Extremeinsätze unter der Erde - Wenn die Höhle zur Falle wird

Shownotes

Gast: Andreas Wolf, Bergwacht Bayern (Höhlenrettung / Höhlenforschung / Höhlentauchen)

Inhalt der Folge

Rettung in Extremsituationen: Andreas Wolf erklärt, wie Höhlenrettung in Bayern organisiert ist, welche Risiken unter Tage realistisch sind – und warum „Projektmanagement“ in der Höhlenforschung überlebenswichtig sein kann. Ein Schwerpunkt ist die Riesending-Rettung (über 1000 m Tiefe): Kommunikation, Logistik, medizinische Stabilisierung und international koordinierte Teamarbeit. Im zweiten Teil geht es um Klimawandel-Folgen in alpinen Regionen: weniger Schnee, mehr Starkniederschläge, instabiler Fels durch schwindenden Permafrost – und was das für Rettungseinsätze bedeutet.

Kapitelmarken

00:00 Begrüßung & Thema: Rettung tief unter der Erde

00:51 Vorstellung des Gasts: Andreas Wolf (Bergwacht Bayern, Höhlenrettung)

02:13 Wie alles begann: vom Alpenverein zur Höhlenforschung (seit über 40 Jahren)

03:34 Warum Höhlenrettung? Unfälle, Entwicklung & Professionalisierung in Bayern

05:53 Darf „jeder“ in eine Höhle? Zugang, Fledermausschutzzeiten, Einschränkungen

06:48 Vorbereitung & Grundausrüstung: Helm, Licht, Schutz, Seiltechnik (SRT)

08:07 Lernen im Verein: Höhlenvereine, Dachverband, Literatur & Internet als Wissensquelle

10:14 Faszination Höhle: „Weltraumforscher unter Tage“ & Langzeitaufenthalte

11:54 Sicherheit & Entscheidungen: Umkehren als Stärke, Wetter als Risikotreiber

13:49 Kernregel: Alarmzeit hinterlegen – und warum Zeit unter Tage „anders“ läuft

16:04 Kommunikation: Warum Handys unter Tage nicht funktionieren

16:26 Mentale & körperliche Voraussetzungen: Tiefe, Enge, Klaustrophobie, Technik

19:44 Größte Risiken: Wetterumschwung, Starkregen, Hochwasser – Klimawandel als Faktor

21:21 Aufbau der Spezialeinheit: Ausbildung, Zusatzmodule, Seiltechnik & Transport

22:11 Nachwuchs: Motivation vs. seltene Einsätze – harte Realität statt TV-Romantik

24:00 Riesending-Schachthöhle: Einordnung des Einsatzes & Unfallhergang

27:03 Alarmierung wie früher: 14 Stunden „Melderlauf“ bis zum Telefon

28:52 Einsatzlogistik: Wegausbau, Sicherungen, Langwellen-Kommunikation, internationale Teams

33:17 Patientenversorgung & Transport: medizinische Stabilisierung, Abschnittsarbeit, Tragezug

33:39 Medienarbeit: tägliche Pressekonferenz, Fairness, Ausreißer, professionelle Unterstützung

37:53 Eiskapelle am Watzmann: Beobachtungen, Abschmelzen, dokumentierte Veränderungen

41:45 Weitere Folgen: Muren, Waldwandel, Felsstürze, Permafrost – neue Gefahrenlagen

43:10 Auswirkungen auf Rettung: Downwash, Anflugrisiken, instabile Verankerungspunkte

44:31 Persönliche Highlights: Eishöhlen, Vergänglichkeit, „gesund wieder rauskommen“

46:32 Rat an junge Menschen: Engagement, Verantwortung, Beitrag zur Gesellschaft

47:45 Abschluss & Dank

Zentrale Takeaways

Licht ist Leben: Redundante Beleuchtung ist elementar bei jeder Höhlenbefahrung.

Planung = Sicherheit: Wetter, Zustieg, Rückzugsoptionen, Material & Zeitmanagement entscheiden.

Alarmzeit hinterlegen: Klare Rückmeldefrist und Kontaktperson sind Pflicht.

Kommunikation ist ein eigenes System: Unter Tage oft nur Spezialtechnik – nicht Smartphone.

Klimawandel verändert Risiko-Lagen: mehr Starkniederschläge, weniger Schneepuffer, instabiler Fels.

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00:00:00: Das hat schon was sehr Tolles, auch mit der Vergänglichkeit.

00:00:03: Und das zeigt uns doch halt wie fragil unsere Welt da ist und mit welchen kleinen Möglichkeiten wir das schaffen, weil es zum Einsturz zu bringen.

00:00:13: Unsere Kinder, die da immer mitkommen von unseren Freunden und unseren eigenen sind da immer tief beeindruckt wenn sie sagen wo sie klein waren oder haben's das noch so und so gesehen und heute verändert sich das.

00:00:24: Also das natürlich bei Eishöhlen extrem klar ob das ein zentral Alpen ist.

00:00:29: Gott, bei uns hat einen Bayerischen Alpen ist der Kletcher gekommen.

00:00:32: Die Björn Steigerstiftung,

00:00:35: der

00:00:35: Podcast.

00:00:36: Folge

00:00:36: seventy- acht

00:00:37: extrem Einsätze unter der Erde

00:00:40: wenn die Höhle zu Falle wird mit Bergwartexperte

00:00:43: Andreas Wolff.

00:00:44: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Lebensretter für die Björns Steiger Stiftung.

00:00:51: ich freue mich sehr ein ganz besonderen Gast zu haben von der Bergwacht Bayern eine Höhlentaucher an Höhlenexperten Andreas Wolf.

00:01:00: Es geht heute um die Rettung dort, wo kaum jemand hinkommt, nämlich tief unter der Erde in Höhlen auch in engen Schächten im Dugleit und Ort an denen jeder Einsatz häufig zur extremen Situation wird für Betroffene natürlich auch für die Retter.

00:01:17: unser Gast Andreas Wolf ist Mitglied der Bergwacht Bayern.

00:01:21: er ist ich habe es gesagt Höhentacher und auch im Verbande deutschen Höheln und Karstforscher aktive hat die Höhlenrettung innerhalb der Bergwacht mit aufgebaut und war auch federführend dabei an einer der spektakulärsten Rettungseinsätze in Europa.

00:01:38: In der letzten Zeit bei der Rettungsaktion, in der sogenannten Riesending Schachthöhle, da ging es über tausend Meter runter und in ein weit verzweigtes Höhenstruktur.

00:01:53: Darüber werden wir sprechen und außerdem auch beim Thema das immer relevanter wird Klimaveränderungen, auch wenn sie negiert wird und dadurch bedingte neue Gefahren in Alpine-Regionen.

00:02:05: Etwa der Einsturz der Eiskapelle am Watzmann.

00:02:09: Herr Wolf.

00:02:10: Schön dass Sie heute bei uns sind.

00:02:11: Freu mich auch dabei zu sein.

00:02:13: Guten Tag!

00:02:13: Herr

00:02:13: Wolf, Sie bewegen sich beruflich und auch ehrenamtlichen Räumen, in die sich viele Menschen nie begeben würden?

00:02:20: Und die dies tun mit großer Passion.

00:02:23: wie sind sie selbst überhaupt zur Höhenrettung gekommen?

00:02:27: Das ist eine storeidee schon über mehrere Jahrzehnte alt.

00:02:30: Ich bin so als sechzehnjähriger in der Alpenverein zu jagen, da hat sie mir irgendwann mal einen Höhlen gestolpert.

00:02:35: im Wahrsehen des Wortes und das hat sich dann so ein zwei Jahre später rauskristallisiert dass es eher so mein Weg war im Gebirge unter Tage unterwegs zu sein.

00:02:44: die Kollegen haben sich dann mehr so den Bergsteigern klettern abgedriftet und seit so meinen sechzenten-sebzehnten Lebensjahr bin ich in Höheln aktiv und das sind jetzt auch schon gute zweiundvierzig Jahre.

00:02:55: Wir sind schon ein paar Sachen zusammengekommen.

00:02:59: Für jemand, der wie sie aus einer Bergregion kommt ist das vielleicht auch etwas näher.

00:03:05: Ich will nicht sagen es ist gewöhnlich dass es sicherlich nicht für andere die wenig Bezug haben zu höhlen.

00:03:11: Es ist trotzdem super faszinierend und ich habe selber erlebt, ich weiß ich doch zum ersten Mal so in Frankreich wo es eine große Faszination gibt für das Höhlen Klettern auch zum Teil fürs Höhen tauchen.

00:03:25: Wie sind Sie dahin gekommen, sich dann auch für Rettungseintätze zu engagieren gerade in diesem doch sehr schwer zugänglichen Gebiet?

