Vom Gründer zum Inselretter - Wie man Rettungsdienst neu denkt

Shownotes

In dieser Folge spricht Béla Anda mit Markus Müller vom DRK Mittelhessen – einem Macher, der seit den 80ern Rettungsdienst und Patiententransport mit aufgebaut und weiterentwickelt hat.

Wie kommt es, dass ein Rettungsdienst aus Mittelhessen auch auf den Nordseeinseln Langeoog und Spiekeroog Verantwortung trägt? Und was bedeutet es in der Praxis, Rettungsdienst dort zu organisieren, wo Gezeiten den Takt vorgeben, Wohnraum knapp ist und Patientinnen und Patienten im Zweifel stundenlang nicht evakuiert werden können?

Wir schauen außerdem auf Markus Müllers unternehmerische Anfänge, auf die Entwicklung der Notfallversorgung in Deutschland – und auf die zentrale Frage: Wie muss Rettungsdienst neu gedacht werden, damit er wieder stärker am tatsächlichen Bedarf der Menschen ausgerichtet ist – gerade in einer alternden Gesellschaft?

Themen & Highlights

Wie alles begann: Warum der Landkreis Wittmund Anfang der 90er für Langeoog einen Betreiber suchte – und wie aus einer Ausschreibung mit „Kiosk oder Fahrradverleih“-Hinweis ein Rettungsdienstkonzept wurde.

Spiekeroog & Staatsbesuch: Wie der Bundespräsidenten-Kontext rund um Johannes Rau den Rettungsdienst auf Spiekeroog beschleunigte – und warum die Insel besondere Sicherheitsanforderungen bekam.

Rettungsdienst auf Inseln:

Personalgewinnung und Wohnraum als Engpass

Rotation erfahrener Teams im 14-Tage-Rhythmus

Einsätze „auf sich gestellt“: wenig Routinefälle, aber hohe Verantwortung

Gezeiten & Logistik: Evakuierung per Luft oder Boot – manchmal erst nach vielen Stunden möglich

Ressourcen vorhalten, weil Nachschub schwer ist: Zwei RTW pro Insel, teils höher ausgestattet; zusätzliche Module für größere Schadenslagen.

Markus Müllers Gründerstory: Vom Krankenpfleger zum Mitgründer eines frühen ambulanten Pflegedienstes und später zum Aufbau eines leistungsfähigen Transport- und Rettungsdienstangebots – inklusive Intensivtransport als „Keimzelle“.

Was heute gut läuft – und was nicht: Quantitativer Ausbau vs. „Verdünnung“ echter vitaler Notfälle; steigende Anforderungen durch nicht-akutmedizinische Bedarfe.

Warum der Rettungsdienst überlastet wird: Rückzug hausärztlicher Filterstrukturen, veränderte Selbsthilfekompetenz, Angst durch Informationsflut.

Systemproblem „Gefahrenabwehr“: Warum Leitstellen oft nur „RTW/NEF/KTW“ disponieren können – und wie rechtliche Rahmen und Amtshaftung Entscheidungen prägen.

Was passieren müsste: Mehr regionale Beinfreiheit, „Koalitionen der Willigen“, Experimentierklauseln – und echte Vergütungswege, z. B. für pflegerische Unterstützung, die Einsätze verhindern kann.

Demografie & Zukunft: Warum mit den Boomer-Jahrgängen ein weiterer Nachfrage-Treiber kommt – und warum es ein breiteres Unterstützungs-Spektrum braucht.

Prävention statt Einsatz: Beispiele aus Kanada (Community Paramedicine) und Ansätze wie „Einsätze verhindern“ durch alltagsnahe Interventionen (Stolperfallen, Wohnumfeld, Prophylaxe).

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sind so verregelt, dass diese kleinen Fallpauschalen für Pflegehilfe ... Wir finden alle eine total tolle Idee, aber alle sagen, das geht nicht.

00:00:13: Da haben wir keinen rechtlichen Zugang.

00:00:15: Und wenn wir über diese Hürde nicht kommen, werden wir noch ein ganzes Jahrzehnt in diesen derzeitigen Grabenkriegen leben.

00:00:24: Die Björn Steigerstiftung, der Podcast.

00:00:29: Vom Gründer zum Inselretter, wie man Rettungsdienst neu denkt, mit Markus Müller.

00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, Lebensretter, der Björn Steigerstiftung.

00:00:40: Ich freue mich ganz besonders, Markus Müller zu haben.

00:00:43: Hier vom BRK Mittelhessen.

00:00:46: Nicht so zufändig, Herr Müller, für Mittelhessen, sondern eben auch für die Nordseeinseln Langerog und Spiegerog.

00:00:54: Erst mal herzlich willkommen, aber das hat mich direkt interessiert.

00:00:57: Wie ist es dazu gekommen, dass man sich aus Mittelhästen heraus, auch um diese beiden wunderbaren Urlaubs-Inzeln kümmert?

00:01:04: Das ist eine an sich ganz amüsante Geschichte.

00:01:09: Der Landkreis Wittmund, zu dem diese beiden Inseln gehören, hat im Jahr, manche hat, einundneunzig, würde ich schätzen, für Langeoog einen Betreiber gesucht.

00:01:21: Das war, glaube ich, die erste Ausschreibung von Rettungsdienst in Deutschland.

00:01:26: Und da gab es in der damaligen Zeitschrift Rettungsdienst eine Anzeige, nicht zu groß.

00:01:32: Und da war eben der Betrieb der Rettungswache angeboten und der Hinweis enthalten, dass das gut mit einem Kiosk- oder Fahrradverleih kombiniert werden könne.

00:01:46: Das habe ich damals auch so mit einem gewissen sportlichen Ehrgeiz aufgegriffen und hatte dem Landkreis dann eine Bewerbung meines damaligen privaten Rettungsdienstes reingegeben, wo wir aber gesagt haben, da würden wir diese wunderbare Insel doch gerne nutzen, um dort Notfallseminare anbieten zu können.

00:02:09: Für die Urlauberinnen und Urlauber?

00:02:12: Nein, das war schon für Fachpersonal.

00:02:14: Es gab da auch und gibt es glaube ich heute noch von der Niedersächsischen Landesärztekammer ein Format, das auf Langeoog eben immer auch eine Art ärztliche Fortbildungsstadt findet.

00:02:25: und mit diesem Angebot, dass wir mit unserer Rettungsdienstschule eben auch dort tätig sein könnten, haben wir dann Fahrradverlei oder Kiosk doch irgendwie ausgestochen und haben dann diesen Auftrag bekommen.

00:02:42: und die Insel Spiekeroog ist uns dann später noch zuteil geworden.

00:02:49: Das hat damit zu tun, dass Johannes Rau Bundespräsident geworden ist.

00:02:56: Aus der Familie Heinemann gibt es ein wunderbares Haus.

00:03:02: Der ist eine Frau gehört.

00:03:03: Genau, auf Spiekeroog.

00:03:09: Das hat die Sicherungsgruppe damals schon Berlin festgestellt, dass auf Spiekeroog eigentlich der Rettungsdienst nicht existiert.

00:03:20: Und hat dann im Hinblick auf das Schutzbedürfnis unseres Staatsoberhaugs den damaligen Landrat doch sehr energisch aufgefordert, da andere Zustände herbeizuführen.

