Zwischen Intensivstation und Landtag - mit Dr. Michael Preusch

Shownotes

Wie lassen sich Medizin und Politik miteinander verbinden? Dr. Michael Preusch lebt genau diese außergewöhnliche Kombination. Als Intensivmediziner behandelt er täglich schwerstkranke Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Heidelberg, gleichzeitig gestaltet er als Landtagsabgeordneter die Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg aktiv mit.

Im Gespräch berichtet er, wie beide Welten voneinander profitieren: Die Erfahrungen aus dem Klinikalltag fließen unmittelbar in politische Entscheidungen ein – und politische Weichenstellungen müssen sich letztlich in der Praxis bewähren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die geplante Reform der Notfallversorgung. Dr. Preusch erklärt, warum eine bessere Steuerung von Patientinnen und Patienten dringend notwendig ist, welche Veränderungen er sich für Rettungsdienst, Kliniken und ambulante Versorgung wünscht und weshalb Gesundheitsbildung bereits in der Schule beginnen sollte.

Besonders am Herzen liegt ihm die Laienreanimation. Gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung setzt er sich dafür ein, dass Wiederbelebung fester Bestandteil des Schulunterrichts wird. Er erklärt, warum jeder Mensch ohne medizinische Vorkenntnisse Leben retten kann, weshalb Defibrillatoren keine Angst machen müssen und warum die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand entscheidend sind.

Außerdem spricht Dr. Preusch über den Alltag auf einer Intensivstation, emotionale Herausforderungen seines Berufs, den Mut zu politischen Entscheidungen und darüber, warum fachliche Expertise in der Politik unverzichtbar ist.

Themen dieser Folge:

Der Spagat zwischen Intensivmedizin und Landespolitik Wie praktische Erfahrung bessere Gesundheitspolitik ermöglicht Die Reform der Notfallversorgung – Chancen und Herausforderungen Warum Patientenströme besser gesteuert werden müssen Herz-Kreislauf-Stillstand: Warum jede Minute zählt Laienreanimation und Wiederbelebung im Schulunterricht Defibrillatoren: Berührungsängste abbauen und Leben retten Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung Der Alltag auf einer internistischen Intensivstation Warum Politik mehr Mut und mehr Expertenwissen braucht

Eine Folge über Verantwortung, Engagement und die Frage, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, Leben zu retten.

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00:00:00: Man fand aber eine Lösung, dass ich weiter medizinisch am Klinikum hier tätig sein kann und für mich war das unendlich wichtig.

00:00:07: Ich sage Ihnen auch ganz ehrlich wenn man mir vorher gesagt hätte es geht nur entweder oder dann hätte ich mich wahrscheinlich nicht für die Politik entschieden weil mir der Beruf als Arzt sehr viel Spaß macht und mir sehr viel gibt Und ich auch jetzt wenn ich beide Welten sehen darf auch weiß warum er den Beruf so wichtig ist.

00:00:23: von daher war ich froh, dass mein Arbeitgeber unter Landtag bei den Gewegen gefunden haben.

00:00:28: Sodass sich beide Welten weiterhin für mich beanspruchen kann und bin froh das jeden Tag auch umsetzt zu können.

00:00:52: Stößt Innovationen im Rettungswesen an.

00:00:54: Dabei setzt sie entscheidende Impulse wie die Einführung der «Eins, Eins, Zwei».

00:00:59: Die Björn Steigerstiftung – Gemeinsam Leben retten!

00:01:11: Es

00:01:12: gibt wenig Menschen, die zwei Profession mit einer solchen Hingabe nachgehen, die mein Gast heute und ich freue mich ganz besonders dass er da ist Michael Päusch, er ist ein herausragender Mediziner an der Uniklinik in Heidelberg.

00:01:29: Und gleichzeitig ist auch Abgeordneter im Landtag von Baden-Dürttemberg und kümmert sich, wenn du es überraschen, auch da ganz konkret um Gesundheitspolitik was er gemacht hat wie die Stiftung, die Bauernsteigerstiftung mit ihm zusammengekommen ist das ihm auch eine ganz konkrete Sache zu verdanken hat wie er sich eingesetzt für das Thema Herzsicher und wie seine tägliche Arbeit aussieht zwischen ja, Operationssaal auf der einen Seite.

00:01:57: Und Sitzungssaal auch der anderen.

00:01:59: darüber freue ich mich mit ihm heute zu sprechen.

00:02:02: herzlich willkommen Herr Dr.

00:02:04: Preusch.

00:02:05: Herzlich Dank für die Einladung.

00:02:07: Das fangen wir einfach an einmal mit Ihrer Person!

00:02:09: Es ist sehr hochspannend.

00:02:10: Sie sind heute im Uniklinikum Heidelberg.

00:02:13: Wir sehen es an der Umgebung an Ihrem Arzttitel.

00:02:17: was machen sie da genau?

00:02:19: Wie vereinbaren Sie das, diese auch zeitlich sehr auswendige Aufgabe mit der ebenso zeitliche aufwändigen Aufgabe des Abgeordneten für die CDU im Landtag von Baden-Grückenberg?

00:02:30: Im Klinikum bin ich tätig als Sektionsleiter.

00:02:32: internistische Intensivmedizin in der Funktion eines Oberarztes.

00:02:36: Ich bin von der Ausbildung Herr Kardiologe mit der Zusatzbezeichnung Intensifmedizin und betreue die Intensiftation schon längere Zeit, schon vor meiner Wahl im Landtag von Baden-Württemberg.

00:02:46: Und habe jetzt das große Glück, darf ich sagen zu thirty fünf Prozent hier noch weiterarbeiten zu können weil ich glaube dass es ganz wichtig ist Ideen und Initiativen aus dem praktischen Arbeitsalltag ins politische Geschäft zu transferieren.

00:03:02: Und es war auch immer das Ziel oder die Ansage, die ich mir selbst gemacht habe.

00:03:06: Wenn ich politisch aktiv werde dann gibt es Themen, die Ich bewegen möchte und da bietet sich eben der Bereich Gesundheit sehr gut an.

00:03:13: Das ist hoch spannend denn das ist ja etwas was wir oft klagen.

00:03:17: im Bundestag, so heißt es ja immer Landtag ist das nicht anders sitzen viele die ja Politik ihr Leben lang gemacht haben So ist ja die Kritik und brauchen mehr Menschen, die wissen was da draußen in der wahren Welt läuft.

00:03:33: Sie sind ein solches Beispiel.

00:03:34: Was hat sie bewogen?

00:03:35: Aus einem so herausfordernden Amt oder aus einer daraus fordern Profession der Medizin.