00:03:34: Ja gut ist natürlich die Entwicklung.

00:03:36: Die hätte ich damals so als sechzehnjähriger Lehrlinge mir jetzt nicht vorstellen können.

00:03:40: Ich war da relativ oder bin ja relativ aktiv seit meinem sechzen Lebensjahr national international.

00:03:46: und es hat sich halt dann Ende der neunziger Jahren um die zweitausender Jahre herauskristallisiert.

00:03:53: Da gab es eine mehrere spektakuläre Unfälle in Höhlen außerhalb von Deutschland.

00:03:57: Also in der Schweiz, in Frankreich, Italien und einen anderen kleineren Unfall auch in Deutschland also nicht in Bayern.

00:04:06: Und da hat sich dann Ende deiner neunziger Jahre die Bergwache Gedanken gemacht wie das Thema wird sie irgendwann mehr auch treffen?

00:04:12: im Altpinienbereich gibt's über fünftausend Höhlen und im bayerischen Alpenanteil.

00:04:17: Und da wird auch mal was passiert, dann wie steht die Bergwacht dann da?

00:04:19: Wie sie das Thema abfackeln kann.

00:04:21: Und wir hatten ja im Vorfeld schon unabhängig dass es offizialisiert worden ist.

00:04:25: Ist ja die Bergwand Bayern mit mehreren Bereitschaften, mit den normalen ehrenamtlich arbeitenden Höheln vorhin schon Kontakt gewesen.

00:04:34: Da gab's dann jährlich gerade in Südbayern, im Rosenheimeecke immer einmal eine Rettungsübung.

00:04:39: Es gibt auch mit diesen Höhlevereinen gab's bis dahin so ne auf freien Ebenen in die Höhenrettung, die halt immer sehr lokal war.

00:04:48: Die hat schon sehr professionell waren.

00:04:50: Ja was konnte aber?

00:04:51: Das war halt nie das, was darüber hinausgeht.

00:04:54: und da gab es dann in den neunneinziger, achterneinzer, zweitausender Jahren die Diskussion bei der Bergwacht.

00:04:59: Und zweitausan ist das dann offizialisiert worden.

00:05:02: Die ganze geschichtete Höhlenforschung hat sich dafür committet dass aus diesen Vereinsrettungsorganisationen oder Ebenen das alles in die Bergwacht übergeführt wird.

00:05:10: Und deswegen sind wir dann zweitausend Jahre offiziell, ähm ... Die Bergwache der Höhlenrettung eingeführt wurden und deswegen führt die Bergwand auch Berg- und Höhlinrettungseinsätze durch.

00:05:19: so ist es auch der Gesetzestext.

00:05:20: und ähm, jetzt ist die ganze Story dahinter.

00:05:23: Ja, wir haben das eigentlich immer.

00:05:25: In den letzten Jahren hat es zugenommen tatsächlich durch die sozialen Netzwerke.

00:05:29: ich habe mit einigen Kollegen von ihnen auch Podcast gemacht, die für die Bergrettung zuständig sind und sie haben gesagt ja es gab immer leichtsinnige Menschen, die da brichtwörtlich ins Schlappen da irgendwo auf die Berge gestiegen sind.

00:05:44: Auch die Bürre geleitet werden durch Wege, die scheinbar einfach aussehen aber doch nicht einfach sind.

00:05:51: Wie ist das bei den Höhlen?

00:05:53: Gehen da nur Experten rein, kann jeder blöde Frage.

00:05:56: Aber wenn Sie sagen, fünftausend Höhle gibt es die meisten davon in Deutschland und Bayern.

00:06:00: Kann jeder in so eine Höhler einsteigen?

00:06:02: Gibt es dafür Vorschriften?

00:06:04: Wie ist es mit dem Höheln Zugang?

00:06:07: Also grundsätzlich kann heute jeder an einer Höhlle gehen der Meinung ist möchte das machen.

00:06:11: Da gibt's im Grunde noch keine Regularien dass das verbietet.

00:06:16: Es gibt nur die entsprechenden Fledermauschutzzeiten, wo im Oktober bis Ende März am Anfang April die Höhlen verschlossen sind um die Nachtruhe oder die Winterruhe der Fledermeuse nicht zu schützen.

00:06:29: Aber ansonsten kann heute jeder, der körperlich in der Lage ist, die Höllen zu erreichen und auch die Hüllen zu befahren.

00:06:36: Niedermachen.

00:06:36: das ist grundsätzlich.

00:06:37: Die Seiten sind besonders schützenswerte Höhle weil sie entsprechend archäologische Ausgaben geben, die sind meistens verschlossen aber Grundsätzlich sind keine Beschränkungen vorhanden.

00:06:48: Nehmen wir an, ich will das richtig machen!

00:06:50: Wie bereite ich mich am besten auf einen solchen Höhlen eintritt?

00:06:55: Höhenbesuch vorwissend dass natürlich keine Höhle wie die andere ist und sicherlich sehr herausfordernde Höheln da sind und andere etwas einfacher.

00:07:04: aber grundsätzlich was sollte ich dabei haben?

00:07:07: wie sollt ich präpariert sein und wie fit muss ich sein?

00:07:11: für eine Grundausstattung?

00:07:12: in der Höhle zu gehen ist natürlich Licht.

00:07:14: Das Licht ist das Elementarste, was man bei einer Höhenbefahrung braucht.

00:07:18: Unsere Altevorderen sind ja auch schon in der prehistorischen Zeit in Höhlen eingedrungen und haben da die wunderschönen Malereien in Frankreich gemacht.

00:07:26: nur als Beispiel.

00:07:28: aber wenn sie heute nach Höhlinge gehen brauchen es ein Helm, brauchen sie Lampe, brauchen Sie einen Schutzanzug, einen sogenannten Schlaz, Handschuhe sind nicht schlecht.

00:07:36: Vernünftige Schuhe, wenn man an Wasserhöhlen ist vielleicht Gummistiefel dann noch nass wird, braucht man einen Neoparin-Anzug und wenn man sich abseilen will muss man entsprechend mit der Single Rope Technik also mit der Seiltechnik bewandert sein um da entsprechend auf den Absteigen zu können.

00:07:52: Wenn Sie natürlich jetzt als unbedarfter an das Thema rangehen gibt es die Möglichkeiten auf Internetseiten.

00:07:58: Es gibt in Deutschland eine ganze Menge Höhlenvereine.

00:08:00: es gibt auch den Dachverband Verband Deutsche Höhle und Castforsche.

00:08:03: Da kann man sich wenden wenn man mal so eine Frage hat.

00:08:07: Aber über die Vereinigung hat man die Möglichkeit da auch mal mitzugehen.

00:08:11: Die haben die Informationen, es gibt entsprechend die Fachliteratur und es gibt relativ viele Literaturen zu kaufen.

00:08:16: Es wird auch viel veröffentlicht in den Höhlenforscherkreisen.

00:08:19: Und was natürlich jetzt auch ein Thema ist und das haben Sie ja vorhin angesprochen mit den digitalen Medien Wenn ich heute irgendwie einen Stichwort eingebe Ich möchte dir in die Höhle gehen.

00:08:29: Da explodiert meistens das Internet weil halt schon viele Leute dort waren beschreibt es aus seiner Wahrnehmung, warum er dort war und wie er dort waren.

00:08:38: Und wie er das erlebt hat.

00:08:40: Aber grundsätzlich sind so wie bei mir jetzt vor vierzig Jahren, wo man nur auf Kommunikation auf Höhenfasche Ebene wo man mit Schriften tauscht, sich da informiert hat wie vielleicht in Südfrang gleich eine Hülle gibt oder so.

00:08:50: Das hat sich alles gewandelt.

00:08:51: das ist heute als kein Thema mehr.

00:08:52: Ich gehe ins Internet und schaue mal das Katastar an.

00:08:54: Es ist alles zugänglich Lagezustick, Hüllen einbauten was notwendig sind.

00:09:00: Vielleicht auch die Regularien sind ja auch teilweise dort.

00:09:02: Also es hat sich der letzten vierzig Jahre sehr stark geändert.

00:09:04: Ja das ist richtig aber heute eine Höhle zu gehen ist Grundsätzlich kein Thema.

00:09:09: Es sei denn sie wollen natürlich am Anfang keine sehr anspruchsvolle Hühle.

00:09:15: Es ist natürlich erst mal, dass man sich da ein bisschen ran tastet.

00:09:17: Und dann gibt es erstmal schöne Horizontalhöhlen, wo man sich vielleicht weniger bücken muss und dann kann man das ja schön steigern mit Gericht zu einem viel zu griechenden Teilen, wo er sich dann noch abbausteilen muss und aufsteigen muss.

