Die digitale Rettung - was Patienten jetzt vom Gesundheitssystem erwarten

Shownotes

Wie digital ist das deutsche Gesundheitswesen wirklich – und was erwarten Patientinnen und Patienten heute von Kliniken, Arztpraxen und Krankenkassen?

In dieser Folge von „Lebensretter“, dem Podcast der Björn Steiger Stiftung spricht Béla Anda mit Jörg Asmar, Partner bei PwC und Experte für Digital Healthcare und Cyber Security. Grundlage des Gesprächs ist das Healthcare Barometer, das zeigt, wie Menschen in Deutschland über Krankenhäuser, Krankenkassen, Digitalisierung, Prävention und die Zukunft der Versorgung denken.

Es geht um elektronische Patientenakten, Gesundheits-Apps, Telemedizin, künstliche Intelligenz, Datenschutz und die Frage, warum unser Gesundheitssystem oft besser ist, als es sich für viele anfühlt. Gleichzeitig wird deutlich: Die Erwartungen der Patientinnen und Patienten verändern sich massiv – und die digitale Patientenreise beginnt längst nicht mehr erst im Krankenhaus.

In dieser Folge geht es um:

den aktuellen Zustand des deutschen Gesundheitswesens warum Deutschland bei der Digitalisierung besser dasteht, als viele glauben die elektronische Patientenakte und ihre nächsten Ausbaustufen Datenschutz, Cyber Security und Vertrauen in digitale Gesundheitsangebote Telemedizin, Gesundheits-Apps und Wearables künstliche Intelligenz in Diagnostik und Versorgung die Erwartungen jüngerer Generationen an digitale Medizin integrierte Versorgung und bessere Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Praxen und Krankenkassen warum Kommunikation ein Schlüsselproblem im Gesundheitswesen ist wie die Patientenreise der Zukunft aussehen könnte

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00:00:01: Wir haben in der Vergangenheit einen Fehler da drin

00:00:03: gemacht,

00:00:04: unsere Patientenreise zu definieren.

00:00:07: Wir haben die nämlich immer dann definiert und gesagt haben wir gehen ins Krankenhaus und werden mal wieder rauskommen.

00:00:12: aber eigentlich ist unser Patient Journey mittlerweile eine ganz andere Artifekt eigentlich schon vor der Geburt an und sie hört mit unserem Tod noch

00:00:18: nicht auf.

00:00:30: Die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern.

00:00:33: Sie engagiert sich für den Ausbau moderner Nothofsysteme und stößt Innovationen im Rettungswesen an.

00:00:40: Dabei setzt sie entscheidende Impulse wie die Einführung der ONE-ONE-Zwei, die Björnsteigerstiftung – gemeinsam Leben retten!

00:00:48: Folge neunzig, die digitale Rettung das Patienten jetzt vom Gesundheitssystem erwarten.

00:00:54: mit PWC Partner Jörg Astmar.

00:00:57: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts, Lebensretter der Björn Steiger Stiftung.

00:01:03: Ich freue mich heute ganz besonders mit einem Gast zu sprechen, der sich auskennt wie kein zweiter in zwei ganz wichtigen zum Teil auch miteinander verbundenen Bereichen nämlich den Thema Digitalisierung und Cyber Security und dem Thema Gesundheitswesen.

00:01:18: und auch da mit der Digitalisierung sehr viel schon zu tun hatte denn das deutsche Gesundheitswesenghört medizinisch Immer noch zur Weltspitze zumindest.

00:01:29: Glauben das viel und gleichzeitig wächst ja auch die Unzufriedenheit der Menschen, Arztbesuchen, dass immer wieder gerne Thema Wartezeiten, Organisation und die Frage ob unser System überhaupt noch finanzierbar bleibt?

00:01:43: Wir haben die Auswirkungen gesehen, die Gesundheitsreform, die gerade auf den Weg gebracht wurde ist eines davon.

00:01:49: es gibt ein sogenanntes Healthcare Barometer.

00:01:53: da hat die Unternehmen Beratungsgesellschaft, zu der mein Gast als Partner gehört.

00:01:58: PVC genau hingeschaut und sich die Frage gestellt und untersucht wie denken die Deutschen über Krankenhäuser?

00:02:06: Über Krankenkasten?

00:02:08: Über Digitalisierung oder Präventionen?

00:02:10: Und auch über die Zukunft der Versorgung?

00:02:13: darüber möchte ich heute sprechen mit dem Autor oder Co-Autor in der Studie mit Jörg Asma erst Partner.

00:02:20: Ich habe es gesagt bei PVC Wer die großen Bahrtungsgesellschaften kennen, PricewaterhouseCoopers und Partner dort zu sein ist schon eine große Herausforderung.

00:02:32: Eine große Auszeichnung!

00:02:33: Er ist das Leiter Digital Health Care und einer der Mitverantwortlichen der Studie Und ich freue mich dass Sie hier sind.

00:02:41: Hallo willkommen Jörg Astner.

00:02:43: Hallo Herr Hända.

00:02:44: Freue mich auch hier zu sein.

00:02:46: Fangen wir direkt an Sie haben dieses Healthcare Barometer auf den Weg gebracht und sich intensiv mit der Frage des Gesundheitswesens in Deutschland befasst.

00:02:58: Wenn Sie diese Studie auf wenige Sätze verdichten sollen, was und wie ist eigentlich der Zustand des deutschen Gesundheitswesen?

00:03:09: Also die Beurteilung ist ja durchaus ambivalent.

00:03:12: Wir haben selber, wenn wir genauer reinschauen, eigentlich immer ein ganz gutes Gefühl dazu.

00:03:18: Wir sind immer noch Weltspitze.

00:03:20: Wir glauben es und ich bin noch ziemlich überzeugt, dass wir es auch sind.

00:03:24: Allerdings die Erwartungshaltung an unser Gesundheitswesen ist irgendwo anders angesiedelt.

00:03:31: also die Menschen haben mittlerweile das Gefühl Das ist nicht mehr top.

00:03:34: Das sind so die Randbedingungen rund ums Gesundheitswesenn Die uns ein bisschen die Laune da dran verderben Und die uns glauben lassen das ist irgendwie schlecht.

00:03:46: Ich persönlich erfahr das so gar nicht, weder in der Diskussion mit Klinikern oder Arztpraxen oder auch mit Krankenversicherung.

00:03:56: Ich habe nicht das Gefühl dass es schlecht ist.

00:03:58: Wenn wir mal über den Tellerrand hinaus gucken und andere starten einfach mal anfangen zu kleine Dinge zu vergleichen dann stellen wir fest er wäre klagen auf extrem hohem Niveau.

00:04:11: Auf der anderen Seite haben wir aber natürlich auch die Innenansicht aus dem Gesundheitswesen gesagt, das ist verdammt teuer.

00:04:17: Wie kriegen wir das finanziert?

