Franziska van Almsick: Schwimmen lernen darf kein Privileg sein!

Shownotes

Schwimmen ist weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung – es ist eine überlebenswichtige Fähigkeit. Dennoch verlassen jedes Jahr zahlreiche Kinder die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Gemeinsam mit der Franziska van Almsick Stiftung setzt sich Deutschlands erfolgreichste Schwimmerin dafür ein, genau das zu ändern.

Im Gespräch mit Ina Tenz erklärt Franziska van Almsick, warum das Seepferdchen noch lange kein Nachweis für sicheres Schwimmen ist, welche Folgen geschlossene Schwimmbäder, Lehrermangel und die Corona-Pandemie bis heute haben und weshalb Schwimmunterricht flächendeckend zur Grundbildung gehören sollte. Sie schildert eindrucksvoll, warum Kinder meist lautlos ertrinken und weshalb Prävention immer früher beginnen muss.

Darüber hinaus spricht sie offen über ihre Karriere als Spitzensportlerin, den Umgang mit Leistungsdruck, die Bedeutung mentaler Stärke und warum unsere Gesellschaft wieder mutiger mit Niederlagen und Rückschlägen umgehen sollte.

Themen dieser Folge:

Warum Schwimmen Leben rettet Die Ursachen der zunehmenden Nichtschwimmerquote Verantwortung von Eltern, Schulen und Politik Warum das Seepferdchen kein sicheres Schwimmen bedeutet Die Arbeit der Franziska van Almsick Stiftung Kinder ertrinken oft lautlos – worauf Eltern achten sollten Corona und seine Folgen für den Schwimmunterricht Mentale Stärke, Leistungsdruck und der konstruktive Umgang mit dem Scheitern Was das Rettungswesen und der Spitzensport gemeinsam haben

Eine Folge, die zeigt, dass Prävention nicht erst beginnt, wenn der Notruf gewählt wird – sondern lange vorher, mit Bildung, Verantwortung und dem Mut, hinzusehen.

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00:00:01: Und ich glaube, dass wir in der heutigen Zeit mutiger sein sollten.

00:00:05: Keine Angst

00:00:05: haben sollten vorm Scheitern Niederlagen in Kauf zu nehmen und auch mal zu scheitern und das als okayzusehen daraus zu lernen daran zu wachsen.

00:00:14: wenn man mal die Wirtschaft gucken finde ich sehr schade dass Menschen die so Insolvenzen hinlegen dass man sagt uff also der hat es nicht gepackt er ist aber ein Idiot.

00:00:29: Die Hilfe trifft zu spät ein.

00:00:31: Aus diesem Schicksal entsteht die Björn Steigerstiftung, ihr Ziel

00:00:35: – die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern!

00:00:38: Sie engagiert sich

00:00:39: für den Ausbau moderner Notrufsysteme und stößt Innovationen im Rettungswesen an.

00:00:44: Dabei setzt sie entscheidende Impulse wie die Einführung der

00:00:48: «Eins-Eins II».

00:00:49: Die BjörN Steiger Stiftung.

00:00:51: Gemeinsam Leben retten!

00:00:57: Franziska von Almsig über Bederschließungen, Erramangel und ihren Kampf für jedes Grundschulkind.

00:01:04: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts der Björn Steiger Stiftung!

00:01:08: Mein Name ist Ina Tens und unser heutiger Gast hat im Schwimmsport Geschichte geschrieben.

00:01:14: Sie hat uns alle bewegt und begeistert als sie mit gerade mal vierzehn Jahren bei den olympischen Spielen Silber gewann.

00:01:20: Und es folgt eine beeindruckende Karriere mit olympischen Spielen, mit Gold bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaftens.

00:01:28: Welte Rekorde – und und und!

00:01:30: Herzlich willkommen Franziska von Einzig!

00:01:32: Vielen Dank

00:01:34: Hallo!

00:01:35: Heute engagiert sich Franziska Von Einzig intensiv dafür das Kinder sicher schwimmen lernen weil fehlende Schwimmfähigkeit lebensgefährlich sein kann.

00:01:44: Ihre Stiftung erreicht inzwischen Zehntausende Kinder in ganz Deutschland und darüber spreche ich heute mit ihr.

00:01:51: Und natürlich auch über Ihr Leben als Spitzen-Sportlerin und Ihre Zeit danach!

00:01:56: Franziska, wenn Sie heute an Wasser denken verbinden sie das eher mit Leistung oder Mit Freiheit oder Verantwortung?

00:02:05: Also mit Leistungen gar nicht mehr.

00:02:07: Das muss ich ganz klar sagen... Aber schon mit Freiheit und Verantwortung.