00:09:28: Das kann man dann entsprechend halt.

00:09:29: dann, wie man heute auch lustig drauf ist, Interesse hat es so vorzuführen damit der Schwierigkeit dann auch entsprechend steigert Kommen wir bei Höhlenvereinen entsprechend üben, werden dann Übungsabend die Wochenende durchgeführt worden und singlerobtänig ausprobiert.

00:09:45: Wo die Tüte Leute halt begleitet mitgenommen werden.

00:09:47: das war auch bei uns nicht anders.

00:09:48: Wir sind als Lehrlinge von unseren alten Vorderen mitgenommen worden und ja ich war damals auch sehr mutig was die mit uns da alles gemacht haben und so.

00:09:57: aber wenn man das vernünftig angeht dann wird man damit genommen und da kann man sich da langsam in diese Materie hineinarbeiten.

00:10:04: Ihre Freunde, ihre Bekannte sind meistens dann eben auf die Gipfel gestiegen.

00:10:09: Sie haben gesagt, das sind schon früh.

00:10:11: Dann hatten sie Faszination der Höhlen gespielt.

00:10:14: Was hat sie begeistert an den Höheln?

00:10:16: Sie persönlich?

00:10:18: Naja, sagen wir mal so, das Unbekannte ist halt das Schöne an der Hohlenforschung.

00:10:23: Wir bezeichnen uns immer ein bisschen die Weltraumforscher unter Tage Die Anforderungen schon sehr groß sind.

00:10:31: Man muss sich entsprechend darauf einrichten, Ausrüstungszeichen nicht das Licht ist.

00:10:33: Das ist ein zentrales Thema.

00:10:35: Wir machen ja Langzeitaufenthalte von ein, zwei Wochen, wo dann entsprechend die Ausrüstenung mitgeführt werden muss und das Wetter muss passen.

00:10:43: Ein, zwei

00:10:43: Woche in die Höhle?

00:10:45: Es ist Standard geworden.

00:10:47: Wir haben es fast schon vor fünf oder zwanzig Jahren gemacht, dreizig Jahre begonnen.

00:10:51: Da waren wir eine Woche immer in der HöhLE drin im Allgäu, im Hölloch im Maartal.

00:10:57: Da gab es damals auch noch richtig viel Schnee.

00:10:59: Da musste die Schneelage passen, da musste Wetterbericht passen und dann musste abgeschätzt werden wie der Föhn-Einbruch ist damit dann wieder kein Hochwasser unter Tage gibt, der uns einschließen konnte.

00:11:08: Also es sind viele Aspekte für wenn man Höhlentouren macht wo man entsprechend sich vorbereiten muss.

00:11:13: Man kann sie vorbereiten.

00:11:15: also wie gesagt die Zugstieg ist ein Thema im Alpinienbereich in Winter natürlich mit Lawinengefahr hochlagen ist schwierig Und auch dann unter Tage, meint man ja da ist alles super wenn die Leute in den Höhlen sind.

00:11:28: Aber es kommt jetzt immer öfter vor gerade dieser Klimawandel zeigt uns das, dass halt kurzfristige Wintereinbrüche oder Niederschlagsereignisse in Regen halt unter Tage die Höhle wieder entsprechend mit Wasser auffüllen und das muss man heute entsprechend abwägen.

00:11:43: Man muss wissen wo man sich zurückziehen kann, man muss entsprechend Ausrüstung am Lebensmittel brennstoff für die Kocher zu betreiben und schlafsäcke Isomarten.

00:11:51: Das ist so ein großes Paket, wo man sich entsprechend vorbereiten muss.

00:11:54: und diese ganzen Rahmenbedingungen wie Wetter, Zustick.

00:11:57: Kann man alles händeln?

00:11:58: Ist halt ein klassisches Projektmanagement-Thema.

00:12:01: Wir hatten auch unsere Fälle unter Tage, wo wir eingeschlossen waren und wo wir einen kalten Hinterbekommen haben.

00:12:07: Das war nicht so lustig.

00:12:09: Da haben wir auch bisschen gelernt daraus weil wir gedacht haben das packt man dann schon mal irgendwie, das kriegen wir hin.

00:12:14: aber wir haben die letzten Jahre auch oft gesagt, jetzt drehen wir einfach wieder um.

00:12:22: Lieber Rückzug ist besser als dann hier eingeschlossen zu werden.

00:12:24: Das hat also auch nichts irgendwie mit Falkheit zu tun, sondern man muss das einfach einmal realistisch einschätzen.

00:12:29: Ich weiß in unserer Gesellschaft ist immer nur alles sehr erfolgsverwöhnt und wir müssen es immer alles hinkriegen.

00:12:34: aber man muss halt auch mal Entscheidungen im Leben treffen und sagen, jetzt drehen wir einfach mal um und wir kommen ein Wochen später.

00:12:39: und das haben wir schon paar Mal gemacht und das war die richtige Entscheidung.

00:12:42: War immer bitter weil ja bei uns sind eine riesige Vorbereitungszeiten davor sind.

00:12:46: Man muss halt die Materialien schon... Wir müssen mittlerweile die Post anlegen.

00:12:50: Das geht dann auch nicht von heute auf morgen mit mehreren Vorbereitungstouren.

00:12:53: Aber es hat sich ausbezahlbar immer sicher rausgekommen, wie gesagt, ich mache das seit vierzig Jahren.

00:12:58: Ich habe noch nie einen Umfang gehabt wo ich mich jetzt irgendwie stark verletzt habe oder so und meine Kollegen haben halt immer mit Umsichter umgegangen sind aber kann auch mal anders sein, das möchte ich jetzt auch nicht negieren zeigt uns aber wenn man versucht relativ vernünftig an die Sachen ran zu gehen Dann ist man jetzt kein Hasserteuer und wenn halt jemand, der neuen Höhlen gehen will sich einfach mal so Gruppen anschließt dann wird er mitgenommen.

00:13:21: Da kann man ihm zeigen was er für Ausrüstung braucht und was für Probleme anstehen wie man die bewältigen kann.

00:13:26: Und dann kann das einem eine sehr schöne Tour sein unter Tage und kann man viele Sachen erleben, die man oft nicht vermutet.

00:13:33: Man findet in vielen Fossilien teilweise auch Bio-Spelologie, Fledermäuse oder auch andere Tiere wie Nematoden oder Springspänze was es auf teilweise Untertage für eine vielfältige Natur gibt.

00:13:49: Jetzt gibt es Herr Wolf ja beim Tauchen beispielsweise so einen Grundsatz, tauche nie allein.

00:13:55: Welche Kerngrundsätze gibt's fürs Höhlenplättern oder das Höhle erforschen?

00:14:02: Naja, das Wichtigste ist immer dass sie eine Alarmzeit hinterlegen bei Bekannten und Verwandten.

00:14:10: Sie gehen jetzt in die Höhle, sie fahren jetzt dahin.

00:14:11: Sie steigen da auf und kommen ungefähr zwölf Stunden an der Oberfläche und wieder im Tal.

00:14:19: Das sollte unbedingt machen.

00:14:21: War es natürlich ein Thema wenn man unter Trage

00:14:25: ist?

00:14:25: Wenn man sich nach diesen zwölften Stunden nicht gemeldet hat dann wissen wir Bescheid und würden Alarm schlagen.

00:14:31: Genau!

00:14:32: Das wäre als eine Sicherheitsvariante.

00:14:35: Das Thema ist nur, wenn man halt meistens unter Trage ist verrinnt die Zeit sehr schnell, weil man keinen Sonnenstand hat.

00:14:41: Die Zeit läuft einem einfach davon und da kann dann... Dann ist es nicht nach zwölf Stunden, da ist man vielleicht noch fünfzehn Stunden erst wieder am Höheneingang und dann verschiebt sich natürlich die ganze Kette bis wir rauskommen alles nach hinten.

00:14:54: unsere Verwandten bekannten sie wissen alle keine Nachrichten sind erstmal gute Nachrichten Aber trotzdem wird das im Auge behalten.

00:15:02: und wenn dann fünf, acht oder zehn oder zwölf Stunden doch nichts Signal kommt.

00:15:07: Da wird natürlich das auch nachgegangen und dann schaut man mal was da los ist.

00:15:10: Meistens hat man sich in der Zeit verzählt – es gab ein technisches Problem.

00:15:14: Man war zu langsam bei der Gruppe, die Gruppe war zu groß.

00:15:18: Es gibt tausend Gründe wo oft so eine Tour länger dauern kann Oder mal zu mehr verlaufen oder so.

