00:38:41: Ja, alles gut.
00:38:42: Genau.
00:38:43: Dann freue ich mich auf deine Konzerte.
00:38:45: Ich komm auch bestimmt mal.
00:38:46: Du wirst ja am Norden unterwegs sein oder an Bayern.
00:38:48: Natürlich
00:38:48: Hamburg.
00:38:49: Hamburg sehr schön meine Terli.
00:38:52: Alles Gute und danke dir für deine Zeit und dein Alter.
00:38:54: Danke dir für die ganze Zeit.
00:38:55: Bis dann,
00:39:02: ciao!
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