Planwirtschaft trifft Arztpraxis mit KBV-Chef Dr. Andreas Gassen
Shownotes
Wer einen Facharzttermin sucht, braucht mitunter Geduld. Gleichzeitig klagen Arztpraxen über Bürokratie, Budgetierung und zunehmenden wirtschaftlichen Druck. Und in den Notaufnahmen landen noch immer viele Patientinnen und Patienten, die eigentlich ambulant versorgt werden könnten. Wo liegen die Ursachen – und wie lässt sich das ändern?
Zu Gast bei Béla Anda ist Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Als niedergelassener Orthopäde, Unfallchirurg und Rheumatologe kennt er den Praxisalltag ebenso wie die gesundheitspolitischen Auseinandersetzungen in Berlin.
Gassen kritisiert seit Jahren, dass die Politik versucht, ein von selbstständigen Ärztinnen und Ärzten getragenes System mit immer mehr Vorgaben und aus seiner Sicht planwirtschaftlichen Instrumenten zu steuern. Viele Probleme, die unmittelbar den Praxen zugeschrieben werden, seien tatsächlich strukturell bedingt.
Ein Beispiel sind die viel diskutierten Wartezeiten auf Facharzttermine. Muss jeder Patient möglichst schnell einen Termin bekommen – unabhängig von der medizinischen Dringlichkeit? Oder müssen wir akzeptieren, dass begrenzte Ressourcen auch bedeuten, stärker zu priorisieren? Gassen plädiert dafür, vor allem dort schnelle Versorgung sicherzustellen, wo sie medizinisch notwendig ist.
Damit geht es auch um einen zentralen Punkt der geplanten Notfallreform: die verbindliche Patientensteuerung. Wer benötigt tatsächlich die Notaufnahme? Wer kann ambulant behandelt werden? Welche Rolle spielen dabei die 112 und die 116117 – und wie kann verhindert werden, dass Patienten selbst entscheiden müssen, welche Anlaufstelle für ihre Beschwerden die richtige ist?
Eine Folge über die Grenzen unseres Gesundheitssystems, politische Fehlanreize und die Frage, ob eine bessere Versorgung nicht zwangsläufig mehr Angebote braucht – sondern vor allem eine bessere Steuerung.
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00:00:00: Sollten wir uns darauf fokussieren, dass wir sagen die Versorgung in den wichtigen Dingen ist für alle gleich.
00:00:05: Und bei Themen wie Schnelligkeit und Geschwindigkeit da sollte man zunächst mal die medizinische Notwendigkeit hochsetzen.
00:00:12: das ist entscheidend.
00:00:14: und zum anderen muss man dann wirklich gucken.
00:00:17: kann man vielleicht dann gewisse Termine auch mit einem längeren Vorlauf als völlig angemessen akzeptieren wie das in anderem der Fall ist?
00:00:24: nehmen sie Schweden erwarten Sie alle auf dem Fahrradstermin und kann er richtig auf.
00:00:29: In den letzten Jahren stirbt der achtjährige Björn nach einem Verkehrsunfall.
00:00:34: Die Hilfe trifft zu spät ein.
00:00:36: Aus diesem Schicksal entsteht die Björnssteigerstiftung, ihr Ziel – die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern!
00:00:44: Sie engagiert sich für den Ausbau moderner Nothofsysteme und stößt Innovationen im Rettungswesen an.
00:00:50: Dabei setzt sie entscheidende Impulse wie die Einführung der «Eins-Eins II».
00:00:55: Die Björnessteiger Stiftung – gemeinsam Leben retten
00:00:58: Folge Hundertzehn,
00:01:00: Planwirtschaft
00:01:00: trifft
00:01:01: Arztpraxis.
00:01:02: KBV-Chef Dr.
00:01:03: Andreas Gassen über Budgetierung, Facharzttermine und die verbindliche Patientensteuerung in der Notfallreform.
00:01:11: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Podcast aus unserer Reihe Lebensritter, der wir an Steigerstiftungen und ich freue mich heute einen ganz besonderen Gast zu haben nämlich Dr.
00:01:20: Andreas Gassen, der Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBW mit solcher sicherlich vielen Menschen, die uns hören bekannt als regelmäßiger Impulsgeber für alle Fragen was das Gesundheitswesen, Reformen und Notwendigkeiten hier betrifft.
00:01:38: Und freue mich dass Sie Zeit haben für uns Herr Dr.
00:01:40: Gassen.
00:01:41: heute willkommen
00:01:42: sehr gerne.
00:01:44: Herr DrGassen sie sind Optopäde mit einer Praxis auf der Kühl Düsseldorf Kürbogen, herrlich.
00:01:55: Tolle Adresse, das schönste Stadtdeutschland und sie sind eben Autopäte, Unfältigerung, Rheumatologe und auch noch seit mehr als zehn Jahren mittlerweile zwölf Jahre an der Spitze der KBV.
00:02:09: Sie sind jemand also der diese beiden Hüter aufhat auf der einen Seite sehr erfahrener, sehr stark spezialisierter herausragende Arzt und auf der anderen Seite eben in Ja, in der Bundesvereinigung auch als jemand, der die performende Gesundheitswesens politisch und interessants begleitet.
00:02:33: Was für den Impuls für Sie aus der Praxis, in die Gesundheitspolitik zu wechseln?
00:02:39: Das war zur Zeit, Ola Schmitz, wo erheblicher Druck auf Erstes schafft in Summe und natürlich auf die Niedergassenen besonders ausgeübt wurde.
00:02:48: Und das aus meiner Sicht in die vollkommen falsche Richtung lief, und dass war dann irgendwann der Motivationspunkt und da geht sowas ja manchmal ganz schnell.
00:02:57: Was ist die Falt?
00:03:00: Im Prinzip das was heute immer noch falsch ist, man versucht mit den falschen Instrumenten Effekte zu erreichen, die mit anderen Instrument wahrscheinlich einfacher zu erreichen werden.
00:03:08: Das ist aber politisch offensichtlich nicht immer zu vermitteln, weil es vielen in der Politik tatsächlich nicht immer um die Lösung geht sondern da, um einen ideologischen Grundstruktur umzusetzen und zu beweisen dass sie funktioniert.
00:03:23: Und das hat in der Regel noch nie geklappt.
00:03:25: Lass uns ruhig konkret machen!
00:03:27: Es gibt ja immer dieses Vorurteil was ihr auch damals und heute ja auch noch immer so mitschwingt, dass Ärzte zu den Besserverdienern gehört, dass sie das Gesundheitssystem ausreizen, auf Kosten der Patientinnen und Patienten eben agieren und leben.
00:03:45: Und all dies, und auf der anderen Seite haben Patientinnen- und Patienten seit Jahren Jahrzehnten ja auch das Gefühl es bleiben die gleichen Herausforderungen.
00:03:57: wissen glaube ich nicht genau bei wem sie festmachen sollen.