00:04:19: Wir haben Finanzierungsvorbehalte, wir haben Umstrukturierungen und wir werden eigentlich getrieben durch politische Botschaften, dass wir nicht finanzierbar sein.

00:04:31: Und ich glaube da müssen wir ansetzen.

00:04:34: Lassen wir auf diesen einen Punkt direkt kommen den Sie sagen ja wir sind noch ganz gut oder wir sind sehr gut im Vergleich mit anderen.

00:04:41: Ein Punkt, der uns immer begegnet und da sind sie auch Experte nämlich Cyber Security oder überhaupt Digitalisierung ist die mangelnde Digitalisierung in deutschen Klinikwesen Arztwesen.

00:04:56: Das fängt an bei der Patientenakte und es geht über viele andere Bereiche hinaus.

00:05:02: Wir hören immer das Länder wie die Digitalisierung schneller vorangetrieben haben in den letzten zwanzig Jahren, gerade die Länder des Baltikums aus Estland, Lettland und Litauen oder auch das Leben da.

00:05:13: Wie Spanien von den skandinavischen Ländern ganz zu schweigen sind wir uns immer.

00:05:17: ja vorausschule, Digitalisierung und was auch immer Lebenszufriedenheit dass die doch weit weit vor uns mittlerweile sind Und wie gesagt auch Länder von denen wir es nicht erwarten.

00:05:27: finden wir etwa zum Beispiel Spanier?

00:05:30: Was sagen Ihre Erkenntnisse dazu?

00:05:33: Also Spanien ist in der Tat überraschend.

00:05:36: Hätte ich auch eigentlich so nicht erwartet, aber wir sehen aus dass die Spania das haben wir in der Corona-Pandemie übrigens sehr deutlich gesehen können als um die Corona-Apps gingen.

00:05:45: da war Spanier sehr schnell dabei und hat dort reagiert eine eigene App auf den Weg gebracht und sich nicht im europäischen Weg angeschlossen.

00:05:52: also Spaniens sind der tat Überraschent.

00:05:55: Die Baltics und die Nordics Für uns weniger überraschend, die machen sie sehr schnell.

00:06:00: Die krippeln ihre Arme hoch und sagen eine App bauen geht ganz schnell.

00:06:04: Das kann jeder.

00:06:05: Und das ist auch richtig was wir ja gemacht haben im deutschen Gesundheitswesen.

00:06:10: Wir haben schon viel früher über diese Apps nachgedacht nämlich mit der Schaffung der Gematik ist genau diese Idee der App-Technologie oder App-Economie schon vorweggenommen worden.

00:06:21: Jetzt müssen wir mal reingucken wie alte Gematiken sind.

00:06:28: Da haben damals schon den ersten Geburtsfehler begangen bei der Kommunikation, was die Gematik eigentlich ist.

00:06:36: Die wurde ja aufgelegt als der Herausgeber der EGK, der elektronischen Gesundheitskarte hat uns alle wirklich in den Wahnsinn getrieben und hat gesagt füchterlich jetzt müssen wir diese blöde Karte mitnehmen da müssen wir den Geräte reinsticken und erst dann dürfen wir zum Arzt.

00:06:53: Aber das ist dahinter eine ganz andere Vision stand.

00:06:55: Nämlich, hey!

00:06:55: Das ist unser erster Vertrauensanker.

00:06:58: Der hat unsere Identität drauf.

00:07:00: Da sind unsere Notfalldaten drauf.

00:07:02: Notfall-Daten sind ja nie wieder thematisiert worden und ich kenne kaum einen Patienten der seine Notfalldaten auch seine EGK aktualisiert hat.

00:07:09: Das war unser Vertrauungsanker von da aus losgelaufen.

00:07:12: Dann haben wir die ersten Anwendungen gebaut.

00:07:15: Die hatte aber kein Patient wirklich mitgekriegt.

00:07:18: Vor drei Jahren oder vier Jahren sind hier die ersten Apps entstanden.

00:07:22: sperriger Name, nicht App oder Gesundheitsanwendung sondern FDV.

00:07:26: Das ist ja wieder so eine Kommunikationsstilblöte die wir aus der Politik und aus der Regulierung übernommen haben.

00:07:32: Wir nennen das Ding nicht beim Namen, sondern wir geben dir mal ein unaussprechliches Akronym wo kein Mensch irgendetwas Praktisches mit verbindet.

00:07:47: Das macht total Sinn, genau.

00:07:49: Weil man versucht hat zu generalisieren.

00:07:51: App oder Web ist egal und man versucht einen Akronym zu finden verbindet nur kein Patient irgendetwas mit.

00:07:57: Und da sind unsere Patienten eigentlich schon live gegangen vor drei Jahren.

00:08:02: Hat aber noch kaum Adoptionsraten gehabt.

00:08:05: Vierzehnte Januar letzten vor letzten Jahres haben wir mit der EPA für alle gestartet.

00:08:12: Nein das war letztes Jahr und sie sind dann im April.

00:08:15: Dann tatsächlich, diesen Jahres hatten wir dann einjähriges und dem Willen der Patienten das Zeug zu adoptieren.

00:08:23: Achtzig Prozent der Patienten wollen das nutzen und dann kommst du zu ihrem Arzt und ihr sagt dann ja kann ich doch nicht so richtig.

00:08:31: Und dann fängt es an, dass das Ganze natürlich ein Bruch kriegt.

00:08:33: Warum ist das so?

00:08:35: Weil wir es besonders sicher machen wollen und das ist nämlich genau der Kritikpunkt, den wir haben wenn man in Richtung Nordics oder Baltics gucken.

00:08:41: ja ich kann Apps total schnell bauen aber wenn dann die Daten verloren gehen dann ist das Vertrauen ins Gesundheitswesen noch schneller beschädigt.

00:08:49: Wir haben das so ein gutes Beispiel aus Finnland.

00:08:51: In Finnlands sind die Patienten da einer psychosomatischen Klinik veröffentlicht worden.

00:08:56: leider geht das auch mit Patienten aus dem politischen Umfeld.

00:09:00: Was wir

00:09:00: sehen oder oder wie

00:09:03: das ist nicht aus Versehen, sondern sind gehackt worden.

00:09:07: Das Problem war dann die das Kompromat.

00:09:09: was wird an letzten Endes gesehen haben?

00:09:11: psychosomalische Erkrankungen bei Polisiker und deren Familien angehören Ist nichts was wir in der Öffentlichkeit sehen wollen.

00:09:17: dass unser größter Albtraum Wir Wollen Nicht Dass Patienten In Die Öffentlichkeitsgelangen.

00:09:22: das treibt uns ja im Gesundheitswesen als treibt das BSI das gesundheit des BMG Die Gematik, alle versuchen das so sicher wie möglich zu machen und haben das auch gut unter Beweis gestellt.

00:09:36: Wir können schnell sein oder wir können sicher sein.

00:09:38: Wir versuchen gerade die Balance hinzukriegen.