00:03:41: Und wir haben es erwähnt.

00:03:43: Sie haben hier einen wirklichen Top-Shop auch in der Intensivmedizin zusätzlich verlangen.

00:03:48: Okay ich nehme das auf mich.

00:03:50: Ich gehe in die Politik!

00:03:51: Ich war zweieinhalb Jahre in den USA gewesen und die damalige Landtagsabgeordnete meines Heimatwahlkreises, die hatte mich kontaktiert und mich gefragt ob ich gerne Zweitkandidat werden würde.

00:04:02: Ich war in meiner Jugend politisch aktiv gewesen über die Zeit des beruflichen Lebens dann nicht mehr.

00:04:09: Und dann hat ich mir das überlegt und da ich nach meiner Rückkehr aus Standespolitisch aktiver in der Ärztekammer auch hier im Personalrat des Universitätsklinikums habe ich mir gedacht naja grundsätzlich bestätigen Interesse, Dinge auch bewegen zu wollen.

00:04:23: Und so war der Weg dann relativ kurz für dieses Zweitmandat oder diese Zweitkandidatur bereitzustehen.

00:04:33: und meine Abgeordnete die hatte noch zwei Perioden im Landtag mitgearbeitet da habe ich als Zweit-Kandidaten ein bisschen hineingefühlt insbesondere in den Bereich Gesundheitspolitik und Wissenschaftspolitik.

00:04:45: ja und zwanzig, einundzwanzig war dann die Frage jetzt oder nie?

00:04:48: Und dann musste ich da schon einige Nächte grübeln und habe mich dann aber dazu entschieden, zu kandidieren.

00:04:53: Ich habe den Sprung in den Landtag geschafft.

00:04:55: von daher ist es vielleicht so ein bisschen autisfortführender Standes- und berufspolitischen Aktivität früher auch im Marburger Bund jetzt praktisch in das politische Geschäft und zwar nicht nur ins Fachpolitische Geschäft sondern auch wenn es um das Thema Arbeitsbedingungen geht.

00:05:10: Wie haben Sie dann Ihrem Arbeitgeber klarmachen können, dass hier eine Herausforderung auf sie wartet?

00:05:16: Aber Sie gleichzeitig natürlich an Ihrer jetzigen Profession weiter teilhaben wollen.

00:05:21: Das war gar nicht so einfach denn am Tag nach der Wahl, da hieß es als Angestellter eines Universitätsklinikums damit Landesbeschäftigte sind diese beiden Shops nicht mehr möglich und man fand aber eine Lösung das sich weiter medizinisch am Klinikum tätig sein kann.

00:05:36: Und für mich war das unendlich wichtig, ich sage Ihnen auch ganz ehrlich wenn man mir vorher gesagt hätte es geht nur entweder oder dann hätte ich mich wahrscheinlich nicht für die Politik entschieden weil mir der Beruf als Arzt sehr viel Spaß macht und mir sehr viel gibt und ich auch jetzt wenn ich beide Welten sehen darf weiß warum mir den Beruf so wichtig ist.

00:05:52: von daher war ich froh, dass mein Arbeitgeber unter Landtag bei den Gewegen gefunden haben.

00:06:00: Sodass sich beide Welten weiterhin für mich beanspruchen kann und bin froh das jeden Tag auch umsetzt zu können.

00:06:07: Dr.

00:06:07: Prost, wir lieben auch sehr viel von der Schilderung der Aktivitäten unserer Gäste.

00:06:13: deswegen, weswegen es für uns alle immer interessant zu erfahren wie ihr typischer Arbeitsalltag sicherlich nicht immer typisch ist aber wie er in der Regel aussieht wenn sie im Klinikum sind und ihre Progression nachkommen.

00:06:27: Als Sektionsleiter haben Sie natürlich auch viel, ich sage mal ganz ehrlich Bürokratie- und Papierkrieg zu erledigen nebenher.

00:06:33: Es müssen das Thema Kosten adressiert werden, das Thema Belegung des Themas, welche Verbrauchsmaterialien werden eingesetzt?

00:06:41: Ganz banale Dinge!

00:06:41: Auch das Thema Personalplanung.

00:06:44: Aber dann sieht der Arbeitsalltag so aus, dass man am frühen Morgen mit der Visite auf der Intensivstation beginnt.

00:06:49: Wir haben einen Bereich wo wir viele Patienten haben die künstlich beatmet werden im Koma sind und auch in den Intensifbereich.

00:06:55: Früher hätte man gesagt sogenannte IMC-Bereich wo die Patienten nicht beatmet sind aber weiterhin überwacht werden müssen Und diese Patienten werden dann visitiert mit den Assistenzärzten in Ausbildung.

00:07:06: Man bespricht das Therapiekonzept zeitweise bespürigt man auch mit dem Angehörigen des weitere Prozedere dann geht es den Tag über oder der Nachmittag über in bestimmte Untersuchungen und es kommen natürlich auch ständig neue Patienten dazu, um die sich kümmern müssen.

00:07:20: Erst mal aufarbeiten müssen wir sehen müssen was ist das Hauptproblem?

00:07:24: Und dann wie gesagt ist es nachmittags in der Tat auch nochmal die Angehörigen.

00:07:27: Sprechstunde des Gespräch mit den Kollegen und gemeinsam mit meinen Kollegen nehme ich und nehmen wir dann auch an einer Notfallversorgung am Notarztdienstteil.

00:07:35: auch das betrifft Dienstplanung Freistellung usw.

00:07:39: Was ist eigentlich der Haupt Punkt, wenn man das im Rahmen der herzlichen Schweigepflicht habe.

00:07:45: Ich denke die Bereiche sind ja anonymisiert.

00:07:50: Warum jemand bei ihnen in die Notfallausnahme und in die Intensivmedizin kommt?

00:07:55: Das Ungefälle sind das Herzkreislaufsachen was es wird der große Bereich wegen dessen die Menschen bei ihnen intensiv medizinisch betreut werden müssen.

00:08:05: Also wir decken die komplette internistische Intensivmedizin ab.

00:08:08: Das beginnt bei der Magen-Darmblutung, um die sich dann die Kollegen der Gastroenterologie kümmern.

00:08:13: Es geht über das Thema Vergiftungen, es geht über den Thema schwere Blutvergiftung sepsis bis zu unserem cardiologischen Schwerpunkt.

