Kampf um jede Sekunde - der Alltag im Schockraum

Shownotes

Was passiert, wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden? Wenn acht Menschen gleichzeitig um einen schwerverletzten Patienten kämpfen – koordiniert, konzentriert, hochprofessionell?

In dieser Folge von „Lebensretter – Der Podcast der Björn Steiger Stiftung“ spricht Béla Andamit Dr. Michaela Wilhelmi, Oberärztin in der Unfallchirurgie und Bereichsleiterin der Intensivstation an der Medizinische Hochschule Hannover.

Sie erzählt von ihrem Weg vom pferdebegeisterten Mädchen mit klarer Berufung zur habilitierten Intensivmedizinerin, von Karriere und Familie, von Teamarbeit in Extremsituationen – und von den Momenten, die selbst erfahrene Ärztinnen nicht kaltlassen.

Ein ehrliches Gespräch über Belastung, Verantwortung, medizinischen Fortschritt – und über das, was Kraft gibt, weiterzumachen.

🏥 Themen dieser Episode

  1. Berufung von klein auf

Mit drei Jahren der Wunsch: Chirurgin werden

Ausbildung zur Krankenschwester als Fundament

Warum praktische Erfahrung vor dem Studium ein unschätzbarer Vorteil sein kann

  1. Karriere, Familie und Teilzeit in der Chirurgie

Herausforderungen für Ärztinnen in operativen Fächern

Warum die Intensivmedizin zur beruflichen Nische wurde

Wie sich Teilzeitmodelle und Mentoringprogramme für Frauen entwickelt haben

Gedanken zu Zulassungsverfahren und Geschlechterverteilung im Medizinstudium

  1. Alltag auf einer Trauma-Intensivstation

Start um 7:00 Uhr mit Übergabe

Lehrvisiten mit Assistenzärzten und Studierenden

Acht Betten – Schwerstverletzte nach Verkehrsunfällen, Stürzen oder großen Operationen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Wenn bis zu 40 Hubschrauber am Tag landen – Luftrettung als Teil der Rettungskette

Die Luftrettung in Deutschland wurde maßgeblich durch die Björn Steiger Stiftung initiiert – ein Meilenstein für die Notfallmedizin.

❤️ Belastende Momente – und was Kraft gibt

Belastend:

Therapieentscheidungen bei hochbetagten, schwerkranken Patientinnen und Patienten

Gespräche mit Angehörigen nach tödlichen Unfällen

Organspende bei jungen Verstorbenen

Kraftquellen:

Dankeskarten

Besuche ehemaliger Patienten

Das Gefühl, gemeinsam Leben gerettet zu haben

Ein starkes, vertrauensvolles Team

🔬 Medizin im Wandel

Fortschritte durch Biomarker und evidenzbasierte Therapien

Digitalisierung und elektronische Patientenakte

Verbesserte Datenlage für klinische Studien

Gleichzeitig: zunehmender Personalmangel auf Intensivstationen

👥 Teamarbeit in Extremsituationen

Wenn ein Patient im Blutungsschock eingeliefert wird, arbeiten bis zu acht Fachkräfte gleichzeitig am Bett. Klare Führung, präzise Kommunikation und das Vertrauen in erfahrene Pflegekräfte entscheiden über den Verlauf.

„Das Wichtigste ist, dass alles Hand in Hand geht.“

💬 Ratschläge an junge Ärztinnen

Verschiedene Fachrichtungen ausprobieren

Sich früh fragen: Klinik oder Niederlassung?

An Universitätskliniken beginnen – Wechsel in kleinere Häuser ist leichter als umgekehrt

Nicht in die Opferrolle gehen – fachlich überzeugen, selbstbewusst bleiben

🏔️ Persönliches

Gebürtige Bayerin im Norden:

Hannover als lebenswerte Wahlheimat

Regelmäßige Ausflüge in die Berge

Und einmal im Jahr: Weißwurstfrühstück mit bayerischem Hellen 🍺

🎧 Zentrale Frage dieser Folge

Wie bleibt man menschlich, wenn man täglich an der Grenze zwischen Leben und Tod arbeitet?

Eine Folge über Verantwortung, Haltung und Teamgeist – mitten aus dem Schockraum.

Über Dr. Michaela Wilhelmi: Oberärztin für Unfallchirurgie

Bereichsleitung Intensivstation

Medizinische Hochschule Hannover

Fachärztin mit Wurzeln in der Herzchirurgie

Habilitiert, Privatdozentin

Mutter von zwei erwachsenen Kindern

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, das ist das Wichtigste überhaupt, dass wir im Team arbeiten.

00:00:03: Nur so können wir ja eine gute Qualität leisten.

00:00:09: Das muss alles Hand in Hand gehen!

00:00:11: Es sind alles erfahrene Kräfte und der eine profitiert vom anderen.

00:00:16: Und wir wollen letztendlich alle das Gleiche, indem ich den Patienten retten als allererstes mal und dann wollen wir, dass es dem Patienten auch gut

00:00:22: geht.".

00:00:23: Die Björn Steigerstiftung – Der Podcast

00:00:29: Der Alltag im Schockraum, Dr.

00:00:31: Michaela Wilhelmi

00:00:33: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts der Plansteigerstiftung mit dem Titel Lebensrätter.

00:00:39: Und ich freue mich heute einen ganz besonderen Gast zu haben, Frau Dr.

00:00:43: Michaela Wilhelmy Sie ist Oberärztin in der Klinik für Unfallchirurgie Im Bereichsleitung der Intensivstation an der Medizinischen Hochschule Hannover.

00:00:55: Man leitet dort einen Bereich, der natürlich zu tun hat mit sehr vielen Menschen die schwerste Verletzungen haben.