00:02:13: Freiheit in dem Sinne, dass jedes Mal wenn ich im Wasser bin es ist mir diesen unglaublichen Kick und dieses unglaubliche persönliche Gefühl einfach gibt weil ich sehr verbunden bin mit dem Wasser.

00:02:23: und Verantwortung natürlich weil ja weil es darum geht zu erklären und aufzuklären wie wichtig das ist die Menschen schwimmen können und wie wichtig das ist, dass man sich am klarer Regeln hält im Umgang mit Wasser.

00:02:37: Weil Wasser eben nicht nur schön sondern auch sehr gefährlich sein kann.

00:02:42: Gab es denn ein Moment in ihrer Karriere oder auch in ihrem privaten Leben, in denen ihn dann bewusst wurde?

00:02:48: Schwimmen ist weit mehr als Sport!

00:02:52: Also so einen richtig klaren Moment gab es nicht wobei ich schon sagen muss Wenn ich die Zeitung aufschlage oder in den Medien mitbekomme, dass Menschen ertrinken, berührt mich das immer auf eine ganz besondere Art und Weise.

00:03:05: Es trifft mich ganz tief weil ich es eigentlich so empfinde, dass jeder das Recht und die Möglichkeit haben sollte, jedes Mensch, jedes Kind schwimmen zu lernen.

00:03:15: Und wenn man schwimmen kann dann passieren natürlich am Ende des Tages weniger Umfälle.

00:03:23: immer irgendwie blöde Situationen, in die jeder Mensch der auch sicher schwimmen kann geraten kann und dann ein Notgerät oder ... oder dann etwas passiert.

00:03:31: Aber am größten Teil reden wir über viel zu viele Unfälle, die passieren weil Kinder nicht schwimmen können, weil erwachsene Menschen nicht schwommen können oder ja den Menschen einfach dem Umgang mit dem Wasser in bestimmten Situationen oder an bestimmten Stellen gar nicht realisieren oder gar nicht auf dem Schirm haben.

00:03:51: im Meer schwimmen gehen, wenn das Wetter nicht so doller ist.

00:03:54: Oder in Flüssen baden gehen an Badesäen die völlig überfühlt sind wie man sich dann richtig verhält.

00:04:00: und ich finde immer Dinge die man ändern kann mit einem anderen Verhalten da find' ich's immer extrem schade Wenn Unfälle passieren und auch extrem traurig weil man einfach vielen Dingen vorbeugen kann.

00:04:18: Ja... Die Vermeidbarkeit

00:04:20: Ganz genau.

00:04:22: Sie waren als Jugendliche ja schon eine öffentliche Figur, hat sich ihr Blick auf das Thema Verantwortung im Laufe der Jahre verändert?

00:04:31: Ja ich kann mich dran erinnern, als ich jugendlich war und dann in einer Vorbildrolle oder verantwortungsvolle Rolle gedrückt wurde, war mir das am Anfang gar nicht so recht weil ich mich nicht bereit dazu fühlte.

00:04:46: Ich bin selber zu verrückt und zu chaotisch, um Verantwortung zu übernehmen.

00:04:50: Und irgendwann kommt das dann im Leben, ne?

00:04:52: Und je älter man wird, desto mehr hat man eigentlich das Gefühl und das Bedürfnis, Verantwortung zu Übernehmen.

00:04:58: und ich glaube gerade bei dem Thema also wenn es ums Backen oder ums Singen geht gebe ich die Verantwortung gerne ab weil das ja deutlich besser können als ich.

00:05:09: aber ich glaube zum Thema Schwimmen spüre ich schon eine starke Verantwortung, der ich mich stelle und die auch sehr gerne annehme.

00:05:18: Ist ja auch Ihr Lebensinhalt gewesen?

00:05:21: Und wahrscheinlich immer noch!

00:05:23: Viele kennen Sie vielleicht nur als erfolgreiche Spitzensportlerin aber wer ist Franziska von einem Seekäuter?

00:05:32: Ich glaube, ich bin in erster Linie Mutter von zwei wunderbaren Söhnen, die immer älter werden und mir zeigen dass auch ich immer älter werde.

00:05:44: Wie alt sind die beiden aktuell?

00:05:46: Aktuell,

00:05:46: dreizehn und neunzehn.

00:05:48: Was ein schönes Alter ist, weil man wieder so ein bisschen mehr eigene Freiheiten gewinnt...

00:05:53: ...und auf Augenhöhe irgendwo dann auch.

00:05:55: Auf

00:05:55: Augenhöher ist sicherlich und zum Beispiel bei meinen Kindern war es mir natürlich wahnsinnig wichtig wenn ich zurückblicke dass sie schwimmen können.

