Vom Ersthelfer zum Patienten: Wenn Lebensretter selbst gerettet werden müssen

Shownotes

Wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, entscheiden oft die ersten Minuten. In dieser Folge geht es um zwei außergewöhnliche Rettungsgeschichten, die auf bewegende Weise zeigen, wie wichtig schnelle Hilfe, Wiederbelebung und mutige Ersthelfer sind.

Zu Gast bei Béla Anda ist Dr. Harald Genzwürker, Notarzt und engagierter Verfechter der Laienreanimation. Er erzählt von einem Einsatz auf einem Fußballplatz im Odenwald, bei dem ein Mann mit Herzstillstand dank sofortiger Hilfe überlebt. Jahre später kommt es zu einer fast unglaublichen Wendung: Der Ersthelfer von damals gerät selbst in Lebensgefahr – und erneut ist es Dr. Genzwürker, der mit seinem Team zur Stelle ist.

Diese Folge macht deutlich: Prüfen. Rufen. Drücken. Jede und jeder kann Leben retten. Und Nichtstun ist der einzige wirkliche Fehler.

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn ich sehe, dass da jemand bewusstlos liegt, mal schauen ob ich irgendeine Reaktion hervorrufen kann.

00:00:06: Unmittelbar die eins-eins-zwei den Notruf rufen und im zweifelsfall beginnen mit dem Wiederbelebungsmaßnahmen.

00:00:12: und bei den Laienvorträgen, die ich häufig halte sage dann... Und wenn die betroffene Person sich wehrt, darf ich sofort wieder aufhören.

00:00:18: Wenn nicht mache ich das einzig Richtige!

00:00:20: Die Björn Steigerstiftung der Podcast

00:00:27: Wenn Lebensretter selbst gerettet werden

00:00:30: müssen.

00:00:30: Mit Dr.

00:00:31: Harald

00:00:31: Genswürger.

00:00:32: Ein Fußballplatz im Odenwald, ein Mann bricht zusammen mit Herzstillstand.

00:00:37: Ein Ersthelfer der dabei steht.

00:00:39: Ein Freund beginnt sofort mit Wiederbelebung und Ersthelfernmaßnahmen.

00:00:45: Ein Notarzt kommt nach wenigen Minuten vorbei.

00:00:48: Gott sei Dank ist er an Ort und Stelle gewesen, der Mann überlebt.

00:00:51: Und Jahre später ... Er leitet der Ersthelfer selbst eine Herzinfarktung.

00:00:56: Der kommt an Arzt und wieder ist es der gleiche, der im ersten hier beschriebenen Fall geholfen hat.

00:01:01: Und dieser Mann sitzt mir heute gegenüber Dr.

00:01:05: Harald Genswürcker.

00:01:08: Guten Tag!

00:01:08: Hallo!

00:01:09: Guten Tag,

00:01:10: hallo!

00:01:11: Ich freue mich dass Sie hier sind.

00:01:14: Herr Dr.

00:01:14: Genswirker was ist damals im Odenwald passiert?

00:01:17: An diesem Tag als sie gerufen worden Mann, der zusammengebrochen war auf dem Sportplatz Erstenhilfe geleistet haben.

00:01:28: Ja es war ein Sonntagsdienst, der eigentlich relativ ruhig war und am Sonntag Nachmittag wurden wir alarmiert Rettungswagen und Notarzeinsatzfahrzeug Auf den Sportplatz nach Buchen Hettingen mit der Meldung bewusstlose Personen Und als wir eindrafen... Der Rettungswagen war kurz vor uns da, sah ich dann schon im Hinlaufen dass da jemand wiederbelebt wurde das jemand eben diese typischen wippenden Bewegungen auf dem Brustkorb gemacht hat.

00:01:53: Und dann haben wir uns da schnell in die Lage eingebunden, informiert.

00:01:57: Ein Zuschauer des Spiels ist der Klaus Müller, der sei plötzlich zusammengebrochen und zwei Ersthelfer haben mit den Maßnahmen begonnen und wurden gerade unmittelbar vor meinem Eintreffen von der Besatzung des Rettungswagens abgelöst, die die Herzdruckmassage und Beatmung übernommen hat.

00:02:12: Und Jahre später, da nehmen wir das schon mal vorweg, wurden sie wieder zu einem Einsatz gerufen.

00:02:18: Diesmal war es der Erstehelfer des Geretteten Und wieder war es ein Herzinfarkt.

00:02:25: Ja, das war einen Montag früh der erste Einsatz, acht Uhr vierzig ging der Alarm.

00:02:31: Die Adresse kam mir bekannt vor, der Name kam mir bekannt vor weil mit dem Patienten, dem Rudi Knühl saß ich wenige Tage vorher beim Geburtstagskaffee seiner Nichte zusammen und dann sind wir da hingefahren.

00:02:42: Wieder war der Rettungswagen eine Minute vor uns da.

00:02:45: die Kollegen hatten schon die Reanimation übernommen.

00:02:48: mein Trauzeuge der Dieter der Notfallsanitäter Hat gerade den Monitor angeschlossen, wir haben Kammerflimmern gesehen und haben einmal defibrilliert.

00:02:57: Und hatten dann unmittelbar stabile Kreislaufverhältnisse.

00:03:00: Haben uns natürlich ein bisschen informiert.

00:03:02: die Frau von Rudi hatte auf Anleitung der Leitstelle mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen.

00:03:08: Das ist das was in beiden Fällen entscheidend ist.

00:03:10: nicht dass ich da als Notarzt reingestolpert bin sondern dass Ersthelfer tatsächlich unmittelbare begonnen haben.

00:03:15: Das hat den Unterschied gemacht davon bin ich fest überzeugt

00:03:18: Herr Dr.

00:03:18: Genswürcker, Sie erleben als Notarzt solche Fälle regelmäßig häufiger?

00:03:25: Was passiert überhaupt wenn ein Herz stehen bleibt?

00:03:29: Wenn das Herz steht dann bricht die Durchblutung zusammen.

00:03:32: in erster Linie kritisch ist da die Durch Blutung des Hirns und es geht quasi das Licht aus.

00:03:39: nach spätestens dreißig bis fünfzig Sekunden wird die Person bewusstlos und bricht zusammen.

00:03:45: Und dann ist ganz entscheidend, dass so schnell wie möglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird.

00:03:51: Insbesondere mit der Torachskompression oder Herzdruckmassage um die Durchblutung des Hirns wiederherzustellen.

00:03:57: Denn unser Hirn kann keinen Sauerstoff speichern und wenn da nicht nach spätestens fünf Minuten was ankommt, dann sterben die ersten hier in Areale unwiederbringlich ab.