00:01:02: Hat also eine großartige Aufgabe dort und ich freue mich mit ihr heute zu sprechen über ihre Arbeit, über das was sie in die Medizin gebracht hat und was die Herausforderung sind in einem so verantwortungsvollen Job.

00:01:15: Hallo und herzlich willkommen Frau Dr.

00:01:17: Wilhelmy.

00:01:18: Ja

00:01:19: Auch ein Hallo von mir.

00:01:20: Vielen herzlichen Dank für die Einladung zu Podcasts!

00:01:23: Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein kann heute.

00:01:26: Wir freuen uns auch und fangen wir ganz vorne an.

00:01:29: Können Sie sich noch daran erinnern wann und wie Sie zum ersten Mal den Wunsch hatten Ärztin zu werden?

00:01:36: Und Medizin zu studieren?

00:01:37: Ja das weiß ich natürlich noch ganz genau.

00:01:40: Ehrlich gesagt seitdem ich drei Jahre alt bin habe ich immer gesagt, ich möchte schurgen werden.

00:01:46: Das zog sich... Drei

00:01:47: Jahre?!

00:01:48: drei Jahre genau.

00:01:49: Und dann habe ich natürlich auch schon als Kind Arztkofer bekommen, hab immer Arzsspiele gemacht, hab eigentlich nur davon besprochen und das Interessante war es hat sich also durch die gesamte Jugend hin durchverzogen wie ein roter Faden.

00:02:05: Es war ganz klar Ich werde schurrigen!

00:02:07: Ich hatte gar kein Vorbild oder irgendetwas.

00:02:10: Auch in meiner Familie gab's keine Ärzte zumindest nicht in der Näherfamilie.

00:02:15: Das wurde mir irgendwie in die Waagscheile gelegt.

00:02:18: Und von dem her habe ich das durchgezogen.

00:02:21: und das war eigentlich ganz gut, weil wenn ich so sehe wie schwierig es heute ist für unsere Jugend sich zu entscheiden welchen Scooting kann sie nehmen.

00:02:29: Das gab's bei mir nicht sondern es war klar ich will Medizin machen.

00:02:33: Dazu muss ich jetzt aber sagen, bin ich trotzdem in der Schule ein bisschen viel im Stall gewesen und unterwegs zu wissen.

00:02:40: So dass ich nur so ein mittleres Abitur gemacht habe.

00:02:43: Im Stall als Reiterin oder?

00:02:45: Ja,

00:02:45: als Reitorin.

00:02:46: Genau ja!

00:02:46: Ich bin damals sehr erfolgreich stringeritten und das hat mir wahnsinnig viel Freude gemacht also auch richtig im Leistungssport unterwegs zuwesen.

00:02:55: Sodass ich halt kein eins Komma Null-Abitur gemacht hab sondern ein normales.

00:02:58: und auch damals schon hatte man damit keinen Studienplatz bekommen.

00:03:03: Und da habe ich mich dazu entschieden, erst eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen und hab dann allerdings nach Wartezeit noch anderthalb Jahren schon im Studienplatz gehabt.

00:03:16: Habe ich aber nicht angenommen denn ich fand wenn man so ne Ausbildung beginnt dann beendet man es auch und das hat mir wahnsinnig viel gebracht für meine späteren Laufbahn.

00:03:24: wie man sich vorstellen kann Ich habe in dieser Krankenschwesterausbildung wird man ja auf mehreren Stationen eingesetzt im Prinzip Alle Krankheiten schon einmal gesehen und aufgesehen, wie die Menschen damit umgehen.

00:03:39: Und dann hatte ich dieses große Glück im Studium zu lernen warum diese Krankheit entstanden ist und wie ich sie therapieren kann.

00:03:47: also hatte ich natürlich eine ganz andere Basis als die anderen Medizin zu tun und das hat mir besonders wirklich viel viel viel Spaß gemacht.

00:03:55: Das war wirklich ein ganz tolles Lernen.

00:03:57: Die anderen lern halt ein Krankheitsbild.

00:03:59: das haben wir noch nie gesehen Und ich habe das immer alles vor Augen gehabt und dann hat man einen ganz anderen Weg geworden.

00:04:05: Das hat mir sehr viel gebraucht!

00:04:07: Jetzt ist es natürlich ein Weg, überhaupt Ärztin zu werden... Aber vielleicht machen wir da mal weiter?

00:04:13: Also Sie haben die Ausbildung beendet aber dann war Ihnen klar okay jetzt soll's auch ein Studium sein.

00:04:21: Ja, das war von einfach an klar.

00:04:24: Nur wie gesagt damals hat man eben keinen Studienplatz bekommen und ich hatte dann sofort einen Platz in Berlin Medizin studiert und dann letztendlich in Hannover mein Abschluss gemacht, bin dann noch nach Hannover gewechselt.

00:04:37: Und seitdem an der medizinischen Hochschule, seit aber sieben neunzig als Ärztin tätig

00:04:43: die ja eine herausragende Stellung hat in Deutschland als medizinische Hochschul.

00:04:48: Aber das ist ja es gibt so ein paar Kliniken in Deutschland hier sind Die haben einen für sich stehenden Begriff von die medizinischer Hochschulen Wird sicherlich dazu.

00:04:59: Jetzt sind Sie da ja im Bereich der Intensivmedizin tätig?

00:05:02: Es ist ja schon mal ein Schritt zu sagen, ich werde nicht einfach Ärztin sondern Chirurgien aber es noch ein ganz besonderer Schritt in die Intensifmedizin.

00:05:12: und was hat sie dahingebracht?