00:03:32: Und dann gab es einen Anruf vom Landrat und dann haben wir das ganz schnell.

00:03:39: eben mit den damaligen Möglichkeiten.

00:03:41: Also da könnten wir einen ganzen Extra-Podcast darüber machen, wie organisiert man Rettungsdienst auf Inseln oder gerade auf so einer pittoresken Inseln.

00:03:49: Das haben wir dann ganz schnell erledigt.

00:03:53: und tatsächlich gibt es zwischen unserem Rettungsdienst und der Familie Rau auch heute noch eine wunderbare und sehr persönliche Beziehung.

00:04:03: Johannes Rau als Bundespräsident, Sie haben es erwähnt, ganz lange, jahrzehntelange Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und sowas wirklich wie ein Landesvater, der sich um alles kümmerte und auch diesen Eindruck vermitteln wollte, der auch sehr regelmäßig auf Spiegel rog Urlaub hatte.

00:04:22: Jetzt wissen wir, warum eben, weil es diese familiäre Beziehung gab, der Familie seiner Frau, das verwandt mit dem E-Malgen.

00:04:30: auch Bundespräsidenten Gustav Heinemann, also Historie.

00:04:34: Aber gerade, wir wollen kein Extra-Podcast machen, ich habe sie auch danach gefragt, aber gerade, weil sie es erwähnt haben, ich glaube, das würde schon den einen oder anderen noch interessieren.

00:04:43: Was sind denn die besonderen Herausforderungen auf einer Insel?

00:04:47: Gut, wir wissen, Spiekeroog, Langroog, glaube ich, auch sehr betroffen von den Gezeiten dort oben, aber ich weiß nicht, ob das für den Rettungsdienst dort eine Rolle hat.

00:05:00: Sind denn die größten Herausforderungen dort?

00:05:02: Sie müssen erst mal überhaupt Personal dort haben können und das ist eine Frage schon.

00:05:13: Wirklich der Frage haben sie Unterkünfte, haben sie Wohnraum?

00:05:16: Das ist auf diesen Inseln ein riesiges Thema.

00:05:19: Und wir haben, das ist jetzt erst vor über anderthalb Jahren fertig geworden, wir haben auf Spiekeroog einen eigenen Neubau mit eigenen Personalunterkünften mittlerweile.

00:05:29: Also das Konzept ist jetzt auch nochmal neu gemacht worden.

00:05:32: Und also es geht damit los, dass sie einfach für ihren Mitarbeitenden da auch attraktive Bedingungen brauchen und Dann haben sie ja auf diesen Inseln ein extrem niedriges Einsatz aufkommen.

00:05:46: Und das war eigentlich so der Antrieb des Landkreises, das doch mit uns zu machen, weil in dem mittelhessischen Raum haben wir natürlich eine extrem hohe Einsatzerfahrung, Einsatzroutine.

00:05:57: Und so rollieren jetzt eben ganz erfahrene Mitarbeitende im Übrigen mit ihren Familien, wenn sie es wünschen, rollieren immer vierzehntägig auf die Inseln und können dort eben Wirklich als gestandene Berufsräter mit der hohen Einsatzerfahrung diese Aufgaben dort erledigen.

00:06:20: Und die sind schon deutlich anders als in einem, ich sag mal, auf dem Festland in einem städtischen Gebiet, weil sie dort halt immer auf sich gestellt sind.

00:06:31: Und was sind die herausragenden Aufgaben, die man da hat, also für Sorge von Touristen?

00:06:36: Sie haben zum einen sind sie natürlich Mädchen für alles, sprich Sie können da Ihre Aufgaben nicht abzirkeln, also die alleine arbeitende Gemeinde, Schwester auf Spiekeroog, wenn die mal mit ihren Kräften nicht zurechtkommen, den soll sie denn rufen.

00:06:52: Da rufen natürlich unsere Kolleginnen und Kollegen, die ihr dann auch zur Seite stehen, weil sie uns ja auch zur Seite steht.

00:06:59: Und dann kriegen sie ja zum Teil die Patienten gar nicht weg von diesen Inseln.

00:07:04: Die Frage des Gezeiten, also spiekeroaktidenabhängiger Fairverkehr, also ganz unterschiedliche Fairzeiten, lange Ohr, gerade eine Fahrrinne, das ist etwas besser.

00:07:17: Sie müssen also doch in der Regel in die Luft oder mit dem Rettungsboot dann los.

00:07:23: Und manchmal geht das einfach nicht.

00:07:24: Also wir haben durchaus auch mal vierzehn Stunden einen Patienten in Obhut, bis wir ihn dann evakuieren können.

00:07:31: Und das sind schon deutlich andere.

00:07:34: Rahmenbedingungen und dann arbeiten wir sehr eng mit den Inselärzten zusammen.

00:07:40: Auch das ist natürlich ein völlig anderes ärztliches Arbeiten, weil die einerseits Zinsikur und Badeärzte, aber andererseits sind sie halt die einzige Notfall medizinische ärztliche Kompetenz dort.

00:07:52: Und ja, da haben wir aber mittlerweile wirklich einen respektablen Standard uns erarbeitet, gemeinsam mit allen anderen Akteuren auf den Inseln.

00:08:03: Und ich glaube, auf diesen Inseln kann man, ist man auch notfallmedizinisch, einfacher vorragend betreut, aber mit einem schon erheblichen Aufwand.

00:08:14: Also die, wenn Sie sich vorstellen, Spiekeroch hat irgendwas zwischen fünf und sechshundert Einwohnern.

00:08:20: Da werden ganzjährig, wird da ein Rettungsdienst vorgehalten, da gibt es sogar einen zweiten Rettungswagen.

00:08:27: weil sie ja auch, wie gesagt, wenn sie vierzehn Stunden einen Patienten betreuen, da kann ja durchaus noch was Zweites sein.

00:08:35: Polkertfragen,

00:08:36: Sie haben zwei Rettungswagen da, also die richtigen RTWs?

00:08:40: Ja, wir haben also auf jeder Insel zwei, die sind auch wirklich besser ausgestattet als auf den Festern, da sind sie praktisch wie Notarztwagen ausgestattet sind.

00:08:51: Wir haben dann auch noch ein Modul für zwanzig weitere Patienten, also wenn da wirklich mal etwas passiert, weil Sie haben ja auch für die Verstärkung des Rettungsdienstes dann wieder dieses Thema, wie kriegen Sie denn Material auf die Insel?

00:09:07: Im Zweifelsfall nicht, Ergo, ist es schon da.

00:09:10: Und dann gibt es beim Landkreis Konzepte, wie halt zumindest Personal noch nachgeflogen wird, so dass wir uns da auch Die Szenen sind eigentlich denkbar, man kann mal ein Hotel in Brand geraten, da kann man eine Ferienkutsche umstürzen oder sowas.

00:09:27: Also das sind schon Szenen, auf die wir auch vorbereitet sind.

00:09:30: Das Einsatzaufkommen ist natürlich auch deutlich anders als auf dem Festland, weil es ja zum Beispiel kein Autoverkehr gibt.

00:09:35: Genau, auf Spiekeroog.

00:09:37: Das kenne ich, wo es dich ist.

00:09:39: Langeroog gibt es auch keinen Autorbeweg.

00:09:41: Ja,

00:09:41: Langeroog ist schon anders als Spiekeroog, weil das deutlich größeren Zulauf hat.