00:08:21: Der schwere Herzinfarkt, diese schwere Herzenschwäche mit Unterstützungssystemen heute mit Pumpen und Ersatzsystemen unterstützt werden muss bis zur klassischen Versorgung des Herzkreislaufstillständes außerhalb auf der Straße Patienten, die primär auf die Wiederbelebungsversuche, Zeitungsdienstpersonals ansprechen und die dann bei uns eben in der Klinik zur weiteren Versorgung vorgestellt werden.

00:08:45: Auf dieses Thema kommen wir auch noch.

00:08:47: ich hatte mal die Gelegenheit in dem Uniklinikum zu sein.

00:08:51: das sind wir uns nicht begegnet aber Eidlberg das ist ein unglaublich faszinierendes Klinikum sehr sehr groß dass sie ein bisschen zurechtständig da auch an Fort und so in die richtigen Bereiche zu kommen, sehr modern.

00:09:05: Fantastisch!

00:09:05: Sehr international.

00:09:07: Man sieht auch sehr viele Studentinnen und Studenten dort, die da sind.

00:09:10: Da scheinbar vielleicht junge Assistenzärzte oder Ärzte wie wirklich aus Klischee aber alle Herrenländer kommen.

00:09:18: Und insofern ist das eine ganz besondere Auftragung dieses Klinikum an dem sie tätig sind hat.

00:09:25: Jetzt haben wir gesprochen über Die Wirkungsweise praktisch vor Ort reden auch nachher noch dazu.

00:09:30: Jetzt macht ein anderes Großsystem, bei der Schlagzeilen die Gesundheitsreformen, die zum Zeitpunkt wo wir reden, noch nicht abschiedet ist im Kabinett.

00:09:40: Das soll jetzt bald kommen aber das Bundeskabinett hat eine entscheidende andere Reform beschlossen.

00:09:47: Die Notfallversorgung einen Schritt auf den viele Menschen und gerade auch Menschen aus dem medizinischen Bereich gewartet haben, auch die der Björns Stahlgerstiftung.

00:09:57: Es geht um die bessere Steuerung, die besseren Benetzung und die Frage eben ist das ein großer Wurf?

00:10:04: Also ich bin sehr, sehr froh dass dieses Gesetz kommt.

00:10:09: Und es wurde diskutiert schon in der Vorgängerregierung und das Spannende daran ist, dass gar nicht mehr sehr viel geändert wurde.

00:10:15: Sie sehen, daß große Einigkeit im Vorfeld bestand weil dieses Gesetz eben ein ganz wichtiges Thema adressiert und das ist das Thema wie sie es angesprochen haben das Thema Patientensteuerung.

00:10:25: Welcher Patient muss wohin, welcher Patient wird wo am besten versorgt?

00:10:29: Um die Versorgung zu optimieren qualitativ hochwertig aber auch um eine Überlastung der einzelnen Systeme zu vermeiden.

00:10:35: Und von daher bin ich mir schon sicher dass diese Vorlage dieses Gesetzen großer Wurf ist und wird.

00:10:41: Es geht Sie haben es gesagt darum mit dieser Reformpatientenströme besser zu steuern.

00:10:47: Meinen sie das würde funktionieren oder werden die Menschen trotzdem dann eher in die Notfallaufnahme oder die Notaufnahme gehen?

00:10:55: Es wird so ein bisschen eine Zeit brauchen, bis das Gesetz seine volle Wirkung entfacht.

00:11:00: Hängt auch viel damit zusammen.

00:11:01: Thema Gesundheitsbildung ist für mich nicht nur wie ernährt man sich gut was in Vorsorgeuntersuchungen sondern wie beanspruche ich im Notfall?

00:11:09: sozusagen welches System?

00:11:11: und wie gesagt es wird eine zeitlang dauern bis sich dann die Menschen die Bürgerinnen und Bürger daran gewöhnt haben?

00:11:16: Was ist denn sozusagen in welcher Situation meine Ansprechstelle?

00:11:19: Aber ich mache mir da keine Sorgen, dass dieses Fehl läuft und das es nicht umsetzbar ist.

00:11:23: Da habe ich tiefes Vertrauen, dass wir tatsächlich in den nächsten fünf Jahren eine deutliche Veränderung in der Notfallversorgung kennenlernen unter Entlastung des Personals oder einer adäquaten Versorgung des Patienten in der Ambulanz, in der er auch am besten versorgt

00:11:37: wird.".

00:11:39: Was Sie sehen als Kritik ist oftmals Kritik der Besitzstandswahrer oder diejenigen, die versuchen etwas dalieren durch diese Reform, die Sie haben gesagt schon viele Jahre eben auf den Weg gebracht werden soll.

00:11:54: Die fast fertig war und dann an dem Tag als in der Soziatik quasi letzte Regierung auseinandergebrochen ist.

00:12:00: jetzt hat es die Deu wieder angepackt und auch verabschiedet.

00:12:04: Ist der Föderalismus eher Fluch als Segen?

00:12:09: Also Föeralismus kann ein Vorteil sein und das ist natürlich auch... bestimmten Bereich von Versorgungsstrukturen, die Pandemie sollte uns aber gelernt haben dass wir so ein bisschen dieses System auch nochmal überdenken müssen.

00:12:19: Bei immer weniger Personalbrauch ist standardisiertes Vorgehen, braucht klare Ansagen, braucht definierte Wege wie eine Versorgung stattfindet.

00:12:27: und ich sage mal so bei allen Chancen die Trägervielfalt beispielsweise im Rettungsdienst bedeutet gibt es durchaus auch Kritik die ich nachvollziehen kann.

00:12:36: Das ist natürlich so im Gesundheitswesen und das bekommen Sie jetzt im Moment gerade auch mit, die Reformvorschläge des BMG offengelegt werden.

00:12:44: Das Leistungserbringer, Patienten und diejenigen, die es bezahlen müssen nämlich die Kassen da in Teilen anderer Meinung sind.

00:12:50: Und dann große Diskussionen aufbrechen.

00:12:52: Es wird uns allerdings nicht helfen wenn nicht jeder bereit ist so ein Stück weit etwas abzugeben und wir uns über neue Strukturen Gedanken machen.

00:12:59: ja und das ist natürlich hier In dem Punkt genau das Problem Da habe ich aber auch die Erwartung dass die Beteiligten in der Notfallversorgung von den Rettungsdiensten Über Die kassenärztliche Vereinigung die niedergelassene Ärzte damit und die Kliniken sich entscheiden einen gemeinsamen Weg zu gehen, der am Ende zu einer deutlichen Entlastung führt.

00:13:15: Das ist der Anspruch.

00:13:16: wir wollen weiter in eine finanzierbare und adäquate Versorgung haben.

