Die App, die Leben rettet - Warum wir digitale Ersthelfer brauchen
Shownotes
Beim plötzlichen Herzstillstand zählen Minuten – oft sogar Sekunden. Noch bevor Rettungsdienst oder Notarzt eintreffen, entscheidet sich, ob ein Mensch überlebt und mit gutem neurologischem Ergebnis zurück ins Leben findet. Doch genau hier entsteht eine gefährliche Lücke: Der Rettungsdienst braucht im Schnitt mehrere Minuten, irreversible Schäden können aber schon nach drei bis fünf Minuten auftreten.
In dieser Folge spricht Béla Anda mit Prof. Dr. Michael Müller, Gründer und erster Vorsitzender von Region der Lebensretter e. V.. Er erklärt, warum appbasierte Ersthelfersysteme ein entscheidendes Glied in der Rettungskette sind, wie qualifizierte Helferinnen und Helfer in der Nähe alarmiert werden, welche Rolle Defibrillatoren spielen – und warum Deutschland dringend flächendeckende Lösungen braucht.
Themen der Folge Warum die ersten drei bis fünf Minuten nach einem Herzstillstand entscheidend sind Weshalb der Rettungsdienst allein diese Zeitlücke nicht schließen kann Wie appbasierte Ersthelfersysteme funktionieren Warum „Ersthelfer-App“ eigentlich zu kurz greift – und es um ein ganzes System geht Wie qualifizierte Helferinnen und Helfer registriert, geprüft und alarmiert werden Welche Rolle GPS-Ortung, Fahrzeitberechnung und intelligente Algorithmen spielen Warum Herzdruckmassage immer Vorrang vor dem Defibrillator hat Weshalb Defibrillatoren dennoch systematisch eingebunden werden müssen Warum Prof. Müller auf professionell geschulte Ersthelfende setzt Welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Systemen in Deutschland gibt Warum Föderalismus hier auch ein Vorteil sein kann Welche politischen und finanziellen Hürden einer flächendeckenden Einführung noch im Weg stehen Was die HERO-Studie zeigen soll Warum wenige Cent pro Bürger und Jahr einen großen Unterschied machen könnten Zentrale Botschaft
Beim Herzstillstand fehlt in Deutschland vielerorts noch ein entscheidendes Glied in der Rettungskette: qualifizierte Ersthelfende, die per App alarmiert werden und vor dem Rettungsdienst mit der Wiederbelebung beginnen können.
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00:00:00: Baden-Württemberg hat seit wenigen Tagen erst eine neue Rettungsdienstplanverordnung.
00:00:06: Da gibt's ein Paragraf zu appbasierten Ersthelfern, und da steht jetzt auch eine gesetzliche Grundlage für ne Mindestqualifikation drin.
00:00:16: Also in Baden Württembergh ist es sogar gesetzlich geregelt, wer mitmachen darf, egal welche App!
00:00:28: Warum wir digitale Ersthelfer brauchen?
00:00:31: Mit Professor Dr.
00:00:32: Michael Müller
00:00:34: Beim Herzstillstand entscheidet nicht der Rettungsdienst über Leben und Tod, sondern die ersten drei Minuten.
00:00:40: Denn in Deutschland erleidet rund hundert zwanzigtausend Menschen jedes Jahr ein Herzstill-Stand Und das ist das Schockierende nur jeder Zehnte überlebt.
00:00:50: Der Rettungstienst braucht im Schnitt neun Minuten also ins fünfzehn Mal zwölf mal acht Irreversible Schäden, die kommen aber schon nach drei bis fünf Minuten bei einem solchen plötzlichen Herzinfarkt.
00:01:04: Und dazu sprechen wir heute über diese Lücke, die alles entscheidet und wie man sie schließen kann nämlich mit einer Lösung sogenannten Ersthelfer-App.
00:01:15: Systeme also die qualifizierte Helfer in der Nähe sind alarmieren noch bevor der Rettungsdienst eintrifft oder eintreffen kann.
00:01:24: und unserer heutiger Gast Professor Michael Müller gehört zu denjenigen, die diese Systeme maßgeblich vorantreiben.
00:01:33: Prof.
00:01:33: Müller ist Gründer und erster Vorsitzender des gemeinnützigen Vereinsregion der Lebensretter EV in Freiburg.
00:01:41: Vor neun Jahren haben sie diesen Verein gegründet und dieses App basierte Ersthelfersystem entwickelt und auf den Weg gebracht hat es mittlerweile das größte in Deutschland mit hundert eins angeschlossenen Landkreisen und Verantwortlichkeiten, mit der sie die größte Anzahl dieser appbasierten Ersthelfer in Deutschland steuern.
00:02:04: Herzlich willkommen Professor Müller!
00:02:05: Wir freuen uns dass Sie bei uns sind.
00:02:09: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:10: ich freue mich auch sehr auf das Gespräch und ich sehe sie sind ja richtig vom Fach.
00:02:16: Ich glaube, wir können uns ein bisschen in die Tiefe gehen über dieses System unterhalten und da kann ich nicht nur berichten was war sondern vor allem was kommt.
00:02:25: Und wir haben viel vorhin der Zukunft und das macht Spaß darüber zu reden.
00:02:28: Super!
00:02:28: Vielleicht fangen wir einmal an wie es bei Ihnen begonnen hat?
00:02:31: Wie sind Sie auf die Idee gekommen diese Ersthelfer ins Leben zu rufen und bei sich in Freiburg einzuführen?
00:02:39: Ja dann muss ich eigentlich ein bisschen ausholen.
00:02:42: vielen Jahren sehr interessiert an der Notfallmedizin und ich habe mit achtzehn angefangen im Rettungsdienst damals als dritter Mann auf dem Rettungswagen im Roten Kreuz.
00:02:53: Und da bin ich mitgefahren und mich haben immer Herausforderungen gereizt, wo wir in kurzer Zeit relevante Entscheidungen treffen müssen.
00:03:04: und dieses entscheiden unter Zeitdruck Handeln oder Zeitdrucks sieht man ja in der notfall medizin sehr viel.
00:03:10: Und einer der zeitkritischen Notfälle ist in der Tat der Hartz-Kreisaufschül-Stand, der nicht nur zeitkritisch ist sondern eben auch besonders häufig.
00:03:17: Also wir reden ja nicht über ein irrelevantes Problem.
00:03:20: Vielleicht darf ich mal den Vergleich ziehen?
00:03:22: Wir haben etwa dreitausend Verkehrsunfallstode jedes Jahr in Deutschland.
00:03:27: Das ist ja in den letzten zwanzig Jahren ganz massiv nach ungegangen.
00:03:31: durch viel Gutes.
00:03:33: Also wir haben flächendeckend Notruff, Luftrettung, einen guten Rettungsdienst, gute Klinikversorgung.
00:03:41: Beim Herz-Reisaufstil standen zieht es eben so aus dass wir in der letzten dreißigjahr nicht viel erreicht haben also nicht viele erreicht haben hinsichtlich des Ergebnisses.