00:09:40: Die Balance kriegen wir dann über die Kassen wieder ein wenn man zum Beispiel auf große gesetzliche Krankenversicherungen schauen.

00:09:49: Sie versuchen in zwei Wochen bis drei Wochen Rhythmus-Aktualisierung an ihre Apps hinzukriegen.

00:09:54: also es geht schon recht schnell.

00:09:56: Also sie sind nah an der App Economy dran.

00:09:58: das nimmt nur kein Patient wahr, weil die gucken so schnell nicht darauf.

00:10:01: Das läuft im Hintergrund.

00:10:03: Die Aktualisierungen laufen.

00:10:05: Ich kann mich mit meinem Personalausweis anmelden.

00:10:08: Ich muss gar nicht meine Gesundheitskarte nutzen.

00:10:11: Also wir sind eigentlich besser als wir es selber fühlen und das nimmt jetzt gerade richtig an Fahrt auf.

00:10:18: Wir haben kaum einen Bereich in der deutschen Verwaltung, der so schnelle Innovationszykler in dem Moment hat wie das Gesundheitswesen.

00:10:27: Wir haben jetzt zum dreißigsten Sechsten, haben wir eine neue Version unseres Patienten, unser Patientenakte.

00:10:35: Einen und Dreißigstenswürfen.

00:10:36: dieses Jahres kommt die nächste Version mit Forschungsdaten-Spende.

00:10:41: Wir hatten vor einem dreiviertel Jahr ebenfalls schon eine Aktualisierung jedes Mal.

00:10:46: Mitkommend sind Aktualisierungen rund um Dinge wie TI Messenger.

00:10:51: also ich kann auf einmal digital kommunizieren mit meiner Krankenkasse, Ich habe meine Rezepte darin, die im Übrigen Rezeptbetrug reduzieren.

00:11:04: Ganz deutlichen Maße also.

00:11:05: auch unsere Kosten werden dadurch deutlich beherrschbarer weil wir weniger Front haben.

00:11:12: All diese Dinge Gesundheitsdaten für den Notfallversorgung sind auf einmal für Notärzte zugreifbar.

00:11:19: Nehmt natürlich keiner wahr, weil wir ja gar nicht in dieser Notfall-Situation sind das eine außergewöhnliche Situation.

00:11:26: großen Fortschritte, die wir da haben.

00:11:29: Die nehmen kein Patient wahr und kommen auf den Kostüm nicht rein.

00:11:33: Einige oder viele dieser Erkenntnisse, die Sie nun mit uns teilen, kommen aus der Untersuchung, die gemündet sind in dem sogenannten Health Care Barometer?

00:11:42: Was hat es genau damit auf sich?

00:11:45: Das Health Care barometer veröffentlichen wir schon seit vielen Jahren weil wir einfach wissen wollen... Sehen wir das Gesundheitswesen, sondern wie sehen Patienten das Gesundheits-Wesen und fragen die dann auch einfach.

00:11:58: Und wir wollen einfach ein Stimmungsbild erzeugen.

00:12:02: um.

00:12:02: dieses Stimmung Bild erzeugten wir jetzt mittlerweile ich glaube seit dem Jahr zwanzig vierzehn also es ist ja zwölf die Jahre in dem wir mit dem gesundheitsbarometer unterwegs sind und stellen dann eben so Wellenfest normal ist man total zufrieden zur Friedenheit wieder ab und wenn wir das dann mal somit Veränderungen in Regierungen, regulatorisch.

00:12:22: Allgemeine Verbotschaft und Gesundheitswesen, wenn wir das mal übereinanderlegen, dann können wir da so bestimmte Koincidenzen einfach sehen.

00:12:30: Manchmal reden wir uns auch kaputt des Gesundheitswesens.

00:12:32: Ebenlich ist es so dass wir je mehr wie über Reformen reden desto unzufriedener werden die Menschen kann man das sagen oder teilweise.

00:12:39: mein Eindruck war dass wir auch jahrelang relativ wenig über gesundheitspolitische Sprachen haben.

00:12:45: Wir hatten die Gesundheit Kassen ja auch mit Maßnahmen der Agenda.

00:12:50: Zwei tausendzehn reformiert aber auf einmal Geld da, das wurde dann in den Folgejahren leider wieder mit vollen Händen ausgegeben und entsprechende Löcher hat es dann wieder einen kranken Kasten bei den Krankenkasten gegeben.

00:13:03: jetzt will man wieder muss mal wieder reformieren Und das ganze geht von vorne los.

00:13:08: einige positive Entwicklungen haben sie gesehen.

00:13:11: Aber das erste Mal Als man wieder so richtig über Gesundheitspolitik meine Wahrnehmung gesprochen hat, das war mit Beginn von Corona und am Anfang ja in einer sehr positiven Art und Weise.

00:13:22: Da war der Gesundheitsminister damals hier in Spanen.

00:13:24: da waren die RKI verantwortlichen Bundeskanzlerin, Bayerische Ministerpräsident vom Team Vorsicht also wie er sich selbst ja auch titulierte, die dann alle regelmäßig zu sehen waren, Updates gaben vielleicht sogar über Monate hinweg gab es ein großes Vertrauen, Zutrauen in die Politik und in den Maßnahmen, die da umgesetzt wurden.

00:13:50: Und in den Schutz, denen der Bevölkerung dargegeben wurde.

00:13:53: Das erodierte dann in der Debatte über Maßnahmen des Lockdowns und des erneuten Lockdownes und neuen Erkenntnissen zur Impfung und dergleichen alles bis es dann in großen Verschwörungstheorien mündete die uns bis heute auch noch beschäftigen.

00:14:11: Aber wie ist Ihre Wahrnehmung?

00:14:13: Also, was sind die Treiber für Entwicklungen und vor allen Dingen aus Ihrer Kenntnis heraus?

00:14:19: Was beurteilen die Menschen positiv und was riecht sie wirklich auf?

00:14:25: Ich glaube, die Menschen beurteilten positiv wenn Sie dann beim Arzt sind.

00:14:31: Die Behandlung abläuft das man sich Zuweilen Zeit nimmt aber auch dank haben wir natürlich ausreißer das ganz klar dass wie jeder Branche ich glaube die Die menschen die am wenigsten damit zu tun haben wo teils am schlechtesten.

00:14:45: Wir haben da so ein ganz interessantes phänomen Ich habe das mal als generation tik tok Phänomen bezeichnet bei Veranstaltungen Nämlich die Generationen, die eigentlich am digitalsten ist wenn man jüngeren oder der Gesellschaft, die wie selbstverständlich Social Media nutzen.

00:15:08: TikTok, Facebook und

00:15:11: Co.,

00:15:11: die wirklich je Knochenbuch auf Facebook posten wenn sie sich irgendwie beim Fahrradfahren hingelegt haben, haben aber gleichzeitig Angst davor dass ihre Gesundheitsdaten veröffentlicht werden könnten.