00:13:20: Und dann hilft es uns nichts wenn wir aus der Ecke heraus, aus einem Nischendenken heraus unseren Kirchow verteidigen oder nicht das große Ganze eben sehen können.

00:13:28: Halt

00:13:29: dieser Reform die Notfallreform Auswirkungen auch konkret auf ihre Arbeit?

00:13:34: Davon gehe ich aus und ich sage es auch ganz ehrlich, das hoffe ich natürlich.

00:13:37: Weil wir doch einen Teil von Patienten hier aussehen die nicht zwingend in einer Notaufnahme oder auf einer Intensivstation des Universitätsklinikums behandelt werden müssen.

00:13:45: Der Filter muss weit vorher greifen und wie gesagt das adressiert wieder das Thema Steuerung in dem Fall durch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen aber auch durch den Rettungsdienst.

00:13:54: welcher Patient muss wohin?

00:13:56: Und welcher patient kann wohin?

00:13:58: dazu gehört auch eine Steuerung über ein zentrales Bettenregister.

00:14:02: Das haben wir jetzt auch in Baden-Württemberg besprochen.

00:14:04: Diese sind dieser Legislaturperiode umzusetzen, andere Bundesländer sind da schon weiter.

00:14:09: Ein Thema wird dass sie sich auch sehr stark einsetzen.

00:14:12: dadurch ist die Stiftung und Sie sind wieder zusammengekommen das ist eine Erhöhung der Leinreanimationsboot also die Menschen die in der Lage sind anderen Menschen die einen plötzlich Herzstillstand haben zu unterstützen den zwar helfen warum greifen menschen im Ernstfall doch in Deutschland zumindest immer noch selten ein.

00:14:33: Spannende Frage, das wird häufig diskutiert haben die Menschen Angst etwas falsch zu machen?

00:14:38: deshalb ist es wichtig dass wir in unseren Empfehlungen auch immer darauf achten darauf hinzuweisen dass erster Hilfe sehr einfach sein kann und dass man nicht viel falsch machen kann und da ist die Arbeit der Stiftung wirklich gold wert um dieses zu vermitteln.

00:14:52: wir Mediziner Neigenjahr dazu Dinge immer sehr kompliziert darzustellen Und deshalb ist es froh zu wissen, dass in der Breite für den Menschen, der vielleicht irgendwann mal in die Gelegenheit kommt, erst Hilfe leisten zu müssen.

00:15:03: Man braucht kein Studium, sondern wenig Information und wenig Schulung sozusagen reicht um tatsächlich ein Leben retten zu können.

00:15:12: Für uns ist natürlich wichtig bei aller Technik, die sich in der Intensivmedizin entwickelt von einem Kunstherz was wir heute auf der Straße implantieren können Alles nichts bringt, wenn vor Ort über die Basis-Maßnahmen nicht die ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden.

00:15:29: Also jeder ist sozusagen Helfer in dieser Situation.

00:15:33: ohne diese initiale Phase der Leihenhelfer bringt die teure und technische Medizin überhaupt keinen Vorteil.

00:15:42: Was muss passieren damit Menschen sofort oder mit mehr Menschen support handeln können?

00:15:47: In einem solchen Fall, wenn jemand neben mir zusammenbricht offenkundige Anklüsse nach Stiftand hat.

00:15:54: Die skandinavischen Länder machen es uns vor, wir müssen da keine neuen Untersuchungen auflegen sondern wir wissen dass eine frühe Verankerung der ersten Hilfe-Maßnahmen beispielsweise im Schulunterricht einen deutlichen Effekt haben.

00:16:06: und das ist das Beispiel aus Skandinavien und es hat sich erfreulicherweise jetzt langsam auch in Deutschland umgesetzt.

00:16:11: Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein führen die Maßnahmen zur Wiederbelebung jetzt im Schulunterricht ein.

00:16:17: Wir haben uns auch in Baden-Württemberg darauf verständigt, will da nicht zu viel sagen.

00:16:21: Weil das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen noch geheim ist aber wir hatten es im letzten Koalisionsvertrag drin stehen könnte gut sein dass es in diesem auch drin steht und sich sowohl das Gesundheitsministerium als auch endlich das Kultusministerium darauf einigen diesen Weg gemeinsam umzusetzen.

00:16:42: Mein großer Wunsch und mein großes Ziel, nachdem ich im letzten Koalitionsvertrag dieses Thema schon hinein verhandelt habe.

00:16:47: Habe ich mich auf die Hinterfüße gestellt, dass es dieses Mal auch wieder drin ist und wie besprochen hoffentlich auch drin bleibt.

00:16:54: Und wir dann aber konkret werden in der Umsetzung das dem Motto Erste Hilfe Kinder leicht tatsächlich auch so umsetzen können?

00:17:02: Wie könnte eine solche Umsetzung berausgesetzt sich käme wirklich und würde Teil des Koalisions Vertrags werden?

00:17:10: Wie könnt ihr eine solche Umsetzung aussehen?

00:17:12: Es geht nur ganz konkret gemeinsam mit den Hilfsorganisationen.

00:17:16: Und wie gesagt, ich habe ja mit den verschiedensten Organisationen gearbeitet die hier sehr aktiv

00:17:20: sind und auch

00:17:21: mit der für einen Steigerstiftung sehr aktiv und sehr lange schon.

00:17:25: Ich glaube auch hier müssen wir kein Konzept neu erfinden.

00:17:28: Und gerade die Steiger Stiftung hat hier ein Konzept entwickelt was sich ausrollend ließe sagt es immer freundheitlich über die Trägervielfalt gesprochen da ist natürlich auch das drk dabei dass in audio nieder dabei und so weiter.

00:17:41: Aber wie gesagt, wir haben klassische und gute Beispiele.

00:17:44: Wie wir Hand in Hand gemeinsam mit dem Ehrenamt diese Dinge umsetzen?

00:17:47: Das hat übrigens noch einen Vorteil.

00:17:48: Ja das ist ja nicht nur die Schulung beim Thema der erste Hilfe- und Wiederbelebung, dass vielleicht auch so ein bisschen die Schnittstelle zum Ehrenamten.

00:17:56: lohnt es sich denn in der Björn Steiger Schiftung beispielsweise auch aktiv zu werden für junge Menschen.

00:18:02: Diese Dinge adressieren wir auch und ich glaube, das ist ein Weg, der uns in vielfältiger Weise einen Vorteils bringt.

00:18:08: Jetzt gibt es ja auch die Defibrillatoren, die auch dann eben nach den ersten Maßnahmen eingesetzt werden sollen und sofern der Rettungsdienst noch nicht vor Ort ist.