00:04:00: ein Thema ist die Vergabe von Terminen in Praxen die sich die meisten Menschen schon entsprechend mal vergegenwärtigt haben.
00:04:10: Aber was sind die Dinge, die Sie so als längerem ungerecht empfinden?
00:04:16: Die der Ärzteschaft zugeschrieben werden.
00:04:18: Die aber noch strukturelle Gründe
00:04:20: haben.".
00:04:21: Das ist ganz bemerkenswert das tatsächlich ... Der Erzitschaff von vielen Menschen, diese Dinge zugeschrien werden.
00:04:26: wenn sie diese Menschen fragen wie ist denn ihr Arzt ihre Praxis, ihre Ärzte?
00:04:29: und sagen ja die sind anders, die sind total super!
00:04:32: Deshalb ist der Vertrauensvorschuss den Ärztinnen und Ärzten auch immens hoch.
00:04:35: Es gibt kaum eine Berufsgruppe, die höher aus Vertrauen genießt bei den Menschen.
00:04:39: Wie gesagt, zur Politikern.
00:04:40: Trotzdem ist ja mal selbst der Bundeskanzler nicht davor gefeiert von Nutzen, die es an das System zu sprechen und das ist natürlich eine krasse Fehleinschätzung.
00:04:48: Und allein das setzt schon den Rahmen für Diskussion und man darf eins mal nicht unterschätzen.
00:04:54: Seit vielen Jahren, Ula Schmidt wie gesagt war so der Auslöser versucht mit planwirtschaftlichen Instrumenten privat wirtschaftlich geführte Unternehmen, dass nämlich die Arztpraxen mit der wirtschaftlichen Verantwortung bei den Inhaberinnen in dieses Korsettzug pressen.
00:05:10: Und das kann natürlich nicht funktionieren und, insofern muss ich sagen die Ärztinnen und Ärzte oder auch die Psychotherapeuten oder alle, die im ärztlichen Sektor arbeiten oder medizinischen Sektoren sind ja nicht nutzen sein System sondern die leisten einen Dienst für die Gesellschaft.
00:05:25: und dass der dann je nach dem was sie dafür machen adäquat vergütet wird glaube ich ist völlig in Ordnung.
00:05:32: wir sprechen davon gut ausgewirrten Akademiker die noch dazu mit dem Risiko der Privatansurvenzen privates Unternehmen führen.
00:05:41: Das findet man in allen anderen Branchen völlig legitim, wenn dann der Unternehmensinhaber gutes Geld verdient.
00:05:46: Man hat auch keine Beschwerdenes damit.
00:05:47: das Fußballspiel an der Bundesliga fünf und zehn Millionen im Jahr für das Finale völlig in Ordnung.
00:05:52: Dann echauffiert man sich darüber dass Ärzte in der Ober- und Einkommenskategorie landen die tatsächlich dann auch definitionsgemäß ja mal festzumachen wäre.
00:06:03: aber in einem Land wo bereits bei von Reichensteuern gesprochen wird, was zwei gut verdiente Ehreleute schon durchaus erreichen können zeigt wie sich die ganzen Rahmensetzung verschoben hat.
00:06:17: Insofern ist diese Diskussion hoch erratisch aber auch sehr stark ideologisch geprägt.
00:06:22: Herr Dr.
00:06:22: Gassen ich glaube es wird vielfach einfach gar nicht erwähnt oder auch unterschätzte mindestens dass Ärzte, Ärztinnen natürlich auch oftmals Unternehmerinnen und Unternehmer sind wenn sie gerade Privatpraxen führen oder Gemeinschaftspraxis.
00:06:37: Da kommen viele verschiedene Kostenfaktoren hinzu, die auch erwirtschaftet werden müssen.
00:06:42: Da kommt die Praxis hinzu und da kommen die Investitionen in die Gegenstände, die man braucht in der Praxis dazu, die meistens jahre Jahrzehnte abbezahlt werden.
00:06:53: Dann kommt die Investation in neuere Geräte, Kundenarquise und all das.
00:06:57: Das sind ja alles Dinge, die in normalen Wirtschaftsbetrieben auch einfließen.
00:07:02: In die Kostner, gleichzeitig erwartet man von Ärztinnen und Ärzten, dass sich in einem sehr starren Korsett bewegen.
00:07:10: Sie haben mal gesagt oder es wurde zumindest in einem Interview gemeinsam mit ihnen erwähnt das vierzig Millionen Termine bei Fachärzten stattfinden aber nicht bezahlt werden aufgrund der Struktur.
00:07:23: Warum ist das so?
00:07:24: Ja, weil wir seit dreißig Jahren im Prinzip schon mehr als drei Jahre hier
00:07:28: der Finanzminister.
00:07:30: In
00:07:32: einer starren Budgetierung geben.
00:07:35: Das heißt es wird sozusagen eine pauschale Summe Geld ausgekehrt die mit einem erwarteten Behandlungsbedarf korreliert den man für das kommende Jahr fest setzt.
00:07:45: und wenn sozusagen der Behandungsgedarf also die Betreuung von Patienten Geld in Anspruch nehmen würde, wird sozusagen eine Kappung vorgenommen und damit kriegen sie für den Euro nicht mehr ein Euro sondern nur noch neunzig Cent.
00:07:56: Das an sich schon eine Skurrilität gibt es ihn keine anderen Branchen, man stelle sich vor der Bäcker würde irgendwann sagen ich kriege jetzt nur fünf Cent weniger fürs Brötchen dann würde der aufhören Brötchens zu backen.
00:08:06: von Ärzten erwartet man nicht nur dass die das fröhlich weitermachen Sondern sogar den Ort kurz steigern.
00:08:11: und dafür das ist das was ich meine man legt planwirtschaftliche Tänan erwartet aber privat wirtschaftliches Engagement und das Zunehmend schwieriger.
00:08:20: und das führt in der Konsequenz dazu, dass wir einen langsam zunehmenden Trend erfahren.
00:08:24: Dass Kolleginnen und Kollegen eben nicht mehr in der eigenen Praxis arbeiten sondern sagen ich lasse mich für gutes Geld anstellen wenn sie heute Oberarzt in der klinik bleiben verdienen Sie in der Regel mehr als der durchschnittliche niedergelassenen.
00:08:36: sofern sind sechs wochen urlaub fortbildungsurwärtskranksten sind krank.
00:08:40: Das ist in der praxis natürlich was anderes.
00:08:43: jetzt können wir sagen Ist ja auch nicht schlimm, ist aber deshalb schlimm.
00:08:46: Weil natürlich inhabergeführte Praxen deutlich mehr Arbeit logischerweise als das Angestellte tun, denn die haben ein thirty oder forty Stunden Vertrag, den sie natürlich voll erfüllen, denen Sie aber danach dann auch nicht weiter erfülle.
00:08:59: Und insofern wenn wir tatsächlich wollen dass wir eine möglichst hohe Arbeitsleistung an Patienten haben, dann muss man diesen Unternehmerischen Aspekt nicht außer aus einem Augen verlieren, denn was sehen wir in allen Systemen wo das Ausgeschaltet wurde also ein staatlichen Gesundheitssystem.