00:05:15: Das war eigentlich notgedrungen weil Ich habe gestartet In der Herzchirurgie und dann war ich für elf Jahre hab mein Facharzt für Allgemeinschirurgie gemacht und letztendlich auch fast den Facharzt für Herzchirurgie.

00:05:32: Das Ganze war nicht ganz so einfach, weil ich in der Zwischenzeit zwei kleine Kinder bekommen habe und letztlich dann als Oberärztin in der Herzchururgie tätig sein wollte aber auch zeitgleich in Teilzeit arbeiten wollte, weil er gesagt hat, ich hab zwei kleine Kindern und nachmittags möchte ich mich um meine Kinder kümmern.

00:05:52: Und das war zu der Zeit definitiv nicht denkbar, in einer Chirurgie als im Teilzeitmodell zu arbeiten.

00:05:59: Mit der Idee dass wenn irgendwas passiert, wenn man einen Patienten operiert und als Beispiel und abends blutet der Patient nach dann muss man selber wieder kommen und diese Revision machen.

00:06:14: Das wollte der damalige Chef so und somit konnte ich keine Oberärztin werden.

00:06:18: und dann tat sich die Nische auf das gerade in der Umfeldschirurgie die Leitung für die Intensivstation gesucht wurde.

00:06:26: Und da habe ich mir überlegt, Mensch gerade in der Herzchirurgien macht man ja sehr viel Intensifmedizin, Transplantation und so weiter, das habe ich ja alles gemacht.

00:06:36: Das wäre vielleicht eine tolle Idee!

00:06:38: Dann habe ich mich das angeguckt und der Chef hat mir sofort eine Teilzeitstelle nämlich von viertel vor sieben bis vierzehn Uhr angeboten und das war für mich fantastisch der Familie auch gerecht zu werden und trotzdem eine leitende Position zu übernehmen.

00:06:53: Und so bin ich in die Intensivmedizin

00:06:54: gerutscht.".

00:06:56: Das sind ja große Herausforderungen immer noch für Frauen, klar hat sich viel verändert, viel verbessert, Männer übernehmen mehr Aufgaben es gibt mehr Teilzeitmodelle.

00:07:08: aber jemanden der wirklich Karriere machen will vor dieser Herausforderung steht Und das haben sie sehr gut beschrieben, stand immer vor diesen Herausforderungen wie bringe ich Familie und meine Ambition zusammen.

00:07:21: Oftmals muss man dann Abstriche machen oder sich einen Weg suchen und großartig dass Sie diesen Weg da gefunden haben.

00:07:27: ist das heute besser?

00:07:28: Ich mein jetzt gar nicht Ihr konkretes Umfeld weil es wäre vielleicht ein bisschen schwer darüber zu sprechen aber allgemein ihr Blick darauf auf Frauen.

00:07:37: die Ärztinnen werden Chirurgien werden wollen oder auch in den Notfallmedizin gehen.

00:07:43: Das sind ja immer noch, denke ich mir und auch von Gesprächen sehr hohe zeitliche Belastungen von den emotionalen und fachlichen gar nicht zu reden.

00:07:52: aber nehmen wir allein die zeitliche belastung.

00:07:54: ist das besser geworden was die Betreuung angeht und die Möglichkeiten wie in allgemeiner Form?

00:08:00: Ich will da gar nicht die medizinische Hochschule hier irgendwie besonders herausleben sondern in Allgemeiner form?

00:08:07: Also ich finde, dass es besser geworden ist.

00:08:09: Weil immer mehr Teilzeitmodelle angeboten werden.

00:08:14: Das liegt aber auch ganz einfach daran, dass wir ja im Prinzip seventy-fünf Prozent weibliche Studentinnen haben und die sollen ja alle irgendwann Kinder kriegen.

00:08:27: Und wenn wir nicht fundenken dann wird das mit dem erste Mangel noch schlechter werden und deswegen gibt es mehr Teilzeitenmodelle weil umgedacht wurde.

00:08:36: Dann gibt es tolle Programme an den ganzen Hochschulen, auch bei uns.

00:08:40: Die hauptsächlich wirklich nur Frauen fördern gerade was Wissenschaft angeht.

00:08:46: Mentorenprogramme die extra dafür ausgelegt sind schon ganz junge Ärztinnen zu unterstützen wie sie das am besten hinkriegen mit Kinder und Forschung und Karriere.

00:09:01: Das ist auf alle Fälle besser

00:09:04: geworden.

00:09:04: Ja, derjenige die Medizin studieren sind weiblich.

00:09:08: Ist das so?

00:09:09: Das ist korrekt!

00:09:10: Und man denkt ja in der Tiermedizin ist es bekanntlich gibt es auch einen sehr hohen Frauenanteil.

00:09:16: aber woran liegt das?

00:09:18: Ich glaube ich bin nach wie vor mit diesem Zulassungsverfahren zum Studium immer so Mittel einverstanden weil die Mädels sind halt letztendlich fleißiger in der Schule als die Jungs und Die machen eher ein eins Komma Null oder null Komma Neuen Abitur wie die Junus, weil sie einfach meistens in der Reife etwas hinterher sind.

00:09:39: Sollte es auf gar keinen Fall natürlich negativ klingen.

00:09:41: deswegen fangen mehr Mädchen an aber letztendlich hören auch mehr Mädch'n auf Weil die am Ende dann feststellen mein Gott also dieser Beruf mit Familie und Karriere den kann ich gar nicht gerecht werden Und das ist das Traurige daran.

00:09:55: Deswegen muss ich lachen, als mein alter Chef gesagt hat er wünscht sich eigentlich eine Männerquote im Medizinstudium also dass Hälfte-Hälfte angenommen werden.