00:03:48: Wir haben vorhin gesagt zehn Prozent überleben das ist richtig!
00:03:54: Vor vielen Jahren genau die gleiche Zahl.
00:03:57: Die Anzahl derer, die mit gutem Ergebnis in Herzgräßerschwistern überleben hat sich nicht viel verändert in den letzten zwanzig dreißig Jahre.
00:04:04: und das obwohl wir so einen tollen Rettungsdienst aufgebaut haben, so eine, naja man kann jetzt viel diskutieren aber die Klinikversorgung in Deutschland ist schon gut ja?
00:04:13: Und trotzdem schaffen wir es nicht mehr über Leben hinzukriegen.
00:04:17: und ich bin jetzt seit vielen Jahren im Rettungsdienst, in der Notfallmedizin, in den Siefmedizin tätig und das hat mich graure gemacht und motiviert nach Lösungen zu suchen.
00:04:30: Und wenn wir Lösungen suchen wollen in der Intensivmedizin oder in der notfallmedizinen in der präklinischen Notfall Medizin dann dürfen wir nicht bei uns anfangen sondern müssen immer vom Patient aus denken.
00:04:41: Wenn der Patienten Herz-Greislauf schütteln hat und kippt um jetzt irgendwie am Supermarkt an der Kasse nicht mehr so sehr relevant, was passiert wenn der Rettungsdienst und der Notarzt kommt oder wenn er auf der Inesivstation ist.
00:04:54: Also das ist jetzt übertrieben.
00:04:55: natürlich es ist relevant.
00:04:57: wir haben auch ganz tolle Fortschritte erreicht aber in den ersten fünf Minuten da fallen die Würfel und Jetzt haben wir natürlich auch in den letzten ich sage mal zwanzig Jahren vielleicht auch länger noch viel Hebel in Bewegung gesetzt, um mehr Laien in den Maßnahmen der Wiederbelebung zu schulen.
00:05:18: Da machen die Hilfsorganisationen überall Widerbelebungskurse mit Herzstuhlmassage und Beatmungen.
00:05:23: Das war früher gar nicht so.
00:05:25: Als ich meinen ersten Kurs gemacht habe, da war ich damals bei der DLRG, hab ich so eine Rettungsschirmerausbildung gemacht ... Und das weiß ich noch, da hieß es jetzt ganz neu!
00:05:34: Jetzt wird auch im Erste-Hilfe-Kurs wieder Belebung gelernt.
00:05:38: Das ist ja heutzutage Standard.
00:05:39: Das lernt man für den Führerscheidkurs.
00:05:42: Und trotzdem haben wir nur in etwas mehr als fünfzig Prozent der Fälle eine laufendere Animation, wenn die Rettungsdienst eintrifft.
00:05:49: Also wenn der Rettungswagen kommt dann ist in der Hälfte der Felle noch niemand dabei Herzrückmassages machen und das ist ja der Grund warum so wenig Patienten mit gutem ergebnis überleben.
00:06:00: und das wollte ich ändern.
00:06:01: und und dann habe ich so ein bisschen es muss man sagen zwar in dieser Zeit so vor zehn bis zwanzig Jahren also ehrlich gesagt war es noch in der zeit als noch in Dresden war.
00:06:11: Ich bin jetzt seit zehn Jahren hier in Freiburg und vorher war ich an der Uniklinik Christen.
00:06:15: Und da habe ich gelernt, dass es Länder gibt oder Systeme... Ja, Länder gibt die Systeme etabliert haben, die das überleben nach Herz-Kreis auf Schischland einfach wahrscheinlicher machen.
00:06:27: Da ist zu nennen Holland, Tessin und Dänemark.
00:06:33: Das waren so drei Highlights also jetzt hier in freiburg.
00:06:36: Tessins gar nicht soweit.
00:06:37: Die haben mit Ticino Quora ein System geschaffen schon vor vielen Jahren in dem First Responder von Feuerwehrpolizei-Rettungsdienst über SMS alarmiert werden, aktiviert werden wenn in der nähen Herzkreis auf Schüchtern auftritt.
00:06:56: Holland die Holländer haben vor ich glaube es ist zwanzig Jahre her also vor sehr langer Zeit ein System etabliert wo ich mich registrieren kann wenn ich bereit bin in meiner Freizeit neben zu retten.
00:07:09: da trage ich mich ein, Michael Müller, Handynummer und eine Wohnadresse.
00:07:15: Da bin ich abends und am Wochenende.
00:07:17: Und der Arbeitsadresse, da bin ich eben ja Montag, Freitag, acht bis sechzehn Uhr.
00:07:22: Das muss ich sagen das trifft nicht immer zu.
00:07:24: Man ist vielleicht auch mal um achtzehn oder um zwanzig Uhr noch bei der Arbeit oder hat sogar Nachtschicht.
00:07:28: man ist vielleicht Wochenende arbeiten und man ist nicht immer Zuhause wenn man nicht bei der arbeit ist.
00:07:33: aber die haben sich so überlegt Wenn jetzt tagsüber in der Nähe meines Arbeitsplatz ist oder nachts in der Nähe meines Wohnortes.
00:07:42: Herzschirchstand gemeldet wird über den Notruf, dann schicken wir dem Herrn Müller einfach eine SMS und sagen Kannst du da mal hinrennen?
00:07:50: Und die Zeit bis zum Eintreff des Rettungshieses überbrücken!
00:07:58: Das war das holländische Modell.
00:07:59: Die haben also sehr früh angefangen und haben es auch wissenschaftlich evaluiert und sie haben gleich gesagt Wir brauchen auch solche ideas.
00:08:08: Ja, also da hängen ist die ID-Dichte sehr groß im öffentlichen Raum.
00:08:12: Hängen diese öffentlichen Defibrillatoren rum und ein Drittel der Patienten bekommt die Aufgabe Bringe einen ID dort hin und zwei Drille bekommen.
00:08:21: die Aufgabe geht zum Patienten Und die Vorstellung war dass man damit die Zeit bis zur defibrillation verkürzen kann und das hat auch schon vor Fast zwanzig Jahren geklappt, das haben wir auch publiziert.
00:08:34: Die Zeit bis zur ersten Defibrillation ist damit kürzer geworden?
00:08:38: Eine Frage die sich glaube ich viele Menschen stellen aber manchmal auch Sorge haben sie wirklich zu stellen ist was soll ich machen in welcher Abfolge?
00:08:48: in welche Reihenfolge?
00:08:49: wenn ich jetzt jemanden sehe und nehme mal die sehr unwahrschaunliche Möglichkeit dass beides vorhanden ist jemand mit Kenntnis der Herzdruckmassage.
00:09:00: Jemand bricht zusammen, steht jemand, er kann die Herzdruckmassage und daneben ist direkt ein Defibrillator.
00:09:06: Soll ich als Laie erst Herzdrukmassage beginnen und dann den Defibrillarter anschließen oder soll ich direkt den Defibrilarter anschliessen vorausgesetzt?