00:04:06: Unser Hirn braucht permanent Sauerstoffs und wenn jemand zusammenbricht, Das heißt, durch die Herzdruckmassage kann man diesen Sauerstoff nach oben bringen.

00:04:18: Da wo er fehlt und dann irgendwann muss man natürlich auch mit der Beatmung beginnen spätestens wenn wir dann eintreffen.

00:04:24: aber für die Ersthelfer ist das allerwichtigste die Herzdrückmassage.

00:04:28: deswegen ja unsere Slogan auf der Woche der Wiederbelebungen prüfen rufen drücken wenn ich sehe dass da jemand bewusstlos liegt mal schauen ob ich irgendeine Reaktion hervorrufen kann.

00:04:39: Unmittelbar die eins, zwei den Notruf rufen und im zweites Fall beginnen mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

00:04:45: Und bei den Laienvorträgen, die ich häufig halte sage dann ... Wenn die betroffene Person sich wehrt, darf ich sofort wieder aufhören.

00:04:52: Wenn nicht mache ich das einzig Richtige?

00:04:54: Da sprechen Sie etwas an.

00:04:55: was viele Menschen beschäftigt hat es mich auch, bevor ich bei der Steigerstiftung begonnen habe.

00:05:02: Klar hab auch ich ja einen ersten Hilfekurs gemacht.

00:05:04: Meine Frau hatte immer gesagt, Mensch macht doch mal noch ein Und er wird halt, ah ja, mach ich schon.

00:05:10: Aber die Zeit und also was man sich dann selber so sagt, wenn man nicht ein besonders verantwortungsvoller Mensch ist oder ans Allgemeinwohl wirklich die ganze Zeit denkt oder die Wichtigkeit erkennt, die sie uns hinabbringt.

00:05:23: Dann wäre auch meine große Sorge gewesen, die Sie gerade im Grunde benannt haben da etwas falsch zu machen.

00:05:30: Also ich drücke klar!

00:05:33: Ich soll prüfen lebt dieser, also atmet der Mensch noch, der da liegt oder atmet er nicht.

00:05:38: Aber man weiß ja wie das ist, wie brüffig in so einer Stresssituation wirklich ob da jemand atmet.

00:05:45: und dann ist die große Sorge glaube ich bei vielen Menschen, die sich nicht mit ihrer Hilfe haben weiterbilden lassen den Kursen da etwas falsch zu machen.

00:05:55: kann man etwas falsch machen?

00:05:57: Und können sie diese Sorge nachvollziehen und wie überwindigt die am besten.

00:06:02: Auch das ist mein Mantra bei den Vorträgen und bei jeder Gelegenheit.

00:06:06: Der einzige Fehler, den man tatsächlich machen kann, ist nichts zu tun!

00:06:10: Der Notruf ist ja schon mal viel wert denn dann kommt nicht nur der Rettungsdienst ins Laufen sondern viele Orts wie bei uns zum Beispiel auch werden über Smartphone qualifizierte Ersthelfer alarmiert die zufällig in der Nähe sind Und das ist so, wie Sie richtig sagen in einer Stresssituation gar nicht zu banal.

00:06:27: Wenn sich jemand traut die Herzdruckmassage zu beginnen dann verdoppelt bis verdreifacht er die Überlebenschance.

00:06:33: und ich formuliere es immer ganz hart Die Person, die da am Boden liegt ohne Herzschlag, die ist definitionsgemäß tot.

00:06:41: Klinisch Tod Das heißt man kann noch was machen Biologisch Tod Dann geht nichts mehr.

00:06:47: Was will man denn schlimmer machen?

00:06:48: Also Es gibt keine Steigerung im deutschen Sprachgebrauch von Tod.

00:06:53: Die einzige Chance, die der oder die am Boden hat ist, dass jemand den Notruf tätigt und anfängt.

00:06:59: Und sich draut!

00:07:00: Das ist ein ganz wichtiger Schritt.

00:07:02: Was kann im schlimmsten Fall passieren?

00:07:04: Es knackt vielleicht tatsächlich mal eine Rippe aber das würde man heutzutage eigentlich gar nicht im Nachgang operativ versorgen.

00:07:12: Ich war auch als Ersthelfer alarmiert über Smartphone und habe den Betreffenden dann zwei Tage später besucht Und er hat schon gesagt, wenn er tief Luft holt und husten muss dann tut es da ein bisschen weh.

00:07:22: Dann habe ich gesagt das nehme ich auf meine Kappe aber das ist der Grund warum wir uns gerade unterhalten können.

00:07:26: Sonst wäre dieses Gespräch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich weil er vielleicht gar nicht überlebt hätte oder vielleicht nur mit schwerster Behinderung.

00:07:37: Ist das einfach diese wichtige Botschaft?

00:07:39: Verkürzte Botschaften, die auch in Stresssituationen abgerufen werden können.

00:07:43: Prüfen, rufen, drücken... So versuchen wir ja schon seit Jahren im Rahmen der Woche der Wiederbelebung, die Leute zu motivieren.

00:07:50: Das tut ja auch die Steigerstiftung, das tut die Herzstiftungen.

00:07:54: Mittlerweile ist der Deutsche Fußballbund die UEFA.

00:07:56: alle möglichen Partner sind mit an Bord Mit der einen Idee, Leute traut euch, habt keine Angst ihr könnt den Unterschied machen.

00:08:03: Ja, da sind wir sehr stolz drauf.

00:08:06: Den deutschen Fußballbund haben wir gemeinsam mit der deutsche Herzstiftung gewonnen.

00:08:10: auch letztes Jahr im Rahmen des Pokalfinales VfB Stuttgart gegen, glaube ich, Aminia Bielfeld war es.

00:08:18: Haben sie sogar eine große Möglichkeit gehabt die Initiative darzustellen und wir sind weiter in guten Gesprächen und das macht natürlich wirklich viel aus.

00:08:30: Zahl derer, das wissen sie natürlich.

00:08:33: Der Ersthelfer die bereit sind etwas zu tun oder in der Lage sind hat sich glaube ich gesteigert in Deutschland von rund dreißigfünfdreißig Prozent auf rund fünfzig Prozent.

00:08:43: trotzdem sind wir ja noch weit hinter den skandinavischen Ländern Ja wieder auch da sind immer unser Vorbild in allem achtzig bis neunzig Prozent Abdeckungsrate haben.

00:08:54: was muss auch aus ihrer Erfahrung Passieren damit wir diese zusätzlichen, dreißigvierzig Prozent auch noch erreichen.

00:09:00: Also aus meiner Sicht ist es ein ganzer Baukasten von Maßnahmen.

00:09:03: ne?

00:09:03: Die Woche der Wiederbelebung sei zwanzig dreizehn.