00:09:17: Die Wartezeiten sind viel länger die Versorgung ist viel schlechter und skurrilerweise gibt es einen boomenden privaterzlichen Markt der dazu führt und das hat mich selber überrascht wenn man untersucht dass in den Ländern wo sie sozialisierte Gesundheitssysteme haben die Privateinnahmen der Ärztinnen und Ärzte höher ist als in Deutschland wo wer originär eine duale Versicherungslandschaft haben.
00:09:39: Das ist schon bemerkenswert.
00:09:40: Weil diejenigen, die es sich leisten können oder die's mischen wahrscheinlich auch eben diesen Weg wählen und dann die privaterztische Schiene.
00:09:50: Und das ist ja eigentlich das was wir nicht wollen denn bisher haben wir in Deutschland noch tatsächlich aus meiner Sicht keine zwei Klassen will ziehen zumindest nicht dass nicht in dem Sinne dass wir unterschiedliche Qualität an die Patienten bringen.
00:10:00: also es wird in Deutschland wegen einer Rebsterkrankungen, niemand schlechter behandelt weil er gesetzlich oder privat versichert ist gegenüber einem Privatversicher.
00:10:08: Worüber wir uns immer trefflich streiten sind zum Teil wirkliche Komfortmerkmale und das ist eine ehrlich absurde Diskussion.
00:10:16: als wenn sie im Flugzeug diskutieren wollen warum ein Ekonomi-Platz billiger ist als ein Business-Krassplatz?
00:10:20: Das heißt der gleiche Flieger, der gleicher Pilot.
00:10:23: nur Sie haben bisschen mehr Platz zum Sitzen kriegen an das Essen und dass ist das wo wir glaube ich mal ein bisschen rhetorisch abrüsten müssen.
00:10:29: Deshalb ist das Thema der Facharztgarantie aus meiner Sicht auch wirklich eine Nebelkarte, weil jeder, der klar denken kann weiß.
00:10:35: Das kann ja nicht funktionieren, dass jeder zu jeder Zeit bei jedem Fahrrad wo er hin möchte ein Termin garantiert bekommt.
00:10:40: Das geht ja schon mengenmäßig nicht.
00:10:42: was aber gehen würde und das ist ja etwas, was wir sehr gerne diskutieren würden wenn wir uns darauf verständigen können, dass für die wirklich dringenden Patienten schneller in die richtigen Versorgungsebenen bekommen und zwar loslöst von ihrem versicherten Status Dann wäre das ein echter Mehrwerting, glaube ich auch jeder Gutschende.
00:10:57: Dafür muss man sich aber wirklich mal hinsetzen und seriös miteinander sprechen.
00:11:01: Wie kann es gehen?
00:11:03: Das kann gehen dadurch dass man insgesamt... Und das ist das was ich bei politischen Diskussionen seit Jahrzehnten vermisse, dass man einfach mal bisschen Ehrlichkeit erweiten lässt.
00:11:12: Es ist ja die Menschen gehen nicht von völlig absurden Vorstellungen aus.
00:11:16: Jerem ist ja klar dass eine endliche Menge Ärzte eine ähnliche Zahl von Terminen vergeben kann.
00:11:23: Jetzt kann man entweder sagen, wer zuerst kommt mal zuerst und das sind in der Regel noch nicht mal um die Privatpatienten denn wir haben ja Terminknapp halten speziell in Regionen wo kaum Privatpatienten sind sondern da sind einfach strukturschwache Bereiche Da gibt es eben weniger Ärzten.
00:11:40: Insofern weiß hier jeder, dass das nicht funktionieren kann weil das in keinem anderen Lebensbereich funktioniert.
00:11:44: wenn sie bei der deutschen Bahn zu spät reservieren dann stehen Sie im Wagon und haben keinen Sitzplatz mehr,
00:11:50: manchmal auch ohne Reservierung.
00:11:52: Auch mit Reservierungen!
00:11:54: Ganz besonders schön... Und das tun sie interessanterweise auch in der ersten Klasse.
00:11:59: Also von daher glaube ich ist es jetzt keinem fremd dass das irgendwo Kapazitätsproblem ist wenn man unendliches verspricht.
00:12:07: und warum sagen wir nicht einfach Wir wissen die Ressourcen sind begrenzt.
00:12:10: Wir haben ja nur begrenzte Geldmittel.
00:12:14: logischerweise.
00:12:15: deshalb Sollten wir uns darauf fokussieren, dass wir sagen die Versorgung in den wichtigen Dingen ist für alle gleich.
00:12:21: Und bei Themen wie Schnelligkeit Geschwindigkeit da sollte man zunächst mal die medizinische Notwendigkeit hochsetzen.
00:12:28: das ist entscheidend.
00:12:29: und zum anderen muss man dann wirklich gucken kann man vielleicht dann gewisse Termine auch mit einem längeren Vorlauf als völlig angemessen akzeptieren wie das in anderem der Fall ist?
00:12:40: nehmen sie Schweden erwarten Sie alle auf seventy-two Tage auf dem Fahrstermin und keiner richt sich auf.
00:12:45: Ich habe noch nicht ganz verstanden, wie in Deutschland dann sichergestellt werden kann, dass diejenigen, die einen Termin wirklich brauchen, schneller behandelt werden.
00:12:53: Ist das denn die medizinische Indikation?
00:12:58: Dann müsste man sich wirklich einer medizinischen Ersteinschätzung auch unterwerfen.
00:13:02: Und das ist ja das Entscheidende, die können wir erleisten.
00:13:05: Die Hausärzte und Hausärste tun das jeden Tag in ihren Praxen indem sie sagen dieser Mensch muss mal dringend jetzt zum Kali-Logen weil wir haben übrigens hier unklarer Situation oder sagen das sollte man einen Schritt machen, haben wir im Laufe des nächsten Jahres kontrollieren.
00:13:15: Das sind ja zwei völlig unterschiedliche Dringendichtigkeitsaspekte.
00:13:18: also dass uns das in den Praxien parallel könnten wir das mit digitalen Instrumenten unterstützen und dann müsste eigentlich ein klares Verständnis davon herrschen lassen, die die dann als dringender identifiziert werden.
00:13:29: Das sind ja interessanterweise relativ wenige, wo es wirklich darauf ankommt dass man sagt das muss jetzt in den nächsten Tagen redigt sein dann glaube ich hätte jeder Verständnis dafür dass die anderen vielleicht eine Woche länger warten.
00:13:40: aber man kann halt nicht beides versprechen.
00:13:42: das ist unrealistisch.
00:13:45: Es gibt so etwas, das würde ich Sie gerne einmal fragen.