00:09:46: Also die Langeroog hat ja auch fast zwei Tausend Einwohner, hat durch diesen praktisch Pendelferkehr in der Saison auch ganz viele Tagesgäste auf der Insel.

00:09:57: Also da ist schon deutlich mehr Einsatz auch.

00:10:04: Ja, oft aus dem Strand und so weiter.

00:10:07: Für all die, die es nicht wissen, Sie haben es erwähnt, es gibt eine Fahrrinne, da kann man quasi durchgängig fahren, weil das Wattenmeer dort natürlich sehr, sehr extrem abhängig ist von den Gezeiten.

00:10:17: Und bei Spiekeroog ist es wirklich so, dass man abwarten muss, dass die Fährschiffer abwarten muss, wann die Flut kommt oder wenn die Flut da ist.

00:10:27: Und das ist manchmal zweimal am Tag der Fall, dass man dann rüberfahren kann, beziehungsweise wieder zurück.

00:10:33: Dementsprechend abhängig ist man davon, das Gerät auch vor Ort vorzuhalten.

00:10:40: Das ist sehr spannend.

00:10:41: Erzählen Sie uns ein bisschen über sich, Herr Müller.

00:10:44: Wie sind Sie zum Rettungswesen in den Rettungsdienst gekommen?

00:10:49: Und was macht Ihre Organisation aus?

00:10:53: Ja, ich bin ja schon bald am Ende meines Berufslebens und habe in... in... in... Also eigentlich in Vierundachtzig einen privaten Pflegedienst mal mitgegründet in Marburg.

00:11:07: Das hieß Marburger Krankenpflegeteam.

00:11:10: Und

00:11:11: das Pflegeteam war noch nicht so virulent wie heute da.

00:11:14: Nein,

00:11:15: das ist eine der ersten Gründungen.

00:11:18: Also die Sozialstation kannte man, aber dass das praktisch so als wirkliche Berufspflegeambulant, das war der Anfang.

00:11:29: Ich bin von dem ersten Beruf Krankenpfleger und das habe ich so ein Stück weit während meiner Ausbildung schon organisiert mit zwei Kollegen, die ich da kennengelernt hatte in der Ausbildung.

00:11:42: Dann ist im Grunde durch so ein paar ... Kontakte auch in das Marburger Uniklinikum, wo ich meine Ausbildung gemacht habe.

00:11:52: Das war damals so ein ganz klassischen Sinne, ein völlig dezentrales Gebilde.

00:11:57: Also jede Klinik, ein eigenes Gebäude mit eigener Adresse, mit einem enormen Aufwand Patienten innerhalb dieser vielen Baulichkeiten auch zum Teil Schwerstkranke zu befördern.

00:12:11: Jetzt physisch oder von der Organisation Struktur her?

00:12:15: Nein, also die mussten wirklich mit Autos was weiß ich zur Diagnostik gefahren werden von der einen in die andere Klinik.

00:12:24: Das war sehr ... Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

00:12:27: Die Uniklinik selbst hatte einen riesen Bedarf.

00:12:31: Die hatten auch eigenen Transportdienst.

00:12:34: Aber für die wirklich kranken Patienten sind sie auf das damalige in Marburg tätige rote Kreuz zugegangen und hatten ... Aber sie wurden nicht gut bedient.

00:12:44: Und dann gab es da immer wieder so, so, Avancen, mach doch da mal was, mach doch da mal was.

00:12:52: Weil wir für dieses Krankenpflegeteam, das hatte initial bereits eine Vier-Zwanzig-Sieben-Erreichbarkeit.

00:13:00: Und das habe ich mit einem Taxi-Unternehmen zusammengemacht.

00:13:05: Die haben Taxi-Unternehmen, wo es ja erreichbar ist.

00:13:07: Und dann habe ich dem abgeschwatzt, dass er auch unsere Pflegekräfte verständigen würde, wenn da Bedarf ist und im Umgekehrten.

00:13:21: Habe ich dann praktisch sichergestellt, dass ich weiß nicht mehr, wie viele Stunden die Woche von uns eben auch diese Taxi-Zentrale mit besetzt wurde.

00:13:28: So war das praktisch ein Arrangement.

00:13:31: Und dieser Taxi-Betrieb, der war stark in den Kliniken tätig.

00:13:35: Und in dieser Verbindung ist dann, ja, da muss ein qualifizierter Dienst da noch ergänzt werden.

00:13:40: Und dann hat der Taxi gesagt, sowas mach ich nicht, mein Gott, die sind ja alle krank.

00:13:43: Und das müsst ihr machen.

00:13:45: Und ich kam ja vom Roten Kreuz, das habe ich vergessen zu erwähnen.

00:13:48: Also ich war auch eine.

00:13:50: zwischen Abitur und Ausbildung, war ich mal hauptamtlich bei eben diesem... Roten Kreuz.

00:13:56: Und dann habe ich mich damit beschäftigt, was musst du da machen, um solche Dienste anbieten zu können.

00:14:01: Da gab es noch gar kein Rettungsdienstgesetz in Hessen.

00:14:04: Und das habe ich dann zum Ende meiner drei-jährigen Ausbildung, hatte ich das alles fertig.

00:14:10: Und da hat mir dann ein, da muss man wissen, der Oberbürgermeister war der Vorsitzende des Roten Kreuzes und gleichzeitig auch Genehmigungsbehörde für solche Aufgaben, also die hatten eigentlich sich dann in Marburg vorgenommen, diesem Spuk doch durch Nicht-Genehmigung dann von Anfang an auch gleich den Gar auszuwachen.

00:14:34: Ach, die wollten es nicht genehmigen?

00:14:36: Nein,

00:14:36: nein, nein, nein.

00:14:37: Dann hatte ich wirklich... Warum?

00:14:39: Ja, weil das war ja eine Aufgabe, so ein Kreuzesteil.

00:14:42: Und das wurde Kreuzesteil.

00:14:44: Marburg war wirklich in einem extrem dessolaten Zustand, also das war wirklich schlimm.

00:14:50: Also mit welchem Material und mit welcher Qualifikation.

00:14:55: Das war ganz am falschen Ende der Skala, den man sich in diese Zeit hineindenken kann.

00:15:00: Und dann hatte ich auch wieder, wie das in so einer kleinen Stadt ist, durch persönliche Kontakte.

00:15:07: Das sind auch zwei Leute, die sie möglicherweise kennen.

00:15:11: Ulrich Ende, Ulrich Gehering.

00:15:14: Die haben dann damals noch bei der oberhessischen Presse der örtlichen Zeitung, glaube ich, Ulrich Ende war, war noch Redakteur der OP und Frau Gering war beim Hessischen Rundfunk.

00:15:25: Die haben das dann aufgegriffen.

00:15:30: Und unter anderem hat Uli Ende herausgefunden, dass das rote Kreuz selbst gar keine Genehmigungen hatte.

00:15:36: Also die haben das.

00:15:38: Aber verbieten wollten.

00:15:40: Also die hatten, das hatte man einfach übersehen.

00:15:42: Also bei die das eben immer schon gemacht haben und dass da bestimmte Formalien einzuhalten waren, das war halt nicht passiert.

00:15:49: Dadurch, dass dann so eine so eine mediale Begleitung dieses, da ist so nicht weihartig, ich weiß, wurde gerade dreiundzwanzig Jahre alt.