00:15:24: Und dann guckt man halt später raus und das ist ja dann ein bisschen blöd, wenn man am Höheneingang steht und da ist die ganze Kaladerie aufgetreten von der Bergwand.

00:15:31: Also Alarmierungszeiten sind gut, sie sind auch wichtig.

00:15:35: uns muss aber auch klar sein im ersten Schritt wenn wir so eine Alarmierung bekommen dann schauen wir erst mal ob das Auto noch da steht weil es ist oft vorgekommen dass wenn Abwesenheiten festgestellt worden sind Gruppe, da meistens schon in der Wirtschaftshausen sich aufgewärmt hat oder ein gutes Bier getrunken hat.

00:15:52: Also das ist schon paar mal passiert.

00:15:53: deswegen erstmal Ruhe bewahren und zwar ob wir abwas passieren, schauen wir mal ob die Autos noch da sind wenn die Autas gar nicht mehr da sind weil es dann eh schon aus der Höhle raus.

00:16:01: Vielleicht setzen sie... Das war halt auch die Zeit wo es kein Handy gab.

00:16:04: heute sind natürlich diese Handyzeiten alles ein bisschen einfacher geworden.

00:16:07: aber das heißt auch nicht unbedingt dass ein Handy funktioniert und dass man trotzdem Kommunikation aufbaut.

00:16:12: Wollt gerade fragen, in der Höhle funktioniert da ein Handy oder kommt das auf die Höhler an?

00:16:15: Die Tiefe wo man

00:16:17: ist.

00:16:18: Funktioniert nicht.

00:16:20: Welche kappeligen und auch mentalen Voraussetzungen braucht es denn wenn ich in so eine Höhlle gehe?

00:16:26: Wir haben drüber gesprochen, da halt tausend Meter noch länger in die Tiefe und dann weit verzweigt.

00:16:33: Eng, stickig manchmal, Fledermäuse andere Tiere Das ist ja Nicht für jeden etwas.

00:16:43: Also mental sollte man halt bereit sein, sich abseilen zu können, die große Tiefenwirkungen vertraut zu sein.

00:16:52: Man hat natürlich oft den Vorteil wenn man nicht sieht dann kann man auch nicht ängstlich sein.

00:16:57: Wenn halt eine Hundert-Auchzehn Meter Schacht unten dann trotzdem ein kleines Licht aufploppt, dann merkt man erst die Tiefe und da muss man entsprechend Respekt haben mit der ganzen Sache umzugehen.

00:17:06: Woher weiß ich das eigentlich, dass da ein Hundert- und Achtzig Meter Schacht ist?

00:17:09: Über Karten über Erfahrungen, über Berichte.

00:17:14: Das ist zum Beispiel so ein Fall in der Riesendingschachthülle.

00:17:16: Da gibt es einen Hundertund ochztzig Meterschacht und der ist kratiert worden vermessen worden.

00:17:20: Und da sind entsprechende Seile in der Länge von Hundert Achtzig Metern eingebaut um diese Hundert Ochzig Meter entsprechend überwinden zu können.

00:17:27: Da ist es bekannt.

00:17:27: also die Vermessungen zeigen uns halt wie tief und wie lang und wie breit die Höhlen sind.

00:17:31: Und dann kann ich natürlich schon die Dimension rausharbeiten.

00:17:34: Aber es gibt natürlich noch eine zweite Extremer, also eines ist die Größe.

00:17:37: Es kann natürlich auch sehr eng sein was sie angesprochen haben mit Engen.

00:17:40: Also klaustrophophäbische Ängste sollte man nicht haben gerade wenn so Engstellen sind.

00:17:45: das ist ein spannendes Thema.

00:17:49: Muss man vielleicht machen wir ja auch dann ein bisschen seine Ausrüstung ablegen damit man da durchkommt.

00:17:53: Vielleicht muss man auch nochmal ein bissel mal mit Hammermeistern etwas erweitern.

00:17:57: Das kommt auch regelmäßig vor um hinter entsprechende Gang Zugänge zu schaffen.

00:18:02: Und zu der körperlichen Eigenschaften, klar wenn ich natürlich Langzeitaufenthalte mache und eine tiefe Schechte absteige muss ich halt relativ gut beieinander sein.

00:18:09: Ich muss ja die Aufstiege können, ich muss die Technik beherrschen.

00:18:13: und weil sie auch sagen wegen stickiger Luft das ist jetzt natürlich unseren bayerischen Alpen oder nicht unbedingt so dieses Thema also da haben wir eher kalte Luft.

00:18:22: Klar kann das passieren in Afrika oder auf der arabischen Halbinsel wo dann sehr heiße Lufthemperaturen vorherrschen oder auch in Südostasien.

00:18:33: Das sind aber natürlich die Guano Temperaturen in den Bayerischen Altmets eher untergeordnet, weil der Guano, der da liegt, stimmt nicht.

00:18:41: Aber klar, wenn ich dann irgendwo in Asien bin oder auf der arabischen Halbinsel oder gerade speziellen Afrika, da lebt die ganze Geschichte und wird der Guana von sekundären Insekten entsprechend durchgearbeitet.

00:18:54: Da gibt es dann entsprechende Geruchsintervalle Tragen wir da meistens immer entsprechende Art Corona-Masken, um uns halt ein bisschen von den Sporen und dieser Stiegigenluft zu bewahren.

00:19:06: Aber ja es ist richtig!

00:19:08: Es gibt auch im südlichen Afrika Höhlen mit CO² Konzentrationen und da muss man entsprechend der größte sein bei den entsprechenden... Wir haben damals dann Tauchgeräte dabei gehabt wo wir in diese sogenannten CO² Sehen abgestiegen und abgetaucht sind.

00:19:23: Das haben wir auch gebraucht.

00:19:24: Wir haben dann einmal den Atemregel abgenommen und das ist dann schlagartiger, aber dann Kopfi weil das einfach dann kein zuschlägtes CO².

00:19:31: Aber man kann sich da entsprechend ausrüsten Und es ist natürlich eine sehr extreme Situation.

00:19:35: Es muss jetzt auch ganz klar sein, kommt es nicht so oft vor oder regelmäßig im Gegenteil

00:19:39: Was sind die größten Risiken für die Taucherhöhlenbegeher, Höhlenkletterer?

00:19:44: Also unerwarteter Wettereinbruch ist natürlich immer das was man nicht braucht.

00:19:47: Das muss man ganz klar sagen.

00:19:48: Das kann passieren kann man aber die letzten Jahre jetzt immer besser abschätzen.

00:19:53: Die Wetterprognosen werden immer besser, wir haben aber natürlich die Situation gerade mit diesem Klimawandel.

00:20:01: Wir hatten ja vor zwanzig, dreißig Jahren noch diese Situation und es bin ich gerade einmal auf das Allgäu-Schau, wo wir die Jahrzehnte lang schon forschen.

00:20:07: Vor dreizig Jahren, als wir ins Allgääu gefahren sind, haben wir August im Februar fast drei, vier Wochen Frost.

00:20:13: da gibt's dann fünf, sechs Meter Schnee Und da kann uns einfach nichts mit einem Winter Einbruch, mit einem Schneeleinbruch oder dem Regeneinbrucht passieren.

00:20:21: Weil halt einfach diese Schneedecke so hoch ist dann wenn es rein regnet dann puffert ihr das ab und bis das Wasser in den Ölen ankommt sind wir dann schon wieder draußen.

00:20:28: Das ist leider heute nicht mehr der Fall.

00:20:32: Ich war letzte Woche erst auf der Zugspitze auf diesem Karsgebiet.

00:20:35: Das Kars-Gebiet hat sehr wenig Schnee die ganzen Karren schon noch raus.

00:20:38: Das hätte man sich vor dreißig Jahren gar nicht mal vorstellen können.

00:20:40: eine Lagenheit an drei vier Meter Schnee und... ...das gibt's halt einfach nicht mehr.

00:20:43: und deswegen sind halt diese Unwetterereignisse, ob man es seit Untertage oder auch an der Oberfläche erleben.

00:20:51: Nicht mehr ausgliedlichen sondern die werden immer so in meinem Minimum maximal Ergebnisse ausarten.

00:20:56: also wenn heute Pfingsthochwasser ist dann weiß jeder wieder da kommt die große Welle.

00:21:01: Boden ist nicht mal in der Lage das Wasser aufzunehmen so wie es vielleicht früher noch üblich war und das ist das was natürlich dafür die Höllenforschung ein Problem ist.

00:21:08: wenn halt dann so ein großer Pick kommt Man sieht gerade diesen Höhlengängen bewegt und dann kommt die Welle was wir sehr lange Luft anhalten oder rechtzeitig wissen, wo man sich zurückziehen kann.