00:13:48: Weil sie auch einmal als erfolgreicher Arzt in verschiedenen Bereichen schon eine lange Karriere aktiv haben und zweit ist natürlich mehr als zehn Jahre an vorderster Stellung eben auch im Funktionärs berechnen was ruhig mal so also die entsprechenden Ärzte schafften auch, vertreten auch erfolgreich nach außen darstellen.
00:14:10: Wir haben ja alle so einen Dijavue-Erlebnis im Moment oder zumindest diejenigen, die schon ein paar Jahre auf dieser Welt sind.
00:14:15: Sie haben es erwähnt, die große Gesundheitsreform.
00:14:17: Ich selber war ja auch aber einer dabei das war Anfang der zweitausend Jahre auch mal bei Oder Schmidt dann Mitte zwei fünfzehn, zwei zwölf nochmal Gesundheitsreforben.
00:14:27: auch da ging's um Kosten, um Wartezeiten und der gleiche Und jetzt haben wir das Gleiche wieder.
00:14:34: Warum?
00:14:35: Oder ist es einfach so, dass die zehn, zwölf Jahre vor solchen Herausforderungen stehen.
00:14:38: Aber mittlerweile fragen sich viele Menschen warum gelingt das nicht?
00:14:42: und einen Schritt zu machen, dass wir uns permanent entwickeln weiterentwickeln.
00:14:47: Dass wir auch mal zu einer positiven im Grunde Gesamtheit des Systems kommen.
00:14:52: klar jetzt kommt die Boomer in die sechziger, fünbensechzige Jahre also Jahre alt werden entsprechend dann auch das Gesundheitssystem belasten.
00:15:01: Aber das ist ja alles klar im Vorfeld schon gewesen.
00:15:04: Also warum stehen wir alle Jahre wieder vor den scheinbar gleichen Herausforderungen?
00:15:09: Naja, das liegt im Grundsatz dar und dass wir grundlegende Probleme nicht lösen können.
00:15:16: Und ein Problem was ja jetzt auch speziell zu dieser Finanzproblematik gefördert hat Ist ja nicht nur Dass die Kosten in Gesundheitswesen steigen Das die nicht sinken ist jedem klar.
00:15:28: Wir haben einen medizinischen Vorschlag der begeisternd ist.
00:15:31: Ich habe in den Achtzigerjahren studiert.
00:15:34: Wenn Sie da Patienten hatten, beispielsweise mit Natumererkrankung dann war Onkologie ich sage erst mal Flapsig eigentlich Sterbebegleitung.
00:15:41: Ich hab die Anfangszeiten der HIV-Infektion erlebt und die Menschen sind gestorben in einer Geschwindigkeit, die erschreckend war und die haben jetzt mittlerweile dank der Medikation, die es gibt eine nahezu normale Lebens.
00:15:53: Also das sind ja Fortschritte, die kann man nur begrüßen und als aus ärztlicher Sicht begeisternd umsetzen.
00:16:00: Aber das ist natürlich nicht zu Nulltarif zu haben,
00:16:02: d.h.,
00:16:03: wenn wir diesen medizinischen Forschern nutzen – wer sind ja erst am Beginn?
00:16:06: Nehmen Sie das Thema individualisierte Medizin wo sie maßgeschneiderte Therapien im Bereich ganz vieler Erkrankungen bekommen, nicht nur der Onkologischen sondern auch der endokrinologischen, der rheumatologischen Erkankung, wo man also sehr viel präziser, sehr viel schoner und effektiver arbeiten kann.
00:16:21: Das kostet natürlich enormes Geld.
00:16:23: Wir haben Behandlungskosten im Jahr zwischen dreißig, vierzig, fünfzigtausend für diese Menschen und das ist auch in Ordnung.
00:16:29: Und das können wir uns im Grunde auch leisten.
00:16:31: Aber was wir als Problem unverändert mit uns rumschleppen und dass die Politik seit Jahren rumtanzt?
00:16:37: Ist das die Gelder der Versicherten, die perspektivisch ja weniger werden weil sie haben es schon angesprochen, die Boomer in Rente gehen also weniger menschenperspektivische Beiträge zahlen Relational zum Teil auch noch weniger, weil sie häufig in Teilzeit arbeiten.
00:16:51: Das heißt das Geld wird ja nicht mehr.
00:16:53: Gleichzeitig leisten wir uns fast fünfzig Milliarden versicherungsfremde Leistung die also mit Krankenversorgung gar nichts zu tun haben.
00:17:00: Zum Beispiel
00:17:02: ein großer Brocken zwölf Milliarden allein die Grundsicherungsempfänger gegen Finanzierung, die hier fehlt.
00:17:08: D.h.,
00:17:08: die Versicherten... Also die Menschen, die im Beitrag in den gesetzlichen Krankenversicherungen sind.
00:17:13: Die arbeitende Bevölkerung muss mal abzukürzen finanziert nebenher noch mal zwölf Milliarden mit für rund drei bis vier Millionen Menschen, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen und das zum Teil auch noch nie getan haben.
00:17:25: Dass man die in irgendeiner Form gesundheitsmäßig absichert ist ja eine Sache.
00:17:28: nur ehrlicherweise müsste man das dann wenn man das so will und sich leisten möchte über Steuermittel machen.
00:17:34: Das kann ja nicht über den Faktor Arbeit oder den Faktor Krankenversicherung geschehen.
00:17:38: Und dann gleichzeitig stimmt die Politik ein Geheul, an das alles viel zu teuer wird und die Beiträgen nicht reichen.
00:17:43: Die Reichen deshalb nicht weil das Geld in andere Töpfe umgeleitet wird.
00:17:47: Ganz einfache Rechnung wenn sie die Versicherungsfremde Leistungen rausnehmen würden könnte der Krankenkassenbeitrag um zwei Komma fünf sinken.
00:17:55: So und da brauchen Sie so keinerlei Reform machen.
00:17:58: und dass wir Reformbedarf in allen Bereichen haben ist ja unbestritten.
00:18:01: den haben wir bei den Niedergleichsten Wir haben bei den Krankenhäusern haben dem Notdienst das steht jetzt gerade an und vieler der Dinge mehr.
00:18:07: aber diese Finanznot, die hier immer beschrieben wird.
00:18:10: Die herrschen nur deshalb weil sich der Staat ungeniert an den versicherten Geldern bedient und das ist eigentlich aufzulösender Konflikt wenn man hier diese Dinger nicht sorten rein in andere Haushaltsposten verschieben wird.
00:18:23: Sie haben es erwähnt.
00:18:23: Notdienst in Bern Steigerstiftung ist ja ein großer Befürworter einer Reform des Nutzerrettungsdienstes, das Rettungswesen auch weil sie sagt dass in anderen Ländern Skandinavischen denn immer genannt auch in Österreich und mittlerweile auch sogar Spanien Strukturen sind die moderner sind die effizienten sind die eine Art Lotsenfunktion ermöglichen.
00:18:52: Wie ist ihre Haltung dazu?
00:18:54: Also die Notfallform, man kann ja fast sagen drei Punkt Null und der Jens Spahn hat den ersten noch Karl-Lauter wach.