00:16:01: dann also wie ungerecht doch die Welt sein kann und dann hatte die Stadt gar keine andere Chance mehr als das dann auch wirklich zu genehmigen.

00:16:11: und das hat also im Grunde waren das nur drei Wochen Verzögerung, wenn wir es mal so Anfang Dezember, um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um.

00:16:30: Private Rettungsdienste, die es noch gibt heute aus dieser Zeit.

00:16:33: Die haben eigentlich alle, so in München, MKT und Eicher, die sie da vielleicht so vor Augen haben.

00:16:39: Ja, die Eicherambulanz macht jetzt das Oktoberfest.

00:16:42: Genau, ja.

00:16:42: Alles,

00:16:43: alles so in Femundachzig entstanden und zum Teil wirklich ähnliche Geschichten auch.

00:16:48: hat immer ganz viel mit, wie ist eigentlich die Performance im Ist.

00:16:54: Und wir hatten halt dadurch, dass dieses Krankenpflegeteam, das hieß nicht nur Krankenpflegeteam, das war auch ein Krankenpflegeteam, also wir haben dann tatsächlich auch in dieser Rettungswagenbesetzung, Krankenwagenbesetzung, wir waren halt immer mit dreijährig examinierten Menschen unterwegs, auch zum ersten Mal Frauen mit im Einsatzdienst von Anfang an, das war auch völlig unüblich.

00:17:18: Zunächst haben wir die Kliniken bedient, haben die schwerstkranken Verlegungen für die Kliniken gemacht, dann haben da ganz schnell sich die Niedergelastern Ärzte, wenn sie wirklich Krankenpatienten hatten, haben wir die gefahren.

00:17:35: Das ging eigentlich innerhalb von Tagen in Vollauslastung.

00:17:41: Und vergütet wurde es über die Versicherung?

00:17:44: Ich habe damals dann, also damals gab es noch eine Aokamabuk-Biedenkopf und das war so ein, jetzt sind wir beide gleich auch so alt.

00:17:53: Das waren für mich also wirklich mit Dusalem ähnliche Persönlichkeiten, die da sehr milde auf diesen jugendlichen Typ da herab sahen und mir dann eben einen entsprechenden Fahrpreis, da gab es noch keine Budgets, heute reden wir ja über Gesamtkosten, damals haben wir über Fahrpreise geredet und ich bekam einen Vertrag und dann ging das los.

00:18:18: Wir haben dann auch viele Jahre, auch Marburg hatte keine Herzchirurgie.

00:18:24: Und wir waren also wirklich ganz mit großen Strecken unterwegs, nach Neustadt Saale Patienten zur herzschirurgischen Intervention, nach Genf-Patienten zur herzschirurgischen Intervention, nach Robert Kotzingen war auch noch so eine Adresse.

00:18:39: Also wir hatten wirklich unglaublich viele... Aufträge mit wirklich kranken Patienten über auch große Strecken.

00:18:49: Das ist auch die Keimzelle des Intensivtransports dann gewesen, den wir in eighty-seven dann begonnen haben.

00:18:58: Und die Seite ist das hat das immer wieder.

00:19:03: Also kein Pflegeteam ist sehr groß geworden.

00:19:06: Auch also in den ersten drei vier Jahren glaube ich dann auf vierzehn Fahrzeuge und auch hundert Mitarbeitende.

00:19:13: war für mich auch hochspannend damals diese Zeit, weil wir haben uns immer ausgezeichnet, dass wir auch wirklich dann gemacht haben und nicht gezögert haben, wenn es eben solche Anfragen und Aufgaben gab.

00:19:27: Ja, das ist für mich auch faszinierend, denn erstens ist es ja das eine zu merken, also zu sehen, es gibt hier einen Bedarf, Missstände vielleicht auch.

00:19:39: der nicht gedeckt ist, aber das zweite ist ja daraus etwas nicht nur theoretisch zu entwickeln, sondern das auch dann umzusetzen, was sie gemacht haben und auch zum Wachsen zu bringen.

00:19:50: Heute wäre das eine gigantische, unternehmerische und auch Start-up-Geschichte, weil sie aus den Anfängen heraus sehr schnell eben das gemacht haben, aber was natürlich auch faszinierend ist.

00:20:02: Gerade heute, sie müssen ja auch das Personal dafür haben, sie müssen es bereitstellen.

00:20:08: zu einem Krankentransport, wenn er zugesagt ist, agent, intensivst Medizin oder herziologisch, was Sie erwähnt haben, darf wir auch nicht ausfallen.

00:20:18: Wir haben Sie das bedarktstelligt.

00:20:20: Naja, dass ich habe tatsächlich, da ich ja nun diese dreijährige Ausbildung in der Klinik gemacht hatte, war da auch John und Auszubildendvertreter, also ich habe zunächst mal eigentlich erst mal als viele Menschen beschäftigt, die ich auf diesem Weg kannte und die Pflege hatte ja in dieser Zeit auch keinen guten Stand, also die Frage, wieso die Arbeitswelt.

00:20:46: einer examinierten Pflegekraft in dieser Zeit und insbesondere männliche Pflegepersonen wiederum.

00:20:54: Ich kann mich an einen Ruf über den Früher sind, keine Pflegearbeiten mehr da, weil das waren schon, also männliche Pflegekräfte waren in Teilen auch so bisschen die Büttel.

00:21:06: In der klinik und also ich hatte damals gar keine personalprobleme.

00:21:12: also wir hatte immer gute nachfragen.

00:21:15: ich habe auch Ich habe auch wirklich ganz ganz viel glück gehabt dass ich ganz früh sich so Werdegänge gekreuzt haben.

00:21:26: Also wir haben ja kurz im Vorgespräch über den heutigen Professor Kill, Notfallmedizin, Essen gesprochen.

00:21:35: Clemens Kill kam ganz früh zum Krankenpflegeteam während seines Medizinstudiums, ein besonders qualifizierter Rettungssanitäter damals aus Karlsruhe.

00:21:45: Karlsruhe war so eine Keinezelle auch.

00:21:48: von Verbesserungen in der Versorgung und insbesondere in der Qualifizierung.

00:21:53: Der hatte bei einem anderen Rettungsdienst zunächst in Marburg kurz sich betätigt und ist dort praktisch rausgeflogen, weil er Patienten.

00:22:05: versorgt hat, weil das hat praktisch Medizinbetrieben in der Notfallversorgung.

00:22:10: Und das war so anstößig.

00:22:12: Da hat mich dann auch der damalige Kollege-Leiter dieser Organisation, das war der einzige Kontakt über Jahre, war der Anruf, um mich vor diesem Kill zu warnen, der sei gefährlich.

00:22:24: Heute einer der renommiertesten Vertreter einer modernen Notfallversorgung.

00:22:29: Da haben wir also meine damalige Mitschreiter nicht noch, bevor er da war, haben wir gesagt, das ist eine Empfehlung.

00:22:35: Für Sie das eine Empfehlung, ja.

00:22:37: Ja, ja.

00:22:38: Und das war schon so, dass ich hatte eine Prägung aus wirklich diesem extrem schlechten Rettungsdienst und ich hatte einfach auch das Glück.

00:22:50: solche Menschen, um mich zu haben, die mir auch zur Seite standen und so auch Treiber waren.