00:09:05: damals waren da tatsächlich bei einundzwanzig Prozent Laien Hilfsquote beim Kreislaufstillstand.

00:09:11: das ließ sich durch ganz viele öffentlichkeitswirksame Aktivitäten ganz ganz vieler Player deutscher Rat für Wiederbelegungen und eben die Stiftungen und schon deutlich steigern.

00:09:22: Wir haben aber noch weitere Bausteine.

00:09:24: Ich habe es angesprochen, die Smartphone-basierte Alarmierung von qualifizierten Ersthelfern, die Anleitung von Ersthelfer bei der Reanimation und die sogenannte Telefonreanimation, die im Fall von Rudi Knylja Ausschlag geben war weil seine Frau dann eben klare Anweisungen bekommen hat, die Sicherheit hatte das einzig Richtige zu tun.

00:09:42: Und ein ganz wichtiger Knackpunkt aus unserer Sicht auch aus Sicht der Fachgesellschaften ist natürlich die Einführung von Wiederbelebungsunterricht in den Schulen ab Klasse sieben.

00:09:52: Ab da sind die Schülerinnen und Schüler auch körperlich in der Lage, eine Herzdruckmassage auch beim Erwachsenen durchzuführen.

00:09:58: Man darf auch schon deutlich früher anfangen mit Hinweisen was die Notrufnummer angeht.

00:10:03: das können auch Grundschüler aber rein physisch in der Lager sind die Schülerin-Schüler so ab klasse siebend.

00:10:09: Da wäre die Vorstellung und es ist in wenigen Bundesländern ja schon Realität, dass sie einmal pro Schuljahr bis zum Schulabschluss eine Stunde Theorie, eine Stunde Praxis bekommen.

00:10:21: Und das haben nicht wir uns ausgedacht, sondern das machen eben die skandinavischen Länder schon seit vielen Jahren.

00:10:26: Damit ist es für alle sozusagen eine Selbstverständlichkeit was in so einer Situation zu tun ist und dadurch deutlich niedriger.

00:10:34: Dadurch schaffen die das, dass mehr Menschen sich trauen, das einzigrichtige zu tun?

00:10:38: Das

00:10:38: ist auch ein Ziel was die Steigerstiftung auch gemeinsam mit der deutschen Herz-Stiftung zum Teil auch mit anderen Stiftungen gemeinsam in die Schulen trägt.

00:10:46: Auch ein sehr guter Impuls.

00:10:48: Jetzt haben Sie zweimal erwähnt die Aktivierung per Handy.

00:10:53: Das ist etwas wofür auch die Steigerschriftung sehr kämpft und immer das Vergleichsland Österreich beispielsweise anführt wo diese Aktivierung per Handy von Ersthelfern.

00:11:07: Übrigens auch von der Polizei, anders als bei uns flächendeckend angewendet wird.

00:11:14: Bei Ihnen scheint das schon der Fall zu sein.

00:11:17: Erzählst Sie uns ein bisschen davon!

00:11:19: Also wir waren eine der Pilotregionen in Baden-Württemberg gemeinsam mit Freiburg und Göppingen.

00:11:24: drei verschiedene Apps die es da gibt und das ist ja ein Projekt der Steigerstiftung dass diese Apps miteinander sprechen können miteinander kommunizieren.

00:11:32: Wie muss ich mir die App vorstellen?

00:11:34: Das ist dann auf meinem Smartphone.

00:11:37: Sie haben eine App auf dem Smartphone, sie sind registriert in einem System und wenn ein Notruf reinkommt und dann gibt es drei Einsatzstichworte.

00:11:45: das eine ist Bewusstlosigkeit sehr weit gefasst natürlich oder der Verdacht auf den Kreislaufstillstand.

00:11:51: oder die Leitstelle leitet telefonisch Wiederbelebungsmaßnahmen an Dann wird die Software auf der Leitstellen aktiviert und sucht dann im Umfeld des Notfallortes eben Menschen, die die App auf dem Handy haben und aktiv haben.

00:12:06: Und dann werden sie angesprochen.

00:12:08: Dann bekomme ich einen Alarm.

00:12:10: Einmal, wie das war ich da erst, Helfer?

00:12:13: Sechsundert Meter entfernt kannst du!

00:12:16: Wenn ich das bestätige, bekomme den konkreten Einsatzort und dann begebe ich mich dahin und unterstütze Ersthelfer, die vielleicht schon begonnen haben oder starte eben die Wiederbelebung.

00:12:26: Wie ist denn die Erfahrung mit dieser Ersthelfe-App?

00:12:29: Ich habe einen konkreten Fall bei dem ich selber dann als Ersthelver war und tatsächlich haben wir da gemeinsam die Wieder Belebung gestartet.

00:12:37: Und das war der Patient, der sich beklagt hat über die Schmerzen beim Atmen um Husten.

00:12:42: Hat es denn eingesehen ... Ja

00:12:45: natürlich!

00:12:46: Das war sozusagen eher eine Anekdote mit Augenzwingern Und da war es tatsächlich konkret so, als die Kollegen vom Rettungswagen eintrafen wollte ich dann den Atemweg sichern mit den zur Verfügung stehenden Materialien.

00:12:59: Das ist aber daran gescheitert das der Patient zugebissen hat und hatte dann wieder einen Puls- und Kreislauf und hat sich mehrere Minuten später mit meinem Notarztkollegen der Eintraf unterhalten können.

00:13:08: Mit diesen Patienten haben wir uns auch ein Vierteljahr später in der Gaststätte wo's passiert ist auf ein Weizenbier getroffen und er hat uns auch erlaubt diese Geschichte zu berichten.

00:13:17: Da war es tatsächlich so, wir kamen von dem sechzigsten Geburtstag gemeinsam der Feuerwehrkommandant.

00:13:22: Es war auch ein Buch.

00:13:23: in Hettingen interessanterweise und wir waren in einer Minute neunundfünfzig, waren wir da nach Alarm.

00:13:29: das schafft kein professioneller Rettungsdienst das schaffen nur eben Leute die zufällig in der Nähe sind.

00:13:34: oder ist auch unsere Idee dabei so bisschen den Zufall auf die Sprünge helfen?

00:13:37: Damit ich nicht am nächsten Tag feststelle, Mensch eine Straße weiter.

00:13:40: Ich war zu Hause und hätte nur rüber laufen müssen aber woher soll ich es denn wissen wenn wir kein System haben das genau diese Zufälligkeiten ein bisschen auffängt?

00:13:47: Ja ich hoffe da hören uns viele zu Denn gerade das Beispiel zeigt ja dass das Leben hat gerettet werden können.