00:09:16: Unwahrscheinlich wir wissen es trotz der höheren Abdeckungsdichte.
00:09:20: dafür macht sich auch die Björn Steiger Stiftung sehr stark und unterstützt das Ähm, von Defibrillator.
00:09:26: Also womit beginne ich wenn beides vorhanden ist?
00:09:29: Das ist ganz eindeutig immer zuerst Herzdruckmassage.
00:09:33: Die Herzdrucksassage darf durch nichts verzögert werden.
00:09:36: also In den Profischulungen die wir so für Krankenhausmitarbeitende oder Menschen aus dem Rettungsdienst Äh machen, da bin ich auch im deutschen Rat für Wiederbelebung engagiert und hat viele solche Advanced Life Support Kurse nach den Leitlinien des ERC unterrichtet.
00:09:54: Da trainieren wir wirklich mit wenigen Sekunden Unterbrechen also von Kollaps oder von Auffinden des kollabierten Menschen bis zur ersten Herzegumassage Das sollten eigentlich nicht mehr als zehn Sekunden sein.
00:10:09: Jetzt muss man dazu Einschränken.
00:10:11: sagen, wenn ich als Laie irgendwo sehe wie jemand zu boten geht dann weiß es der Rettungsdienst noch nicht.
00:10:17: da wird das dann ja noch herausgezögert weil Ich muss dann wirklich mein Handy aus der Tasche nehmen und nur drauf machen.
00:10:23: aber Wenn ich dann beim Patienten bin wenn der Rrettungsthins kommt Dann muss sich drücken so schnell wie möglich Ohne Verzögerung und der Defibrillator ist wichtig, aber er kommt an der zweiten Stelle erst nach dem Drücken.
00:10:37: Und das ist wirklich wichtig weil man sicherstellen muss dass der Augenzeuge, die Augenzeugin nicht den Patient alleine lässt um eine Defibrillator zu holen.
00:10:48: Selbst wenn er nur zwanzig Meter weg ist.
00:10:50: das kostet Zeit dort hinzurennen den aus der Schachtel zu holten und dann zurück zu rennen.
00:10:55: Wenn ich da dreißig bis sechzig Sekunden Verzögerung hätte würde ich das nicht machen.
00:10:59: Ich möchte gerne so schnell wie möglich drücken damit der Blutfluss zum Gehirn wieder hergestellt wird Minimalkreisaffen die Gehirnzellen nicht irreversibel absterben.
00:11:09: Und deswegen ist es so wichtig, dass man möglichst mehrere Personen, also wenn da jetzt zwei oder drei Augenzeugen dabei sind dann macht einer den Notruf, einer fängt schon mal an zu drücken der zweite Wenn geschult führt die Beatmung durch.
00:11:22: Also Herzdruckmassage ist das Wichtigste Das muss sofort erfolgen.
00:11:27: Dann kommt aber auch die Beatmung.
00:11:29: Es ist auch sehr wichtig, dreißigmal Herzenmassage zweimal beatmen und dann als drittes kommt der Defibrillator Und das Anschließen des Defibrillators und das Bedienen, also dann auch die Schockabgabe.
00:11:42: Das soll mit minimalsten Unterbrechungen der Torachskompressionen erfolgen.
00:11:48: Und deswegen warke ich zu behaupten oder ja... Ich sage es immer wieder dieser Bereich mit dem Defibrillertor ist eigentlich nicht das was durch die Leien erfolgt sondern wir sind sehr froh wenn die Leihen korrekte Notruf machen Wenn die Leyen drücken In der Mitte des Brustkorps mindestens fünf Zentimeter tief drücken, komplett entlasten und das Ganze mindestens hundert Mal pro Minute.
00:12:13: Wer dir das gut hinkriegen ist super!
00:12:16: Und ja da sind wir wieder beim Thema den ID.
00:12:20: Den bringt dann der Appretter mit?
00:12:23: Gehen wir noch einmal zurück.
00:12:24: ich hatte die Frage quasi unterbrechend gestellt zu dem holländischen Modell dass sie gesehen haben das Schweizer Modell das hollndische Modell dass sie fasziniert hat.
00:12:33: Sie haben gesehen, das funktioniert in Holland und das vor zwanzig Jahren muss ich offenkundig die Frage stellt warum gibt es das nicht so bei uns?
00:12:40: Und was waren Ihre Schritte danach?
00:12:43: Ich sage das ganz ehrlich.
00:12:46: Ich habe gedacht also mit IEDs brauchst du in Deutschland nicht anzufangen weil da gibts ja quasi keine IDEs und das stimmt schon!
00:12:53: Also wir haben sehr wenig IDEs pro Quadratkilometer und das sind mit der App.
00:13:01: Also gut, jetzt in Holland war es noch eine SMS-Alarmierung im Tessin auch.
00:13:05: Dann sind die im Tassinen umgestiegen auf App und haben dann festgestellt mit einer App klappt das besser können wir nachher nochmal uns drüber unterhalten.
00:13:12: Ich bin dann aufmerksam geworden auf eine in Dänemark etablierte App.
00:13:18: Das Konzept hat mir gut gefallen.
00:13:21: da gab's Helfer die da registriert sind die über die App alarmiert werden und da werden zwei zum Patient geschickt und einer zum Defibrillator.
00:13:28: Und ich habe den Dänen, die ich da kennengelernt hab gleich zu Beginn gesagt.
00:13:34: Also dieser Defi, den finde ich gar nicht so wichtig sondern mir wäre es wichtig dass wir wirklich ganz konsequent nach drei vier Minuten ein Helfer da haben und habe nicht geglaubt das wir es schaffen auch die Defibrillation ordentlich zu adressieren bei so einem System.
00:13:52: aber ich sag's jetzt schon leicht dazu Ich hab mich da getäuscht Das war in irgendeiner Glaube.
00:13:57: Wir haben uns erst mal fokussiert auf Ersthelfer über App alarmieren.
00:14:01: Haben dann diese dänische App zu uns gebracht, haben schnell festgestellt wir müssen da viel ändern.
00:14:08: das deutsche System ist eben anders.
00:14:11: Es fängt an mit der Verbindung zu den Leitstellen und dem Rettungsdienstsystem.
00:14:17: Dann wollen wir auch... Das kam ganz früh.
00:14:20: nicht einfach nur Helfer in der Nähe alarmieren weil wenn sich hier irgendwie In Freiburg gibt es einen Fluss, die dreisam, wenn sie dann auf der einen Seite den Patienten haben.
00:14:28: Auf der anderen Seite ein Retter, der ist vielleicht zwanzig Meter weg aber da kommt er nicht hin weil die nächste Brücke ist vielleicht ein Kilometer weg.
00:14:36: und wir haben dann sehr schnell gesagt Wir wollen also wirklich nur die Helfer alarmieren, die sehr wahrscheinlich vor dem Rettungsdienst beim Patient eintreffen.
00:14:47: Da fing das schon an, dass wir gesagt haben, wir wollen diese Technologie auch weiterentwickeln.