00:15:22: Aber sie selber veröffentlichen diese Gesundheitsdatei sind total kurioses Phänomen.

00:15:26: Sie sprechen ganz öffentlich darüber und haben aber Angst das ihre Arbeitgeber oder die Krankenversicherung sehen könnte was absolut ist.

00:15:36: Jeder sieht so Facebook, inklusive Arbeitgeber und auch sachbar Arbeiter der Krankenversicherung, die das nicht auswerten aber trotzdem ist es öffentlich.

00:15:45: Die haben gleichzeitig unheimliche Sorge davor.

00:15:48: Das kommt im Gesundheitsbarometer ziemlich plastisch raus und das zeigt mir eigentlich dass es ein Kommunikationsthema ist.

00:15:56: Fast alles was wir im Gesundheitswesen sehen ist ein kommunikationsthema.

00:16:02: Wir haben eine enorme Bubble, in der sich die Leute halt in ihren Social Media Kanälen wiederfinden.

00:16:09: Und wenn ich etwas Schlechtes über das Gesundheitswesen lesen möchte und ich da zweimal draufgeklickt habe dann wissen ja alle was mit den Algorithmen passiert.

00:16:18: Dann krieg'

00:16:18: ich immer mehr.

00:16:21: Genau!

00:16:21: Dann kriege ich immermehr davon, weil ich lese es ja offensichtlich gerne.

00:16:25: Ich konsumiere das gerne.

00:16:26: also ich glaube der Bayerste er uns durch unsere Social Media Bubbles mitgegeben wird Der verstärkt sich einfach sukzessive, so dass die Menschen dir einfach sagen ich lese jetzt mal was du danach.

00:16:36: Die

00:16:36: folgen auf einmal an sehr schlechte Nachrichten darüber zu bekommen.

00:16:41: und natürlich gibt es schlechte Beispiele.

00:16:43: aber das ist halt aus meiner Sicht eher die geringere Anteil.

00:16:50: und dieses Durchbrechen dieser Social Media Algorithmus von Facebook, TikTok, Twitch oder whatever ist halt total schwierig.

00:17:00: Ja, es gibt den Begriff der sogenannten Rage-Bubble.

00:17:03: Also wenn ich mal da drin bin und eine sich aufrege, dann regen sie sich in dieser Ragebubble alle drauf.

00:17:08: Sie haben beschrieben, weil der Algorithmus erkennt und natürlich auch eine solche Art der Auseinandersetzung in der Regel belohnt mit noch mehr in die Richtung.

00:17:22: Dann haben sie aber auch herausgefunden dass beispielsweise Frauen die Versorgung in Krankenhäusern in der Regel kritischer Bewerten als Männer.

00:17:34: Was ist die Erklärung dafür?

00:17:35: Da können wir eigentlich nur in unsere Gesellschaft vielleicht ein bisschen tiefer hineinschorgen und sagen, das ist ein gesellschaftliches Phänomen des Frauen möglicherweise grundsätzlich eine etwas, ich würde nicht sagen kritischere Haltung aber vielleicht einer Haltung annehmen, die stärker von Substanz geprägt ist.

00:17:53: Die gucken genauer hin.

00:17:56: Ich erlebe das bei mir in meinem familiären Umfeld.

00:17:58: Meine Frau guckt auch genauer hin und sagt dann, ich seh das vielleicht doch anders als du.

00:18:03: Wenn ich grundsätzlich für euch ein bisschen positiver bin, aber das hat nicht irgendwie was mit einer positiven Haltung zu tun, sondern eher... Mit der Frage stellen gehen wir den Dingen auf den Grund oder eher nicht?

00:18:13: Wir Männer sind manchmal vielleicht auch ein bisschen geneigt einfach schnell Dinge zu akzeptieren und darauf zu gucken, dass passt schon so.

00:18:21: Im eigenen familiaren Umfeld kann ich so sagen kein Gesellschaftswissenschaftler, der das jetzt auch geschlechtfest machen könnte.

00:18:31: Das ist das Einzige, wie es mir wirklich erklären kann.

00:18:35: Dann gibt es natürlich die immerbeeren Themen Fachkräftemangel, die ja auch den Reformdruck erhöhen und die Frage der Finanzierung, die Sorge um die Finanzierbarkeit des Systems wächst – das hier einer der Gründe für die Gesundheitsreform, die wir jetzt auf den Weg, oder nicht wir aber die Bundesregierung jetzt auf dem Weg gebracht wird.

00:18:58: Klar, die Interessengruppen kommen wieder und versuchen das Ganze wieder zu zerschießen um ihre Interessen zu wahren natürlich auch um Geld noch aus dem System zu holen oder sich zu sichern.

00:19:09: Die Länder haben eigene Interessen, aber doch können davon ausgegeben dass im Herbst, im September wahrscheinlich dann im Bundesrat das ganze dann auch in einer ähnlichen Form wie jetzt schon auf den weggebracht beschlossen wird.

00:19:23: Wie ernst ist die Lage ihrer Erkenntnis, was die Finanzierbarkeit des Systems angeht?

00:19:29: Wirklich.

00:19:29: Sie haben die Gesundheitsreformen ja über viele Jahre auch schon begleitet und einen guten Vergleich in dieser Richtung.

00:19:38: Die Finanzlage, die scheint wirklich prekär zu sein.

00:19:40: Wir haben eine Tendenz, dass wir allein durch Demografie und Veränderungen Kosten für für Apparate, Medizin, Kosten für Medikamente.

00:19:53: Dass wir da signifikante Steigungen haben.

00:19:58: Allein dreißig bis vierzig Prozent unserer Kostensteigerung kommen allein durch den demografischen Wandelzustand.

00:20:05: Das müssen wir auch mal festhalten.

00:20:07: Die

00:20:07: Babybomber die älter werden und die weniger kommen und die natürlich dann mehr Wehwähchen haben möchte zum Arzt gehen?

00:20:15: Ja ganz genau also insofern.

00:20:18: Insofern, Demografie macht einen ganz großen Anteil daran aus.

00:20:21: Aber natürlich das, was ich eben gesagt habe, medizinischer Fortschritt, Gerätemedizin wird anders.

00:20:29: Unterstützungsleistungen durch Technologie wird teurer.

00:20:34: Das ist ja gerade das Fatale, was wir im Gesundheitswesen sehen.

00:20:38: Wir haben damals eine Studie gehabt vor einigen Jahren.

00:20:40: Ein Gesundheitswesend hieß glaube ich die sieben oder dreißig Milliarden Chancen des deutschen Gesundheitswésens wo kolportiert wurde das allein durch digitalisierung auf Amazon und dreißig milliarden Einsparungen möglich sein.

00:20:53: Das ist ja ein trugschluss.

00:20:54: Erstmal geht es hoch von den kosten.

00:20:56: ich muss das ganze erst mal anschaffen nicht mehr einen operobutter kaufen möchte Dann kostet der mich erstmal sieben bis acht millionen euro.