00:13:54: wahrscheinlich aus diesem Grund heraus oder auf jeden Fall waren sie sehr viel früher da Nicht mal zwei Minuten.

00:14:01: Rettungswagen brauchen in der Regel fünfzehn, wenn es gut geht.

00:14:03: Man ist auch einer nach fünf Minuten da, wenn man Glück hat aber das ist schon etwas ganz anderes gerade in diesen lebenswichtigen Momenten.

00:14:11: Das zweite was Sie erwähnt haben bekommen auch dazu bei einem unserer Gäste gleich auch noch weil das ist die telefonische Anleitung zur In diesem Falle Reanimation also wo die Leitstelle Hinweise gibt, was nun zu tun ist.

00:14:28: Etwas wofür auch die Steigerstiftung sehr stark eintritt etwas was kann und gäbe es auch hier wieder in Österreich Und was natürlich dazu beitragen kann dass Ersthelfer oder Lion dann auch angeleitet werden wie in diesem Fall das richtige zu tun.

00:14:42: War das ein Zufall?

00:14:44: Oder gibt es auch da eine systemische entsprechende Anleitung in ihren Leitstellen?

00:14:50: Also, das ist eine klare Vorgabe.

00:14:51: Das ist ja auch Teil der mittlerweile gerade im Oktober zu twenty-fünfundzwanzig aktualisiert veröffentlichten internationalen Leitlinien und es knüpft ja genau da an worüber schon hatten viele Menschen wollen ja helfen sind aber unsicher und haben eigentlich unberechtigt Aber nachvollziehbar Sorge in so einer Stresssituation was falsch zu machen.

00:15:09: Und genau da setzt es an dass man sagt pass mal auf Was Sie mir schildern.

00:15:13: ich glaube wir müssen wieder Belebung machen.

00:15:16: Können sie die Person auf den Boden bringen?

00:15:17: wenn nicht kann man sie auch im Bett lassen.

00:15:19: Das ist zwar suboptimal, aber besser als wenn nichts passiert und dann

00:15:24: die Matratze nachgibt beim Drücken und das sollte fest sein.

00:15:29: Also ideal ist auf dem Boden, aber im Bett irgendwie ein bisschen.

00:15:33: was ist halt besser als gar nix ja?

00:15:35: Und wenn jetzt natürlich eine ältere Dame ihren stämmigen Garten da aus dem Bett ziehen soll und schafft das nicht, dann würde es dazu führen dass sie gar nichts macht.

00:15:43: Dann soll sie lieber ein bisschen etwas machen.

00:15:45: Rudi Knühl ist im Esszimmer kollabiert, der lag auf dem Boden.

00:15:48: Seine Frau konnte eben entsprechend da anfangen und hatte dann später auch im Gespräch die Sorge ob sie das überhaupt fest genug hingekriegt hat.

00:15:55: aber er ist ja der lebende Beweis dass es offensichtlich gelangt hat.

00:15:59: Und wir haben ganz wichtige Unterstützung für die Leute die zufällig vor Ort sind weil das sind ja die schnellsten die schon vor ort sind.

00:16:07: wenn was schaffen die zu aktivieren durch Schulungen und diese telefonische Unterstützung Dann haben wir wirklich eine Chance, dass noch mehr Menschen überleben.

00:16:15: Ein weiterer Baustand, den wir bei uns noch haben ist mittlerweile im Landkreis AEDs-Layendefibrillatoren.

00:16:22: Das ist ein Projekt, das ich gemeinsam mit dem Landrat ZWII für die Kommunale Gesundheitskonferenz gestartet habe.

00:16:29: Und weil wir diese Standorte sehr genau kennen, haben wir die dann auch noch mal mit der smartphone-basierten Alarmierung verknüpfen können.

00:16:35: Die ersten zwei Helfer werden zum Patienten alarmiert mit dem Auftrag Herzdruckmassage – die haben ja das was sie brauchen dabei!

00:16:41: Zwei Hände.

00:16:42: und der dritte Helfer wenn sich jemand meldet wird zum nächsten AED-Standort dirigiert.

00:16:47: Mit dem Auftrage bringt den an die Einsatzstelle, weil wir wissen ja nicht wann kommt denn der Rettungsdienst?

00:16:53: Im Zweifel ist der AED unnötig überflüssig einer mehr als verbrauchen.

00:16:58: Es könnte aber auch eben den Unterschied machen, wenn jemand einen Kammerfilm hat dann könnte viel früher defibrilliert werden als bis zu ersten Einsatzkräfte eintreffen.

00:17:05: Großartig und das es zeigt wirklich wie stark entwickelt sie dieses System haben und ist ein echtes Vorbild für all diejenigen.

00:17:14: viele die uns zuhören sind medizinisch gebildet vorgeprägt und so.

00:17:18: aber vielleicht gibt's ja noch den eine oder anderen der mit dem Defibrator nicht so vertraut ist.

00:17:24: Und natürlich auch da oute ich mich, wir haben tatsächlich einen hier für alle Fälle und hier auf einem benachbarten Hof.

00:17:33: Der blinkt auch immer nachts ist auch einer installiert.

00:17:36: Gut?

00:17:37: Ja, sehe ich das sich vom Fenster aus immer!

00:17:41: Und trotzdem gibt es für all diejenigen, die damit nicht täglich oder mit medizinischen Themen zu tun haben sicherlich bei dir und dem Einsatz dieses Geräts einen ganz großen Vorbehalt, weil natürlich aus Filmen und dergleichen das Schocken, wie man es aus Film kennt.

00:18:00: Da schwebt der Patient dann zwei Zentimeter oder zwanzig über den Bett irgendwann.

00:18:05: Der ist natürlich die Sorge da, oh Gott was passiert da?

00:18:08: Aber es ist ja alles... automatisiert, im Grunde muss man es nur auspacken und das Gerät sagt einem genau was zu tun ist oder?

00:18:16: Das

00:18:17: ist genau richtig.

00:18:18: Der AED dieser automatisierte externe Defibrillator.

00:18:22: ich sage dann immer nach den Einweisungen ab heute dürfen sie ihn liebevoll Defi nennen da ist der Zungenbrecher auch weg.

00:18:27: Ja besser!

00:18:30: Sobald er aktiviert wird und das geschieht in der Regel durch öffnen des Gerätes fängt er an zu sprechen Und dann muss man einfach den Anweisungen lauschen, und da sagt er halt auch so Oberkörper freimachen.

00:18:41: Diese Klebe-Elektroden aufbringen auf die Klebenelektroten sind kleine oder relativ große Bilder, dass man eben auch unter Stress sieht.

00:18:47: wo müssen sie hin?

00:18:48: Also einmal da oben an der rechten Torachseite und einmal links an der Spitze des Herzens also an der linken Brustwand.