00:18:23: Viele Menschen haben auch Bedenken, die zu nutzen obwohl sie flächendeckender bereit stehen.

00:18:28: wie ist ihre Haltung dazu?

00:18:30: Und was kann man gegebenenfalls tun um die Schreue von diesem Apparat auch zu mindern?

00:18:37: Zunächst mal freue ich mich, dass bei Blick in das Deutsche Reanimationsregister uns die Zahlen zeigen, dass zunehmende Fibrillationen durch Leinen durchgeführt werden.

00:18:46: Und das Wichtige ist natürlich auch hier das Thema Schulung.

00:18:49: Ich glaube wir müssen uns hier nochmal Gedanken machen was sind denn die wesentlichen Inhalte, die wir vermitteln wollen?

00:18:54: Bin da ganz vorsichtig und sagt den Verband mit einem Dreieck Tuch oder die Trageschlinge!

00:18:58: Ich glaube auf die können wir heute verzichten sondern wir müssen es auf die Wesentlichen Themen fokussieren.

00:19:03: und ich glaub wenn's heißt ein erster Hilfekurs geht auch nicht mehr zwei Tage thematisieren, insbesondere das Thema Reanimationsmaßnahmen, Herzlungen und Wiederbelebung.

00:19:12: Dann finden wir auch Interesse in den breiten Schichten der Bevölkerung.

00:19:16: aber das A und so ist im Thema natürlich Schulung und es schön ist dass uns die Technik hier natürlich hilft.

00:19:22: denn der Defibrillator ist sozusagen Autopilot.

00:19:26: Sie starten den und das Schöne ist er leitet sie nicht nur zur Defibrilleration, er leidet sich durch die gesamte Herzlungen wieder.

00:19:32: Belebung.

00:19:33: ich glaube da gibt's Sicherheit.

00:19:35: Ich glaube, dass dieses Tool nicht nur wichtig ist für die frühe Defibrillation, die im Herzstillstand einen Lebensvorteil bringt.

00:19:41: Sondern schon allein diese Sicherheit, der leitet mich durch diesen ganzen Prozess zusätzlichen Benefit hat für den Patienten aber auch für die Menschen, die den defibrillator, den halbautomatischen defibrillerator einsetzen.

00:19:54: Und es ist so wichtig Dr.

00:19:55: Bosch, dass Sie das sagen?

00:19:56: Wir reden häufiger drüber und wir reden auch in dieser Eindringlichkeit darüber.

00:20:01: Trotzdem, ich gebe es offen so, hätte ich nicht über die Dörrensteigerstiftung den engeren Austausch gehabt auch über die Wirkungsweise von diese Prilatur.

00:20:10: Ich hätte immer eine Scheuung gehabt, diese Geräte einzusetzen weil ich gedacht hätte das und das gebe ich ganz offen zu ist es so wie denn für alten amerikanischen Filmen nichts wo dann da einer steht und einen Wumms Trisch oder Schock gibt und der Patient liegt dann einen halben Meter hoch, und dann wieder runter.

00:20:33: Und so etwas hätte ich mir da wahrscheinlich nur im höchsten Notfall zugetraut.

00:20:39: Und jetzt durch Aufklärung und eben auch diese Filmgesprächen, die wir gespielt haben, fühle ich mich doch bald aus sicherer.

00:20:48: Ich denke es würde vielen Menschen zu gehen wenn sie diese Schulungsmöglichkeiten hätten und danke, dass sie das hier auch so in der Klarheit ansprechen haben.

00:20:59: Jetzt sind Sie ja Arzt- und Politiker.

00:21:02: Und Gesundheitspolitik ist ja ein sehr komplexes Thema.

00:21:06: Wir kennen natürlich alles aus der Praxis auf Medizin – es nicht gerade leicht!

00:21:11: Sie haben sich das in einer herausragenden Position erarbeitet und erschlossen.

00:21:16: Wo sehen Sie zwischen Gesundheitspolitik und dem täglichen, wie Sie erleben die großen Unterschiede?

00:21:23: Also das medizinische Geschäft ist natürlich schon sehr konkret auch und sie können auch je nach Fachbereich relativ schnell Erfolge verbuchen.

00:21:33: Und es muss sich natürlich auch erstmal lernen, da geht man die Politik mit einer guten Idee.

00:21:37: Bleiben wir bei dem Thema Reanimationsmaßnahmen erste Hilfe in der Schule so nach dem Motto ich komme jetzt mal und verhandle das in den Koalitionsvertrag hinein und dann setzen wir das in dieser Legislaturperiode um.

00:21:49: So einfach ist es nicht.

00:21:50: Sie brauchen in der Politik einen sehr, sehr langen Atem auch für Ideen bei denen sie denken die lassen sich sehr schnell umsetzen.

00:22:00: und was ich mir wünschen würde wenn diese Dinge dann in der Ministerialadministration bearbeitet werden dass wir mehr ans möglich machen denken.

00:22:10: Wie sind das?

00:22:10: Sie kriegen dann häufig eine Rückmeldung aus denen den Gründen geht's nicht und für mich als Nicht-Jurist sind manchmal auch manchmal auch schwierig die Dinge einzuschätzen.

00:22:19: Sondern ich würde mir wünschen, dass eine Rückmeldung kommt.

00:22:21: Was muss ich tun?

00:22:21: Dass diese Dinge eben umsetzbar sind und funktionieren.

00:22:25: Und ich glaube das wäre dann schon ein ganz großer Wurf.

00:22:28: der zweite Punkt.

00:22:29: Vielleicht auch noch mal, dass man sagt und da mache ich den Politikern vielleicht auch gar keinen so großen Vorwurf.

00:22:34: Man muss die ja erst einmal erfahren haben und Verständnis dafür entwickeln.

00:22:38: Das war in diesem Thema Herzstillstand nochmal mein Punkt.

00:22:41: Ich hatte die Landtagspräsidentin im vergangenen Jahr angesprochen ob wir am Tag ersten Hilfe am Tag des Herz-Kreislaufstillstandes eine Aktion im Landtag starten können.

00:22:53: Und ich bin richtig froh, denn mit Unterstützung der Björn Steiger Stiftung ist es gelungen diese Reanimationsstammys, diese Puppen vor dem Ölennahssaal aufzubauen und konnte die Abgeordneten dann animieren.

00:23:06: gesagt okay am Ende der Sitzung gehen wir alle raus Die Björns Steiger stiftung leitet uns an und wir machen hier mal ne Massenreanimation sozusagen an diesen Puppe um den Abgeordneten auch zu zeigen, was ist das denn eigentlich?