00:14:52: Und da wurden wir auch motiviert durch Studienergebnis.
00:14:56: also in Schweden wurde da in der Zeit eine Studie publiziert im New England Journal of Medicine, also sehr renommiertes amerikanisches Blatt.
00:15:06: Da wurde so ein SMS Alarmierungssystem evaluiert mit Alarmierung von Ersthelfern und ohne Alarmierungen von Erstelfern und man hat festgestellt dass der Anteil der Patienten, bei denen die Herzrommassage schon läuft wenn der Rettungsdienst eintrifft größer wird.
00:15:22: Wenn über eine App oder nicht App sondern über SMS alarmiert wird und die Überlebensrate der Patientin war aber nicht größer.
00:15:30: also das hat schon gezeigt es geht in die richtige Richtung.
00:15:33: Aber nach meinem Verständnis war das schwierig weil diese Ortung über die Mobilfunkmasten die war ungenau.
00:15:41: Die Alarmierung über SMS hat kein Rückkanal, also die Helfer lesen die SMS und rennen los.
00:15:47: Und da weiß die Leitstelle gar nicht ob da jemand losrennt, die weiß auch nicht wann der Helfer eintrifft.
00:15:52: Das war natürlich zu einer Zeit... Da hatten wir noch nicht alle Smartphones und Apps.
00:15:57: Es waren ein ganz toller Ansatz aber technologisch eben gar nicht ausgereift.
00:16:01: Wir haben sehr früh angefangen bei unserem Verein einen großen Fokus zu setzen darauf die Performance des Systems zu messen.
00:16:11: Ist ein Helfer da?
00:16:12: Wann trifft er ein, auch wann trifft der Defibrillator ein.
00:16:16: Wie viele Helfer sind da?
00:16:17: Und wenn man diese ganzen Prozesszeiten und die Performance-Systems misst dann kann man sie auch verbessern und kann mit jedem neuen Software Release schauen.
00:16:28: ist diese neue Version noch besser als die alte.
00:16:31: Weil darum geht es!
00:16:32: Es geht nicht darum dass diese App schön aussieht oder es geht wirklich darum Nach wieviel Minuten und Sekunden trifft im Media der erste Helfer ein.
00:16:42: Und nach welcher Zeit trifft der Defibrillator ein?
00:16:45: Das machen wir seit acht Jahren ganz konsequent.
00:16:48: Wir sind jetzt bei der dritten Generation von dem App-System, arbeiten schon an der nächsten Generation.
00:16:53: Lassen Sie uns einmal Professor Müller über diese Lösungen sprechen.
00:16:56: Was passiert genau technisch und organisatorisch wenn dieses ersthelfer App ausgelöst wird?
00:17:02: Also erstmal muss ich sagen es ist gar keine App!
00:17:05: sondern ist es ein System.
00:17:07: Viele Menschen nehmen das Wort Ersthelfer App so'n bisschen lässig in den Mund und wissen, dass sind irgendwie Apps zum Alarmieren.
00:17:17: Hab
00:17:19: ich dann extra Gerät?
00:17:20: Habe ich etwas auf meinem Handy oder wie?
00:17:24: Also das System... Ich könnte mich jetzt hier einlocken über einen Webbrowser in das System Und das verbunden mit einer App, die ist installiert auf irgendeinem privaten Smartphone.
00:17:38: Wenn ich jetzt qualifiziert bin, ich bin Krankenpfleger in einem Krankenhaus und sag das hab' ich gehört hier Region der Lebensräder will ich mitmachen.
00:17:46: dann lade ich mir die App Region der Lebensräder drei Punkt Null aus dem App Store oder Android Store.
00:17:51: registrieren mich mit Name, E-Mail, Telefonnummer laden Qualifikationsnachweis hoch Und dann werde ich von dem Administrator der jeweiligen Regionen.
00:17:59: also ich registriere mich hier in Freiburg und werde ich vom den Freiburger Administrator freigeschaltet Und bin dann Teil eines deutschlandweiten Systems.
00:18:08: Das ist erstmal ganz wichtig, das hinsichtlich des Landkreises.
00:18:11: Sie haben schon gesagt stand heute in sieben Bundesländern und zweiundfünfzigtausend registrierte Erstehelfende.
00:18:19: die Zahl steigt pro Monat um etwa zweitausend Helfer an der Zeit.
00:18:22: also wir haben ein ganz starkes Wachstum und wenn man sich andere registriert hat und freigeschaltet ist kann man überall in Deutschland alarmiert werden wo in den Nachbarschaften Herzschildstand ist.
00:18:33: aber Das ist die ihre Frage.
00:18:34: Also was passiert denn, wenn man jetzt die eins und zwei wählt?
00:18:38: Dann kommt man hier in Freiburg in der Rettungsleitstelle raus oder in der integrierten Leitstell freiburg und dort fragt dann der Disponent, was es passiert und sagt man wo's passiert ist und dass jemand nicht mehr normal atmet.
00:18:51: Dann klickt der Dispronent auf die Einsatzindikationsverdacht auf Herzkreisaufschielstand Und dann schlägt der Einsatz leidrechner vor einen Rettungswagen und eine Notarzt zu schicken.
00:19:04: Und er schlägt vor die Aktivierung des Systems Regional Lebensretter.
00:19:08: Der Leidschild ist so nett, muss dann nur noch Enter drücken.
00:19:10: Er muss es bestätigen.
00:19:12: Er darf uns auch rausnehmen zum Beispiel wenn Hinweis auf der Gefahrensituation vorliegt weil wir schicken da Ersthelfer ohne Schutz also einfach in irgendwelche fremden Häuser Verdacht auf eine Gewalttat besteht oder wenn es brennt, ganz einfache Situation dann würde man das System nicht akzeptieren.
00:19:32: Aber wenn er hinterdrückt, dann übermittelt der Einsatzleitrechmer von der Leitstelle und das ist jetzt ganz wesentlich, der übermittlt die voraussichtliche Fahrzeit vom ersteintreffenden Rettungsmittel an unseren Alarmserver.
00:19:47: Die sind in Verbindung und unser System weiß dann, in acht Minuten wird ein Rettungswagen eintreffen.
00:19:54: Und jetzt ist natürlich klar, dass wir und das unterscheidet die Lösung von einfachen Alarmierungslösungen.
00:20:02: Dass das System natürlich keinen Helfer dorthin schickt der wahrscheinlich zehn Minuten unterwegs ist weil er nämlich, sag ich mal Beispiel da hat kein Auto, kein Fahrrad, der ist in der Fußgängerzone am Einkaufen und muss jetzt einen Kilometer rennen Der braucht einfach länger als ein anderer Fünfhundert Meter weiter zu fahren hat, aber gerade im Auto sitzt.
00:20:25: Das heißt jetzt sucht unser System die registrierten Erstelfenden, die sich in der Nähe befinden und schickt ihnen so eine Vornfrage das Handy klingt laut auch wenn es im Stimmmodus ist und fragt mich Kannst du jetzt einen Einsatz fahren?