00:18:57: Dann wird über diese Elektroden der Herzrhythmus abgeleitet.

00:19:03: und wenn der Defibrillator Chip Ein Kammerflimmern entdeckt und das macht er mit einer neunneinzig, neun-neunprozentigen Diagnosessicherheit.

00:19:12: Dann nur gibt das Gerät den Stromstoß frei.

00:19:15: Und das Geräte sagt dann eben auch Patient nicht berühren und will dann erst mal in Ruhe die Analyse machen.

00:19:21: Wenn es dann sagt Schock empfohlen, dann sagt im Zweifelsfall nochmal Herzdruckmassage und leitet dazu auch an bis der DIV aufgeladen ist.

00:19:30: Dann sagt wieder Patienten nicht berühren Schock abgeben.

00:19:34: Und nur dann leuchtet dieser Knopf für die Schockabgabe, vorher kann ich da drauf rumdrücken.

00:19:38: so viel Ich will es passiert überhaupt nix.

00:19:41: Nur wenn das Gerät des Kammerflimmern erkennt darf ich den schock ab geben und Dann kann eben durch diesen Stromstoß ein Kammerflimmern unterbrochen werden und das Herz kann wieder normal schlagen.

00:19:51: Die Berührungsängste sind berechtigt.

00:19:53: man soll den Patienten natürlich nicht anfassen Wenn der Stromstoße abgegeben wird und wir bekommen alle von Kindheitsbeinen an eine gewisse Sorge, was den Umgang mit Strom angeht anerzogen.

00:20:04: Das ist ja auch sinnvoll dass man keine Gabeln oder sonstigen Gegenstände in Steckdosen steckt weil da kann ja wirklich etwas passieren.

00:20:11: Aber in dem fall ist es wirklich so das wir mit Strom Leben retten können bei einem teil der Patienten die einen kreislaufstückstand erleiden die das kammerflümmern haben.

00:20:19: und Die defi's sind so zuverlässig und so sicher Dass ich dann auch immer augenzwingend sage dass sie sogar in öffentlichen gebäuden in den usa hängen dürfen also in dem land wo man in die Bedienungsanleitung der Mikrowelle reinschreiben muss, dass man keine Tiere in der Mikrowelle grocknen soll.

00:20:36: Dort draut man zu, dass diese Geräte funktionieren.

00:20:39: Nein aber das ist tatsächlich was auch die American Heart Association natürlich fördert und fordert weil damit eben auch die Hilfe unterstützt werden kann.

00:20:47: und die Gerät haben noch einen ganz anderen Effekt.

00:20:50: aus meiner Sicht.

00:20:51: Immer wenn solche Geräte in Betrieb gehen, finden ja auch Schulungen statt.

00:20:54: Und bei uns hängen die oft in den SB-Bereichen der Banken.

00:20:57: Das heißt man läuft daran vorbei und wird automatisch ein bisschen an das Thema erinnert.

00:21:02: Und die geben klare Anweisung, d.h.

00:21:04: auch wieder Sicherheit was die Durchführung der Maßnahmen angeht und haben sogar eine Metronomenfunktion so dass man den richtigen Takt für die Herzdruckmassage hat.

00:21:12: also diese Hundert bis Hundertzwanzig pro Minute Der Rhythmus von Staying Alive zum Beispiel oder viele andere Lieder.

00:21:18: Wir kennen

00:21:18: es noch als Staying alive, aber ich weiß nicht was.

00:21:22: Die Jungen und unsere Schulzannis die kennen genau deswegen den Song weil sie eben damit auch trainieren.

00:21:29: Es gibt natürlich andere Lieder also von Highway to Hell das natürlich von der Botschaft her ein bisschen negativer ist als jetzt Staying alive oder Atemlos oder Makarena.

00:21:40: Also es gibt ganz ganz ganz viele Songs die da passen.

00:21:44: Das machen wir auch bei den Trainings, dass wir das einspielen und erklären dann aber immer nicht die Idee ist den Song laut zu singen.

00:21:51: Sondern es reicht wenn man ihn vom Innenohr ablaufen lässt um den richtigen Rhythmus zu finden.

00:21:56: Aber wie gesagt auch da fungieren diese AIDs, diese Line Defis als Taktgeber, um eben auch da erneut Sicherheit zu geben, dass man genau die richtigen Maßnahmen macht weissend darauf hin nach zwei Minuten so wie wird das auch tun?

00:22:09: Als Profis wird der Rhythmuss wieder gecheckt Wenn wieder Kammerflimmern, dann würde er noch mal einen Schock empfohlen werden.

00:22:16: Wenn es was anderes ist, sagt der DFI kein Schockempfohle weiter machen und das sollen die Laien eben tun bis wir kommen damit wir da nahtlos übernehmen können.

00:22:26: Letzte

00:22:27: Frage bevor wir zu Klaus Müller und dann zur Rudi Knüel kommen Was kann jeder Einzelne tun um das Leben und auch Deutschland ein bisschen herzsicherer zu machen?

00:22:38: Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander.

00:22:40: Nutzende Trainings Angebote, wenn wir als mal dann so Veranstaltungen machen und ich schaue mich im Raum um.

00:22:47: Dann sage ich naja bei den meisten liegt der Führerschein Kurs jetzt auch schon drei vier sechs Jahre zurück, dann schwunzeln viele weil oft sind es Jahrzehnte aber sie machen ja alles richtig.

00:22:56: Sie haben sich mal einen Ruck gegeben.

00:23:00: Da muss man auch sagen, auf organisatorischer Ebene hat man auch dazu gelernt.

00:23:03: Gerade bei dem Thema braucht es kurze knackige Angebote.

00:23:06: Das kann man im Prinzip in eine Viertelstunde den Leuten beibringen.

00:23:09: die, die ein bisschen mehr wissen wollen dafür nehmen wir uns auch mal anderthalb Stunden Zeit aber mehr braucht es nicht.

00:23:14: das braucht nicht einen ganzen Tag es braucht nicht mehrere Abende oder Belebung zu lernen.

00:23:18: sonstige erste Hilfe Maßnahmen natürlich auch wichtig und worauf wir natürlich immer hinweisen ist ganz klar wenn sie da jemand haben der bewusstlos ist und nicht oder nicht richtig atmet Dann bitte mit der Herzdruckmassage anfangen und nicht die stabile Seitenlage.

00:23:33: Die ist eben nur für Menschen, die atmen und bei denen wir wollen dass die Atmung erhalten bleibt das es noch so ein wichtiger Ansatzpunkt.

00:23:41: aber insgesamt geht's wirklich darum sich mal mit dem Thema auseinander zu setzen diesen wichtigen Slogan prüfen rufen drücken Wissen, dass die Notrufnummer die eins-eins-zwei ist.