00:22:58: Also das ist eine ganz komfortable Rolle, wenn sie so da auch, ich sag mal, lenken und nicht alle sie angucken, was sollen wir machen, sondern wir wollen machen.

00:23:09: Da gab es auch aus den pflegerischen Kontext Menschen, die das entsprechend, was den Intensivverlegungsbereich angingen mit Marburger Anästhesie und auch auch ärztlich, das war wirklich eine Zeit, wo ich auch Glück hatte, Glück einfach, was die Menschen angingen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte.

00:23:32: Das klassische Glück des Tüchtigen, wenn Sie jetzt mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung in diesem Bereich der Notfallversorgung des Rettungswesens.

00:23:46: Wenn Sie auf die heutigen Zustände gucken, was läuft gut, was läuft schlecht?

00:23:51: Wenn Sie das heutige Netz der der Rettungsdienstlichen Infrastruktur sehen, dann ist das gigantisch.

00:24:00: Also der der Zuwachs an an Standorten der Zuwachs an qualifiziert besetzten Fahrzeugen, die hervorragend ausgestattet sind.

00:24:11: Das ist schon eine wirkliche Erfolgsgeschichte, wenn Sie es mal so rein quantitativ erst mal betrachten, die die Fragen, auch wie sich die klinische Versorgung entwickelt hat.

00:24:26: Das ist auch eine eine eine eine Riesengeschichte.

00:24:29: Ich meine, Sie haben ja In dieser Zeit der Anfänge, über die wir reden, war ja so ein Kreiskrankenhaus auch für jegliche Patienten.

00:24:40: Was hat der Errettungsdienst in irgendwo gemacht, wenn ein Schwestverletzten von einer Unfallstelle übernommen hat, hat ihn in sein örtliches Krankenhaus gebracht und das wir heute... diese Krankenhausinfrastruktur in ihrer Qualität und Ausprägung haben, macht zum Teil längere Transportwege klar.

00:25:01: Aber das sind schon Zeitreisen, die sie sich da ereignet haben.

00:25:07: Aber gleichzeitig hat diese Entwicklung natürlich auch einige Pferdefüße, die man einfach nicht mehr diskutieren kann.

00:25:15: Also, wenn man vielleicht nicht die Zeit, mal gesagt, in den Fünfen, aber wenn man mal ich sag mal, im Jahr zwei Tausend Fünf vor der sowas, also sich mal vor fünfzehn oder zwanzig Jahren mal so einen Referenzpunkt setzen würde, dann kommt man an die Stelle, dass der Einzahl der wirklich vital gefährdeten Patienten mit entsprechenden Zuständen, mit entsprechenden Diagnosen, die hat sich nicht so verändert, wie der Rettungsdienst gewachsen ist.

00:25:46: Also sprich, wir haben eigentlich Anforderungen quantitativ an das System und bedienen die eben mit Notfallsystemen, die für vitale Gefährdung ausgelegt sind, aber die tatsächliche Häufung vitalgefährdeter Patienten.

00:26:05: Die ist nicht so gewachsen, wie der Rettungsdienst gewachsen ist und das macht natürlich für die Rettungsdienstmitarbeitenden ein Riesenproblem, weil sie für das, wofür sie ausgebildet sind, eine unglaubliche Verdünnung haben.

00:26:20: Also bis ein Notfallsanitäter heute den Patienten sieht, wo er sein ganzes erlerntes Wissen abrufen kann und soll.

00:26:29: Da hat er hundert andere gesehen, die in völlig anderen Problemzonen in ihrem Zuständen sind, die auch Hilfe brauchen.

00:26:38: Das darf man gar nicht abtun.

00:26:40: aber die eigentlich nicht Akut- und Nutternmedizin brauchen.

00:26:44: Also klären Sie es uns noch mal ein bisschen.

00:26:46: Also da liegt es daran, wir kennen ja all die Argumentationen, die in den letzten Jahren sich verhärtet haben, dass der Rettungsdienst, der Rettungswagen viel zu häufig gerufen wird oder auch viel zu häufig fair zu Bagatell.

00:27:02: äh Bagatell äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh dass sich auch Notfall medizinisch versorgen lassen.

00:27:34: Also, wo sehen Sie da die Entwicklung in den letzten Jahren?

00:27:38: und wo ist da die sinnvolle Grenze auch mit Blick auf den Rettungsdienst?

00:27:43: Es

00:27:43: ist Zeitreise, die nächste.

00:27:46: Wir haben angefangen damit, dass die Anruh, die Besteller von Rettungsdienst ganz häufig Hausärzte waren.

00:27:55: Es gab Bereiche, da ist so an so einem Sonntagmittag, sind da vier oder fünf Einsätze dann bestellt worden, nachdem der Hausarzt seine Sonntagshausbesuchsrunde gemacht hat.

00:28:08: Dann hat da jemand mit dem Schlaganfall und dort jemand mit Asthma und woanders noch jemand mit vermutlich an Märzinfarkt gesehen.

00:28:16: Und dann ließ er die eben dann in die Klinik bringen.

00:28:23: können sich diese Kampagnen-Herz-Stiftung, also jede Minute zähl, dann haben wir ja über viele Jahre versucht, das auszulenken und die Vitalgefährdeten doch auf die eins, eins, zwei auf den Notruf zu orientieren und nicht auf den Hausbesuchsarzt.

00:28:45: Und parallel hat sich dieses System ja auch eigentlich zurückgezogen aus der Versorgung.

00:28:50: Dieses Hausbesuchsarzt,

00:28:51: der kommt ja eigentlich

00:28:52: auch sonntags nicht mehr.

00:28:53: Ja, diese Kleinflüher hatten ja jede zehn Arztpraxen, hatten ja so einen kleinen Notdienstzirkel und dann ist einer dieser zehn musste halt das Wochenende machen, manchmal waren es auch nur fünf und die waren recht omnipräsent und waren praktisch so der Filter.

00:29:11: und manche wussten auch mit den Strukturen unseres Systems umzugehen, andere wussten es nicht.

00:29:18: Aber diese Anforderung in bestimmten vitalen Gefährdungssituationen darauf nicht zu bauen, die haben wir schon auch abgesendet.

00:29:27: Das ist ganz klar.

00:29:28: Es passiert auf allen Ebenen etwas.

00:29:32: Ich sag mal, die wahren Wickelkompetenz, also der Selbsthilfe verschwindet.

00:29:39: von Generation zu Generation ist so in der mein Körper und ich betrachtung ist sind die kompetenzen irgendwie flöten gegangen in der gesellschaft.

00:29:49: das ist glaube ich ist

00:29:50: das nicht erstaunlich weil uns ja so viel information zur verbührung steht wie sicherlich noch nie in der menschheitsgeschichte auf einen knopfdruck von eil und schetsche tipi gar nicht zu reden.

00:30:05: aber so könnte man sich auch den badenwickel erfließen warum er bei Fieber gut ist und man nicht direkt in Haus bildet.

00:30:12: Sie

00:30:12: finden halt nicht den Wadenwickel, sondern den Fieberkrampf.

00:30:15: Also sprich, diese Informationsfuhr, das ist jetzt mal, ich bin jetzt hier nicht wissenschaftlich unterlegt unterwegs, aber der Eindruck, den ich mitnehme, ist, dass doch diese diese Informationsflut eigentlich diese eher Angst macht und nach oben skaliert, als den zur Selbsthilfe anleitet.