00:20:41: Und ehrlich gesagt Wenn ich jetzt hier im OP bin oder Mein Kollege ist gerade auf der Enesivstation am Arbeiten oder der Feuer, wenn man den Karten feuerlöscht.
00:20:50: Oder der Polizist der Karten-Eindrecher verhaftet?
00:20:52: Der kann da nicht weg!
00:20:54: Der klickt schlicht und ergreifend auf Nein.
00:20:57: Wenn man auf Ja klickt dann wird man gefragt Kommst du zu Fuß mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.
00:21:04: Und wenn ich diese Rückmeldung gegeben habe gebe ich noch an ob ich einen Defibrillator mit mir führe fängt das System an zu rechnen.
00:21:12: Jetzt in meinem Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.
00:21:14: Das dauert ein paar Minisekunden.
00:21:16: Dann weiße System der Michael Müller mit seinem Verkehrsmittel wird wahrscheinlich... ...in drei Minuten da sein.
00:21:25: Toll!
00:21:26: Oder das System entscheidet?
00:21:28: Der braucht wahrscheinlich zehn Minuten.
00:21:30: Der Rettungswagen ist schneller.
00:21:32: Danke aber wir brauchen dich nicht.
00:21:35: und noch wichtiger es dass wir manchmal Und zwar nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Bereich.
00:21:43: Wenn die Systeme gut ausgebaut sind dann haben wir viele Helfer und vielleicht in einem ganz kleinen Ort auch mal sechs, sieben Helfer, die bereit sind, einen Einsatz anzunehmen und das System rechnet aus.
00:21:57: zwei sind nicht schneller als der Rettungsdienst aber fünf oder sechs sind schneller.
00:22:01: Und von den sechs werden dann die ausgewählt, die wirklich die kürzeste Fahrzeit zum Patienten haben.
00:22:07: Die kriegen den Zuschlag, weil es einen Unterschied macht ob ein Helfer in vier Minuten oder in drei Minuten beim Patient ist.
00:22:15: und die beiden ersten, die schicken wir direkt dahin?
00:22:18: Den dritten, den schickt das System zu einem AID-Standort.
00:22:21: Die sind alle in der App drin.
00:22:23: also seit, seit wir das machen sind in der Lebensretterapp ich kann's gerade mal zeigen.
00:22:30: Sie sind natürlich die ID-Standorte drin.
00:22:32: Das ist jetzt hier ein Bild von Freiburg, diese grünen Kreme.
00:22:35: Ja, das sieht man.
00:22:36: Das sind alles IDs, die auch ... Die sind noch auf der Geltepumpe.
00:22:39: Sie sehen da auch so einen gelben oder zwei Gelbepumpte?
00:22:42: Das sind EIDs, die in Geschäften hängen oder einem Rathaus was um sechszehn Uhr oder geschäft um zwanzig Uhr zugemacht wird.
00:22:48: Die sind nicht auf der geltepumppe verfügbar.
00:22:51: und das System prüft dann für den dritten Helfer den Weg über einen öffentlich verfügbaren Defi zum Patient ob dieser Weg auch zurückgelegt werden kann in einer Zeit, die kürzer ist als der Rettungsdienst braucht.
00:23:04: In dem Fall kriegt der Helfer dann eben diese Ideeaufgabe.
00:23:09: Sie haben berichtet über die wachsende Zahl von Ersthelfern, die sich melden.
00:23:13: Wer ist das überhaupt?
00:23:14: Ein Community First Responder?
00:23:17: und wie sind sie qualifiziert?
00:23:19: Haben sie gesagt, ihr müsst einen Nachweis hochladen dann entsprechend vor dem jeweiligen Regionalleiter Dispatcher der das alles im Überblick hat.
00:23:31: Aber wenn sie uns so einen Überblick geben, wer meldet sich dann freiwillig?
00:23:35: Ist ja großartig dass die Menschen sich bei ihnen auch entsprechend registrieren lassen.
00:23:39: Das
00:23:39: ist eine ganz wichtige Frage und die wesentliche Frage ist eigentlich dürfen da auch Laien mitmachen oder nicht?
00:23:45: und ich sage es ganz klar nein die dürfen nicht mit machen oder?
00:23:48: nee ich sag's jetzt mal anders.
00:23:49: natürlich es darf jeder mitmachen aber nur nach entsprechender Schulung.
00:23:54: Das ist ganz wichtig.
00:23:55: Wir haben angefangen im Rahmen eines Pilotprojekts, das koordiniert wurde vom Innenministerium hier in Baden-Württemberg und wir haben eine wichtige Entscheidung getroffen.
00:24:05: Wir fangen an mit professionellen Helfenden also Menschen aus Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten, Feuerwehren, Krankenhäusern auch Medizinstudenten die hier mitmachen aber die müssen aus den professionellen Zetten kommen.
00:24:20: Und wenn wir irgendwann merken sollten dass wir nicht genug Helfer kriegen, dann können wir die Qualifikation absenken.
00:24:28: Aber wenn wir genug Helfe kriegen, bleiben wir bei diesen professionelleren Helfern, weil da haben uns jetzt noch nicht drüber unterhalten?
00:24:37: Die Qualität der Herzdruckmassage ist entscheidend für das Ergebnis.
00:24:42: Da gibt es genug Studien dazu.
00:24:44: Unterbrechungen der Herz-Zugmassage sind schlecht und auch wenn die Herzdruhmassage zum Beispiel nur fünf Millimeter weniger tief erfolgen.
00:24:52: Also wenn man fünfundvierzig Millimeter statt fünfzig Millimeter drückt, dann lässt sich das messen der Patient hat schlechtere Überlebenschancen.
00:25:01: Das war unser Grund zu sagen wir schicken nicht Laienhelfer im Rettungsdienst einsetzen sollen.
00:25:06: Wir schicken wirklich geschulte Helfer dorthin.
00:25:09: und jetzt sage
00:25:10: ich darf ich kurz unterbrechen der Professor weil es ist natürlich tatsächlich so wer es mal in der Puppe gemacht hat oder Vielleicht sogar auch in echt, tatsächlich der wundert sich ja darüber wie tief das ist.
00:25:23: Fünf Zentimeter und sie haben völlig recht ein Laie.
00:25:26: Auch ich, wer hätte am Anfang immer das Gefühl, oh da mache ich wirklich was kaputt wenn ich so tief reindrücken und es geht ja auch manchmal an der Rippe zerbrochen oder sowas, dann egal weil das Ergebnis seht.
00:25:37: Das Ergebnis heißt dann den Menschen dann wieder... im wahrsten Sinne des Wortes zurückzuholen.
00:25:42: Das ist ja ein ganz spannender Aspekt.
00:25:43: und dann haben sie entschieden, eben aus diesem Grunde setze ich vor allen Dingen auf medizinisch geschultes Personal und das ist wichtig für mich.
00:25:51: Nicht ich habe das entschieden, sondern wir haben es entschieden.
00:25:54: Wir haben im Verein auch eine sehr aktive Arbeitsgruppeforschung.