00:23:50: Auch da gibt es offenbar noch Defizite.

00:23:52: trotz aller Bemühungen und obwohl wir die jeden Tag in großen Lettern auf den Fahrzeugen spazieren fahren sind die Leute halt ja gestresst unsicher und krämen sich dann hinterher das vielleicht Zeit verloren gegangen ist.

00:24:04: und da wollen wir gegensteuern damit eben möglichst viele Menschen mit Kreislaufstillstand eine Chance auf Überleben haben.

00:24:10: Dr.

00:24:10: Genswürcker ganz herzlichen Dank für diesen Einblick und auch den Rat natürlich auch für Ihre Arbeit und all das, was Sie breitstellen damit Deutschland herzlicher wird.

00:24:20: Und wir kommen nun zu einem dem geretteten Nummer eins Klaus Müller den auch sie gerettet haben und versorgt haben und freuen mich drauf.

00:24:32: Herr Müller Sie erinnern sich selbst nicht genau an den Tag aber bitte berichten Sie uns einmal was sie noch erinnert und was passiert ist als sie ihren Herzinfarkt hatten.

00:24:48: Es war ein ganz normaler Sonntag, üblicher Ablauf.

00:24:51: Mein Sohn war Fußballer.

00:24:54: Da schaut man als Vater gern zu und dann irgendwann von jetzt auf nachher bin ich an der Barriere am Sportplatz umgekippt.

00:25:05: Dann fehlt mir so ziemlich alles bis ich drei Tage später in der Uniklinik in Würzburg das Bewusstsein wiedererlangt habe und mir die Ärzte so pö abhöh erklärt haben, was passiert ist.

00:25:21: Eine eigene Erinnerung an diesem Vorfall habe ich überhaupt nicht.

00:25:27: Ich hab praktisch das ganze Erlebnis dadurch mitgekriegt dass mich das dann die Äzten, die Pfleger und meine Frau im Nachhinein erklärt hatten.

00:25:38: Und wie gesagt, das muss man natürlich auch im Kuf dann erst verarbeiten.

00:25:42: aber Und es ging da relativ gut, durch mein soziales Umfeld.

00:25:48: Ganz entscheidend für mich im Nachhinein, durch die Erzählungen und Übermittlung, wie ich dann erfahren habe war wirklich der entscheidende Punkt mit dem Dr.

00:25:57: Gensburger schon angeführt hat, die Ersthilfe.

00:26:00: Zwei Bekannte von mir, die auch traditionsgemäß ständig Sportheim oder Platzbesucher waren.

00:26:07: Die sind zugestürmt, haben mich dann praktisch erst versorgt – im nächsten Schritt!

00:26:12: kam dann der Notarzt und nächstes Schritt dann Hubschrauberlandung am Sportplatz.

00:26:20: Da kam die Uniklinik Würzburg, da haben sie mich hier gut versorgt.

00:26:25: Dann kamen die Themen haltig was machen wir?

00:26:28: und dann hat sich die Uniclinik entschieden es war alles noch auf der Intensivstation mehr einen Defi mit Herzschrittmacher zu implantieren.

00:26:39: Das war dann das Ergebnis Wobei ich sagen muss, dass dieses Gerät bei mir stand by ist.

00:26:47: Also dann aufgrund meines Herzversagens oder irgendwelcher Desfunktionen im Herzen und dieses Geräte bis heute noch nicht wieder aktiviert worden.

00:26:58: Und nach der Aufenthalt in der Uniklinik kam eine Reha in der Lauterbacher Mühler am Stammbärke See und das war für mich so der Punkt wo ich gedacht habe auch durch die Therapeute körperlicher und auch psychischer Art.

00:27:14: Es geht wieder aufwärts, da war ich positiv gestimmt.

00:27:17: Ich fand es drei Wochen gewesen, bin nach Hause.

00:27:21: Da hat man dann noch ein bisschen aufgebaut.

00:27:23: Wie gesagt, ich hatte sehr gut oder habe sehr gutes Kulturelles und homogenes Umfeld.

00:27:29: Das hat mir sehr geholfen.

00:27:31: Und der Unfall war im Oktober zwei Tausendneuen und kurz nach Weihnachten also vierteljahr später.

00:27:38: ganz grob hab ich über das Hamburger Modell wieder angefangen zu arbeiten und hat mich dann in Anführungssträche wieder eingegliedert.

00:27:49: Für alle, die es nicht kennen das Hamburger Modell besagt dass man mit einer etwas reduzierten Stundenzahl beginnen kann und sich dann auf diese Art und Weise wieder eingliedet

00:28:00: ins Berufsleben.

00:28:02: Hatten Sie damals körperliche Einschränkungen, die sie gespürt haben?

00:28:08: nach der Reha, wo sie dachten, jetzt mach ich mal die mal ein bisschen langsamer.

00:28:11: Sie sind ein sportlicher Typ und waren damals auch sehr sportlich.

00:28:14: Der Herzinfarkt erfolgte ohne Risikofaktoren, also Rauchen und dergleichen.

00:28:20: Das gab es bei ihnen nicht.

00:28:25: Zerlaub würde man sagen.

00:28:26: einfach so umgekippt ohne vorherige Bahnzeichen?

00:28:32: Genau!

00:28:33: Wir ausharmen hier mit Windblitzschlag.

00:28:35: Keine Anzeigen... Ich war vormittags noch unterwegs, hab ein paar gewisse Dinge erledigt und ganz normaler Tag.

00:28:45: Dann schlägt der Blitz ein.

00:28:47: Er kündigt sich nicht an und sagt, ich komm dann, sagst du auch nicht wann und wo er einschlägt?

00:28:54: Aber das war dann so.

00:28:55: Das ist richtig.

00:28:59: Wo ich von der Reha gekommen bin, erinnere mich gerade bei meinem Hausarzt und hab gesagt, ich fühl mich aber immer so ein bisschen platt, müd.

00:29:07: und ein bisschen so, ich habe keinen Treiff mehr.

00:29:10: Es hat lobe ausgedrückt.

00:29:12: Und dann sagte er zu mir, Herr Müller sei mir in seiner Überlege was ihr gemacht habt.

00:29:15: Der Körper hat das mitgemacht, wenn einer jeden Tag einen Eiernmehl macht.

00:29:21: Das hab ich nur so im Kopf gesagt.

00:29:23: Das ist ungefähr so die Belastung für den Körper durch die Herzgeschichte und durch den ganzen Vorfall.

00:29:30: Also ungefähr so sie fühle sich jetzt wie ein Drehatlet der jeden Tage einen Eierenmehl machen.