00:18:59: Den zweiten.
00:19:00: jetzt haben wir den
00:19:01: dritten.
00:19:02: Wenn ich da einsitzen darf, sie haben völlig recht bei Jens.
00:19:08: Eins Punkt Null sein gelassen, weil der Widerstand der Länder ihm zu groß war.
00:19:12: Karl Lauterbach hat es quasi fertig aber dann hat Christian Lindner die Regierungen in Frage gestellt und Olaf Scholz hat sie dann gesprengt an dem Tag als das dann entsprechend behandelt werden sollte.
00:19:21: Und jetzt haben wir den dritten Anlauf.
00:19:23: also insofern drei Punkt Nulleider nicht die dreifach optimierte Version sondern im Grunde das was wir schon vor Billion Jahren hätten haben können.
00:19:31: Ja grundsätzlich sind ja auch immer wieder Recycled Net-Würfe.
00:19:36: Es war ja auch gar nicht so schlecht, was hier ins Spanende angestellte.
00:19:38: Auch Corona wird zwischendurch.
00:19:39: Das wollen wir nicht unterschlagen.
00:19:41: Aber das Thema Notverfassung ist dringend und Sie haben ein paar Länder genannt.
00:19:47: Und da ist ein ganz wichtiger Aspekt den all diese Länder haben der in dieser aktuellen Notverform leider auch fehlt.
00:19:52: Was wir brauchen ist eine, ich sage mal, sortenreine Zuordnung von Patienten.
00:19:59: gravierend schwer akut erkrankte Unfälle, Herzinfarkteschlaganfälle.
00:20:03: Die müssen auf möglichst schnellem Weg... in einen dafür geeigneten, dass Krankenhaus gemacht werden.
00:20:08: Wenn es auch nicht irgendein Krankenhaus war, wenn sie den Schlag anfangen, mein Sohn ist selber in der Neurologie, dann sollten Sie in ein Krankenhaus mit einer Stroke-Unit gefahren werden durch ins Kreiskrankenhaus irgendwo?
00:20:18: Das ist das eine!
00:20:19: Das kann man sicherlich ganz gut machen und das funktioniert, zeigt ja zum Beispiel das Traumannetzwerk wo wir schwer verletzte Patienten bereits heute schon sehr gut in die dafür geeigelten Strukturen bringen.
00:20:29: Da habe ich so einen dringenden Überblick da ich auch unfallschürogerisch tätig war.
00:20:35: Das klappt.
00:20:36: So, warum soll das in anderen Bereichen auch nicht klappen?
00:20:38: Heißt aber wir müssen eine vernünftige Erstreagierung... haben, damit diese Patienten und interessanterweise rufen ja häufig bei der eins-eins-zwo die nicht so dringenden an.
00:20:46: Und bei der F six, F sieben, die vielleicht wirklich einen Herzinfarkt haben das müssen wir digital vernetzen, die schnell umschalten und dann entsprechend zuordnen.
00:20:54: und da müssen wir tatsächlich filtern.
00:20:55: was ist denn wirklich Notfall?
00:20:56: Was muss jetzt oder in den nächsten paar Stunden versorgt werden?
00:20:59: wenn wir die ausfiltern würden wären die notaufnahmen schon mal ein Großteil ihrer Patienten entlastet denn da sehen wir sehr viele die aus welchen Gründer immer es wird dann der sozialkulturelle Hintergrund genannt.
00:21:08: das kennen die nicht anders weil die aus den länder wohl kommen ins Krankenhaus gehen.
00:21:12: Die haben Sorge, die möchten es gerne abgegeben und kann man alles sammeln ist aber aus meiner Sicht
00:21:18: irrelevant.".
00:21:19: Wenn wir eine Triageierung machen dann muss diese Triageierungen gelten damit die dringenden Fälle da in Kompose hingehören, die nicht so dringend sind wo man sie abarbeiten kann und die gar nicht dringende sollen in der Praxis irgendwann ein Tempeln kriegen.
00:21:30: Und wenn wir das nicht stringent exekutieren werden wir dieser Problematik nicht her weil die Menschen dann trotzdem aus unterschiedlichsten Gründen will da gar keine Vorwürfe jetzt aufwerfen, aber die latschen dann eben doch in die Notaufnahme.
00:21:44: Weil es näher ist, weil es praktischer ist und vielleicht doch schneller geht.
00:21:47: Das können wir nicht akzeptieren das kann das System auch nicht leist.
00:21:50: Und wie geht man damit um?
00:21:52: Stehen sie da und sagen ja will hier...
00:21:56: Um das machen alle anderen Länder auch.
00:21:57: Das heißt wenn wir eine Triageierung anbieten also ein Funktionierendes ist natürlich voraussetzt von den Menschen müssen ein funktionierendes Angebot haben über F-Sechs, F-Seven die eins und zwei dass sie klare Zuordnung haben das man vielleicht mit Thiele Mediziner unterstützt.
00:22:11: Dass man die Probleme in vielen Fällen vielleicht schon so lösen kann in dieser Sachsen schaffen wir das im Moment in sechzig Prozent der anrufenden Fälle Und die anderen die dringend unterwegs sind müssen wirklich in die Krankenhäuse sondern kann man Die anderen die dann ein eher ein Bedürfnis als einen menschlichen Bedarf haben ja in den anderen Versorgungsebene luxieren?
00:22:30: so und damit ist sozusagen die zugängliche Berechtigung für diesen individuellen Patienten Und diejenigen, die sich dann nicht daran halten.
00:22:39: Also jemand der zum Beispiel sagt ich habe seit vier Wochen Rückenschmerzen und sie sagen gut dann kriegen Sie nächste Woche übernächste Worten Termin beim Orthopäden da können Sie dahingehen und der trotzdem in den Notaufnahme geht, der müsste abweisen ist ja juristisch immer schwierig, der müsse dann diese Behandlung selbst bezahlen.
00:22:55: Und das garantiere ich, dass machen Sie ein halbes Jahr, dann hört das auf!
00:22:59: Und ehrlicherweise alle, die sie zu diesem Thema fangen.
00:23:01: Ich hab mit Jens Scholz dem Wuder unseres ehemaligen Bundeskanzlers und Herrn Karl-Naniles.
00:23:05: Das sind ja nur Leute, die sich auch mit der Notfallversorgung am Krankenhaus gut auskennen.
00:23:09: Sollen wir vielleicht sagen, Jens Scholz ist glaube ich Chef der Klinik in Kiel?
00:23:17: Die waren für Strafgebühren, die noch über meinen Vorschlägen lagen.
00:23:21: Weil sie sagen, anders geht es gar nicht und alle anderen Länder machen das genauso.
00:23:25: Das heißt jemand der einfach sozusagen ein medizinisches Angebot aufgrund einer medizinischen Beurteilung bekommt und für sich persönlich entscheidet das möchte ich aber anders haben.