00:30:39: Und die Entwicklung haben wir gesehen auch in den letzten Jahren, Jahrzehnten.

00:30:43: Und die

00:30:43: ist auch, die ist auch, wir haben ja ganz nette Kontakte auch in den Englischsprachengraum nach Kanada und so weiter und das ist überall.

00:30:52: Also das ist jetzt nicht irgendwie ein urdeutsches oder europäisches Problem, sondern das überall in entwickelten Gesellschaften, wo es entsprechende strukturierte Angebote gibt, ist diese Inanspruchnahme deutlich steigend.

00:31:10: Kleine Abweichung, wenn sich die Nordamerikaner dann unterhalten, dann haben die Kanadier praktisch Deckungsgleiche.

00:31:17: Befunde, wie wir sie haben.

00:31:19: Allerdings wirklich wirksam.

00:31:21: Andere Lösungen könnten wir noch drüber sprechen.

00:31:23: Wohingegen dann die USA wiederum, da ist es ein bisschen anders, weil das spinnt ja die Kosten eine Riesenrolle.

00:31:33: Also da gibt es eine, da gibt es wiederum.

00:31:35: etwas andere Effekte, weil es viele unversicherte Menschen gibt und weil viele Versicherungen nicht alles abdecken.

00:31:42: Also da gibt es so eine Barriere, die das vielleicht noch mal ein bisschen in bestimmter Systematik bremst, aber das auch nicht sinnvoll.

00:31:50: Also weil die melden natürlich immer wieder auch Situationen, wo sie sehr gerne viel früher dann die Versorgung eingeleitet hätten.

00:32:02: Wenn der Anruf bei der Notfallversorgung einen Kostenrisiko darstellt, ist halt auch nicht eine glückliche Rahmenbedingung.

00:32:11: Aber das ist in den entwickelten Gesellschaften offensichtlich ein durchgängiges Problem.

00:32:17: Und dem muss man sich erst mal stellen.

00:32:21: Und da kann man auch nicht sagen, diejenigen, die sich jetzt an das System wenden.

00:32:27: Die sind doof oder so was oder die sollten das nicht tun, sondern anerkennen muss man, dass die ein Problem haben.

00:32:33: Ich habe gesagt, es ist auf allen Ebenen was dazu zu sagen.

00:32:37: Jetzt hat sich zum Beispiel aus meinem Marburger Krankenpflegeteam angebunden an eine Taxi oder in Kooperation mit einer Taxizentrale und im Hintergrund einen Pflegedienst, wo wir ja genau mit all diesen Ressourcen, äh, chanciert haben.

00:32:55: Übrigens haben wir auch noch den ärztlichen Bereitschaftsdienst über viele Jahre vermittelt.

00:32:59: Also sprich, wir hatten, in der Anfangsphase, hatten wir, hatten wir ganz viele Ressourcen, von denen das System, wie es heute geprägt ist, völlig abgeschnitten ist.

00:33:12: Also die, die, der, der, ich sag mal, pflapp sich.

00:33:16: der Deal mit dem Taxiunternehmer war natürlich, dass wir ihm nicht ins Gehege kommen.

00:33:21: Sprich,

00:33:22: Wenn da eine Anforderung war, wo man mit wenigen Sachen Fachfragen feststellen konnte, das ist eigentlich eine Taxifahrt, natürlich ist der oder diejenige dann auch mit Taxi gefahren worden.

00:33:33: Jetzt ist Hessen hat mit Niedersachsen, ich glaube, dass man die beiden letzten Bundesländer, die eine gesetzliche Regelung für den Rettungsdienst hatten.

00:33:41: Also wir waren ja ganz lange, waren wir ja in der Personenbeförderungsrecht verortet, rechtsförmlich.

00:33:49: Jetzt hat man das dann praktisch genommen, hat das spezialgesetzlich geregelt und hat dem Ganzen die Überschrift Gefahrenabwehr gegeben.

00:33:59: Also so wie Feuerwerk, Katastrophenschutz, also hat das zu einer hoheitlich öffentlichen Funktion gemacht.

00:34:07: und dieses System, wie es heute organisiert und gesteuert ist, das hat diese Diese Palette an Antworten nicht mehr, sondern das ist Gefahrenabwehr.

00:34:19: Und das wird das Wort Amtshaftung hören Sie dann auch öfter mal.

00:34:23: Dann ruft da einer an und was macht diese Steuerungsstelle, die die öffentliche Leitstelle, was haben die?

00:34:32: Die können eine ganze Zeit Kondensierettungswagen mit Blaulicht, ohne Blaulicht, mit Notarzt, ohne Notarzt.

00:34:40: Das war's.

00:34:41: Ja, jetzt haben wir noch, jetzt können wir noch mittlerweile wieder Krankenwagen.

00:34:46: Dann haben wir noch noch im Angebot oder vielleicht auch ein bisschen bessere Krankenwagen.

00:34:51: Also das ist so begrenzt und hat eigentlich immer die Rolle.

00:34:55: Und dann sagt der behördliche Auftraggeber, ja, aber lasst nur keine Patienten zu Hause.

00:34:59: Wenn da was passiert, ja, das gibt Gebietskörperschaften, die sagen, wenn den Patient kein Arzt gesehen hat, dann dann solltet ihr ihn einem Arzt vorstellen.

00:35:09: Und das ist in der Klinik.

00:35:13: Durch diese Art der rechtlichen Verordnung, man könnte fast sagen im Windschatten der Feuerwehr.

00:35:21: Und zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ist es ja auch genau so.

00:35:24: Das sind ja, ich meine, ich bin jetzt Bonner geworden.

00:35:27: Aber wie schön, mein Heimatstadt, ja.

00:35:29: Ja,

00:35:29: habe ich gesehen.

00:35:30: Das Wohnen in Beul, da... Schälsick,

00:35:35: Schälsick.

00:35:36: Für all die, die es nicht kennen, in Rheinischen Akzent, es gibt natürlich einen Bonn, eine Seite links des Rheines, die linksrheinischer Seite, die sich noch näher halten, Frankreich.

00:35:46: Wenig von Deutschland ist es auf der linken rheinischen Seite, aber da es Rom sehr nah war, die Römer auch damals, wo es zweitelten Jahren dort war.

00:35:55: Und auf der rechtsrheinischen Seite, für den Bonner, Bonner Jagon, so gesagt, die Schelsig, ist es natürlich nicht wunderschön von Beule runter.

00:36:05: Ganz wunderbare Radwanderwege, den Rhein entlang.

00:36:09: Also wer mal da ist, die Rohmühle.

00:36:11: Also da gibt es viel zu entdecken.

00:36:13: Wunderbar, der Rhein ist mittlerweile wieder sauber.

00:36:16: Und wir rennen nicht so reißen, könnte man auch richtig darin basen.

00:36:19: Also wir

00:36:19: hatten die Auswahl, die Auswahl, Kässe nicht unterhalb des Venusbergs im Schatten zu wohnen.

00:36:25: Wenn wir auf der Lichtung sind.

00:36:26: Über in der Sonne.

00:36:27: Aber mein Bonner, Gewässmann, hat gesagt, in Bonn hast du die Sonne.

00:36:31: Das ist

00:36:32: den Beul.