00:25:58: Es sind fast alle Vorstandsmitglieder sind Wissenschaftler hier von von Einrichtungen, die sich sehr intensiv damit beschäftigen.
00:26:09: Wir haben, können Sie auf der Webseite nachlegen, sehr viele Forschungsprojekte gemacht und auch veröffentlicht.
00:26:15: Und schauen Sie gerne mal in die ganze Weltliteratur.
00:26:17: Also es gibt noch nicht so wahnsinnig viel zu solchen App-Systemen.
00:26:20: aber ein bisschen was gibt's ich habe es ja vorhin genannt also Schweiz, Niederlande, Schweden, Dänemark Deutschland auch.
00:26:30: Gibt's mittlerweile einiges?
00:26:33: Es gibt ein bisschen was aus Amerika, aber in vielen Ländern die haben noch gar kein solches System.
00:26:38: Aber da wo es Studien gibt... Da gibt's keine Studie, die eine richtig gute Systemperformance erreicht hat mit der Registrierung von Lionhelfern.
00:26:48: Das gibt es nicht!
00:26:49: Zumindest kenne ich keine.
00:26:51: Und wenn mir einer eine Studie vorlegt und sagt guck mal Müller Wenn ihr nicht, also wir nehmen jetzt mal Freiburg.
00:26:58: Das sind jetzt Bereich der integrierten Leitschrift Freiburgen, das sind eine Tausend fünfhundert und dreißig Quadratkilometer.
00:27:04: da haben wir tausend siebenhundert fünfzig oder so Erstehelfende.
00:27:09: wenn mir jemand zeigt dass wir, wenn wir jeden reinnehmen vielleicht statt auf tausendsiebene Hilfe auf siebzehntausend Helfer kommen Und dann eine Performance erreichen die besser ist als mit dem jetzigen System Dann schalte ich sofort um.
00:27:27: Aber wenn ich in die Literaturschau sehe, zum Beispiel wir haben ein Berlininsystem.
00:27:32: Da ist die erst-helfenden Dichte zehnmal so hoch wie im Freiburg.
00:27:37: Es sind etwa elf erst- helfende pro Quadratkilometer weil sie auch Leinen reinlassen.
00:27:43: also dort werden leiden... Also es ist nicht überall gleich und da gibt's auch nicht richtig und falsch.
00:27:48: das gibt eben das eine Konzept oder das andere.
00:27:51: aber die letzte Studie aus Berlin mir anschaut, es sind sechzehntausend fünfhundertfünf Patienten oder Alarme ausgelöst worden und in zwanzig Prozent der Alarmierung gab's Patientenkontakt.
00:28:02: Und das ist jetzt nicht so dass ich sehe mit dem großen Öffnen für untrennete Laien erreiche ich eine bessere Systemperformance.
00:28:13: und deswegen sagen wir Natürlich dürfen Laien mitmachen, aber dann geht bitte zu einer Hilfsorganisation und lasse sich ausbilden.
00:28:20: Dann werde Mitglied irgendwo oder machen einen Kurs und ist hier alles in Ordnung.
00:28:25: Und übrigens ganz interessant, Baden-Württemberg hat jetzt seit wenigen Tagen erst eine neue Rettungsdienstplanverordnung.
00:28:33: Da wird die Umsetzung des Rettungsthinsgesetzes für Baden Württemberger regel.
00:28:38: Und da gibt es ein Paragraf zur appbasierten Ersthelfern.
00:28:45: gesetzliche Grundlage für eine Mindestqualifikation drin.
00:28:48: Also in Baden-Württemberg ist es sogar gesetzlich geregelt, der mitmachen darf egal welche App.
00:28:54: also voraussetzung zum registrieren in einem app basiert alarmierung system ist und das sind die kriterien die wir auch zugrunde gelegt haben schon von Beginn an dass es hat sich so einfach bewahrheitet.
00:29:06: Als Sie vor rund zehn Jahren begonnen haben, die Ersthilfe-App zu entwickeln waren wir in Europa noch relativ weit hin.
00:29:13: In Deutschland, wo stehen wir heute?
00:29:16: Wir stehen heute ganz weit vorne glaube ich.
00:29:20: es kann man wirklich sagen.
00:29:21: also zumindest Ich bin überzeugt davon dass wir das so sagen dürfen denn Es gibt schon Länder in europa Die hatten ein flächendeckendes System Also zum Beispiel eben Holland und Dänemark.
00:29:36: Schauen wir uns die Performance von den Systemen an.
00:29:39: In Dänemark gibt es ein flächendeckendes App-Alarmierungssystem und die Überlebensrate hat sich dort nicht verbessert, da gibt's einen Flächendecken des Reanimationsregistern und die Kollegen konnten nicht nachweisen dass die Sterblichkeit nach Herzgeistaufstilstand zurückgeht.
00:29:57: und ich glaube daran, dass es daran liegt das wenn man sich zu schnell zu früh auf Wir machen eine App landesweit, dann ist das nicht gut.
00:30:11: Sondern wir brauchen eine Situation wie in Deutschland wo es verschiedene Ansätze gibt.
00:30:16: Nicht nur technologische, also es gibt in Deutschland vier große die so überregional verfügbar sind Apps und wenn man genau nimmt sieben oder acht Apps Systeme die teilweise auch nur in zwei drei Landkreisen in Deutschland etabliert sind.
00:30:33: Da gibt es technologisch unterschiedliche Lösungen.
00:30:35: Manche arbeiten mit Anbindung an so einen Defi-Register, manche ohne.
00:30:40: Manchen nehmen Laien und manche nehmen nur professionellere Ershelfende.
00:30:44: Also ja dann gibt's welche die Alarmieren zwei Helfer anderer Miren vier.
00:30:48: Es gibt verschiedene Systeme und das ist nicht... Also ich höre ganz oft dieses Geschimpfe auf den Föderalismus, so jeder macht das anders.
00:30:56: Ja es ist gut weil wir stehen wirklich noch am Anfang und wir müssen verschiedene Wege ausprobieren und vielleicht sind wir in fünf Jahren soweit so ein Best Practice Beispiel haben.
00:31:08: Und für jetzt muss man sagen, ja ich würde mir jetzt auch wünschen dass wir langsam mal Mindeststandards kriegen.
00:31:13: also die internationalen Leitlinien für die Regimation sind ja im Oktober und neue Version publiziert worden.
00:31:19: da steht ja ganz klar drin diese Apps sollen auch in Erstehörfer zum Defi schicken.
00:31:25: das machen die aber nicht alle.
00:31:26: das finde ich schade weil es so einen Versuch so mal so ein Mindest Standard hochzuhalten.
00:31:35: Zwei Jahre einen Reporting-Standard für Ersthefersysteme, kann ich mal kurz hier reinhalten.
00:31:41: Kann man auch auf unserer Webseite downloaden.
00:31:44: der Text ist frei verfügbar, muss man nichts bezahlen für veröffentlicht.