00:21:05: So die muss ich erstmal haben Die muss sich erstmal ausgeben können.

00:21:09: also diese investition nicht auf einmal in neue technologien Tating muss die sind da.

00:21:15: Über die Zeit hinweg fängt das an, als Effizienzsteigerungsthema tatsächlich realisiert zu werden.

00:21:22: Ich habe noch in keinem Bereich erlebt dass Digitalisierung und technologischer Fortschritt sofort einen positiven Finanzimpact hat.

00:21:31: Habe ich noch nirgendwo erlebt.

00:21:32: jetzt dreiunddreißig Jahre im Berufsleben?

00:21:35: Ich hab da schon glaube ich so einiges gesehen aber das habe ich doch nicht gesehen.

00:21:40: Interessant auch ist es ihre Studie vorgebracht hat.

00:21:45: Neun von zehn der Befragten wollen, dass Gesundheitspolitik künftig eine höhere Priorität bekommt.

00:21:53: Also noch wichtiger wird.

00:21:57: Jetzt denkt man sich ja schon es ist ja schon wichtig und gut.

00:22:00: in Abschnitten in verschiedenen Zirkeln oder Zyklen beschäftigt sich Politik meist sehr intensiv damit.

00:22:08: oftmals geht es darum das Gesundheitssystem zu reformieren was ein anderes Wort ist dafür, zu sparen und Leistungen zu kürzen.

00:22:17: Das ist leider das grundsätzliche Problem finde ich zumindest bei dieser ganzen Reformdiskussion man denkt ja mittlerweile immer nur Ich zahle mehr und bekomme weniger dass es mittlerweile die Übersetzung von Reformen und nicht Dinge wirklich zukunftfest machen was ihr auch das Ziel ist eigentlich diese ganzen Maßnahmen.

00:22:36: aber der positive Sinn den sie auch ansprechen bleibt ein bisschen in der Kommunikation hinten rüber.

00:22:44: Aber warum ist das ein so hoher Wert?

00:22:48: Neun von zehn Deutschen wünschen sich, dass Gesundheitspolitik eine höhere Priorität bekommt.

00:22:55: Wir erfahren in den Medien permanent, dass unser Gesundheitswesen teurer wird und gleichzeitig ist das Gesundheitswesendimmer für den Nicht-Patienten also der Mensch, der gerade ganz normal durchs Leben geht total unsichtbar.

00:23:10: Das führt dann dazu, dass gewisse Sorgen und Ängste einfach aufbaut.

00:23:15: Die Menschen sagen ja, ich brauche das jetzt noch nicht.

00:23:19: Aber wenn ich es mal brauche, kann ich es mir überhaupt noch leisten?

00:23:24: Wird's für mich überhaupt erreichbar

00:23:25: sein?".

00:23:26: Und diese Frage wird durch die Reform auch nicht adressiert.

00:23:31: Also wir adressieren, wie Sie eben selber schon gesagt haben... Einsparungspotenziale.

00:23:38: Einsparungen wird immer gleichgesetzt mit, ich habe eine Verschlechterung meiner Situation zu erwarten und das ist glaube ich das was die Menschen umtreibt.

00:23:47: Und dann wollen sie aber einfach dass wir mehr politischen Mut darin haben, Dinge einfach anzugehen, zu benennen und auch öffentlich zu machen.

00:23:55: Nicht wie du es am Anfang in der Corona-Panemie gemacht hast bis uns dann die Ragebubble erwischt hat ja und wir dann abgestürzt sind!

00:24:03: Das ist ja letzten Endes genau das was uns dort passiert ist.

00:24:06: Warum können wir das nicht so weitermachen?

00:24:08: Ich glaube, mehr Kommunikation oder positivere Kommunikations sind nicht zu sagen.

00:24:12: Wir müssen jetzt einsparen, weil es alles so teuer ist und es kann man sich auch nicht leisten.

00:24:16: Das ist ja eine Form der Kommunikion, die macht jedem Angst.

00:24:22: Und diese Angst muss ich den Leuten nehmen und sie nicht vergrößern.

00:24:27: Wenn ich Zuversicht produzieren will dann kann Wir gehen daran, wir reformieren das.

00:24:33: Es wird besser für dich!

00:24:34: Was ist denn das was wir besser machen wollen?

00:24:36: Wir wollen schnellere Terminvergabe.

00:24:38: ich glaube das kriegen wir auch hin.

00:24:40: Wir werden besser in der Termin vergabe.

00:24:42: Wir haben dazu gemacht wie Telefonhautleins eingerichtet bei den GKV'n.

00:24:47: Die Menschen kommt daher hin aber nicht wenn sie dann in ihr örtliches Telefon gucken und sagen Ich rufe jetzt meinen Hautarzt um die Ecke an weil zu dem will ich hingehen Das wird nicht funktionieren.

00:24:57: aber es funktioniert nicht weil wir es uns nicht leisten können, sondern zu wenige davon haben oder zu viele Menschen nie direkt zum Hautarzt laufen sobald sie einen kleinen Bickel haben.

00:25:08: Also will das jetzt nicht bagatellisieren aber ihr könnt das doch auch positiv beschreiben.

00:25:14: Dass

00:25:14: wir eine Steuerungsfunktion brauchen dass wir eben diese Menschen dann auch fachgerecht und das bedeutet dann eben auch nicht immer beim Bicke zum Hautarz gehen zu müssen betreuen und insofern auch die Menschen und auch ihre Ausgaben schützen davor.

00:25:30: Ich fand das sehr spannend, was Sie gesagt haben in Bezug auf Corona, denn das war wirklich mein Eindruck zu beginnen als noch nicht diese schwierige Phase war.

00:25:40: aber da war die Kommunikation auch angelegt eher dialogisch also man hat sich nicht ... Man saß zwar höht meistens in dieser Bundespressekonferenz den Journalisten, den Journalistinnen und Journalisten in der Bundespräsidenten von uns erklärt was zu tun ist.

00:25:56: Aber doch in einer sehr kooperativ informativ neutralen Art und Weise.

00:26:03: Und das wurde dann natürlich irgendwann mal auch von Seiten des Journalisten-Kritischer und dann änderte sich die Musik quasi, die Atmosphäre in diesem ganzen Saal auch verbalen Abwehrschlachten und Verteidigungspositionen einzunehmen.

00:26:22: Und wir waren wieder in dieser eher konfrontativen Seite, aber da stimme ich ihn absolut zu, als jemand der Kommunikation halt seit vielen Jahren machte und auch gemacht hat dort dass dieses Dialogische auch in solchen Phasen sicher besser wäre.

00:26:42: Jetzt haben sie gesagt die jüngere Generation Die TikTok-Generation hat Sorge, dass die Daten diese selber preisgeben.

00:26:53: Ich habe gesehen sie tragen eine Watch auch von einem besonderen Anbieter.