00:23:34: Das ist ja okay Aber dann muss er's bitte auch selber bezahlen.
00:23:38: Das kann nicht die Solidargemeinschaft leisten Nicht nur vom finanziellen sondern das Problem ist Ja Es wird eine Ressource blockiert.
00:23:44: Das heißt, derjenige, der trotzdem den Krankenwagen anruft, obwohl er ihn nicht bräuchte, blockiert den Krankenwagen für jemanden, der ihn bräucht.
00:23:51: Interessanterweise haben wir dazu Umfragen gemacht, zwei Drittel der Patienten in Notaufnahme aufgesandt würden ein solches Vorgehen befürworten was im Prinzip auch nachvollziehbar ist.
00:23:59: wenn sie mit einer vermeintlich dringenden Erkrankung in einen Krankenhaus gehen wo sie zügig behandelt werden müssen weil es vielleicht gerade einen Unfall hat und verdacht auch einen Herzinfarkt oder so dann möchten Sie ja nicht warten weil jemand sein Rezept verbummelt hat oder wissen warum der Wespenstich so wehtut.
00:24:13: Und ich glaube, das ist das wo auch eine gewisse Stringenz zuhört und das ist was ich leider in dem Entwurf vermisse als wesentliches Element.
00:24:21: Da sind noch ein paar kleinere Dinge über die man noch reden kann.
00:24:23: wir müssen eine Verbindlichkeit nicht nur für diejenigen definieren die die Leistung erbringen soll sondern auch für die die Sinneanspruch nehmen.
00:24:30: nur so wird da wird das Ding rund.
00:24:33: Lässt uns einen Sprung machen zurück in die Corona Zeit?
00:24:37: Da haben sie relativ früh.
00:24:38: Viele haben geschrieben, das war ein polarisierende Einschätzung.
00:24:41: Eigentlich waren es Einschätzungen die sich im Nachhinein als sehr wahr herausgestellt haben, die aber damals hoch umstritten waren.
00:24:46: Sie haben im Grunde für eine frühe Öffnung des Systems geworben, als man dafür fast noch eingesperrt wurde von solchen Forderungen.
00:24:55: Was hat sie gerade als Arzt dazu bewogen?
00:24:58: Also erst mal war ich ja, was kommt mir und weiß tatsächlich zu Beginn der Pandemie, was damals noch keiner wusste, dass sie damals begann, tatsächlich in China.
00:25:06: Und wir sind dann zurückgekommen und dann ging das hier so langsam.
00:25:08: Was haben
00:25:09: die da gemacht?
00:25:10: Ich war tatsächlich damals an der Deligation mit dem BMG da,
00:25:14: bei Ausbruch oder zufällig zur gleichen Zeit?
00:25:17: Eine Zufälligkeit ging damals um Digitalisierung aus Gesundheitswesen.
00:25:22: Dann kam jetzt zurück und dann gingen das hier langsam los.
00:25:27: Es wurde immer so unterstellt, dass hätte ich das Kraft eigener Wassersuppe kommuniziert.
00:25:31: Wir haben natürlich die Kommunikation mit vielen Virologen auch besucht und es gab halt nachher, wenn man ehrlich ist zwei grundsätzlich virologische Schulen.
00:25:41: aber Meinungscluster da waren die sehr restriktiven, deren Auffassung sich im Nachhinein tatsächlich als überzogen dargestellt hat und die etwas fast rationaleren.
00:25:54: Und dazwischen Karl Lauterbach, der fast histerisiert den Untergang des Abendlandes prognostiziert hat.
00:26:00: Und zwar
00:26:01: in jeder Talkshow jeden Abend?
00:26:02: Ja.
00:26:04: Es gab ja sogar eine Ausgabe von ihm, dass er da führbar war und das Leute draußen ... draußen Masken tragen soll und dass das grober Unfug war, konnte man mit jedem der zu solchen Dingen auch qualifiziert was sagen konnte erortern.
00:26:17: Und jeder gesagt ist natürlich quatscht draußen.
00:26:19: wenn sie sich nicht innerhalb von zwanzigentimeter Abstand gegenseitig anhusten können Sie sich draußen nicht infizieren.
00:26:23: Punkt Ende der Durchsage.
00:26:25: das wurde natürlich tapfer ignoriert.
00:26:28: ich will auch gar nicht wissen ob der eine oder andere andere Interessen hatte diese thematik ein bisschen hochzuziehen.
00:26:34: am ende muss man sagen um.
00:26:35: das zeigt der vergleich in alle anderen länder.
00:26:38: Zu Beginn fand ich ein Lockdown durchaus vertretbar, weil keiner wusste was kommt auf uns zu.
00:26:43: Aber spätestens nach einem halben, dreiviertel Jahr hätte man langsam die Rationalität wieder einsetzen können.
00:26:48: und wir erleben das.
00:26:49: andere Länder und konkret kann man jetzt Schweden nennen.
00:26:51: Das wurde damals zugeben als mutiger Ritz bewertet wie die Schweden am Ende des Tages haben.
00:26:56: die Schwäden stehen nicht schlechter da als wir, was die wirklichen Toten durch Corona, die es ja unzweifelhaft gegeben hat.
00:27:03: tatsächlich für gewisse Bevölkerungsgruppen hochgefährlich war, aber die haben deutlich weniger Kollateralschäden im Bereich Wirtschaft, Bildung, Zivilgesellschaft etc.
00:27:16: pp.
00:27:17: gehabt.
00:27:17: und machen wir uns noch nichts vor diese extrem dirigistische Art und Weise Corona und die entsprechenden Maße an diesem Land umzusetzen hat wie wir in den aktuellen sind nicht unwesentlich ein Anteil daran neben anderen politischen Entscheidungen dass eine Partei in Deutschland eine Stärke erreicht hat, die wir überhaupt nicht nachvollziehen können und ich persönlich als Gefahr für die Zivilgesellschaft sehe.
00:27:42: Aber das sind eben auch viele Menschen, die massive Frustrationen während Corona erfahren haben ausgegrenzt wurden zum Teil wirklich aus meiner Sicht sehr nahvollziehbar.
00:27:57: Und man hat in diesem Land ja tatsächlich über eine Impfpflicht diskutiert Und das mit einem Impfstoff, der nachweislich auch zu diesem Zeitpunkt war es die Ansteckung schon nicht verhinderte.
00:28:08: Insofern muss man sich dann auch nicht wundern dass das für viele immer noch unbefriedig ist auf wie mit dem Thema umgegangen wird.
00:28:15: Jetzt macht es wenig Sinn zu sagen wir hatten recht ja aber die Frage ist eben und das wäre viel spannender welche Lehren ziehen wir da aus?
00:28:24: Da sehe ich im Moment nicht wirklich viel offen gestanden.
00:28:28: Nicht nur, wie geht man in Grundsatz mit solchen Erkrankungen um?
00:28:31: Wir sind sicherlich medizinisch sehr gut aufgesteilt wenn es um solche Dinge wie E-Volata geht.