00:23:18: Was ist denn genau diese Idee im Schulunterricht zu verankern?

00:23:23: Was muss ich selbst tun?

00:23:24: Ist es kompliziert und wie einfach ist es.

00:23:27: Und ich glaube dass man mit solchen praktischen Dingen Händen fühlen sehen hören Auch als Politiker ein Verständnis entwickeln kann und in der Priorisierung der Ideen und Maßnahmen für die man zwangsläufig zuständig ist weil sie auch finanzierbar sein müssen dann damit auch etwas erreichen kann.

00:23:43: Und ich glaube, dass sich da mit über die Fraktionen hinweg tatsächlich für das Thema erste Hilfe Wiederbelebungsnassamen Herz-Kreislaufstillstand gemeinsam mit der Stiftung sehr gut werben konnte und ich hoffe – und das ist zumindest die Rückmeldung auch da damaligen Präsidentin -, dass wir sowas in ein Regelformat durchaus überführen können im Rahmen dieses Settings an einem Tag, an dem wir in ganz Europa weltweit auf das Thema Herzstil stand hinweisen auch zeigen.

00:24:11: Das ist eigentlich auch ein politischer Auftrag den wir umsetzen müssen.

00:24:15: Das war eine großartige Idee, ein großartiger Impuls und Sie haben es ein bisschen angerissen der am Anfang nicht so einfach war ihn auch wirklich umzusetzen weil da natürlich auch Bedenken, bin ich sagen Bedenkenträger bei Bedencken erstmal vorweg formuliert worden sind.

00:24:31: sie haben es trotzdem gestartet.

00:24:33: die Donald Steiger Stiftung mit ihrem Präsidenten, Pierre-Erdrigs Steiger hat sich da auch entsprechend eingebracht.

00:24:38: Aber es war ihr Impuls und großartig dass sie da auch dran geblieben sind um dieses dann auch zu ermöglichen und sich nicht haben entmutigen lassen durch durch erste Widerstände oder erster Naysayer Die gesagt haben wir geht doch nicht.

00:24:54: und Großartig.

00:24:55: das Ergebnis ist auf jeden Fall wunderbar Und tatsächlich würde man sich so was noch ein bisschen mehr wünschen.

00:25:02: jetzt Schauen wir auf die Politik als jemand, der – das haben Sie erwähnt.

00:25:06: Natürlich Saarung hat, sie sind jemanden, der sich schon frühpolitisch engagiert hat.

00:25:12: Sie haben über auch die Gesundheitspolitik, auch wenn sie nicht Abgeordneter waren, da war es sicherlich auch politische Vorgänge mit begleitet und darunter gestellen ein gewisses Interesse an Verbandsarbeit und auch an ihrer eigenen Positionierung.

00:25:28: Das ist ja Politik im Allgemeinen.

00:25:31: Ich meine das gar nicht parteipolitisch, zuerst auch in der Kritik, sozialen Netzsag und alles was tragende dazu bei und dann natürlich auch an zunehmende Radikalisierung unserer Gesellschaft dass Politiker immer mehr in der kritik stehen.

00:25:46: wenn sie jetzt von ihrer warte als jemand der erfolgreich ist im beruhigen so auf die politik gucken gibt es da auch etwas das politik besser machen kann, jenseits von der Parteipolitik um sich selbst nach außen anders zu präsentieren und darzustellen.

00:26:07: Damit mache ich jetzt keine Kommunikationsarbeit sondern inhaltlich grundsätzlich.

00:26:12: Das sind zunächst mal Entscheidungen mit Mut Und in unserer Zeit ist es eben so, dass wir Probleme nicht innerhalb von einer Legislaturperiode gelöst bekommen.

00:26:21: Dann entsteht natürlich ein Problem, was Sie natürlich immer wieder überlegen müssen und das ist ja auch gar nicht verwerflich wenn sich jemand überlegt, was tue ich denn um in der nächsten Periode noch Verantwortung zu haben?

00:26:32: Denn Umsätzen von Ideen bedingt ja, da sie sozusagen auch selbst Dinge entscheiden können.

00:26:38: Aber das würde ich mir wünschen, dass wir – und das sehen wir jetzt im Moment – die Expertenkommission hat zu dem Thema große Reformen im Gesundheitswesen viele Vorschläge gemacht.

00:26:47: Jeder Vorschlag bedeutet natürlich für den einen oder anderen etwas zurückzulassen oder etwas zurückzustecken.

00:26:53: Deshalb ist es schwierig solche Dinge durchzudrücken aber ich würde mir wünsche, dass manche Entscheidungen mit mehr Mut getroffen werden.

00:27:01: Es ist ja keine Entscheidung ins Blaue hinein, sondern wir haben Fachgruppen die sich über diese Dinge Gedanken machen und die Vorschläge unterbreiten.

00:27:08: So ist es bei uns auch.

00:27:09: Ich bin da selbst in verschiedenen Gremien vertreten.

00:27:12: Wir erarbeiten Leitlinien und Empfehlungen.

00:27:14: wie versorgen wir den beispielsweise den Herz-Kreislaufstillstand richtig?

00:27:18: Was tun wir bei der Blutvergiftung oder bei der Sepsis?

00:27:21: Und wir setzen diese Dinge dann eben um.

00:27:23: Das heißt, wir müssen sie nicht neu entwickeln und als Politiker müssen wir uns da nicht tief in die Materie eingraben können wir auch nicht.

00:27:29: Wenn Sie mich zum Thema Justiz oder Verkehr fragen müsste ich mich auch mal ganz tief in bestimmte Themen einarbeiten aber zu sagen Ich habe tatsächlich Experten Gremien, die sich mit diesen Themen beschäftigen, dem ich beraten, die ich fragen kann und dann aber den Mut haben wenn ich mich auf diese Experten beziehen kann diese Dinge umzusetzen.

00:27:50: Thema Gesundheit, aber auch in vielen anderen Themen weiterbringen.

00:27:53: und jetzt komme ich zurück zu dem Punkt den Sie am Anfang angesprochen haben.

00:27:57: Baden-Württemberg war vor zwei Perioden noch ein Teilzeitparlament.

00:28:01: für mich ist es unheimlich wichtig dass sich Dinge aus meinem Arbeitsalltag in die Politik mitnehmen und Entscheidungen die politisch getroffen worden sind auf meiner in einem Arbeitsalltag auf Station im Labor bei der wissenschaftlichen Tätigkeit umsetzen muss und mir dann eben auffällt, naja so funktioniert es halt nicht.

00:28:19: Und ich glaube diese Ehrlichkeit und diese Kompetenz, Austausch mit der Politik ist sehr viel wert.