00:10:05: Also sollte man da eben doch auch das Ganze nochmal überdenken.

00:10:09: und Ich finde ja immer ganz wichtig wäre doch letztendlich zu sagen warum machen wir nicht ein halbes Jahr in der Klinik?

00:10:17: Ein Praktikum nicht drei Monate Pflegepraktikum sondern halbensjahr wird dann bewertet.

00:10:22: Dann kann jeder auch schon mal einschätzen, ist das überhaupt wirklich das was ich möchte?

00:10:27: Und dann kann man das gegebenenfalls mit der Abiturnote halbieren als Beifel.

00:10:32: Ich glaube es wäre vielleicht ein besseres Verfahren.

00:10:35: Reden wir einmal über Ihren Alltag in der Intensivmedizin.

00:10:39: wie sieht so einen Tag aus?

00:10:40: Wir

00:10:40: starten um sieben Uhr und machen die Übergabe von der Nacht zu uns zum Tagdienst zu mir als Oberärztin und besprechen Alle Patienten einmal, wie es den Ergang ist über die Nacht.

00:10:55: Wir

00:10:56: haben jetzt ein kleines Störgeräufe seit einer Minute.

00:11:01: Ja

00:11:01: das ist der Hubschrauber, der gerade landet in der Schule.

00:11:03: Ach der Hupschraube?

00:11:04: Das kann ich nicht ändern!

00:11:06: Die Fenster sind zu und ich hoffe es ist gleich ruhig.

00:11:10: Ja okay, das ist ja gut zu wissen.

00:11:12: Der Hubschauber, der natürlich auch in der medizinischen Hochschule an Hofer landet und startet Wie oft am Tag im Durchschnitt Gibt?

00:11:21: natürlich

00:11:22: bis vierzigmal würde ich sagen.

00:11:26: Es ist ein Hubschrauber oder haben sie da zwei?

00:11:28: Wir haben einen Hubscher, unser eigener aber es landen ganz viele andere auch.

00:11:31: Die Luftrettung wurde ja gegründet von der Björn Steiger Stiftung und der Vater des jetzigen Präsidenten Herr Siegfriedsteiger so hieß er hat sogar sein Eigenheim damals verwendet Geld darauf aufgenommen, eine große Hypothek um diesen Rettungshubschrauber finanzieren zu können.

00:11:51: Und so kam dann die Luftrettung vor vierzig Jahren etwa in Gang und großartig zu sehen was daraus geworden ist auch an vielen Orten.

00:12:03: Aber wir sprachen über ihren Tag.

00:12:04: also um sieben Uhr geht es los?

00:12:07: Genau!

00:12:09: Planen wir, wer kann aus Normalstation verlegt werden?

00:12:12: Vielleicht sagen wir mal ganz kurz was zu unserer Station.

00:12:14: Wir haben acht Betten war es natürlich eine sehr kleine Station ist aber eben nur Traumapatienten also entweder nach schweren Verkehrsunfall oder nach großen Operationen.

00:12:27: und das besondere dann ist dass wir ein sehr kleines Team sind uns sehr gut kennen.

00:12:32: aber da werde ich wieder nochmal drauf eingehen.

00:12:35: Und dann besprechen wir, welcher Patient kann auf die Normaustation verlegt werden.

00:12:39: Weil aus dem OP auch zwei Patienten angemeldet werden, wo man weiß das ist eine große Röbelsohnoperation, die dort sechs Stunden und danach braucht der Patient ein intensiver.

00:12:49: Dann gehen wir alle zur Frühbesprechung von halb acht bis kurz vor halb neun.

00:12:54: Und dann wären die Assistenzärzte, die werden dann auf die Patenten losgelassen, so gesehen dass sie die untersuchen müssen sich selber Gedanken machen.

00:13:05: Das habe ich für ein Therapiezielen mit diesen Patienten, was hat sich verändert?

00:13:09: Was sagt mein

00:13:09: Untersuchungsbefund?".

00:13:12: Und anschließend machen wir eine große Visite.

00:13:14: so gegen zehn Uhr gehe ich mir den Assistenzärzten durch.

00:13:18: ganz oft sind auch viele Studenten dabei und dann machen wir immer eine große Lehrvisite daraus.

00:13:23: man kann natürlich sehr viel erklären Und dann kümmern wir uns um den Therapieplan.

00:13:29: Die Pflegekraft steht am Bett, das ist das Wichtigste, die stehen acht Stunden am Bett.

00:13:33: Wir kommen immer nur sporadisch hübschen von Patient zu Patient und deswegen sind die Informationen der Pflege Kraft enorm wichtig für unser weiteres Vorgehen.

00:13:43: und wir wollen eben wissen wie geht es dem Patienten?

00:13:46: Und am Gespräch mit dort zusammen unter Therapieziel machen in Therapieflan, untersuchen den Patienten, machen Ultraschall all diese Dinge.

00:13:54: Und wenn man dann mit unseren acht Patienten durchsind, ist es meist auch schon zwölf halb eins.

00:13:59: Dann muss man natürlich auch dokumentieren, Briefe schreiben und Entlassungen vorbereiten, Transporte vorbereiten.

00:14:06: Dann machen wir zum Beispiel große Transporte mit beatmeten Patienten ins CT.

00:14:11: Wir müssen gucken z.B.

00:14:13: die Nachhörplutung.

00:14:15: Wie sieht diese Flutung aus?

00:14:16: Ist das mehr oder weniger geworden?

00:14:19: Dann machen Interventionen, Zentralvinusikatheter... alles über den Tag verteilt und ja um vier Uhr werden die Assistenten wieder abgelöst.