00:31:48: Da haben wir fortyzeig Forscher aus zwölf oder dreizehn Nationen aus mehreren Kontinenten also genau die Forscher, die sich intensiv mit erbasierten Ersthefssystem und ID Netzwerken beschäftigt haben zusammengebracht hier in Hinterzarten hinter Nähe von Freiburg und haben gesagt, wir müssen um die Daten vergleichbar zu machen erst mal einen Reporting-Standard etablieren.
00:32:11: Also welche Parameter soll man denn erfassen für Qualitätssicherung und Forschung?
00:32:16: Und da sind so Sachen drin.
00:32:17: wie ja erstmal zu der Region wie viel Quadratkilometer, wie viele Einwohner hat die Region, wieviel Ersthelfer sind registriert?
00:32:25: dann zu dem System welcher App wird er verwendet?
00:32:28: Wieviel Helferwerten aktiviert?
00:32:29: im Notfall?
00:32:30: wird auch einer zum Defi geschickt usw.
00:32:33: Und dann für diese Einsätze, also wie lang dauert es von Alarmierung bis der erste Helfer am Notfallort ist?
00:32:39: Bis die ID eintrifft.
00:32:41: Wie lange dauerts?
00:32:42: Bis sie ausdrücken, bis sie eintreffen... Wenn wir diese Zahlen alle kontrolliert erfassen und das noch den nächsten Jahre weiter so machen wie bisher Dann werden wir wenn wir uns darüber auch weiterhin so munter austauschen glaube ich sehr gute Kenntnis haben, wie so ein System konfiguriert sein muss.
00:33:01: Damit ist in einer möglichst hohen Anzahl von Fällen dafür sorgt es eben nach drei Minuten oder vielleicht idealerweise nach zweieinhalb Minuten schon der erste Helfer da ist und dass vor Eintreffendes Rettungsdienst ein Defibrillator da ist, gewährleistet wird, dass der Patient auch voreintreffenes Rettungssienst defibrilliert wird.
00:33:20: Spannend das die Vielfalt hier ein Gewinn ist weil die Systeme vielleicht nicht in Konkurrenz zueinander arbeiten, aber den noch voneinander lernen können oder dass man lernen kann auch von anderen Systemen wie man es macht.
00:33:36: Es gibt viele Landkreise, sie selber sorgen dafür das diese Ersthilferrettung geschehen kann in hundert-einz Landkreisen und es gibt noch viele andere Landkreis in Deutschland die ebenfalls den Vorteil haben, dass sie mit einer Ersthelfer App, wenn ich sie jetzt mal auch ausgestattet seht.
00:33:57: Aber es gibt auch viele wo das im sprichwörtlichen noch ein weißer Fleck ist.
00:34:01: Teile von Sachsen beispielsweise Thüringen
00:34:04: Auch
00:34:04: große Teil von Niedersachsen zählen dazu.
00:34:07: Warum ist das so und warum tun die sich so schwer?
00:34:12: Na ja dieses Systeme sind ja nicht vorgeschrieben Und Es gibt kein Rettungsdienstgesetz in Deutschland In dem steht In jedem Rettungsdienstbereich muss ein appbasiertes Ersthefersystem etabliert sein.
00:34:26: Es steht nicht drin und in den Rettungsthinsgesetzen gibt es ein paar, da ist schon die appbasierte Erstheferalarmierung Bestandteil also Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen übrigens auch mittlerweile.
00:34:41: Da ist es schon im Rettingsdienstgesetz verankert das aber die Frage der Finanzierung nicht geklärt.
00:34:47: Und wir reden über wirklich verschwindend geringe Kosten, das muss man einfach so sagen.
00:34:54: Also wenn ich mir anschaue was die... Wenn ich einen Patient aufnehme nach einem Herz-Greishaft-Schildstand in den Krankenhaus, da gibt es eine Studie aus Aachen und drei Hundert Patienten evaluiert.
00:35:06: Gut ist jetzt schon ein paar Jahre alt aber es sind zum Ergebnis gekommen dass kostet im Durchschnitt fünfzigtausend Euro nur die stationäre Krankenhausbehandlung nach der Reanimation.
00:35:15: Und wenn der dann entlassen wird und eine Patient geht mit dem Koffer in die Hand nach Hause, lebt sein Leben und geht wieder arbeiten.
00:35:22: Der andere ist eben Pflegefall.
00:35:25: Dann sind wir schnell bei mehreren Zähnepotenzen an Kosten.
00:35:29: Wir haben einen Rettungsdienst, der gut ist aber auch teuer ist!
00:35:33: Wir haben ein Krankenhauslandschaft, die gut ist oder auch teurer ist.
00:35:36: Reden wir jeden Tag drüber in der Politik... ...und wir sparen uns diese fünf Minuten schneller sein bei der Reanimation aus dem Kreuz und verursachen ganz, ganz hohe Zusatzkosten nachher.
00:35:49: Das macht mich schon traurig!
00:35:51: Wir sind seit vielen Jahren übrigens die Björn Steigerstiftung, das ist immer ja auch im Austausch... Auch Sie sind ja auch ständig im Austauch mit der Politik.
00:35:59: Und es muss ganz klar sein dass ein Euro den ich in den ersten fünf Minuten investiere, der amortisiert sich vielfach dann zwei Tage später auf der Intensivstation Und dafür gibt es aber noch keine Regelung.
00:36:15: Es gibt da so Bestrebungen, also vielleicht gibt's eine Reform oder es gibt eine Gesundheitsreform, es gibt Ansätze dass diese Leistung vielleicht ins SGB V aufzunehmen sind wir mal gespannt.
00:36:27: ich sage mal welcher Weg politisch gegangen wird.
00:36:30: das ist uns hier eigentlich egal.
00:36:31: Ich sag nur Wir wissen mittlerweile sehr sicher dass wir die Versorgung von Patienten in den ersten Minuten verbessern können.
00:36:40: Wir haben jetzt eine ganz große Studie, die gerade am finalisieren ist.
00:36:44: Die Hero-Studie läuft jetzt seit drei Jahren und wir haben da elf Regionen in mehreren Bundesländern, also Sachsen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg ... In Bayern sind mehrere Regionen zeitgleich das System gestartet und haben acht Monate vor dem ... Ich sage mal ganz lapida, anschalten der App und acht Monate nach anschalten.
00:37:06: Mal geschaut wie ist die Überlebungsrate?
00:37:08: Wir sammeln gerade die letzten Klinikentlastbriefe von den Patienten.
00:37:11: das wirklich auch gepowert auf überlebten bis klinik Entlassung.
00:37:14: nicht nur wer kriegt mal wieder einen spontanen Kreislauf sondern wer geht wer verlässt neben die Kliniken.
00:37:19: ich hoffe sehr dass wir in den nächsten Wochen und Monaten die Ergebnisse zusammenschreiben können.
00:37:24: Und dann auch eine Evidenz liefern können, damit wir nicht mehr fragen müssen liebe Kostenträger könnt ihr die Kosten erstatten?
00:37:32: oder jetzt haben wir die Situation.