00:28:27: und das zeigt wenn man Politiker sollte man nie werden um das Politiker Willens sozusagen sondern man sollte Aktivitäten, Engagement haben und das Gefühl haben es sind Dinge die muss ich bewegen muss sich umsetzen.

00:28:41: Und die müssen mich ins politische Geschäft tragen.

00:28:43: Ich glaube dass bitte die erstens die Diskussion etwas ehrlicher machen und würde uns in bestimmten Themen auch deutlich weiter bringen.

00:28:50: Das ist ein sehr spannender Punkt.

00:28:52: Es gebe dann den Politiker und man merkt dass das bei ihnen vorhanden ist Auch diesen inneren Kern der ihn oder sie vielleicht auch mutiger macht Um Dinge durchzusetzen die gerade eben opportun sind gegebenenfalls Entwicklungen zu korrigieren, weil man sieht in Arbeitsalltag okay das funktioniert und das funktioniert noch nicht oder es funktioniert nicht so.

00:29:14: Jenseits dessen dass das eine reine Glaubens- oder parteipolitische Frage ist also mehr Expertentum zuzulassen.

00:29:22: Es gibt ja auch an einigen Ländern, zumindest in Krisen dann sogenannte externen Regierungen wahrscheinlich aus diesem Grund weil man sagt okay du musst endlich mal das gemacht werden was was gemacht werden muss, jenseits aller parteipolitischen Kohleur.

00:29:39: Italien unter Mario Draghi war eine solche Regierung zum Beispiel.

00:29:43: also das ist hoch spannend.

00:29:45: dieser Punkt wie würden sie ihren Appell an die Politik richten?

00:29:50: Sie sind ja selber ein Politiker.

00:29:52: machen wir es einfach appellieren sich an sich selbst was wichtig für sie was sollte immer auf jeden Fall zu wohnen.

00:30:00: Es hört sich blatt an, wenn ich jetzt sage dass man seinem Gewissen verpflichtet ist und wenn man morgens in den Spiegel guckt seine Entscheidungen auch nachvollziehen kann.

00:30:07: Für mich bedeutet das aber in der Konsequenz und es war in der letzten Periode auch so, dass es durchaus Entscheidungen gibt bei denen nicht mit meiner Fraktion stimmen kann.

00:30:15: ja und es gehört für mich auch zum Verständnis dazu auch wenn es um Gesundheitsthemen geht aber es betrifft nicht nur die Gesundheitsthemen.

00:30:22: Ja aber wenn ich beim Thema Nichtraucher Schutzgesetz oder Zuckersteuer anderer Auffassung bin aus medizinischer Sicht, aus meiner Sicht als Arzt.

00:30:30: Dann ist mir das wichtiger sozusagen als mich irgendwelchen Fraktionszwingen zu unterwerfen.

00:30:35: nicht dass es die jetzt bei uns zwingend gäbe ja aber das ist ja häufig die Diskussion und von daher glaube ich das gehört zur Ehrlichkeit auch dazu.

00:30:43: vielleicht bin ich deshalb oder mag das auch dahintergrund sein?

00:30:46: Vielleicht bin ich zu lange als Arz schon im Geschäft dass man mich in dem Punkt nicht mehr sonderlich verbiegen kann.

00:30:52: Ja Aber das wäre für mich ein Anspruch.

00:30:56: Warum soll ich in der Medizin?

00:30:58: Das ist bei der Behandlung des Patienten genau das Gleiche.

00:31:01: Warum soll Ich Maßnahmen ergreifen, von denen ich selbst nicht überzeugt bin?

00:31:05: Es gibt auch mal Situationen im angehörigen Gespräch aber die sind alle sehr komplex.

00:31:10: dann und das würde keiner von uns machen da sagt ich tue etwas von dem ich nicht selbst überzeugte von dem mich die Verantwortung nicht übernehme Und ich glaube dass es die herangehensweise und für mich auch der Grund und das ist auch das spannende wieder wenn ich in meinem beruf zurückkomme nach zwei parlamentswochen und sagt, ich habe da ein komplett anderes Bild.

00:31:27: Und das erdet einem dann auch wieder in gewisser Art und Weise.

00:31:30: Da sind es noch kurz.

00:31:31: sprechen über die Intensivmedizin als solch ist ihr Haben.

00:31:34: Sie haben es anklingen lassen, angerogen Gespräch auf der schwierigen Momente dort zu bewältigen und sicherlich ist die Möglichkeit dass jemand schwerst verletzt bleibt oder auch verstirbt aus der Intensifstation höher als in einigen anderen Stationen Nicht ausgehend von irgendeinchen ärztlichen Pflegigkeiten, sondern einfach von der schweren Verletzung.

00:31:58: Wie kommen Sie selbst?

00:31:59: Haben Sie selbst gelernt umzugehen und wie schaffen sie es trotzdem ein positiver Mensch zu sein?

00:32:07: Ich glaube diese Aufgabe wächst man hinein und es gibt eine gesunde Distanz zwischen Patient- und Behandler auch immer ganz wichtig.

00:32:15: Es gibt natürlich Patienten die lange Zeit auf einer Intensiv- oder Überwachungsstation Sinn.

00:32:21: Beispielsweise vor Herztransplantationen zu Hause nicht mehr leben können, aufgrund der Schwere der Erkrankung und hier bei uns stationär versorgt werden.

00:32:28: Der entwickelt sich dann wohl oder übel auch mal eine Bindung.

00:32:31: Dass ein Patient von zuhause erzählt ist kommen die vielleicht auch noch aus der Gegend, die mir nicht fern ist und so ja das macht es dann etwas schwieriger bin in meinen Anfangszeiten als intensiv Mediziner auch noch Notarzt gefahren bei mir in meiner Heimatregion.

00:32:45: Da ist dann schon spannend, wenn Sie den einen oder anderen Notfallpatienten auch noch kennen.

00:32:48: Das ist dann doch belastend und ich sage mal so sehr herausfordernd.

00:32:53: aber über die Berufsjahre das stelle ich auch fest, wenn junge Assisten in den Job kommen die erste Runde auf der Intensivstation drehen es entwickelt sich mit der Zeit zu eine gesunde Distanz, die auch ganz wichtig ist.

00:33:05: da geht's natürlich zum einen um einen selbst.

00:33:07: auch denn das müssen sie tun um ihren Job sozusagen weiterhin völlig ohne eine beeinflussung weiter fortführen zu können ist aber wichtig für die therapie entscheidungen, die schlussendlich auch wichtig sind.