00:14:30: Und ich gehe dann, wenn es gut läuft nach Hause und dann kommt er nach Dienst und so sieht so ein Alltag aus!

00:14:39: Wie definieren Sie Trauma in diesem Zusammenhang?

00:14:42: Was ist ein Traumapatient?

00:14:44: Traumapatient ist ein Patient entweder nach schweren Verkehrsunfall oder Sturz auf großer Höhe jedenfalls immer mit einer Mehrfachverletzung oder mit einer sehr schwerwiegenden Verletzung, Knochenbrüche, schweres Torachstrauma, Rhythmen-Serienfrakturen, Organverletzungen, Viertelhürmtrauma.

00:15:05: Das ist ein Traumaprozent und Post-op-Patient nach großen

00:15:10: Eingriffen.".

00:15:11: Jetzt machen Sie einen gefassten klaren Eindruck.

00:15:16: Jemand der wie ich nicht in der Medizin ... arbeitet oder auch da zu Hause ist, also im täglichen Leben sondern der natürlich Kontakt hat zu vielen Medizinern.

00:15:27: Auch durch diesen Job aber fragt sich natürlich auch was ich mich bei allen herausragenden Medizinerinnen und Medizinern frage wie... Was sind die besonders belastenden Momente an einem solchen doch sehr harten Job in der Intensivmedizin?

00:15:44: Und wie geht man damit um?

00:15:45: Wie gehen Sie damit

00:15:46: um?".

00:15:47: Also es gibt viele belastende Momente.

00:15:50: Ich kann ein paar Beispiele nennen, zum Beispiel gerade in unserer Gesellschaft jetzt.

00:15:55: Es werden immer ältere Patienten.

00:15:58: Es kommt eine alte Dame die im Alter sein gestürzt ist hat einen Knochenbruch den operieren weil sie ist rein neunzig Dement und während der Operation kommt es zu Komplikationen.

00:16:08: Sie bekommt nen Herzinfarkt und letztendlich halten wir sie künstlich am Leben auf der Intensivstation.

00:16:14: sie ist beatmet.

00:16:15: wie geben Medikamente damit die Blutdruck hat, damit das Herz unterstützt wird.

00:16:19: Wir müssen dann natürlich Kontakt mit den Betreuern oder Angewöhrigen aufnehmen und ... Die möchten keine Entscheidung treffen und sagen nein erst mal alles machen und noch mal warten und so.

00:16:31: Das ist für uns sehr belastend weil wir am Ende wissen es ist eine Quellerei für den Patienten.

00:16:37: Das würde ich sagen ist.

00:16:38: heutzutage wird das halt immer mehr weil in unserer Gesellschaft der Tod keine Rolle mehr spielt oder ein bisschen abgedrängt wurde was ja schade ist.

00:16:46: Viele Menschen befassen sich nicht damit und wollen auch die Entscheidungen natürlich nicht treffen.

00:16:51: Und das ist das eine, das andere.

00:16:54: Lassende ist genau umgekehrt.

00:16:57: wir haben einen jungen Menschen der unschuldig verletzt wurde schweres Schädibund Trauma hat erlitten hat zum Organspender wird.

00:17:08: diese Gespräche mit den Angehörigen mit den Eltern zu führen mit den Geschwistern finde ich eine der flimmsten überhaupt in meiner gesamten Karriere, weil das einfach extremst belastend ist für alle.

00:17:21: Für das gesamte Team.

00:17:25: und was gibt uns Kraft?

00:17:27: Es gibt uns kraft dass wir ganz ganz ganz viel rückmeldung kriegen von Patienten die uns zum beispiel nach einem Jahr besuchen die vier monate bei uns gelegen haben die verlegen und die kommen dann laufen, sind kognitiv wieder einigermaßen gut unterwegs.

00:17:46: Können ihr Leben meistern und bedanken sich bringen ums Obstkörper mit und das ist das schönste.

00:17:52: ich habe hier gerade zufällig heute morgen hier eine Karte liegen sehen dachte ich.

00:17:57: wenn es reinpasst könnte ich die eigentlich mal vorlesen was uns Kraft gibt.

00:18:03: ja liebe station dreihundseinzig.

00:18:06: Ich möchte mich herzlich bei Ihnen allen bedanken.

00:18:09: Am Oster-Sondag waren sie für mich und meine Angehörigen da.

00:18:12: Sie garen uns Stärke und Zuversicht in Momenten, in denen wir beides kaum finden konnten.

00:18:18: Auch im Anschluss hatten sie ein offenes Ohr oder eine starke Schulter.

00:18:22: Dafür möchte ich Ihnen meinen tiefen Dank aussprechen.

00:18:24: Danke für alles was Sie tun!

00:18:26: In tiefer Verbundenheit Ihre Sohn.

00:18:29: Ja und diese Karten hängen mehrfach eben bei uns vorne kriege ich jetzt schon die Entehaut, einfach wenn mich das selber so freut.

00:18:37: Ja und das gibt uns Kraft unser allen hier immer weiter zu machen!

00:18:41: Und wenn wir noch mal auf die alte Dame zurückkommen dann sind sie natürlich auch für Lebenserhalt so gut und solange es geht wissen aber natürlich auch um die Qual- und um die Nichtaussicht einer möglichen Verbesserung.

00:18:58: und deswegen sagen Sie dass was ist und würden sich an der entsprechenden Wahrheit dann auch wünschen, dass es sehr nachvollziehbar war.

00:19:10: Und das ist ein schönes Beispiel.

00:19:11: Ich hatte selber letztens eine Begegnung bei einer Schulveranstaltung und da war ich Gast.

00:19:28: Die Schülerinnen und Schülern stellten Projekte vor.

00:19:30: Da war ein Mädchen.