00:26:56: Auch da gibt es ja Helfdaten, die man teilt aber natürlich bleiben alle ganz vertraulich und da hat man keinerlei Hemmnisse das zu teilen.

00:27:10: gleichzeitig gibt es viele junge Menschen, die einen auch laut ihrer Studie Höhtes Potenzial sehen in der Anwendung von Telemedizin und telemedizinischen Möglichkeiten.

00:27:24: Warum ist das so?

00:27:27: Ja, genauso wie wir beide jetzt hier virtuell verbunden sind und nicht in einem gemeinsamen Raum sitzen um diesen Podcast aufzunehmen sehen dass natürlich auch jüngere Generationen wesentlich pragmatischer muss nicht mehr in einem Raum sitzen und miteinander sprechen und Telemedizin beschleunigt ja auch vieles.

00:27:46: also es geht.

00:27:47: Ich glaube wir alle haben schon mal diesen Effekt gehabt.

00:27:51: Wir stehen irgendwo im Haushalt, haben gerade ein Problem, keine Ahnung die Sahne wird nicht steif geschlagen und dann fragt man mal jemanden der sich damit auskennt.

00:28:01: Er sitzt aber nie gerade neben einem sondern da nutzt man gerne mal das Video Telefonie Format des Anbieters seiner Wahl und benutzt es.

00:28:11: Warum sollte man das also nicht auch auf unsere medizinische Versorgung transportieren?

00:28:17: Dinge, da kann ich das so einfach nicht tun.

00:28:19: Aber es gibt Dinge, die sind ganz offensichtlich.

00:28:21: also wenn ich einen Bruch habe, wenn ich ein Gefallen bin... Also es gibt Dinger, da fällt das ganz leicht und das sehen junge Menschen, weil sie viel selbstverständlicher damit aufwachsen, dass Nutzen und Smartwatches nutzen und einfach gewohnt sind always on zu sein.

00:28:41: Ja interessant, ich habe es schon einmal erzählt aber es hat mich so überrascht.

00:28:47: Es war wirklich unvorstellbar.

00:28:49: Ich habe einen Pferd und dieses Pferdd hat eine Wucherung am

00:28:52: Fuß

00:28:54: Und diese Wucherungen... Hat dem Pferrd jetzt Probleme gemacht?

00:28:59: Das Röntgenasten und das Röentgenbild verglichen mit der Bräuntgenbild was ich vor fünf Jahren gemacht habe wo diese Wucherung auch zu sehen ist.

00:29:07: Dann hab' ich die KI also ein großen Anbieter ein etwas ausgewählteres Programm dort gefragt, das mal zu vergleichen.

00:29:17: Und die Antwort war so fantastisch, die habe ich dann mit einem Tierarzt dann nochmal gegen gechallengt und es war so unfassbar gut und so richtig... Das muss nicht immer richtig sein, das wissen wir auch, aber weil sich eben aus einem solchen großen Fundament genährt hat entsprechenden Röntgenbilder miteinander verglichen hat und ein anderer Arzt hat mir gesagt, ja das ist so gerade in diesem Bereich der, Sie haben ja auch die Brüche erwähnt.

00:29:46: Der Röentgen-Bilder ist die KI so unglaublich weit schon, dass das einen zu Rate ziehen durchaus angebracht ist bei solchen Sachen.

00:29:59: Jetzt spielt auch das Thema integrierte Versorgungssysteme eine Rolle.

00:30:07: Und auch das ist ja ein Thema der Gesundheitsreform und viele Menschen wünschen sich hier eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kliniken, zwischen Ärzten, Pflegern und anderen Akteuren.

00:30:21: Was ist Ihre Erkenntnis aus diesem Detail Ihrer Studie?

00:30:26: Also die Menschen wünschen sich, dass wir brauchen das auch.

00:30:30: Damit wir eine bessere Auslastung unseres Gesundheitswesens und eine gleichmäßige Auslastungen bekommen.

00:30:36: Nicht jeder in jede Behandlung muss stationär gemacht werden.

00:30:40: Viele Behandlungen können ambulant gemacht werden was uns gerade im Moment Probleme bereitet.

00:30:48: Zumindest aus meiner Sicht haben so einen gewissen Trend da drin wie sich Konzerne oder unter Ertragsklaster, was einfach mal Ertragesgruppierungen bilden.

00:30:59: Wir haben...

00:31:01: Was definieren Sie?

00:31:02: Was verstehen sie drunter?

00:31:03: Beispielsweise sehen wir eine ganze Menge Konzerne die sich auf Zahnärztpraxen spezialisiert haben und dann Zahnarztpraxten aufkaufen oder

00:31:13: Pflegeheimer

00:31:14: aufkauen oder MVZs aufkauften.

00:31:17: Wir brauchen gar nicht mal auf die Kliniketten zu gucken sondern wir gucken mal auf diesen ambulanten Bereich.

00:31:22: Dann stellen wir auf einmal fest, bestimmte Behandlungsformen nehmen einfach zu.

00:31:29: Wir stellen fest, wenn man MFROZ haben und das sehr stark gewinnorientiert arbeitet, dass auf einmal viel mehr MIT-Nutzung stattfindet.

00:31:40: Das ist eine Studie, die habe ich auch vor einiger Zeit gesehen.

00:31:43: Die MIT Stunden sind in der Abrechnung oder die MIT Leistungen, Hörvergütet

00:31:49: sind sehr teuer.

00:31:50: Nein, MRT ist ein sehr aufwendiges Gerät steht auch nicht überall da und das kostet.

00:31:56: ja

00:31:57: Das kostet.

00:31:58: und welcher Mal?

00:31:59: einfach mal drei Tage lang rumstehen dass ohne es zu benutzen Laufen die Kosten für das mrt trotzdem weiter uns eins nur Abschreibungen Und je singe was er noch immer alles dazu kommt und ich glaube daher kommt ist das dass wir Dass wir bei dem integrierten Gesundheitssystem so ein Stück weit Opfer unserer Betriebswirtschaft werden, das müssen wir durchbrechen.

00:32:22: Also die Idee tatsächlich stärker ambulant zu behandeln ist ja glaube ich nicht neu.

00:32:29: Ich glaub, die ist bei vielen Menschen auch sehr stark gewünscht.

00:32:34: Das sehen wir in der Studie.

00:32:35: also sie wollen nicht unbedingt immer ins Krankenhaus.

00:32:37: Sie wollen dass wir anders behandelt werden heißt das Thema MVZ.

00:32:43: aber Wir haben in der Vergangenheit ein Fehler da drin gemacht Patientenreise zu definieren.

00:32:50: Wir haben sie nämlich immer dann definiert und gesagt, wir gehen ins Krankenhaus und werden wieder rauskommen.

00:32:55: aber eigentlich ist unsere Patient Journey mittlerweile eine ganz andere Defekt eigentlich schon vor der Geburt an und die hört mit unserem Tod noch nicht auf weil wir einfach solche Dinge haben wie Smartwatches wie Wearables.