00:21:17: Dass man dann auch nicht eingeschlossen oder überschwemmt

00:21:20: wird.".

00:21:21: Sie haben die sparte Höhlenrettung in Bayern aufgebaut und wie entsteht überhaupt so eine Spezialeinheit?

00:21:28: Worauf haben sie da Wert gelegt?

00:21:30: Wie hat sie sich auch

00:21:31: entwickelt?".

00:21:32: Also ich war jetzt nicht der Einzige, der daran beteiligt wurde.

00:21:34: Da gab es noch mehrere Leute.

00:21:36: Ich war nur einer von vielen, die sich da beteiligen.

00:21:41: Die Vereine... Die Leute, die damals in den Bergwach gegangen sind, haben sich speziell aus diesen Vereinen entwickelt.

00:21:48: Wir haben eine ganz normale Bergwacht-Ausbildung gemacht und es gab dann entsprechend einen Zusatzmodul.

00:21:53: Es gibt nach der Grundausbildung bei der Bergwache die Möglichkeit sich zu spezialisieren.

00:21:57: Seitdem gibt's heute das Bund Ausbildungsmodul Höhle und da werden entsprechende Höhlenretter von der Bergwachtseite dann ausgebildet mit Seiltechniken, Abtransport.

00:22:07: Also das volle Programm alles was man halt für Untertage braucht um einen Rettungseinsatz durchführen zu können.

00:22:11: Wie sieht es beim Nachwuchs aus?

00:22:13: Haben Sie genug?

00:22:14: Ja so mittelmäßig!

00:22:15: Das ist natürlich auch ein bisschen abhängig.

00:22:17: wir haben natürlich schon ein bissel ein Problem.

00:22:20: Wir hatten die letzten zehn Jahre also gut wie keine Einsätze mehr in Südbayern, das muss noch ganz klar sein.

00:22:24: Wir hatten halt im Jahr den Großeinsatz und seitdem Toy-Toy-Toi ist natürlich das so dass der Dünnen Vereinen Auf der Verbands-Ebene natürlich die Ausbildung der Jungen oder der Höhenforschung schon ein wichtiges Glied ist in unserer Ausbildungstätigkeit.

00:22:41: und ich sage mal, wenn die Ausbildung sehr gut ist dann passieren einfach weniger Leute Unfälle.

00:22:47: Und damit brauchen wir an der Bergwacht oder in der Höhlenrettung natürlich weniger machen was auf der einen Seite schön ist.

00:22:52: Wir haben natürlich diese Situation gerade hier im Süddeutschland.

00:22:57: Wenn ihr natürlich da jenseitige Woche in Einsatz hätte dann würden alle mitmachen wollen.

00:23:01: Das ist jetzt eher ein bisschen verhaltendes Thema gerade, es gibt schon wieder welche die wieder dazukommen.

00:23:05: Aber das ist jetzt eine gerade so.

00:23:06: der große anbringe vielleicht die Brücke da zu der Bergrettung.

00:23:10: diese Serie was da im Fernsehen gibt wo der Bergretter der Todesmutige und der Kuffe am Hubschrauber hängt, das sind wir natürlich nicht.

00:23:16: Es ist alles händische Arbeit, hohe körperliche Arbeit Und ähm... Ist halt sehr dreckig, sehr nass, sehr kalt, das ist natürlich auch nicht grad das was heute Was man in den Medien da sehr schick geschickt verkaufen kann dann muss er alle schön warm auf der weiße Strand- und blaue Himmel im Hintergrund sein.

00:23:33: Das können wir leider nicht bieten!

00:23:35: Wir haben Leute, die aus der Bergwacht normal auch nicht unbedingt Höhenretter sind, haben ja dann einen anderen Einsatz natürlich kurzfristig noch rekrutieren können.

00:23:47: Die kommen schon mit aber es ist gerade ein bisschen ... Ich möchte jetzt sagen eine starke Nation, aber das ist etwas als Zurückhaltung weil einfach alle die großen Einsätze oder überhaupt Einsätze in letzter Zeit sehr säkering waren.

00:23:56: Das ist ein bisschen ein Motivationsthema klar.

00:24:00: Lassen Sie uns über ein dieser riesengroßen Einsätze sprechen, Herr Bolf.

00:24:06: Da waren sie auch wiederführend mit beteiligt.

00:24:09: Das war in der Riesending Schachthöhle, das war sicherlich eine der aufwendigsten Höhlenrettungseinsätze überhaupt als tatsächlich auch einen Höhelforscher Johann Westhauser.

00:24:23: im Juni-Zw-Au-Tier war es in den Berchtesgadener Alpen in einer weit verzweigten Höhle.

00:24:30: Das kann man sich im Netz wirklich toll angucken, der Einstieg waren glaube ich so bei tausend achthundert Meter.

00:24:34: dann ging es mit verschiedenen Biwarks die man da gemacht hat also eine ein Höhlenforschung wie sie eingangs beschrieben haben über mehrere Tage glaube am neunzehnten Juni war der Einsteig und dann passierte am dreizehnten juni oder der Unfallort war war dort unten, ich glaube am neunzehnten Juli begann die Rettung und insofern war das eine ganz lange Reise, die die Retterinnen und Retter wahrscheinlich hinter sich bringen mussten oder Reise ist vielleicht falsch gesagt ein sehr komplexer Weg.

00:25:16: Und der Grund war glaube ich dass durch Steinschlag im tausend Meter Tiefe dann die Höhlenforsche getroffen wurden, dann entsprechend glaube ich am Kopf verletzt wurde und sich selbst ein bisschen mit retten konnte aber natürlich alleine nicht.

00:25:37: Aber sie waren mit dabei.

00:25:40: was war genau?

00:25:41: Und habe ich das richtig beschrieben?

00:25:44: wie war dieser Rettungseinsatz strukturiert?

00:25:47: Was haben Sie dort erlebt?

00:25:49: Das ist natürlich sehr komplexe Einsatz.

00:25:51: es war der erste Einsatz über tausend Meter tiefe wo jemand zurücktransportiert werden musste.

00:26:00: Ja, das hat uns dann am fängstbohntag die ganze Geschichte erreicht.

00:26:05: Wir haben es eher als Joke entfunden weil wir über das Riesending schon öfters diskutiert haben.

00:26:11: Klar reden wir immer wenn wir unsere Einsätze oder unsere Touren machen also wie können man was abarbeiten wenn da jemand verletzt ist?

00:26:18: Wie auch immer

00:26:19: und

00:26:19: mit dem Riesending haben eigentlich nicht gerechnet weil die Kolleginnen und Kollegen in dieser Gruppe dort arbeiten hochprofessionell arbeiten, körperlich sehr gut im guten Zustand sind und auch sehr strukturiert arbeiten.

00:26:31: Deswegen hat uns das schon etwas überrascht, dass denen das passiert ist aber grundsätzlich klar in unbekannten Gelände kann der das schon mal passieren, dass sich da Stein löst irgendwas passiert.

00:26:42: also das ist alles erstmal PC.

00:26:44: nix verwerfliches, dass Johan Westhase damals das passiert is.

00:26:48: und ja damals ging es halt dann los.

00:26:51: man mussten die Leute organisieren wir mussten

00:26:54: Vielleicht, wie war das?

00:26:56: Die waren ja zu dritt und wir haben sie erfahren dass da unten überhaupt so ein Vorfall war.

00:27:03: Also Sie haben vorhin angesprochen nach Ihrer Frage ob das Telefon oder das Handy unter Tage funktioniert.

00:27:07: Nein es funktioniert nicht!

00:27:08: Es gibt auch keine Telefonleitung in der Riesending Schachthöhle in die Tiefe und daran musste ein Kollege von Johann Westhauser die vierzehn Stunden alleine zurückmarschieren und hat dann entsprechend am Störhaus über den Telefon an die Alarmierung ausgelöst.

00:27:24: Also das muss man sich so vorstellen wie im ersten Weltkrieg, wo die Leute halt noch mit Melderaum liefen und die entsprechenden Nachrichten transportierten.

00:27:35: Kann man es in der heutigen Seite mal vorstellen?

00:27:36: Ich drücke aufs Telefon und ruf den hier einander an und sag sie jetzt machen wir das.

00:27:40: aber es gibt Teil Ecken und Enden in unserer Welt, wo halt einfach Telefone-Handy nicht funktioniert.

00:27:47: Okay ja, der Kollege hat sich gemeldet, er hat gesagt wir haben mir einen Vorfall, einen Unfall Wir sind da und das konnte er sicherlich dann auch.