00:19:32: Das hatte tatsächlich ein Buch geschrieben über auch einen Traumat, der sie erlitten hat.

00:19:37: Sie war bei einer Freundin und war auf eine Mauer geklettert mit dem Mädchen immer so... ...vierzehn Jahre alt und aus fünf Meter Höhe auf den Kopf gefallen.

00:19:47: Es war lange nicht klar ob sie überleben würde, es war alles offen.

00:19:51: Sie hat dann schwerste neurologische Schäden davon getragen aber hat sich dann auch mithilfe der Ärztinnen und Ärzten wie sie es sind eben zurückgekämpft hatte natürlich noch Einschränkungen, konnte nicht mehr rennen.

00:20:03: Aber schon wieder gehen.

00:20:05: Also insofern hat sie einen enormen Fortschritt gemacht und hofft natürlich diesen Weg weiterzugehen.

00:20:10: Und auch Sie war sehr dankbar für die herzliche Unterstützung, wie sie da erfahren hat, so wie Sie es gerade eben vorgelesen haben.

00:20:17: Das war wirklich bewegend!

00:20:19: Jetzt haben Sie beschrieben, Frau Dr.

00:20:21: Wilhelmy, dass Sie ja auch eine kranke Schwester Ausbildung gemacht haben?

00:20:29: B. sehr auch im intensiven Dialog stehen mit den Pflegerinnen und Pflegern in ihrer Abteilung, die ja wenigstens richtig verstanden haben, wenn die V-Seven am Badge sind und da auch Wacht halten.

00:20:42: Wie wichtig ist überhaupt dieser Austausch innerhalb der Arzteschaft mit Pflegern und Pflegarern Rettungsdienst und allen, mit denen sie täglich zu tun haben?

00:20:55: In der sogenannten Rettungskette!

00:20:59: Ja, das ist das Wichtigste überhaupt dass wir im Team arbeiten weil nur so können wir ja eine gute Qualität leisten.

00:21:07: Es gibt... Das muss alles Hand in Hand gehen!

00:21:09: Das sind alles erfahrene Kräfte und der eine profitiert vom anderen und wir wollen ja letztendlich alle das gleiche nehmen den Patienten retten als allererstes mal und dann wollen wir dass es dem Patienten auch gut geht bei uns gerade auf der Intensivstation.

00:21:25: Wenn ein Patient, der zum Beispiel im Blutungsschock kommt weil er so schwer verletzt ist, dass er blutet dann stehen wir zu Acht an einem Bett und kämpfen zwei Stunden das dieser Patient überlebt.

00:21:40: Und da passt jener Handgriff und einer hat quasi den Hut auf und muss delegieren und die Ruhe bewahren.

00:21:49: und alle arbeiten mit.

00:21:52: Das gibt allen Kraft, das gibt allen Sicherheit.

00:21:55: Vor allem die erfahrenen Pflegekräfte.

00:21:58: Ich kann auch immer nur sagen ganz oft ist es so wir haben so alteffahrende Pflege Kräfte wenn manchmal weiß ich nicht mehr weiter und dann gehe ich hin und sage du komm doch mal bitte mit.

00:22:06: hast du noch irgendeine Idee?

00:22:08: Ich weiß jetzt nicht kann sich an irgendwas erinnern.

00:22:11: was könnte man denn noch machen?

00:22:12: also das ist richtig ein ganz normales Miteinander jeder auf dem gleichen Level weil jeder seine Erfahrung einfach hat und sein Wiss und das ergänzt sich hervorragend.

00:22:23: Unser Team ist natürlich toll, weil wir so eine kleine Station sind.

00:22:29: Wir gehen zusammen feiern oder auch zum Beispiel wenn am Morgen einer kommt und dann sagt man Mensch sag mal du siehst heute nicht gut aus, was ist los?

00:22:38: Kommen wir setzen uns mal hin, trinken Kaffee zusammen.

00:22:41: also besser kann man es eigentlich nicht leben so wie es jetzt zum Beispiel bei uns ist und daran sieht man glaube ich auch wie wichtig das Team ist.

00:22:48: Wir freuen uns eben alle unglaublich, wenn die Patienten uns besuchen oder wenn wir ein Patient zusammen gerettet haben.

00:22:54: Das schweißt ja unglaublich zusammen!

00:22:56: Jetzt sind sie ja begonnen in der Herzchirurgie auch eine großartige Großartiges Feld in der Medizin.

00:23:05: Haben intensiven Einblick seit Jahrzehnten muss man sagen in die Intensivmedizin.

00:23:10: was hat sich in den letzten Jahren?

00:23:12: Man kann sogar sagen Jahrzehn verändern.

00:23:14: Vieles.

00:23:16: erstens Aufgrund der Forschung haben wir natürlich viel, viel mehr Wissen und mittlerweile auch unser Therapierregime daran angepasst.

00:23:25: Wir arbeiten vielmehr zum Beispiel mit Biomarkern die uns voraussagen können welche Organe gegebenenfalls ins Organversagen gehen.

00:23:38: dann ein ganz anderer wichtiger Punkt ist natürlich die Digitalisierung oder die elektronische Patientenakte.

00:23:45: das glaube ich war eigentlich das wichtigste weil dass wahnsinnig viel Arbeit genommen hat.

00:23:50: Wir haben ja früher alles aufgeschrieben, das waren ja Tonnen an Papier wo alles drauf stand.

00:23:54: mittlerweile ist alles online es ist alles auf dem Computer und jeder geht also auf den Computer ein.

00:24:02: Es erleichtert die Arbeit man übersieht weniger es passieren viel weniger Fehler.