00:37:34: ganz viele Landräder sagen Menschen habe ich gehört ist ein wirklich tolles System.
00:37:38: da kann ich dafür sorgen das meine Bürgerinnen und Bürger eben nicht nach zehn Minuten oder acht Minuten durch Rettungsdienst versorgt werden sondern nach drei oder vier Minuten schon mit der Reanimation begonnen wird.
00:37:49: Und die Helfer, die verlangen nicht mal was dafür.
00:37:52: Wir sind ein gemeinnütziger Verein und wir verdienen daran nichts.
00:37:56: Aber der Landrat sagt, die Kreiskasse ist leer.
00:38:00: Das ist wirklich schade!
00:38:01: Wir brauchen jetzt eine politische Lösung damit wir die Systeme flächendeckend in Deutschland etablieren können.
00:38:07: Ja und dazu gibt es ja diesen besonderen Runden-Tisch SBEA.
00:38:12: Man weiß sich immer umversichtlich diese... Kürzel aus, denkt in Deutschland.
00:38:16: SBEA steht für Smartphone-basierte Ersthilfealamierung und genau die fordern ja auch tatsächlich die flächendeckenden Einführungen, die verpflichtende Einführung dieser Ersthelfer App.
00:38:28: Und Sie haben klargemacht, warum es eine Verbindlichkeit braucht?
00:38:32: Das ist sehr deutlich!
00:38:33: Wenn sie jetzt zum Abschluss – und wir machen auf jeden Fall einen Podcast wenn ihre Heroes-Studie vorliegt,
00:38:40: denn das
00:38:41: finde ich super spannend Wenn Sie einen Appell richten können und das können sie hier an die politischen Verantwortlichen, wie würde der laut?
00:38:51: Es ist ganz einfach.
00:38:53: Wir sehen jeden Tag wenn wir in die Zeitung schauen neu schwimmbarzaniert für zwei Komma drei Millionen Euro oder ja wir reden über Krankenhausschließungen über viel Geld.
00:39:05: da geht es ja immer um große Summen.
00:39:09: jeder ich glaube jeder Landkreis in Deutschland hat die Möglichkeit für einen wirklich, das sind vierstelliger Betrag.
00:39:19: Die verrät auch bisschen zwischen den Apps ist aber nicht wirklich relevant wie die Unterschiede sind weil wir reden hier über Pinaz in einem Kreishaushalt.
00:39:26: Das sind wenige Cent pro Bürgerin oder Pro-Bürger im Jahr, die wir investieren müssen um dieses Krankheitsbild endlich überlebbar zu machen.
00:39:35: und Und ich appelliere wirklich an jeden, der es in seiner Hand hat.
00:39:40: Das kann auch jemand sein, der bereit ist dafür zu spenden.
00:39:44: Wir haben in ganz vielen Landkreisen mit Crowdfunding oder mit Einzelnen, mit großen Spenden gearbeitet und gesagt wir etablierende Systeme machen jetzt einfach los weil wenn das Geld da ist dann wird meistens einfach... Die Motivation aller Beteiligten reden da ja mit den Rettungsleitstellen, mit den Rettungsdiensten und Feuerwehren.
00:40:04: Mit den Hilfsorganisationen haben da schon alle Lust auf dieses Projekt.
00:40:08: Es muss halt nur irgendwie auch finanziert werden!
00:40:10: Und mein Wunsch wäre wirklich dass wir über solche kleinen Summen nicht so lange diskutieren Wenn der Bund so große Summen bewegt, dass in dieser Gesundheitsbeform auf jeden Fall eine Lösung gefunden wird.
00:40:25: Dass Flächendecken in jedem Landkreis in Deutschland so ein effizientes Ersthelfer-System etabliert werden kann.
00:40:30: und dann müssen wir natürlich über Mindeststandards reden.
00:40:33: also ich bin ja auch aktiv im deutschen Rat für Wiederbleibung.
00:40:35: Wir haben diese Leitlinie mitgeschrieben übersetzt aufs Deutsche wenn da halt drin steht irgendwie das System muss mit Ersthelfern Erstheffer-App und IED-Netzwerk zusammenbringen, dann muss das halt auch erfolgen.
00:40:46: Das muss dann vielleicht sogar verbindlich sein um die Refinanzierung zu kriegen.
00:40:51: oder was auch schon drin steht ist, dass vermutlich intelligente Alarmierungsalgorithmen mit einer besseren Performanceassociation sind.
00:40:58: Es ist ja genau das, was ich Ihnen vorhin erklärt habe.
00:41:00: wir messen ja für jeden Helfer wie lang braucht der zum Einsatzort?
00:41:03: Und verteilen denn die Aufgaben entsprechend dieser guten Vorberechnung?
00:41:08: Ja!
00:41:08: Wir brauchen Wir brauchen eine gute Qualitätssicherung, vielleicht braucht man auch eine deutschlandweite Übersicht.
00:41:13: Welche Regionen haben schon was?
00:41:16: Haben wir übrigens gemacht im deutschen Ratio-Wiederblieben.
00:41:18: Gibt's ne Ersthelferkarte für Deutschland die Björn Feigerspürich hast auch gemacht.
00:41:21: Rettungslandschaften.de Kann ich auch
00:41:23: nur empfehlen.
00:41:24: da ist das ganze Vorräum dargestellt ganz
00:41:26: toll.
00:41:27: und dann wenn der Landkreis es nicht hat Dann appelliere ich an den Landrat Die Landräte an die Kommunalpolitiker an die Menschen die dort irgendwie Einfluss haben.
00:41:38: Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Rechter drauf, beim Herz-Greislauf-Schielstand schnelle Hilfe zu bekommen.
00:41:44: So wie sie es auch bekommen bei einem Verkehrsunfall oder bei anderen Notfällen.
00:41:49: Und der Herz-Geishaftschielstand ist nun mal zwanzigmal so häufig wieder der tötliche Verkehrsunfalls.
00:41:55: Und die Methoden, die wir einsetzen um den Menschen mit Herz- Geishaft schielstand zu retten das ist noch nicht... Da fehlt einfach was!
00:42:02: Da fehlt Einglied in der Rettungskette.
00:42:04: wissen die App ersthelfer?
00:42:06: Also machen Sie sich kundig, schauen sie nach.
00:42:08: Hat Ihr Landkreis eine Ersthelfer-App?
00:42:11: Wenn nicht, machen Sie Druck!
00:42:14: Gerne schreiben Sie uns.
00:42:16: Wir freuen uns sehr, Herr Prof.
00:42:17: Müller, dass Sie diese Initiativen gestartet haben mit Ihrem großartigen Mannschaft und Ihrer Team und jetzt schon hundert Eins Landkreise ausgestattet haben.
00:42:27: wir hoffen es werden bald mehr.
00:42:29: die Piansteigerstiftung setzt sich ebenfalls sehr stark dafür ein.
00:42:32: Ich freue mich und wir hören uns wieder, wenn die Humors-Studie voll liegt.
00:42:37: Vielen Dank
00:42:40: fürs Gespräch!
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