00:33:08: Was mache ich denn jetzt damit?

00:33:09: Genauso wie Sie das eben mit der Buchung Ihres Pferdes beschrieben haben Geht es mir doch ganz genauso als Patient.

00:33:16: Ich will doch nicht zwingend ins Krankenhaus gehen müssen, um eine Erkenntnis zu haben.

00:33:22: Ich möchte doch möglicherweise mein Smartphone nehmen, möchte meine Hautstelle abfotografieren und möchte dann über eine KI hier eine erste Meinung bekommen, möchte über eine Thenomedizin einen Support... Vielleicht die finale Meinung bekommen, das bestätigt bekommen.

00:33:37: Was mir die KI gesagt haben, möchte dann Hinweis bekommen.

00:33:40: was muss ich eigentlich jetzt damit tun und muss sich damit stationär aufgenommen werden?

00:33:43: Reicht es?

00:33:44: wenn nicht hin zu der Prozette gehen muss ich mich nur blicken lassen Sondern ich kriege ein ehrer Zett nach Hause geschickt euch dann eine Löse Und wieder bei meiner lokalen Apotheke oder bei einem Versandapotheken Händler.

00:33:57: Das kann ich ja alles tun, das ist ja das was uns mittlerweile da umtreibt.

00:34:00: Ich möchte hier nicht mehr überall hingehen!

00:34:02: Ich möchte mich nicht ins Wartezimmer stecken stellen.

00:34:06: Da schlägt er bei mir wieder das schlechte Gewissen zu.

00:34:09: wenn ich dann da sitze mit selber und mit einer totalen Erkältung stecke ich jetzt andere Menschen an oder ich habe nur ein kleines Problem gehe da rein und sehe drei schniefende Nasen vor mir Dann denke ich mir um Gottes Willen, ich komme ja kranker raus als ich reingegangen bin.

00:34:25: Das will ich gar nicht.

00:34:27: Also muss man da cleverer werden.

00:34:29: Ja, und es ist auch so ein... also gerade als Sie's beschrieben haben das war so nachvollziehbar, dass auch ein solcher Effizienzgewinn ist, auch einen Gewinn an gefühlter Privatheit mehr nicht?

00:34:40: Denn auch wenn ich die Daten dann mit möglicherweise viel mehr Mensch teile, dann wenn ich mich abfotografiere und das irgendwo hinsende aber ich denke mir Das ist tatsächlich noch privater Es ist auf der anderen Seite schneller, es ist möglicherweise kriegt man auch viele mehr Meinungen oder gebündelte Meinungen dazu und deswegen kann ich mir vorstellen warum so viele Menschen laut ihrer Studie quasi neun von zehn auch so etwas sich wünschen.

00:35:10: Sehen Sie denn sie sind ja auch ausgewiesener praktischer Experten des Gesundheitswesens tendensten dahin dass diese Entwicklung jetzt auch wahr werden?

00:35:19: Sie haben die Versicherungsapp beschrieben halbjährlich war es glaube ich oder vierteljährlich entsprechend modernisieren.

00:35:27: sehen sie auch in unserem restlichen gesundheitssystem anzeichen dafür dass wir endlich dann auch in dieser richtung des mehr an digital kommen.

00:35:37: total wir haben vor drei vor drei jahren kam die erste spezifikation aus der sich tibessinger das wurde dann immer mal so ein bisschen verbalisiert als das ist das zukünftige WhatsApp für Patienten.

00:35:51: Ich mag dass eigentlich nicht so sehr, weil WhatsApp ist einfach nur Mensch mit Mensch.

00:35:56: aber wir sind mittlerweile drei Jahre weiter.

00:35:58: Wir haben das von einem Jahr für die ersten TI Messenger eingeführt erst mal damit auf Stationen untereinander Die Pflegekräfte und Ärzte unter anderem chatten konnten sich austauschen konnten.

00:36:11: jetzt kommen die die Patienten hinzu.

00:36:15: In der nächsten Ausbaustufe haben wir dann auch schon direkt Videotelefonie und Videoaufnahmen mit da drin auf einem sicheren Kanal.

00:36:24: Ich muss also gar nicht mehr die Messenger von irgendwelchen amerikanischen Anbietern nutzen, sondern unsere Gesundheitswesen stellt uns das bereit!

00:36:32: Das Schöne ist vor allen Dingen.

00:36:34: ich muss das gar nicht für mein Krankenhaus oder meine Arztpraxis machen, sondern alle funktionieren mit jedem.

00:36:41: Das ist ja genau der Schritt, den wir uns erfählten.

00:36:45: Ich gehe heute ins Krankenhaus und dann kriege ich irgendwie eine lokale App runtergeladen mit der ich mein WLAN freischalte was auch immer fürchterlich kompliziert.

00:36:53: Gehe ich in ein anderes Klinik wo sich ein anderes System haben brauche ich in Zukunft nicht mehr hier.

00:36:59: ein Messenger regelt das vor uns Und dann habe ich nämlich auch genau das Thema beim Bild weg schicken.

00:37:05: Es bleibt wirklich privat weil es wird über die EPA ausgetauscht.

00:37:09: in meinem digitalen Kanal des Gesundheitswesens ist es sicher verwahrt.

00:37:14: Es geht nirgendwo raus, es gibt nicht auf Facebook oder sonst nirgends daraus.

00:37:19: Wir haben diese ganzen Kanäle werden gerade alle sukzessive live geschaltet.

00:37:24: Mitte diesen Jahres werden sie das sehen können.

00:37:27: dass wir beispielsweise als Thema Vergabe von Klinikzeiten oder Aufnahmezeiten Kalenderfunktion ist eigentlich der triviale Funktion, die wir stand heute an irgendwelche App-Anbieter ausgelagert haben.

00:37:43: Die werden sich wieder in die Krankenhäuser oder zu den Ärzten zurückwandeln.

00:37:48: Mit der Frage musst du mich wirklich besuchen kommen?

00:37:50: Oder reicht es nicht wenn wir uns einfach zusammen telefonieren und du belastest meine Praxis nicht.

00:37:58: Ich gucke aber oft das was du gerade mal sehen möchtest oder was du abgeklärt haben möchtes.

00:38:04: Vielleicht sprecht man auch momentan.

00:38:07: Die Frage danach, wie ist da ein Blutdruck?

00:38:10: Solche Sachen muss ich nicht zwingend für zum Arzt gehen und das passiert gerade im Moment.

00:38:18: Das wird in den nächsten Monaten sehr sichtbar werden.

00:38:23: Ich bin da sehr optimistisch.

00:38:25: Zum Schluss was sehen Sie als die nächsten großen Entwicklungen an im Gesundheitswesen?

00:38:31: Die nächste große Entwicklung für uns im Gesundheitswesen ist eigentlich, dass wir in Zukunft eben das Thema Wearables Integration stärker haben.