00:33:19: Für den patient und da kommt es natürlich auch auf das weil sie natürlich objektiv in ihrer therapie Entscheidung sein müssen und sollen unter patien sozusagen seine sorge nicht in sie hinein implementieren kann und soll.

00:33:34: ja denn manchmal ist der entscheidung auch hart Sie fühlen damit, aber sie müssen den Patienten gegenüber ehrlich sein und ihnen teilweise auch mal eine Diagnose oder einen weiteren Verlauf vermitteln der nicht freudig ist.

00:33:47: Insbesondere bei uns in der Cardiobaskole an Herzkreislaufmedizin hier in der internationalen Medizin haben wir natürlich viele Akutfälle Da geht es eine Entscheidung zwischen Leben und Tod relativ schnell.

00:34:00: Aber schauen Sie in der Onkologie, in die Patienten über Wochen und Monate mit Tumorerkrankungen begleiten.

00:34:07: Beispielsweise auch Kinder sagen ganz ehrlich das belastet mich auf.

00:34:10: Wir haben da so Fälle wo wir dann teilweise auch dazu gerufen werden.

00:34:14: Das finde ich dann auch wenn ich jemanden nicht kenne sehr, sehr anstrengend und das belastet einen dann auch.

00:34:21: Das ist in meinem Feld der Medizin vielleicht noch mal etwas anderes.

00:34:24: Auch wir haben jüngere Patienten, junge Patienten aber der Großteil ist eben doch ein älteres Kollektiv.

00:34:32: da ist es vielleicht nochmal eine andere Sichtweise Aber ist ganz wichtig und da gibt's auch kein klares Handlungskonzept sondern es entwickelt jeder im Verlauf der Zeit für sich selbst wie er die nötige Distanz eben schafft um seine Professionalität auch weiterhin wahren zu können.

00:34:45: Lassen

00:34:45: wir uns zum Abschluss noch mal sprechen über Ihre Herzensthema und dankenswerterweise haben sich da eingebracht.

00:34:55: Wir haben darüber gesprochen, die Erhöhung der Reanimationsquote.

00:34:59: Was sagen Sie jemanden, der noch nie erste Hälse geleistet hat oder der jemand, der wie bei mir angezeigt ist ein erstes Hilfekost für Jahre zurücklag?

00:35:10: Und der Auch das haben Sie erwähnt von einem ersten Hilfekurs.

00:35:14: Da kam der Tage, wenn ich da eine Woche gedauert hatte wo alles drin war was man dann nach Jahren schon wieder vergessen hat vom Klubfen des Dreieckstuch

00:35:24: bis...

00:35:25: Das war nicht alles noch.

00:35:27: Warum soll er sich jetzt neu nochmal für einen solchen Kurs melden?

00:35:33: Wir wissen natürlich dass Wissen sowohl praktisch als auch theoretisch über die Zeit auch wieder verloren geht, wenn das keine Maßnahmen sind die man jeden Tag einmal die Woche ergreift.

00:35:43: Von daher macht es natürlich Sinn dass man regelmäßig dieses Wissen aufrisch.

00:35:47: und wie schon erwähnt es muss dann kein zweitägiger erster Hilfekurs sein sondern gibt viele Angebote insbesondere auch von der Björn Steiger Stiftung wo sie speziell zu dem Thema Herzkreislaufstillstand und Herzlungen Wiederbelebung geschult werden.

00:36:00: Und es kann ein Abend sein, von einem bis zwei Stunden um die nötigen Kenntnisse wieder zu erlernen aufzufrischen.

00:36:06: Vielleicht auch das Thema Defibrillator zu implementieren.

00:36:10: als ich den ersten Hilfekurs für den Führerschein gemacht habe da war der Defi noch gar kein Thema gewesen.

00:36:16: Aber das sind Dinge, die lernt man dann doch relativ schnell und sie sind wichtig denn wenn wir davon ausgehen die Wahrscheinlichkeit dass Sie jemanden wiederbeleben aus ihrem Freundes und Bekanntenkreis ist größer, als dass sie zu einem Externent dazu kommen.

00:36:31: Also muss ich immer vorstellen die eigenen Eltern, die Geschwister, die eigenen Kinder diese Wahrscheinlichkeit ist deutlich größer als das es eine andere Person ist.

00:36:40: ja von daher macht es natürlich durchaus Sinn und das muss nicht komplex sein, sondern da reicht eine kurze kleine Aufrischung.

00:36:46: Und vielleicht die Zeit, die man sich nehmen muss?

00:36:48: Ich weiß, dass ich aber bei vielen Dingen geht's uns ja allen so, ja, das sollte ich mal machen und schiebe dann auf die lange Bank.

00:36:54: übrigens bei den Vorsorgeuntersuchungen genau das Gleiche mache ich dann irgendwann einmal die Darmspiegelung.

00:37:00: Aber das sind eben Dinge wo ich dann eben sagen muss okay Da muss ich einmal den Schluss fassen und mir sagen Vielleicht auch im Freundeskreis unter den Arbeitskollegen lasst uns doch da gemeinsam etwas aufziehen Und da ist auch das Angebot der Hilfsorganisationen, auch der Björn Steiger Stiftung mal zu kontaktieren und sagen hey wir haben hier zehn Leute im Betrieb die würden gerne mal.

00:37:17: Dann findet man eine Lösung und kann es durchaus auch anbieten und ich habe ja selbst schon solche Kurse abhalten können in Betrieben während der Arbeitszeit.

00:37:25: also wir haben auch viele Arbeitgeber die sagen das biete ich meiner Truppe jetzt mal an und lade einmal ein einen Vormittag drei Stunden zum Thema Auffrischungen erster Hilfe.

00:37:34: vielleicht ist das ein erster Ansatz auch im Betrieb oder in den Vereinen so ein Thema zu setzen.

00:37:39: Herr

00:37:39: Dr.

00:37:39: Preusch, es ist eine große Freude mit Ihnen zu sprechen und sie sind ein großes Vorbild, weil Sie sich neben Ihrer sehr intensiven Arbeit als Intensivmediziner und Ihrer ebenso intensiven Arbeiten als Politiker auch noch kümmern um diese wichtige Sache, um die Erhöhung der Ätherquote beileihen.

00:38:00: Und dafür danke ich Ihnen herzlich auch im Namen der Björn Steigerstiftung und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute.

00:38:05: vielen Dank für dieses der anregende Gespräch!

00:38:08: Vielen Dank für die Zeit, die sich genommen haben und freut mich immer, wenn ich das Thema in welcher Weise auch immer weiter tragen kann.

00:38:13: Herzlichen Dank!

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