00:27:57: Macht man denn eigentlich, ich meine es ist jetzt vielleicht ganz blöd die Frage aber markiert man dann diesen Weg wenn man zurück geht oder weiß der so gut Bescheid kennt sich so gut aus gerade weil einer der Experten ist dass er genau weiß wo der Verunfallte dann auch liegt?

00:28:15: Also das war eine unserer vielen Themen.

00:28:17: klar das ist ein sehr weit verzweigtes Höhlen System, da muss man erst mal die tausend Meter absteigen und dann von diesen Minustausenmeter dann noch zu diesem Platz zu gelangen wo der Verunfallte lag.

00:28:31: Das ist die sogenannte lange Gerade.

00:28:34: was aber die wenigsten wissen in dieser langen gerade geht es auf,ab,ab... Und dann muss man dann schon um gleich bis six-hundert Höhenmeter nochmal in diese sogenannten langen Gerade sich auf und ab bewegen am Seil.

00:28:46: Also das schaut alles so einfach aus.

00:28:47: Es dauert dann ein, zwei Tage mindestens bis man halt an den Platz war und es war halt einer unserer vielen Themen.

00:28:52: der Weg musste entsprechend ausgebaut werden.

00:28:55: Er musste weiter versichert werden.

00:28:58: Wir mussten die Kommunikation erzeugen wir haben mit langweilen Funkgeräten gearbeitet.

00:29:02: also es gibt schon eine Technik aus dem ersten Weltkrieg wo man über Langwellentechnik wurde lange Zeit auch im U-Bootfunk verwendet wird es auch in der Höhlenforschung verwendete mit so kleinen elektronischen Kästchen wo man von der Oberfläche über Langwelle, wenn du ein Sprach- oder Textbasiert arbeiten kannst und da konnte dann eine Kommunikation erzeugt werden.

00:29:22: Aber das war halt alles für diesen Einsatz.

00:29:24: Der ging ja nicht von heute auf morgen auf.

00:29:26: Das musste alles aufgebaut, organisiert und herangeschafft werden.

00:29:30: Hochgeflogen werden, die Leute mussten reingehen, das musste aufgebaut werden.

00:29:34: Es würde jetzt den Rahmen dieses Gesprächs wahrscheinlich extrem sprengen.

00:29:37: Also ein eigener Vortrag der Einsatz hat zwölf Tage gedauert, es waren über siebenundzwanzig Leute beschäftigt.

00:29:43: Das war ein Riesenknall.

00:29:44: was da passiert ist und muss man alles aus der kurzen Zeit organisieren.

00:29:49: Wir haben aber schnell erkannt dass war Pfingsten und Großteil unserer Leute waren alle im Urlaub.

00:29:54: Wenn wir jetzt in die Höhle reingehen, würden wir uns dann, wie sagt man, organisationstechnisch völlig im Blößen und haben dann beschlossen, wir bleiben erst mal als Bergwacht oben und machen das große Ganze.

00:30:04: Und organisieren das.

00:30:05: Dann haben halt benachbarte Höhlenrettungsorganisationen PÖA-PÖA immer mehr dazugenommen.

00:30:11: Erstmal war es ein binationaler Einsatz mit den Österreichern und dann kamen noch die Italiener dazu und die Croaten und wie sie alle hießen.

00:30:18: Die Schweizer natürlich waren als Erster da Und das wird auch nicht von heute auf morgen geaufgebaut.

00:30:25: Das hat dann auch einen gewissen Volllauf gedauert.

00:30:27: Wichtig war die Stabilisierung des Patienten, es hat funktioniert und Gott sei Dank konnten wir ihn nach mehreren Tagen transportfähig machen und das hat alles zu einem glücklichen tiefen Ende gefunden.

00:30:38: aber der Aufwand war immens mit Hubschrauber Bundespolizei in dem Ministerium also... Das sind alles Themen, wo der klassische Bergretter eigentlich nicht gerade vorbereitet ist und war.

00:30:49: Wir mussten das halt kurzfristig in einer kleinen Gruppe halt alles organisieren und es hat auch gut gepasst.

00:30:54: Es war da auch eine richtige Zeitpunkt.

00:30:55: Das war die Zeit, wo die großen Flüchtlingswelle über Deutschland schwappte und wir haben Zugang zu Bundeswehr, wir haben zugang zu allen Ressourcen.

00:31:06: Politik bekommen und das war ja der Schlüssel, um mal kurzfristig da agieren zu können.

00:31:10: Und sind immer noch dankbar und hätten wir uns damals nicht vorstellen können dass es funktioniert.

00:31:15: Wie war die Rettung selbst?

00:31:16: Hat sich dann eine kleine Gruppe bis zu ihm vorgearbeitet?

00:31:20: und nochmal Sie haben sie beschrieben wenn man sich das anschaut... Die lange gerade sieht wirklich relativ gerade und lang aus.

00:31:29: aber dann folgt ein Unglaublich schon auf der Karte verzweigtes Höhensystem, die sehr viele Abzweige hat.

00:31:39: Tote Enden und irgendwo da ganz unten in einem dieser verzweigten Enden war offenkundig der Unfallort und in einem diese sechs Schächte wusste dann derjenige, der hoch geklettert ist, ist er wieder mit runtergeklettert und wusste genau wo der liegt?

00:31:59: Also... Die Gruppe, die dann – es war ja so das der erste Melderaus kam und dann kam immer ein Parkversetzten weiterer Meldraus von der Gruppe bis wir dann die Kommunikation aufbauen konnten.

00:32:09: Wir haben daraufhin immer einen Trupp gehabt, der den Patienten medizinisch versorgt hat.

00:32:15: Der war so einem roten Zeltwart untergebracht.

00:32:17: Da haben sie das eine oder andere Bild davon mal gesehen weil da konnte er stabilisiert werden.

00:32:21: Es gab halt immer eine Gruppe von Ärzten und Höhlenforscher Die Betreut haben und daraufhin musste eine Logistik aufgebaut werden, dass die entsprechend mit Lebensmittellicht Medikamenten und sonstigen Materialien versorgt werden.

00:32:34: Dass der Patient stabilisiert wird weil es war nicht.

00:32:37: glaubt er jetzt Nach ein Tagen, nach zwei Tagen und nach fünf Wochen oder zehn Wochen überhaupt stabilisiert ist, dass er transportfähig wurde.

00:32:44: Das war ja unser großes Fragezeichen.

00:32:46: aber parallel dazu wurde ja die Hülle in Abschnitten eingeteilt und in diesen Abschniten haben dann entsprechend die Teams dann die entsprechende Vorrichtungen eingebaut wie Seile oder Trittstifte einzubauen um den Kennenstrecken überwinden zu können und dann einfach technisch dann dem Patienten in der Trage durch diese Gangpassagen Einfach, also einfach ist natürlich ein sehr einfaches Wort oder Anführungszeichen durchzubringen und dann entsprechend die tausend Meter nach oben ziehen zu können.

00:33:17: Ja das ist total mit Seilwinden zum Teil mit dem Gegengewicht von Rättern, die sich dann gegen ihn haben runterseilen lassen damit er dann hochgezogen werden konnte.

00:33:28: da wurde auch sehr viel berichtet über diesen Einsatz wenn sie grundsätzlich Berichterstattung sehen, über Rettungsseinsätze gerade auch über die an denen sie beteiligt sind und diese mitverantworten.

00:33:39: Ist das okay oder wird da übertrieben?

00:33:42: Läuft irgendwas falsch.

00:33:43: was würde sich wünschen von solchen Berechten?

00:33:46: also in der letzten Konsequenz müssen wir hoch anerkennen dass die berichterstaltung über die riesengelädtungen eigentlich eine sehr faire veranstaltung war seitens der medien.

00:33:56: es war aber nach mehreren sachen geschuldet.

00:33:57: erstens zu dem zeitpunkt war halt höhenforschung höhenrettung bis der Auto in Deutschland kein Thema gewesen, auch an dieser Dimension nicht.

00:34:05: Wahrscheinlich, wenn wir zu den Zeitpunkten uns über Fußball unterhalten hätten da war ja die Fußballmeisterschaft das hätten wahrscheinlich achtzig Millionen Deutsche da bestimmte Statement abgeben können.

00:34:14: aber Höhlenforschung war völlig unbekannt hat uns natürlich auch getroffen klar auf der Bands Ebene mit viele Fragestellungen und dem Medien waren uns gegenüber fair.

00:34:27: also das war nicht irgendwie so Medien-Zirkus, wie man es vielleicht woanders erkennt.

00:34:32: Es war schon die Leute haben.

00:34:33: wir haben da einmal am Tag um eins gab's immer eine Pressekonferenz.