00:29:37: Und über die Zeit hat sich dann aber vieles nahezu fast alles normalisiert.

00:29:43: Ich bin zufrieden, ich hatte wieder ein bisschen Sport gemacht und es läuft.

00:29:46: Es war auch gut!

00:29:48: Ich sagte mir, man braucht halt überall das Stück weit Glück.

00:29:51: Das Paus ja, dass der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt am richtig harten ist... ...und das hatte ich.

00:29:56: Da bin ich heute noch, glaube ich, heute noch auf Holz.

00:29:59: Das war gut.

00:30:01: Ich war damals dreienfünfzig Jahre alt.

00:30:04: Ich hatte gebaut Meine Frau war berufstätig.

00:30:07: Wir haben gemeinsam zwei Kinder, die waren so ... zwanzig im Berufsleben.

00:30:15: kurz vom Abitur und erübrigt sich das weiter auszuführen was wir dann noch so im Kopf hatten wie die Visionen sind für die Zukunft.

00:30:23: Das braucht man nicht ausführen.

00:30:26: Ja, jetzt nicht!

00:30:26: Und die Kinder müssen ja auch irgendwie abbezahlt werden also all das was man dann normalerweise denkt.

00:30:33: Das ist doch völlig klar Genau.

00:30:35: Haben Sie einen anderen Blick aufs Leben jetzt oder seitdem?

00:30:39: Man

00:30:39: muss es sehen, ich bin jetzt seit sechs Jahren zu Hause nicht mehr berufstätig.

00:30:44: in der Berufstätigkeit ist es so da wird man gefordert das geht immer von frühes vom achtzehnmal standortmäßig bis siebzehn-achzehn Uhr und dann arbeite ich da mach schon ein Kopf von Motion das muss erledigt werden und das muss ja ledig werden Jetzt wenn mich in Ruhestand bin Ich bin gelassener geworden.

00:31:02: Man kann nicht alles regeln, man kann nicht alle Helfer gewisse Gelassenheit an den Tag legen und sagen so.

00:31:09: Man muss gewisse Dinge akzeptieren die einfach nicht zu ändern sind Und man riecht sich dann vielleicht oder ich bin mir ganz schnell und immer so häufig auf Es passiert!

00:31:20: Man kann es nicht vorhersehen.

00:31:22: Wenn morgen wieder was passiert Dann ist es schlicht weg.

00:31:25: So Das muss mein Kopf aber deswegen auch stückweit den Moment genieße und die Zufriedenheit an der Tage lege.

00:31:36: Das ist so ein bisschen die philosophische oder die gedankliche Vorgabe, immer meine Frau ist zuhause ich bin zu Hause wir können uns am Tag gemeinsam einteilen und dann bringen wir das denke ich für uns beide ganz gut hin.

00:31:51: Ich freue mich sehr dass Sie heute Zeit gefunden haben.

00:31:53: für uns Dankeschön!

00:31:55: Und gerne würde ich auch noch reden mit dem Mann Ihnen sehr geholfen hat, Ihr Freund, ihr Bekwuter bekannter Rudi Knühl.

00:32:06: Der zu Ihnen geheilt ist als Sie damals auf dem Sportplatz am Rande zusammengebrochen sind und ihnen dann diese lebensrettenden Maßnahmen herzuteil werden lassen.

00:32:16: Danke schön!

00:32:16: Und weiterhin alles Gute und vielen Dank dass sie das mit uns geteilt haben.

00:32:19: Danke.

00:32:20: Schön Sie zu sehen, schön Sie wiederzusehen lieber Knül.

00:32:23: Kommen wir direkt zudem Tag im Jahr zwei Tausendneuen als die beide gemeinsam am Sportplatz waren an der Seite und das Spiel sich angeschaut haben.

00:32:32: Was für eine Mannschaft war das eigentlich, die gespielt hat?

00:32:35: Hättingen,

00:32:35: ich weiss

00:32:36: nicht mehr!

00:32:37: Hätttingen Osterborken.

00:32:39: Und dann standen sie am Spielfeld dran genauso wie Klaus Müller.

00:32:44: Ich stand hinter Klaus Mühler sogar anhöhe, sechs Meter weg.

00:32:49: Der stand voneinander stangen am Platz.

00:32:52: Einmal ist er umgesagt, überhaupt keine Gegenbewegung sich abzuspitzen oder irgendwie also erst ungefallen wie ein Sack.

00:33:00: Da habe ich gedacht oh da ist Not!

00:33:02: Ich bin runter gesprungen und hab versucht... Da kam noch ein Kollege dazu der Ulrich Weigert haben wir hingelegt und habe begonnen mit der Beatmung.

00:33:13: Herzdruck Mascha, Herzduck?

00:33:16: Oder dann Mund zu Mund Beatmungsverhandlungen Abwechslingsgemacht.

00:33:20: Haben Sie sofort gesehen, dass ihr nicht mehr atmet?

00:33:24: Ja.

00:33:24: Das habe ich sofort ... Beim Umfall habe ich gesagt, der ist ... Not am Mann!

00:33:29: Weil wenn jemand so umfällt dann normalerweise stützt man sich ja noch irgendwie ab, aber wenn mich jemand so enthält...

00:33:35: Genau, das schuppt

00:33:36: man halt irgendwo oder

00:33:37: so.

00:33:37: Keil überhaupt

00:33:39: nicht.

00:33:39: Wie einen Tag auf Zeitlich nach Linz ist er umgefallen weg war.

00:33:43: Hatten sie selbst eine Ausbildung als Erstehelfa, waren sie sie im erste?

00:33:49: Und deswegen konnten sie auch direkt dann tätig werden.

00:33:52: Seit neunzuloch eine sechzig bin ich mit Gründer im Ortsverein Heddingen.

00:33:57: Na super, und haben sicherlich auch viele andere ausgebildet in der Zeit und den beigebracht was man tun muss.

00:34:03: Wissen Sie noch wann Herr Dr.

00:34:04: Gänzwirker kein Traf?

00:34:07: Das weiß ich, das war vor allem Freude für uns dass wir Hilfe bekommen.

00:34:11: In die Beratmung ist es schon... Anstrengen mir aber, abgewickelt und derwünschen usw.

00:34:17: Und das Zeitgefühl ist ja der Schlecht.

00:34:19: Man könnte da... hat's lange gedauert also von mich vor schon lang aber vielleicht vor zehn Minuten ich weiß es nicht.

00:34:28: Komm mal!

00:34:28: Ich hab keine Uhr gestellt.

00:34:29: In welcher Frequenz machen Sie die Beatmung normalerweise?

00:34:34: Weil das ist ja so ein bisschen die Einsagen mit Beatmungen.