00:38:42: Also auch dass wir das Health-Daten unserer Uhren Smartwatches und so weiter stärker integrieren.

00:38:50: Da haben wir das Thema der digitalen Gesundheitsanwendungen.

00:38:52: Das hat ja schon ein Fahrt aufgenommen.

00:38:55: Wir haben jetzt seit einem bis anderthalb Jahren die ersten Digitalen Gesundheitsanwendungen, die verordnet werden können von den Ärzten.

00:39:02: Das wird auch die digital Pflegeanwendung hinzukommen.

00:39:05: also wir werden da auch in Richtung Pflegestärker und besser werden.

00:39:11: Was erwarten Sie da?

00:39:12: Ist ja aufsprangend!

00:39:13: Ja, da werden neue Anwendungen kommen, die in der Pflege unterstützen, die den Patienten an die Seite gegeben werden auf Seniorengerichtentelefon mit einem Seniorengerichtenfront.

00:39:24: Da kämpfen wir ehrlicherweise noch So ein bisschen mit der Sicherheit, weil wir wollen es mega sicher machen.

00:39:30: Aber möglicherweise passt das nicht zu den Patientenstrukturen.

00:39:33: Da sind wir noch nicht so richtig perfekt aber sind auf einem guten Weg und in Zukunft wird auch passieren.

00:39:39: Das passiert gerade im Moment in einer Spezifikation und in der Umsetzung.

00:39:44: Wir werden beispielsweise um einen Terminkrank ausmachen zu müssen nicht mehr wirklich an der Patientenvorte erscheinen müssen.

00:39:52: Wir werden das in Zukunft von zu Hause aus machen können, wenn wir uns in einem Nesebogen zuhause ausführen.

00:39:57: Nichts ist frustrierender als ich habe eine Einweisung von meinem Arzt bekommen.

00:40:02: Ich muss mich vorstellen im Krankenhaus.

00:40:05: Dann steht da so ein Schild von zehn Uhr bis zwölf Uhr geöffnet an folgenden Tagen und davor türmen sich die Menschen auch wieder mit briefter Nasen und allem was wir nicht haben wollen.

00:40:16: Das brauchen wir in Zukunft nicht mehr.

00:40:18: Das entlastet die Klinik, das administrationspersonale.

00:40:21: Es entlastete uns aber auch psychologisch weil wer uns damit nicht mehr aussenlosetzen müsste sondern es von zuhause aus machen können.

00:40:28: Das ist übrigens eines der Themen was im Moment gerade auch im Hohlautsch ist.

00:40:33: Das nennt sich wieder mal so ein schönes deutsches Akronym POPP diesmal halt englischsprachig proof of patient presence.

00:40:42: Das weist einfach nur nach, dass ein Patient tatsächlich im Behandlungskontext eines Leistungsherbringers sei es eine Pflegeheim, einen Krankenhaus oder einer Arztpraxis sich befindet.

00:40:54: Das wird eine radikale Veränderung in unseren Kliniken bedeuten aber auch bei unseren niedergelassenen Ärzten bedeuten.

00:41:02: ich werde nicht mehr so viele Leute vom Counter stehen haben das die Patientenströbe werden anders kanalisiert werden können.

00:41:11: Das ist ein riesengroßer Fortschritt, den ich dort sehe.

00:41:15: Und wir haben einen Gesetz.

00:41:18: Das ist dritter April, das ist glaube ich vorgestellt worden im Referentenentwurf, dass das GDEC uns auch da wieder ermöglicht die Daten, die ich von meinen Wearables bekomme und meine digitalen Gesundheitsanwendungen und meiner EPA wirklich zusammenzumischen.

00:41:36: Und dann habe ich natürlich auch einen riesengroßen Vorteil davon, dass mein Arzt ein Behandlauf einmal meine gesamte Historie sehen kann.

00:41:44: Wenn ich es als Patient zulasse?

00:41:46: Ich bin immer noch der Eigtürer der Daten.

00:41:48: Ich muss es zulassen und ich muss es aktiv wollen.

00:41:52: Aber unsere Studie sagt auch, dass sich Prozent der Menschen wollen.

00:41:55: Ändert sich denn eigentlich auch etwas für den Arzt weil er ja noch stärker in der Lage ist eben solche Daten zumindest theoretisch aus zu lesen, wenn der Patient seine Zustimmung gibt.

00:42:08: Braucht er noch zusätzliche Qualifikation jetzt zum Auslesen, analysieren dieser Daten oder zusätzlichen Tools?

00:42:17: Aber der könnte sich tatsächlich mit Tools auseinandersetzen.

00:42:20: beispielsweise wäre dadurch aus die Möglichkeit das man sich mit künstlicher Intelligenz verstärkt und die Anbieter der Praxisverwaltungssysteme und der Klinikinformationssysteme gehen in diese Richtung dass sie dem Arzt eine Möglichkeit bereitstellen, eine Summary zu generieren über das was hat der Patient denn die letzten zehn Jahre gehabt?

00:42:42: Denn ehrlicherweise wenn wir regelmäßig unseren Hausarzt wechseln unsere Daten sind ja nie mitgewandert in der Vergangenheit.

00:42:50: Dann fängt das ganze Spiel von vorne an.

00:42:52: kaum einer hat seine eigene Patientenakt in den letzten zwanzig dreißig Jahren immer schön griffbereit und seiner Akte mit sich rumgeschleppt macht ja keiner.

00:43:01: Also hat unser Haus als immer nur einen kleinen Einblick bekommen, aber die die ganze Historie gesehen.

00:43:08: Das wird sich jetzt für den Arzt schon ändern und ich glaube der wird substanziell bessere Ergebnisse produzieren können allerdings auch mit deutlich weniger Aufwand wenn er dann nämlich tatsächlich moderne Tools nutzt.

00:43:19: das muss die Ärzteschaft erstmal wollen?

00:43:22: Das wollen viele!

00:43:23: Aber eben nicht alle.

00:43:25: Und diese Tools müssen natürlich so gebaut sein, da kommt wieder das Cyber Security Experte.

00:43:30: Dass sie die Daten, sensible Daten, Sie haben über den Missbrauch gesprochen eben auch in einer besonderen Form geschützt sind also für den Nutzer.

00:43:42: aber auch das ist ja machbar heutzutage.

00:43:45: Das ist kein Nächstenwerk mehr?

00:43:48: Super!

00:43:49: Also dass Healthcare Barometer von PWC zeigt Die Menschen glauben weiterhin an die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.

00:43:59: Nicht alles ist so schlecht, wie es manchmal in der Öffentlichkeit dargestellt wird.

00:44:03: Aber sie erwarten auch Veränderungen natürlich mehr Zeit, mehr Zusammenarbeit, mehr Präventionen und Orientierung.

00:44:11: Und das sind ganz spannende Ergebnisse.

00:44:15: Vielen Dank erst mal.

00:44:16: Super!

00:44:16: Vielen Dank für dieses

00:44:23: Gespräch.

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