00:36:33: Stimmt, ja, genau.

00:36:35: Ja, richtig, eine wunderschöne Sonne dort.

00:36:38: Aber zurück, also jetzt, ich sagen will, das ist die eigentliche Crux des Systems, dass das eben durch die Art der heutigen Organisation unter dieser Überschrift Gefahrenabwehr ist, dass so so abgeschnitten eigentlich von der notwendigen Vernetzung.

00:36:59: Dort liegt der Handlungsbedarf.

00:37:01: Wie kann die Steuerung sich wieder an den Patientenbedürfnissen, an den Organisierenden und nicht an dieser Handvoll häufig umpassender Ressourcen?

00:37:13: Das ist ein sehr spannendes Thema, Herr Müller, denn das ist ja ein Ohr, ein Kernanliegen auch der Beantsteigerstiftung, die ja vehement für eine Neuordnung des Rettungswesens sich einsetzt und diese Zuständigkeiten auch überprüft werden soll, weg von dieser kleinen Starterei, wo es ja so sein kann, dass in einem Landkreis der Sanitäter ein bestimmtes Mittel geben darf, dem Verletzten auf der Straße, wenn er nur dreieinhalb Meter weiter liegt, dann eben nicht.

00:37:40: oder wo wir wirklich mit Österreich, wenn wir an die lebensrittenen Maßnahmen etwa beim Herzinfarkt denken, dort kann sofort jemand aktiviert werden, der gesehen wird, etwa von der Polizei, die natürlich auch ausgebildet sind, sowie Rettungssanitäter nicht so stark, aber trotzdem auch entsprechend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen können, wenn man sieht, dass sie an einer Unfallstelle vorbeifahren.

00:38:06: wenn Sie da selber nicht an einem Geschädigten vorbeifahren oder einem Opfer vorbeifahren, dessen Familie sich vielleicht gerade gemeldet haben.

00:38:13: Das ist bei uns alles so nicht möglich und deswegen tritt die Bahnsteigestiftung sehr dafür ein, eben diese Kleinstaaterei zu beenden und in eine auch Abfrage zu kommen, die digital gesteuert ist und allein dadurch eben Neueffizienzen zu schaffen.

00:38:31: Ja, da bin ich allerdings in der Frage, was passiert jetzt also?

00:38:37: Was muss denn passieren jetzt Ihrer Meinung nach?

00:38:39: Wir

00:38:39: müssen noch mal so ein bisschen schauen, wie hat dieses Krankenpflegeteam, was ja dann später, sagen wir jetzt ganz besprochen, irgendwann haben wir ja die mehrere Rettungsdienste zusammengeworfen und wurden der Rettungsdienst Mittelhessen, aber das ist dann so die Fortsetzung der Geschichte.

00:38:55: Die Frage, welche Beinfreiheiten können in der örtlichen Vernetzung ermöglicht werden.

00:39:04: Das ist die eigentliche Frage.

00:39:07: Es soll doch niemand glauben, dass durch Bundes- oder landesrechtliche Regelungen, wir sind auch für den Vogelsberg zuständig, landschaftlich sehr reizvoller Gegend, ja riesiger Landkreis mit kaum hunderttausend Einwohnern, zehn Minuten Hilfsfrist einer überalterten Bevölkerung.

00:39:27: Hessen hat das Rhein-Main-Gebiet, hat Ballungsräume, hat eben auch ein Vogelsberg.

00:39:34: Sie müssen das doch regional örtlich mit den tatsächlich vorhandenen Ressourcen anders gestalten.

00:39:44: Sie können, wenn Sie, Sie werden wahrscheinlich in Frankfurt irgendwann, vierundzwanzig Sieben aufsuchende Sozialarbeit organisiert bekommen.

00:39:54: Ist denkbar, ja.

00:39:56: wird auch einen Bedarf haben.

00:39:58: So was wird es im ländlichen Bereich niemals sinnvollerweise geben.

00:40:02: Da wird es weder die Sozialarbeiter für geben noch den Bedarf oder eine sinnvolle Organisationsstruktur.

00:40:08: Ergo würde ich in der derzeitigen Phase ganz massiv wieder in diese Experimentierphase eintreten.

00:40:16: Also zu schauen, wo kann ich auf der einen Seite den die Notfallversorgung weiterentwickeln, da gibt es ja, Steigerstift macht ja z.B.

00:40:28: in Stuttgart so ein Projekt Medical Intervention, also wirklich, dass die nächste Stufe der profilierten wirksamen Notfallmedizin geht.

00:40:38: Aber am anderen Ende der Skala, und das ist gar keine Skala, die jetzt auf oder abwertet, am anderen Ende der Skala sind eben die Bedürfnisse, wo ganz viel Regionalität und Lokalität gefordert ist.

00:40:49: und wir brauchen eigentlich, da sehe ich die Stiftung wirklich schon fast als Libero, wir brauchen eigentlich ein Instrumentarium, dass wir regional örtlich Koalitionen der Willigen wiederbilden können, dass wir in einer Region Vogelsberg, da gibt es wahrscheinlich zwanzig Pflegedienste, die im Übrigen alle Einbreitschaftsdienst nachweisen müssen.

00:41:15: um mit den Pflegekassen und den Krankenkassen abrechnen zu können.

00:41:20: Wir Errettungsdienst kennen aber diese, wissen gar nicht, wie wir die erreichen können.

00:41:23: Wir haben nichts mit denen zu tun.

00:41:26: Und wenn wir sie erreichen könnten... könnten die uns gar nicht helfen, weil gar keine Vergütungsregelungen für eine pflegerische Unterstützung, die einen Rettungseinsatz verhindern würde.

00:41:38: Das ist gar nicht gelöst zur Zeit.

00:41:40: Ja,

00:41:40: darum geht es.

00:41:42: Dafür brauchen wir die Öffnung.

00:41:45: Es kann doch nicht sein, dass sich ohne Zögern in einer ländlichen Region auf Dauer fast eine Million Jahresbudget dazu bekomme, um noch eine Rettungswache zu eröffnen.

00:41:59: Das

00:42:02: ist gar kein Problem.

00:42:03: Und ich bräuchte aber eigentlich vielleicht fünfzig oder hunderttausend Euro im Jahr, um Hands-on von engagierten Pflegediensten, die unsere Arbeit unterstützen würden und Transporte verhindern, helfen würden.

00:42:17: Also wir sind so verregelt, dass diese kleinen Fallpauschalen für Pflegehilfe Es finden alle eine total tolle Idee, aber alle sagen, das geht nicht.

00:42:31: Da haben wir keinen rechtlichen Zugang.

00:42:34: Und wenn wir über diese Hürde nicht kommen, werden wir noch ein ganzes Jahrzehnt in diesem derzeitigen Grabenkriegen leben.

00:42:44: Weil was ist denn jetzt passiert, die Protagonisten der öffentlichen Gefahrenabwehr haben eine Wagenburg gebildet und verteidigen natürlich ihr System und natürlich würden sie sich mit Kassenärztlicher Vereinigung oder wem auch immer auch irgendwie zusammenschalten wollen, aber der Anspruch dieses eben Das ist sogar eine Machtfrage in vielen Regionen.

00:43:17: Der Anspruch Mainz und Deins, der würde da niemals aufgegeben und bis das zu überwinden.