00:28:36: Nehmen Sie die amerikanischen Patienten, die US-Amerikaner in der Charité behandeln lassen weil sie den Eindruck haben da wird das hervorragend gemacht.
00:28:43: also Das ist ja nicht der Punkt aber wir haben meines als immer noch keine wirklichen Strategien.
00:28:48: Wie geht man mit einer eventuell neuen Pandemie um?
00:28:51: wir haben nach wie vor keine wirkliche Lagerheit und wir haben auch nicht erlebt dass der öffentliche Gesundheitsdienst gestärkt wurde.
00:28:57: Nachdem das die ganze Pandemie dann vorbei war, ist man zurück zum Tagesgeschäft gegangen und insofern leeren würde ich sagen hat kaum einer aus dieser Pandemie gezogen.
00:29:13: Sie sagen wir müssen nicht darüber diskutieren.
00:29:15: wie hatte recht jetzt sie?
00:29:16: aber ich finde schon dass wir darüber diskutierten müssten zumindest einmal erwähnen müssen.
00:29:21: deswegen tue ich das heute hier am Anfang sehr teamvorsicht, wie das Markus Söder genannt hat.
00:29:27: Also für die restriktiven Maßnahmen.
00:29:29: dann war ich selber mal in München auf dem Marienplatz als Menschen, die gegen die Maßnahmen protestieren wollten, protestiert haben.
00:29:37: aber weil sie nicht protestieren durften, haben sie sich auf diesem Marien Platz in drei Meter Abstand aufgestellt.
00:29:42: Es war dunkel und haben gemeinsam das Vater unser gebetet, dass für die einzige Form des Protestes den noch zugelassen war ohne dass sie irgendwie abgefüllt wurden.
00:29:50: Da waren auch schon natürlich Polizeieinheiten dort und so war es ja in anderen Ländern, in anderen Städten auch.
00:29:57: Das heißt diejenigen, die sich dagegen gestellt haben, mussten mit erheblichen Widerstand rechnen und stimmen völlig zu.
00:30:04: Das ist natürlich zur Radikalisierung eines großen Teiles der Bevölkerung gefördert, da heute bereit ist AfD zu wählen.
00:30:11: Und das auch tut.
00:30:12: insofern sollten wir daran erinnern an diejenigen, die sich dem nachhinein mutig entgegenstellt haben.
00:30:18: sie haben das getan und ich finde das sollte man schon erwähnen gerade auch weil es gezeigt hat wie schnell wir mit dieser absolutistischen Meinungen da, äh ... Konkurrents sind und sagen okay das ist Obrigkeit die empfiehlt das so.
00:30:34: Die befielt das so.
00:30:35: also machen wir das mal.
00:30:36: Und sie im Nachhinein herausstellt andere Wege jetzt auch gegeben.
00:30:40: was ist eigentlich ihre Erhaltung zu den Impfstoffen?
00:30:44: Weil dann gibt es ja auch noch immer ganz viele wahrscheinlich Verschwörungstheorien, Theorien auch, dass nicht erprobt waren, dass die im nachhineinen immer noch im Körper wüten komische Dinge veranstalten.
00:30:56: Was sind da Ihre Medizinchen?
00:30:58: Wir kennen
00:30:59: das ja.
00:30:59: Also abgesehen davon, dass ... Ich stimme Ihnen zu, das war jetzt keine Sternschule der Demokratie Deutschland während Corona.
00:31:05: Das ist das eine so die Impfstoffe.
00:31:06: ich glaube auch da ist die Diskussion dann irgendwann auch russgerufert und wurde auch absurd.
00:31:10: also es gab ja Leute die nachher gedacht haben Bill Gates implantiert Chips und andere haben gesagt wir werden mit irgendwelchen mutierenden Impfstoffen verseucht.
00:31:20: man muss einfach mal sehen die Impfung hat sicherlich den Effekt gehabt.
00:31:25: das ist glaube ich unstrittig dass sich schwere Krankheitsverläufe abgemildert hat, was für Risikogruppen möglicherweise lebensrettend war.
00:31:32: Zum anderen haben wir die Impfung ja in einer unglaublichen Menge appliziert.
00:31:39: Wir haben glaube ich am Ende, weil es gerade allein die Vertragsärzte weit über vierzig fünfzig Millionen Impfungen durchgeführt wird.
00:31:45: Das heißt das ist ja nahezu jeder, sagen wir mal vielleicht zehn Prozent der Bevölkerung nicht geimpft worden.
00:31:51: Und wenn man jetzt sieht, wie viele dieser zig Millionen Impfung am Ende einen Impfschein hervorgerufen haben.
00:31:55: Den Impfschäden gehören leider zum Impfgeschäft dazu.
00:31:58: Dann sind das in der absoluten Zahl natürlich relativ viele und die gibt es auch unstrittig.
00:32:02: Die glaube ich da müsste man auch anders mit umgehen.
00:32:04: mit solchen Impfschänden auf die absolute Menge... Mit den Impf- Ja!
00:32:09: Man hat schon den Ahnung dass es zum Teil auch ein ungeliebtes Thema ist.
00:32:13: Ich glaube tatsächlich, dass die Zahl derjenigen, So ein Postwachs-Syndrom haben, also einen Impfschaden in Anführungsstrichen wahrscheinlich höher ist als sie wirklich Long Covid haben.
00:32:24: Aber das kann man jetzt wissenschaftlich aufdröseln und da bin ich auch nicht der berufende, dass könnte aber was ich damit sagen will die Zahl selbst dieser absolut hohe Zahl dieser Impfproblematiken ist natürlich gemessen an der gigantischen Zahl von Impfungen relativ gering.
00:32:39: Deshalb glaube ich es war schon angemessen diese Impfung zu bewerben insbesondere für Risiko.
00:32:46: Ich habe es immer für falsch gehalten, sie zwingend zu applizieren.
00:32:51: aus medizinischer Sicht und auch da habe ich mit etlichen Fachleuten gesprochen glaube ich wird das Risiko dieser Impfung deutlich überbewertet.
00:32:59: also mRNA ist eine Technologie die uns wahrscheinlich in der Zukunft begleiten wird in vielen Bereichen so dass das ein bisschen mit heißer Nadel gestrickt war.
00:33:09: den Impfstoff auf die Straße zu bringen ist sicher richtig.
00:33:13: Ich glaube, das ist im Gesamtkonzept dieses Vorgehen, dass man den Impfstoff in großer Menge produziert und mir bewirbt, das war okay.
00:33:23: Man hätte aber objektive auf die Grenzen einer Impfung hinweisen müssen und dann hätte sich das Thema einer potentiellen Impfpflicht sowieso schon erledigt weil jedem klar geworden wäre, das macht durchaus Sinn und je älter und je kränker ich bin umso mehr Sinn macht es, aber es schützt nicht für Infektionen.
00:33:38: damit ist alleine der Impfpflicht schon alber.