00:34:37: Ja, und die anderen Sachen

00:34:38: sind immer schön gleich.

00:34:40: Gleich wie sie immer Druck usw..

00:34:43: Parallelbeatmung oder die Beatmungen geben Sie dann

00:34:46: abwechslend?

00:34:48: Abwechselnd.

00:34:48: Das ist sehr streng.

00:34:49: In dieser Zeit ja schon an, da muss man sich das erste fünf Minuten machen, damit nichts aussieht.

00:34:55: Aber wenn es dann länger geht, dann lässt sie schon mal nach.

00:34:58: Dann ist vielleicht in der Mund-zu-Bund-Beatbung auch intensiver.

00:35:03: Man gibt sein Bestes was man denkt!

00:35:06: Ja, kann man das sagen?

00:35:07: Mach's so.

00:35:08: Die Leute war ich ja aus und es sieht schlimm aus aber er war auch ziemlich weg.

00:35:13: Das ganze Gesicht war blau also es hat nicht gut ausgesehen.

00:35:17: Und die Leute die drum herum standen haben dann gesagt oh das ist aber nichts mehr oder...

00:35:23: Einer hat zu mir später gesagt der hätte ich nichts gemacht und habe gesagt ich hab's

00:35:28: gemacht!

00:35:29: Ich hab die Voranforderung übernommen.

00:35:31: Es ist nicht schon einfach.

00:35:33: Aber wenn jemand so da liegt Möchte man helfen und man tut sein Bestes.

00:35:39: Wie der Dr.

00:35:40: Gänzberger gesagt, Hilfe!

00:35:42: Versuche so was zu tun und nicht auszuweichen, dass sie schlecht.

00:35:47: Und das haben Sie getan, großartig.

00:35:49: Jetzt haben Sie viele Jahre später, rund fünfzehn Jahre später hatten Sie einen eigenen Herztestand.

00:35:56: Erinnern Sie sich daran noch?

00:35:59: Nein...

00:36:00: Ich habe

00:36:01: vor einem Telefongespräch, ich habe mit dem Arzt gesprochen und wollte für den Rezept gegen so etwas.

00:36:06: Und ehrlich wird der Hörer aus der Hand gefalle und ich war weg.

00:36:10: Es war dann über acht Tage, also es war sehr, sehr lang.

00:36:14: Von der Zeit weiß ich überhaupt nichts.

00:36:16: Meine Frau Mirbrichtetal hat sie den Herrn Dr.

00:36:20: Gensberger informiert oder er kam und mir geholfen.

00:36:24: Scheinbar nach wenigen Sekunden war ich wieder ... dass mein Herz wieder belebt war.

00:36:29: Also hohe Achtung, was der Dr.

00:36:33: Gensberger da leistet und wie er sich bei der Hand ist, ist enorm!

00:36:37: Und

00:36:37: Ihre Frau hat Ihnen ja als Erste geholfen, nicht?

00:36:40: Die wurde über die Telefonen... ...die wusste

00:36:42: das ja nächstes Mal.

00:36:43: Sie angerufen, sie war eine lange Zeit im Krankenhaus Tee ich also bisher behaftet.

00:36:48: mit ihr hab' ich auch damals schon den Kurs mitgemacht hatte bis er Ahnung weiß wie das jetzt läuft.

00:36:53: aber Hilferohle und es waren da ja Aufgaben, dass sie angerufen und die dann auch verhätten wir sehr schnell da

00:37:01: und

00:37:01: damit kam mich durch nur, dass ich acht da weg war.

00:37:05: Das war dann auch schon mal ein bisschen lang, aber ich weiß von der Zeit nichts.

00:37:10: Ich weiß nicht, ob ich unsere Ecke kenne?

00:37:12: Ich bin nach Taube und bei der Nachuntersuchung hat der Doktor mich gefragt also dass ich über die Schiebungsfröhung das war mancher zwanzigjährige hätte das nicht geschafft haben.

00:37:25: seit Kenne sind wir.

00:37:26: Ich kenn sie sehr gut habe ich gesagt ich hab sie doch nie gesehen.

00:37:30: so weg war ich alles weg.

00:37:32: Im Nachhinein fragen sich ja immer viele Das soll ich in einem solchen Fall, kann nicht wirklich was tun.

00:37:39: Mache ich nicht viel kaputt?

00:37:41: Ähm ... Was sagen Sie den Menschen?

00:37:43: Die helfen wollen aber sich fragen, soll ich da wirklich ...

00:37:47: Ich versuch zu helfen wenn man selbst auch so muss helve, man muss helven!

00:37:52: Wenn man kann, machen wir das.

00:37:55: Das finde ich ist es sollte halt mehr der Fall sein oder doch?

00:37:59: Dr.

00:37:59: Gelsberger bemüht sich ja in dieser Sache sehr dass man also ... Das Schlechteste ist, gar nichts zu machen da vor uns gelaufen und in die Gelassertung weg.

00:38:10: Könnte ich heute nicht mehr mit Ihnen sprechen?

00:38:11: Das ist wahr!

00:38:12: Und natürlich könnte auch Herr Müller nicht mit uns sprechen und dankenswerter Weise Ihres Einsatzes und des Einsatzes Ihrer Frau bei Ihnen von Herrn Dr.

00:38:23: Gänzwürger und v.a.

00:38:24: auch denjenigen allen, denen Sie das mitgegeben haben oder wie wir uns heute auch mitgeben dass es wichtig ist was zu tun.

00:38:32: Und das ist ein großartiges Beispiel.

00:38:35: Er knült dafür, dass es sich lohnt eben auch was zu tun und zu helfen.

00:38:40: Und sich weiterzubilden in dieser Frage und im Zweifel wenn man sowas sieht dann einfach ranzugehen und die Menschen dann auch zu unterstützen.

00:38:51: Ich vertraue für sich was wahr und probiere uns weit aber nicht einfach der Vorlaufe.

00:38:56: das ist schlecht Muss man sagen, er hat doch der Glänzführer gemacht hier in die Ecke.

00:39:00: Damit daraufhin auch ein DEFI hat bei uns besorgt und so tolle DEFIs

00:39:04: usw.,

00:39:05: also es setzt sich doch großartig ein enorm!

00:39:08: Sie sind ein großartiges Trio, sie haben dieses Thema ganz fantastisch rübergebracht.

00:39:14: ich danke Ihnen herzlich auch für Ihre Zeit den Einsatz.

00:39:18: Herr Knül.

00:39:18: vielen Dank für das wunderbare Gespräch.

00:39:20: Ich danke Ihnen auch und gute Zeit und viel Erfolg bei der Arbeit

00:39:26: Die Björn Steigerstiftung Der Podcast.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.