00:24:07: Dann ist es viel einfacher an Daten heranzukommen weil jetzt letztendlich alles auf einem Rechner vorhanden ist.

00:24:13: Das heißt wir können bessere Studien machen und bessere Daten generieren.

00:24:21: Das ist das Positive.

00:24:25: nach wie vor negativ.

00:24:27: Personalmangel, gerade in der Intensivmedizin.

00:24:30: Wir haben eigentlich acht Betten und haben seit anderthalb Jahren nur noch sechs Beten aufgrund des Pflegepersonalstandes, der eben schlechter geworden ist – und das sieht sich ja durch alle Intensifstationen ganz deutsch fand – so durch was natürlich sehr traurig ist.

00:24:47: aber es Es ist halt so, und leider finde ich es extrem schwierig die jungen Leute noch zu motivieren diesen tollen Beruf.

00:24:57: Wo kommt der Nachwuchs her?

00:24:59: Wer entscheidet sich dann trotzdem dafür?

00:25:01: Das

00:25:01: sind bei uns natürlich wir haben Krankenpflegeschuhe ja selber eine Und da wenn die Jungen Leute zu uns kommen auf die Station dann wollen sie auch glücklicherweise bei uns bleiben oder nach der Ausbildung zu uns Kommen gerade weil wir eben Tolles ziehen sind.

00:25:16: Das ist so die einzige Möglichkeit, die man hat eben Pflegepersonal zu akquirieren.

00:25:23: Natürlich geht unsere Pflege auch es gibt ja Messen und Zukunftsmessen usw.

00:25:29: Da sind sie schon sehr aktiv um für diesen tollen Beruf zu werden.

00:25:33: Wir haben ein bisschen gesprochen über die Anfänge auch ganz speziell als Frau in der intensiv Medizin oder in der sehr aufwendigen Medizin wie der Herzchirurgie.

00:25:46: hat sich die Rolle der Ärztinnen in den vergangenen Jahren verändert Jahrzehnten?

00:25:54: Ja, also die Ärztinnen sind auf alle Fälle sichtbarer geworden weil es eben auch mehr geworden sind.

00:26:01: Weil wir eben auch besser unterstützt werden auch wissenschaftlich mit diesem Programm was ich vorhin genannt habe und Ich glaube dass selbstbewusstsein der frau wurde einfach mehr gestärkt in den letzten jahren das natürlich gut war Und wir haben eine bessere Kinderbetreuung, was ermöglicht eben mehr Karriere zu machen.

00:26:21: Aber ich glaube ganz wichtig ist dass man einfach an sich selber glauben muss und sagen muss wieso soll ich jetzt schlechter sein als ein Mann?

00:26:30: Also so also ich bin immer genau so vorgegangen und man muss natürlich durch Leistungen überzeugen aber das muss der Mann auch.

00:26:37: da gibt es glaub ich fenster.

00:26:40: Aber ein ganz ganz wichtiger Punkt Für mich war nicht in die Opferrolle zu gehen.

00:26:48: Das machen einige Frauen, die dann sagen ja jetzt würde man mal blöd angeredet das passiert dem Mann auch.

00:26:53: aber dann darf er nicht sagen ich wurde jetzt natürlich blöd angemacht weil ich das und das falsch gemacht habe weil ich eine Frau bin.

00:26:59: dass ist ebenfalls.

00:27:01: man darf es auf gar keinen Fall persönlich nehmen immer höflich respektvoll miteinander umgehen und das ist glaube ich so ein ganz guter Weg den man gehen kann

00:27:13: Hier, das ist glaube ich eine Gratwanderung nicht.

00:27:15: Weil man natürlich immer unterstellt glaub ich mal sagt ja auch Frauen müssen immer noch besser sein um adäquate Position zu kommen als Männer und auch in der Medizin.

00:27:27: Natürlich hat es wahrscheinlich auch mal Sprüche gegeben die nicht so nett waren und dieses permanente Ich glaube, auch allen gerecht werden müssen.

00:27:37: Also die Kinder hat man dann doch ja mehr im Blick vielleicht als der Mann gehabt.

00:27:41: Möglicherweise ändert sich das jetzt oder hat sich schon geändert aber ich glaube es war jetzt zehntelang so und dann gleichzeitig diese Anforderung zu haben gerade in diesem Bereich.

00:27:50: Auch der Intensivmedizin kann man eben nicht immer um FIO abschließen können und sagen kann auf Wiedersehen sondern auch mal da bleiben muss.

00:27:58: dass haben sie sicherlich alles erlebt Und ich kann mir vorstellen, dass es immer noch Herausforderungen sind.

00:28:05: Wo man sicherlich den Grad finden muss auch zwischen Selbstbehauptung und auch mal auf Durchzug schalten und zu denken okay das war jetzt mal ein Spruch aber der war halt fachlich gemeint und gelt nicht mehr als geschlecht oder so was und ich denke das ist trotzdem in den Jahrzehnten nie einfach gewesen.

00:28:25: Was würden sie denn jetzt jungen Frauen raten?

00:28:30: die Ärztin werden wollen.

00:28:32: Ich würde immer sagen, in viele Fächer reinschnuckern und erst mal gucken was ist man für ein Mensch?

00:28:42: Was is' man für einen Typ?

00:28:46: Welche Art von Medizin liegt ein?

00:28:49: Ist das das chirurgische Fach?

00:28:50: Ist es eher das internistische oder das anesthesiologische?

00:28:54: Ganz wichtig ist glaube ich sich zu überlegen.

00:28:58: will ich später mich vielleicht doch mal niederlassen weil's einfach doch einfach als Frau, wenn man Familie nebenher hat.