00:43:27: Das kann man eigentlich nur schaffen, indem man Angebote, wie ich sie eben so skizziert habe, ermöglicht, wo am Ende eines solchen Experiments alle Beteiligten sagen, das hilft uns.

00:43:41: Ja.

00:43:42: und ein bisschen vielleicht den entrepreneurial spirit, diesen unternehmerischen spirit, den sie gezeigt haben in den anfängen und das experimentieren mehr zulassen weg von den Verbürokratierungsmaßnahmen von der Verkrustung des Systems, das wir haben.

00:43:59: Wenn wir jetzt zum Abschluss einmal schauen, ich meine, Sie haben unser Methusalemalter angesprochen, Es ist ja irre, wie man sich da in Jahrzehnten auf einmal da in diese Richtung bewegt.

00:44:11: Man kann es ja selber gar nicht glauben.

00:44:13: Zumindest geht mir das so.

00:44:14: Aber jetzt gehören wir ja zu den geburtenstarken Jahrgängen.

00:44:19: Wir werden alle älter, Gott sei Dank.

00:44:21: Aber man kann ja sehen, dass diese geburtenstarken Jahrgänge spielten in zwanzig Jahren, dann so wirklich Achtzig und über Achtzig sind.

00:44:29: Was bedeutet das für die Gesellschaft, gerade mit Blick auf Pflege, Pflegedienste und die Infrastruktur?

00:44:36: die wir haben und die wir haben müssten.

00:44:39: In unsere Jahrgänge, also diese Boomer-Jahrgänge, wir müssen ja alle erstmal ableben, weil jetzt kommen... Den

00:44:48: Weg frei zu machen für die normale Pyramide, oder keine Pyramide mehr.

00:44:54: Ob die dann noch normal ist, das wird sich zeigen.

00:44:58: Ich habe ja eingangs gesagt, die eigentliche... Menge der vital gefährdeten Patienten ist relativ konstant in den Jahren.

00:45:09: Es gibt aber den Effekt, dass die überalternde Gesellschaft, und das ist ja auch ein Teil des medizinischen Fortschritts, dass wir alle so alt werden.

00:45:18: Also mein Vater ist einundneunzig und großartig.

00:45:22: Ja, und wenn der sich in seinem Haus, also der Schlafzimmer unter dem Dach, wohnen Arbeitszimmer in der Mitte, also das ist ein, wahrscheinlich ist es alleine das Treppensteigen, was ihn nur für viele Jahre munter hält, aber das ist ja gar nicht so die Regel, also die Medizin hilft ja auch den, also... durchaus auch schwer kranken, der medizinische Begriff der Multimorbidität, kommt mir da in den Sinn, diese Menschen leben sehr lang und haben dann auch ganz viele Koerkrankungen, haben unendlich viele Medikationen und die werden natürlich über kurz oder lang auch gegebenenfalls dann rettungsdienstlich zu versorgen sein.

00:46:06: Also da gibt es einen Treiber, den man praktisch der Altersstruktur der Bevölkerung ablesen kann.

00:46:13: Wir haben einen befreundeten Rettungsdienst im Regen austauscht, die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein, die genau diese demografischen Entwicklungen auch beforst hat und die Entwicklung ihres Einsatzaufkommens daneben legt.

00:46:33: Da sind bis, was weiß ich, zwei Tausend Vierzig oder so, einfach Zuwächse, Zuwächse, Zuwächse noch zu erwarten, die sich rein dadurch ergeben, dass Markus Müller und Bella Ander möglicherweise, wenn wir nicht gut auf uns aufpassen, dann ab Mitte Achtzig plötzlich auch Hilfe brauchen, die dann zumindest bisher häufig vom Rettungsdienst organisiert wird.

00:47:01: Und dieses ist ja kein Geheimnis und wir sollten alles dafür tun, dass die für unsere Generationen notwendigen Unterstützungsangebote nicht mehr ausschließlich in diesem organisierten Rettungsdienst zu finden.

00:47:21: sind, sondern wir müssen es schaffen, dass wir ein viel breiteres Spektrum, auch mit viel Einbeziehung ganz anderer Berufsgruppen in der Unterstützung, dass wir das wirklich verfügbar machen.

00:47:35: Und was denkt sie da konkret?

00:47:37: Naja, die Frage der Alltagshilfe, also die Bayern haben gerade ein Projekt, das heißt Vorbeugen der Rettungsdienst, also wo sie wirklich versuchen wollen, Einsätze zu verhindern.

00:47:49: Das kommt aus Kanada.

00:47:51: Also sie bringen jemanden nach Hause, der sich irgendwie die Hüfte gebrochen hat, beurteilen die Lebenssituation.

00:47:58: Das ist ja, wenn der Rettungs- und Notfallsanitäter der Paramedic zu jemand nach Hause kommt, wer hat das Privileg schon?

00:48:05: Und dann sieht der da auf einmal ein Haus voller stolper Fallen, loser Teppiche und unzulänglicher Beleuchtung.

00:48:14: Und die Kanadier schildern Beispiele, wo dann ihre Paramedics erstmal die losen Teppiche aufgerollt haben, dass die Stolperfalle weg ist, in den Baumarkt gefahren sind, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, aus, Kümmern wir uns nicht.

00:48:43: Also die Begleitung eines Menschen in seinen alltäglichen Lebenssituationen und die Anpassung.

00:48:51: Und ich mal Teppiche einrollen und für Licht sorgen, das ist ja nichts, worüber wir reden.

00:48:57: Aber das verhindert im konkreten Fall möglicherweise die nächste Schenkelhalsfraktur.

00:49:05: Und wie wir wissen, ist das eine Aber immer lebensverändernde Situation und manchmal auch lebensbeendende Situation, weil eben für einen der noch so ein paar Päckchen Begleiterkrankungen mitbringt und plötzlich sich Vincent Gleils bricht, dann ist er auf einmal hochgefährdet.

00:49:22: Und für die Verbringung in die Unfallchirurgie und für die Nachsorge und für das Wiederheimfahren ist alles geregelt.

00:49:30: Aber es ist nichts geregelt, um die Prophylaxe zu leisten, um Vorbeugung zu leisten.

00:49:35: Und diese Teile Die würden, die Geschichte der demografischen Betrachtung, würden diese Zahlen einfach wirksam verändern.

00:49:46: Mögen Ihre Worte gehört finden, ich finde es großartig, welche Impulse Sie geben, Herr Müller, weil Sie sprechen aus Erfahrung, Sie haben was Großartiges aufgebaut, Sie haben eben auch unternehmerischen Mut bewiesen und haben gezeigt, dass Sie so etwas dann auch positiv und engagiert begleiten können.

00:50:04: und Sie sehen die Zukunft eben.

00:50:07: basierend auf ihren Erfahrungen und auf den Einblicken in den Alltag.

00:50:10: Vielen Dank für all die Erfahrungen und auch die nach vorne gerichteten Art Schläge, die sie uns gegeben haben.

00:50:18: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

00:50:19: Und ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns bald wieder ran.

00:50:22: Denn das war sehr, sehr spannend.

00:50:23: Vielen Dank.

00:50:24: Gut, wir haben ja auch noch ein paar Sachen ausgelassen.

00:50:27: Ja, vielen Dank war ein sehr angenehmes Gespräch.

00:50:30: Und ja, hat gern gemacht.

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