00:33:40: also Und das ist das, was insgesamt um da sozusagen die Schleife drumzumachen Corona.
00:33:48: Mir hat bei Corona so ein bisschen die sachliche Distanz gefehlt.
00:33:52: Es wurde tatsächlich sehr schnell sortiert in gut ins Töpfchen, die schlechten ins Köpfchen und man hat die Zwischentöne nicht gehört.
00:33:58: und die Wahrheit zeigt eigentlich wie lange bin ich abprobiert?
00:34:03: fast vierzig Jahre.
00:34:04: Zeigt mir Medizin ist keine exakte Wissenschafts und es gibt ganz viele graue Töne und ganz selten schwarz-weiß.
00:34:11: Sie haben es angesprochen zweimal.
00:34:13: Am Anfang nutzt Nieser das System, das ist ein Wort, das mal gefallen ist in einer TV-Diskussion geprägt von Friedrich Merz dem Bundeskanzler.
00:34:22: Ich hoffe auch noch wenn wir die Folge ausstrahlen und die Äußerung ist gefallen im Rahmen einer Diskussion mit Gästen bei einer Fernsehdiskussionen wo er dann eine Ärztin quasi Jetzt mit meinen Worten gesagt hat ihnen sehr stark kritisiert, auch sicherlich vielleicht ungebührmäßig harsch.
00:34:44: Nach dem Motto was wollen sie eigentlich?
00:34:45: Sie sind doch auch Nutzniesserin dieses Systems.
00:34:48: also wenn wir quasi Bundesregierung start ich dafür sorgen würden dass die Milliarden in diesem System gepumpt wurden dann hätten sie ja gar nichts.
00:34:56: so zumindest kam das rüber.
00:34:58: es hat eine vollminante Reaktion gegeben ein bisschen auch zu seiner Verteidigung.
00:35:02: also spricht man nicht mit einem Bundeskanzler wie Sie es getan haben, aber auch ganz viele neumodisch Videos auf TikTok und anderswo von Pflegerinnen stark tätowiert.
00:35:15: Aber wirklich aus dem Leben, von denen man sah dass die anpackten und mitten drin standen noch zum Teil in Klinikleidung, die gesagt haben ich bin hier Nutznieserin des Systems ist das sehr ernst.
00:35:26: was empfinden sie wenn sie solche Worte hören?
00:35:29: Also, zum einen stimme ich hinzu.
00:35:32: Ich glaube die Kollegin, die selber ja gar nicht in der Versorgung tätig ist hat da glaube ich sich im Ton ein bisschen vergriffen.
00:35:39: Friedrich Merz hat sich eigentlich auch im Ton vergriff und hat zum einen Respektlosigkeit damit kommuniziert und zum anderen unwissen.
00:35:48: das muss man einfach sagen.
00:35:49: also so kann jemand reden der nicht weiß wie gesundheitswesen funktioniert.
00:35:55: Niemand käme auf die Idee der Feuerwehr zu unterstellen, sie werden nicht davon brennen oder Polizei.
00:35:59: Sie werden nicht von Kriminalität.
00:36:01: Das sind auch Berufsgruppen, die einen Dienst für die Gemeinschaft erbringen genau wie das das Gesundheitswesen in Toto tut und dass ist die Reinigungskraft im OP genauso wie der Neurochorok MOP oder jemand in der Praxis.
00:36:14: Und die stellen eine ihre Arbeitskraft und ihr Engagement zur Verfügung damit es den Menschen diesen Wand besser geht um sich versorgt werden.
00:36:22: und Es ist natürlich schlicht falsch, wenn es das Gesundheitswesen in dieser finanzierten Form wie wir es haben nicht gäbe.
00:36:29: Dann gäbe es ja im Umkehrschluss nicht keine Ärzte oder so.
00:36:33: die gäbst natürlich nach wie vor.
00:36:35: die Menschen müssten nur dafür aus der eigenen Tasche bezahlen weil sie ja trotzdem krank würden.
00:36:39: also ist ja nicht so dass das Gesundheits-Wesen sozusagen die Bedingung dafür ist dass Krankheit besteht sondern wir tun alles damit die Krankheit die Menschen eben nicht übermäßig beansprungen.
00:36:49: Sofern Man kann das kann man einfach nicht schön reden.
00:36:54: Also manchmal ist es besser, wenn man hätte geschwiegen.
00:36:56: Der Kanzler hat in solchen Häufen vergreift er sich aber so ein bisschen.
00:37:00: vielleicht sollte er solche Formate meiden Wenn ich sein Presse spreche.
00:37:03: wir würde ihn vielleicht an die hinschicken.
00:37:05: Aber bei der Kollegin muss man sagen Stil und Form kann man drüber reden.
00:37:09: Das geht so nicht.
00:37:10: Aber Friedrich Merz hat einfach voll daneben gegriffen Und dass ist aber zeigt.
00:37:15: im Grunde und das skurrile ist friedrich-merz vor vielen jahren Wirtschaftsmotorgesundheit, vielleicht sollte er da einfach nochmal reingucken.
00:37:24: Allein die Praxen stellen achthunderttausend Arbeitsplätze.
00:37:28: Das ist deutlich mehr als die Automobilindustrie und wenn es so weitergeht bei der Automobilistrie wahrscheinlich irgendwann doppelt so viele.
00:37:34: also das ist nicht nur ein enormer Wirtschaftsfaktor sondern es ist ein Dienst am Sozialwesen.
00:37:39: und meiner Meinung nach gibt es zwei Faktoren in einer Zivilgesellschaft die relevant sind für einen demokratischen Zusammenhalt.
00:37:45: Es ist die Frage Zugang zu auf Gesundheitsversorgung und die zweite Fahrstuhlung zu Bildung.
00:37:52: Und wenn diese beiden Punkte ins Rutschen kommen, dann rutscht die Zivilgesellschaft das erleben wir tatsächlich im Moment an beiden Fronten ein Schulsystem was unter dem Siegel der Transparenz einen Snuller-Abitur im Kohorten stärker produziert, die ich aus meinem Jahrgang voll gab.
00:38:08: so etwas nie.
00:38:09: trotzdem scheitern sie alle in Studium und haben schlechte Abschlüsse bei PISA.
00:38:12: Das Gesundheitssystem ist eigentlich extrem leistungsfähig wird aber kontinuierlich schlecht geredet und die Menschen glauben irgendwann Sie verlieren den Zugang zur Bildung und die Ergebnisse sehen wir in der Wahl ohne.
00:38:23: Und deshalb ist hier auch rhetorisch Abrüstungen bei einigen mal angesagt, und der Kanzler sollte da nicht mit gutem Beispiel sein oder er müsste es eigentlich besser wissen?
00:38:30: Das ist ein wunderbares Schlusswort Herr Dr.
00:38:33: Gassen!
00:38:33: Ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses wunderbare Gespräch!
00:38:35: Vielen Dank!
00:38:36: Sehr gerne!
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