00:34:37: Wir haben die Medienvertreter auch mal in den Schauhöhle mal entführt, um sie ein bisschen von unserem Ort des Geschehens da weg zu entführen und da ein bissel Ruhe zu degenerieren.

00:34:47: haben Sie einfach einen Schauhhöhlemälder, der viel Wasser auch getropft hat und kalt und nass war einfach mal aufzuzeigen wo die Probleme und die Schwerpunkte sind unter Tage um einfach das Gefühl zu geben was Sache ist.

00:34:57: Klar gab es einen Ausreißer.

00:34:59: Es gab eine Zeitung aus Österreich, die hat sich trotz Flugverbot-Zone und Verbotsverbotsanweisungen darüber hinweggesetzt und hat sich daran hochfliegen lassen.

00:35:09: Ich meine sie kann da ihre Exklusivbilder machen, die haben dann entsprechend da dann gesetzlich verfolgt worden.

00:35:17: aber das war ein Ausreise mit dem man muss leben und ansonsten haben wir uns die Leute eigentlich schon.

00:35:25: Ich persönlich kann nur sagen, ich hatte einen Zwischenfall mit einer Printmedium.

00:35:29: Ich hatte da ein nagelneues Telefon dienstlich wie die an meine Telefonnummer gekommen sind.

00:35:34: Aber in dem Moment wo Medien Informationen oder Nachrichten generieren wollen muss uns klar sein werden alle Mittel und Wege gesucht und gefunden um Informationen heranzukommen.

00:35:45: Wir müssen aber auch sagen wir haben aus der Zeit viele Reporterinnen und Reporter immer noch einen guten Draht nutzen diese Schienen auf beiden Seiten, auch wenn es positive oder negative Informationen sind ums da immer vertrauensbildende Maßnahmen zu machen.

00:36:00: Einfach um die ganzen Informationen in vernünftige Wege und Kanäle zu schicken.

00:36:05: und das hat sie ausbezahlt.

00:36:08: Ja war für uns eine harte Nummer von heute auf morgen da in dieses Medienweltchen eingestoßen.

00:36:14: so werden wir eigentlich jetzt mal in der Hülle im Dunkeln vielleicht sehr ruhig haben aber Wir haben es relativ gut über die Bühne gebracht.

00:36:20: Wir haben uns auch professionelle Hilfe geholt von jemand, einer Medienberaterin – das sagen wir ganz offen, weil sie selber seine Gewuppe bekommen.

00:36:27: Grundsätzlich sind wir als Bergwacht-Leute für so was gerade nicht ausgebildet aber ist notwendig, die Bevölkerung will informiert sein und das war eigentlich auch das positive, dass wir diese Message kommuniziert haben.

00:36:38: Das war eine gute Message.

00:36:40: Es war jetzt nicht irgendwie ein Verunfallter der sich da beweisen hat müssen.

00:36:44: Als ich selbst beweihräuchern musste, das war einer der in der Wissenschaft tätig war.

00:36:51: Der da nicht unbedingt die Publicity suchte und es war halt der Bevölkerung gut zu verkaufen dass es auch notwendig war auch für eine Person so diesem Zeitpunkt sehr viel Geld zu investieren um ihn zu retten und ist auch sehr positiv honoriert worden Und wir haben auch da vielleicht noch ganz kurz darauf einzugehen.

00:37:07: Das ganze hat natürlich großteil der bayerische Freistaat bezahlt Es ist richtig.

00:37:13: Die Zahlen sind dann kommuniziert worden Aber man kann sagen, wir haben da mehr Säulensystem gehabt mit der weiteren Finanzierung dieser Rettung.

00:37:21: Es gab viele Spenden aus der Bevölkerung.

00:37:25: Das darf man nicht unterschätzen.

00:37:26: Es hat uns sehr positiv beeindruckt.

00:37:28: es waren nicht nur Geldspende sondern auch Sachspenden während des Einsatzes und auch der Verband Deutsche Höhenkastfasche hat dann einen größeren Betrag aus seinem Vermögen die Rettungsverführung gestellt.

00:37:40: Kosten wurden auf bis zu eine Million Euro geschätzt damals, aber ich meine wenn da jemand gerade ein Wissenschaftler auch da eigentlich jeder der unten ist soll gerettet werden und da gibt es ja keine Frage.

00:37:53: Aber zur Wissenschaft ist eigentlich ein guter Übergang sind sie beschäftigen sich ja auch mit den Klimafragen auch gerade auch mit einer berühmten Eiskapelle die Eiskappelle am Watzmann.

00:38:05: eingestürzt ist vor nicht allzu langer Zeit am Fuße des Watzmann Ostband im Nationalpark Berchtesgaden.

00:38:16: Das war ein berühmtes sogenanntes Geotob in Bayern, das verschwunden ist.

00:38:21: man hat schon damit gerechnet dass das irgendwann mal einstürzt aber nicht zu schnell war.

00:38:29: auf neunhundert Metern gelegen galt so als das tiefsgelegene permanente Eisfelte deutschen Alpen und Das ist ja, ich glaube von tausenden Menschen auch besucht worden.

00:38:41: Aber dann ist es auf einmal eingestürzt.

00:38:45: dieser Hohlraum im Inneren des sogenannten Föhrneisfelts oder da ist seit de neunzehntundertreinfünfzig haben wir auch Wissenschaftler festgestellt fast eine Million Kubikmeter Föhn-Eis abgeschmolzen in der Nationalpark gegen dort.

00:39:03: Wie wirkt das auf sie?

00:39:05: Sie sehen das sicherlich häufiger als die meisten von uns.

00:39:09: konnten sie diese Veränderungen feststellen.

00:39:12: Manchmal ist es so, dass man Dinge immer sieht und wenn man sie immer sieht dann sieht man keinen Wandel weil das scheinbar langsam geht.

00:39:19: aber welche Veränderung haben Sie festgestellt?

00:39:22: Stellen Sie fest in Bezug gerade auf ja das Verschwinden von Eis Schnee haben sie auch benannt in den Alpen.

00:39:30: Also die Eiskapelle ist natürlich in Sonderform, das ist natürlich tiefgelegenste deutsche Firm-Eis-Ansammlung.

00:39:37: Nationalpapier des Garten wird weltweit von vielen Leuten sehr gerne besucht oder war bis letztes Jahr eine sehr fotogene Geschichte.

00:39:45: und wir haben vierneinzig Jahre begonnen mit den Beobachtungen, haben immer im September, Oktober zum gleichen Zeitpunkt immer die Geländenaufnahme durchgeführt Und es ging so gut, zehn Jahre immer gut.

00:39:57: Da waren auch die Eisverhälzten und Schneefilm-Eisverhälzen relativ gleich.

00:40:01: Dann brachen sie dann teilweise massiv ein.

00:40:05: Es gab dann noch mal, das war positiv der... ...seventeen, achtzehn oder neunzehnte Winter, da kann sich vielleicht eine erinnern, wo das große Schneekause an Deutschland war, wo wir die Dächer abgeschaufelt haben.

00:40:16: Das hat der Eiskapelle nochmal zwei, drei Jahre.

00:40:19: Luft gegeben, noch zu leben.

00:40:21: Aber es hat halt einfach.

00:40:22: dann ab den Zwei-Tausen-Zwanzigerjahren die Sommer... Man hat immer von einem heißesten Sommer zum nächsten gesprochen und Supersommer.

00:40:32: Und dann war natürlich auch die Situation dass die Niederschläge im Winter immer weniger wurden Und auch der warme Regen im Sommer natürlich außer übliches getan hat Die Eiskapelle entsprechend abschmelzen zu lassen und das hat er dazu geführt dass heute an dem September letzten Jahr ist die letzten Reste der Eiskappele dann verschwunden sind.

00:40:50: und wir haben letztes Jahr im Oktober dann die Reste, wo noch vorhanden waren oder nicht mehr vorhandene, das Tal entsprechend dann geodäntisch aufgenommen.

00:41:00: Das muss ich einmal sagen auch eine einmalige Chance jetzt mal unter einen Gletscher zu schauen, auch wenn es jetzt der Klimawandel das natürlich jetzt negativ ist.

00:41:06: aber wir haben jetzt natürlich die Situation.

00:41:08: ab jetzt des Urteils, wir wissen wie das Urteil ausschaut und alles was da drauf sich wieder ansammelt.

00:41:13: in den nächsten Jahren hoffentlich sammelt sich das an, das ist unsere Hoffnung können wir dann natürlich mit absoluten Zahlen rechnen.

00:41:20: Wir können jetzt auch mit anderen Daten arbeiten, die genauer sind.

00:41:24: Klar ist es eine bittere Nummer das zu beobachten.