00:29:06: Und dann müsste man sich schon ein spezielles Fach aussuchen wie zum Beispiel Hals-Nasenohren oder Augen weil in der Herzchirurgie kann man sich nicht mehr erst.

00:29:13: Trotzdem kann man da als Frau arbeiten und trotzdem kann man auch Familie haben.

00:29:18: ich glaube dessen muss man sich nach einer gewissen Zeit schon bewusst sein dass man in die richtige Richtung geht wobei Gutes Beispiel bin ich.

00:29:26: Ich bin in der Herzchirurgie gestartet und in der Intensivmedizin gelandet, habe eine Familie zwei Kinder, die jetzt mittlerweile erwachsen sind.

00:29:33: Man kann dann auch zwitschen und sich eine Nische aus.

00:29:36: Anderer Rat ist immer... man kann immer hoch anfangen sage ich also.

00:29:42: oft stellt sich ja auf die Frage soll ich in den Universitätsklinik gehen oder sollte ich lieber ein kleineres Krankenhaus gehen?

00:29:48: Was gar kein Problem ist immer in der Universitätenlinik anzufangen um dann zu sagen ach nee Das ist mir einfach alles zu viel.

00:29:54: Ich gehe lieber in ein kleineres Haus, ich möchte es ein bisschen entspannter

00:29:57: haben.".

00:29:57: Weil der Wechsel vom kleineren Haus in eine Uniklinik und Karriere zumachen, ist eben schwieriger.

00:30:04: Umgekehrt ist das halt viel einfacher!

00:30:07: Als Sie begonnen haben, fällt mich gerade ein... Ich glaube, im Jahr die Zeit war das.

00:30:12: Vielleicht war's auch zwei oder drei Jahre vorher.

00:30:15: Das war die Zeit als Russland in Deutschland noch gelitten war, als der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine sehr enge Freundschaft hatte zum damaligen russischen Präsidenten Boris Yeltsin.

00:30:27: Und der wurde dann am offenen Herzen operiert und glaube, er traute seinen Ärzten nicht so ganz und sagte naja da habe ich doch noch ein paar lieber ein paar ausländische dabei.

00:30:39: und dann fiel die Wahl eben auf einen Ärzteteam der Medizinischen Hochschule Hannover Die ihn damals mit betreut haben und das lief dann auch alles gut.

00:30:52: der Bruder eines früheren Freundes von mir war dann mal dabei, Wallas weiß ich noch und natürlich der legendäre Professor.

00:31:02: Der Do hier in der Herzchirurg aus Hannover selbst.

00:31:05: also insofern war das herausragend und er wachte natürlich wieder auf wo es jetzt sind und wurde dann zumindest am Herzen wieder ganz gesund.

00:31:17: was sehen Sie?

00:31:20: Im Rückblick, worauf Sie besonders stolz sind?

00:31:25: Besonders stolz bin ich.

00:31:28: Also erst mal dass sich diese Karriere so geschafft habe mit meiner Familie zusammen und ich glaube meine Familie ist nie zu kurz gekommen Und ich bin wahnsinnig stolz auf meine beiden Kinder weil die beide auch Ärzte werden wollen.

00:31:43: das macht mir natürlich besonders viel Freude.

00:31:47: Ich bin besonders stolz, dass ich mich auf meine alten Tage noch habilitiert habe.

00:31:52: Nämlich vor zwei Jahren.

00:31:53: Dass ich das noch hingekriegt habe und mir noch viele Paper zu schreiben, Wissenschaft zu machen.

00:32:01: Das hat mich sehr stolz gemacht.

00:32:03: Also privat dozentin schon?

00:32:05: Genau!

00:32:07: Und ich bin stolz also, dass sich so ein wahnsinnig tolles Team hier habe und ich wirklich jeden Tag aufs Neue gerne zur Arbeit komme.

00:32:16: Eine Frage noch, sie stammen.

00:32:17: Man hört es nicht aber sie stammeln ursprünglich aus Bayern.

00:32:22: Ich habe bei ihrem LinkedIn Profil gesehen dass das auch mit einer besonderen Biermarke zu tun hat Aber Sie arbeiten seit vielen Jahren in Hannover.

00:32:37: Das sind ja doch zwei unterschiedliche Kulturen.

00:32:40: Wie fühlt es sich an für sie als Gebürtige und wahrscheinlich auch gelebte Bayern im Norden zu leben.

00:32:48: Ja, das war am Anfang gar nicht so einfach, gebe ich zu.

00:32:51: Denn ich bin ein sehr geselliger Mensch und wie man auf meinem linken Profil sieht, trinke auch sehr gerne mal ein Bier – und vor allem natürlich auch gerne einen Helles, ein bayerisches Bier genau!

00:33:03: Das ist in Hannover lange nicht gehabt aber jetzt mittlerweile gibt es schon mal sehr schön.

00:33:10: Und ich musste erst klarkommen mit dem.

00:33:13: Ich habe mit dem norddeutschen Stil, aber ich finde Hannover sehr lebenswert.

00:33:17: Man kann hier alles machen und man hat alles vor Ort.

00:33:20: Ich sage immer das preisleistungsverhältnis ist fantastisch im Gegensatz zu anderen großen Städten.

00:33:26: Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl.

00:33:28: Aber ich fahre sehr oft in die Berge zum Skifahren, zum Wandern Und ich mache einmal im Jahr für alle Freunde immer ein großes Weißwurfsfrühstück Mit Scheidermusi und einem schönen Bier.

00:33:40: Dann freuen wir uns drauf!

00:33:41: Freut Dr.

00:33:42: Wilhelmy Vielen Dank für dieses wunderbare Gespräch.

00:33:45: Danke schön!

00:33:46: Ich danke

00:33:52: auch!

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