00:41:26: Ich war mal als vierjähriger Bub da oben und habe bei meinen Eltern furchtbar beschwert dass es in der ASCAPELLA KS zum Essen gab.

00:41:35: Es mag aus Nachsicht ein bisschen lustig sein aber man muss klar sagen es ist schon bewegend als unsere Generation festzustellen in diesen vierzig-fünfzig Jahren dass die Veränderungen einfach da sind.

00:41:45: Ob das Eis ist ein Thema, aber es gibt noch andere Themen hat mehr Muren gibt und die Wälder verändern sich.

00:41:53: also gibt mir Felsabstürze in den Bergen weil der Parmafrost verschwindet und das wäre eine große Kette an Themen wo man jetzt aufzeigen kann an Veränderung wo die Parameter dahinter stehen mit der Erwärmung und das ist vor unserer Haustüre negierbar und es kann man jetzt auch nicht verleugnen, dass das nicht passiert.

00:42:13: Es sind halt einfach Fakten.

00:42:16: Das ist natürlich eine hochpolitische Frage.

00:42:18: Wir haben uns wieder gehört, dass in Amerika die ganzen Fakte ja alle jetzt negiert worden sind.

00:42:23: Ja gerade jetzt aktuell, Treibhausgase gefährdet nicht die Gesundheit oder die Umwelt.

00:42:29: wo der gerade dort verkündet.

00:42:32: Und das ist dann schon bitter zu beobachten, dass damit natürlich ein Weg eingeschlagen wird über diesen Ausgang.

00:42:38: wir noch gar nicht wissen was zu was das führt.

00:42:41: Sie haben es erwähnt.

00:42:42: Bergsteigen wird auch gefährlicher dadurch, durch viele Felsabstürze oder Geröllabsturze die durch den Mangel an Parmafrost eben Felsengerolle werden.

00:42:55: brüchiger fallen schneller ab, fallen auf Bergsteige die hoch klettern.

00:43:00: das hat man überall in den Alpen und das natürlich noch ein zusätzlicher Gefahr auch.

00:43:05: Hat das eigentlich schon Auswirkungen auf Rettungsorganisation?

00:43:10: Passten Sie sich dem an, muss man sich dem irgendwie neu Wettmann?

00:43:13: Rettungseinsätzen vor dem Hintergrund dieser zusätzlichen Gefahren?

00:43:18: Da muss man das.

00:43:19: Wenn der Hubschrauber anfliegt und der weiße fliegt über eine Felsbereiche die halt früher vielleicht noch mit Frost durchzogen waren heute frei von Parmafrost sind es ist vielleicht ein feinsplittriger Fels Und der Hupschrauber Rotoren erzeugen einen großen Downwash Wind dann können natürlich solche kleinen oder größeren Fels die früher durchs Eisfrost noch geklebt haben oder festgefahren waren, natürlich durch die Luft schwirren und können den Rettungsvergang an sich behinderten.

00:43:49: Da gibt es viele Themen mit Anflug des Eises nicht mehr da was ist.

00:43:55: Die Verankerungspunkte sind immer so sicher weil der Frost entsprechend den Feld so geschädigt hat.

00:44:01: Das merkt mir in vielen Ebenen das kann auch sein wenn man im Canyon ist Das nächste Gewitter schon wieder ansteht.

00:44:08: Es kann vielleicht nicht weit weg sein, aber die Gewitter entladen sich heute kurzfristiger und heftiger als früher waren.

00:44:16: Diese Komponenten kann man alle entsprechend weiß händeln.

00:44:21: Aber wir sind mit diesen Themen immer mehr behaftet.

00:44:24: Ja klar!

00:44:24: Es klingt so, als hätten Sie schon sehr viel gesehen, sehr viel Natur auch großartige Höhlen.

00:44:31: Was war ein besonders schönes Erlebnis?

00:44:35: Forscher und Höhlenretter haben oder hatten.

00:44:40: Aber da tue ich mir jetzt ein bisschen schwer.

00:44:41: Ich habe schon einige Höhlen gesehen, jede Höhle ist anders.

00:44:45: Da haben wir es mit so einem falschen Fuß erwischt.

00:44:47: Was ist die allerschönste Höhne?

00:44:49: Muss ja jetzt passen... Man muss

00:44:50: nicht alle auch schön zu sein!

00:44:51: Das kann man einfach reines schönen.

00:44:53: Also

00:44:53: was natürlich schon toll ist, auch wenn ich das jetzt schon seit fast forty-fünf Jahren mich damit beschäftige, ist der Eiskapelle am Königsee.

00:45:00: Es schadet, dass sie nicht bei da ist und es gibt schöne Bilder davon mit diesen ganzen Fließversetten.

00:45:04: Ich weiß nicht ob sich eine oder andere schon mal gesehen haben.

00:45:06: Internet geist dann da ganze Menge rum.

00:45:08: Also das ist natürlich schon eine Einmaligkeit, so Gletscher-Eishöhlen.

00:45:12: wir waren jetzt auch vor kurzem der Schweizer Gletschereishöhle.

00:45:14: Das hat schon was sehr Tolles mit der Vergänglichkeit und das zeigt uns doch halt wie fragil unsere Wälder sind mit welchen kleinen Möglichkeiten wir das schaffen haben es zum Einsturz zu bringen.

00:45:25: Und ja also unsere Kinder die da immer da mitkommen von unseren Freunden und eignen die sind da immer tief beeindruckt wenn sie sagen naja wo sie klein waren oder haben es das noch so und so gesehen.

00:45:37: Und heute verändert sich das, also ist natürlich bei Eishöhlen extrem klar ob das ein Zentralalpen ist oder gerade bei uns einen bayerischen Alpen ist der Gletscherrückgang immens aber klar.

00:45:49: wir haben schöne Höhlen wie gesagt hier mit diesen Eishöhlen gerade diese Gletschereishöhle da am Königsee-Eiskapelle.

00:45:54: Wir waren letztes Jahr auf dem US-Kongress in Brasilien.

00:45:57: Das war natürlich ein sehr spannendes Thema im sehr heißen Land.

00:46:01: was über Eishöllen zu berichten.

00:46:04: Das heißt aber nicht, dass die Kollegen in Brasilien halt keine andere schönen Hüllen haben.

00:46:07: Die haben halt andere Hülle mit anderen Inhalten und anderen Formen.

00:46:10: Und ja da gibt es weltweit tolle Sachen.

00:46:13: also da speziell zu sagen... Was halt immer beeindruckend war ist halt aus einer Hölle vernünftig rauszukommen, frische Luft zu armen und dann abzusteigen und mit den meist schmutzigen Gedanken was man erlebt hat runter wieder eine Arbeit zu gehen.

00:46:27: das ist halt ein Thema.

00:46:29: des muss man erleben und das kann man schlecht kommunizieren.

00:46:32: Letzte Frage, Wolf!

00:46:34: Wenn sich jungen Menschen einen Rat geben könnten die sich für Rettungsdienst oder auch das ehrenamtliche Engagement interessieren welcher wäre das?

00:46:43: Ob es die Wasserwacht ist ob sie Bergwacht isst oder roter Kreuz oder die Karajt haste ich glaube erst mal second ja.

00:46:48: aber ich glaube es wär wichtig für unsere Gesellschaft wenn junge Menschen ein Beitrag für die Gesellschaft tätigen um auch wieder was zurückzugeben.

00:46:59: Wir erleben ja eine sehr freie Gesellschaft und es geht nicht schlecht genug zu essen, zum Trinken.

00:47:05: Wir müssen uns langsam das jetzt der Nachbar mit der Gnare um die Ecke laufen hat also Geschichten und ich glaube wenn die jungen Leute da bereit sind sich da einzubringen.

00:47:16: Ich glaub dass wir auch in den heutigen Zeiten sehr wichtig, wir wissen etwas geopolitisch noch alles passieren wird und da entsprechend vorbeizureitet zu sein Hier in Deutschland vielleicht, wenn der eine dann sagt, er will danach in der Pflege tätig sein.

00:47:29: Wenn das ansprechend mit so Rettungsorganisationen sein Wissen aufbessert, ist es ja auch ein Weg in unsere Gesellschaft zu helfen und ... Es werden die Richtungen aber nicht konkretisierte.

00:47:39: Zuweisungen muss als dessen das machen.

00:47:41: Aber wenn es sich einbringt, glaube ich, wäre das sehr wichtig für unsere Gesellschaft.

00:47:45: Herr Wolf, herzlichen Dank!

00:47:46: Und vielen Dank fürs wunderbare Gespräch.

00:47:49: Dann gehen wir.

00:47:51: Die Björn Steigerstiftung.

00:47:53: Der Podcast.

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