00:06:05: Wenn ich mich zurück erinnere, war das nicht ein Trauma aber es war eines meiner furchtbarsten Vorstellungen die ich hatte, dass meine Kinder Badeunfälle erleiden könnten weil ich das natürlich als Schwimmerin und aus jemandem der aus dem Metier kommt gar nicht verkraften könnte oder verkraft wollen würde.

00:06:27: Und bin sehr froh, dass sie beide gute Schwimmer sind, sichere Schwimmer Und das zeigt mir natürlich umso mehr, dass man da was machen muss.

00:06:36: Aber ich bin natürlich weit mehr als ein Familienmensch.

00:06:39: Ich glaube, ich bin sehr gesettelt und ruhiger geworden in meinem Leben.

00:06:44: Ich muss nicht mehr alle Dinge machen.

00:06:46: Das merkt man mir auch an.

00:06:47: Ich tanze nicht mehr auf allen Veranstaltungen.

00:06:49: Es ist schön im normalen Leben angekommen zu sein und die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen mit voller Verantwortung, mit volle Liebe und mit voeller Leidenschaft.

00:07:02: Perfekt!

00:07:03: Die Birnsteiger-Stiftung beschäftigt sich ja mit dem Thema Lebensrettung und Prävention.

00:07:08: Wo sehen Sie die Verbindung zwischen Rettungswesen und Schwimmenlernen?

00:07:14: Ja, die Verbindungen ist natürlich eindeutig!

00:07:16: Also das Rettungswesen kommt natürlich absolut zum Einsatz wenn die Dinge nicht so funktionieren, wenn sie funktionieren sollten Wenn der Badespaß oder der Schwimmspaß dann in einer Katastrophe endet.

00:07:28: Und ich sehe ganz oft sowie das wahrscheinlich Generell ist, dass wir machen irgendwann wenn wir unseren Führerschein machen.

00:07:37: Machen wir einmal ein erster Hilfekurs und dann liegt der umgehundert Jahre zurück weil wir älter werden und keiner kann sich mehr so richtig erinnern wie kriege ich denn überhaupt jemanden in die stabile Seitenlage oder wie helfe ich beim Herzstillstand?

00:07:48: Und ich finde das sind Dinge die einem im täglichen Leben begleiten und die begleitet einen natürlich auch zum Thema schwimmen und ertrinken.

00:07:58: und was kann eigentlich passieren?

00:08:00: Ich glaube es liegt in der Natur des Menschen, dass wir uns umgern mit den Dingen auseinandersetzen die passieren könnten wenn wir nicht wachsam sind.

00:08:07: Da geht's gar nicht darum hypochonderisch zu sein und darüber nachzudenken was kann jetzt alles passieren?

00:08:14: Und trotzdem ist es wichtig das man sich mal klar vor Augen führt Wenn etwas passiert könnte ich zum Beispiel helfen sich gar nicht so sehr immer auf die anderen verlassen und dass da schon irgendwie ein Bademeister in der Nähe ist, wenn ich an einem Badeseed bin.

00:08:28: Sondern wirklich mal selbst überlegen okay ich geh jetzt mit dem Kindergeburtstag meiner Kinder und das sind dann eben fünf sechs Kinder mit denen gehe ich schwimmen.

00:08:36: was heißt denn das eigentlich?

00:08:37: Das ist nicht nur die Verantwortung, dass alle ein Stück Pizza am Bauch haben damit sie nicht verhungern und einen tollen Nachmittag haben sondern das heißt Verantwortung und im Zweifel helfen können, wenn Hilfe dringend nötig ist.

00:08:49: Und vielleicht geht es sogar so weit dass es nicht nur darum geht seine eigenen Kinder zu retten oder seinen nahen Umfeld Hilfe zu leisten sondern es geht am Ende des Tages immer auch beim Rettungswesen.

00:09:04: darum glaube ich das man in der Lage ist gesellschaftlich zu helfen und über den Tellerrand hinausblickt wenn es nicht die eigenen Kinder sind.

00:09:14: Und Schwimmen ist einfach eine, wie soll ich das sagen?

00:09:18: Eine Freizeitbeschäftigung, die gefährlich sein kann.

00:09:21: Gut beim Fahrradfahren kann man auf die Nase fallen und kann sich die Nose brechen oder das Handgelenk brechen aber beim Schwimmen kann man eben da trinken und da können ja... Ich glaube, dass kann man so ein bisschen abwägen.

00:09:33: Es ist einfach ein Ticken gefährlicher!

00:09:35: Das ist ein wichtiger Punkt den Sie sagen.

00:09:37: Warum wird denn das gesellschaftliche heute oft immer noch unterschätzt?

00:09:43: Ich glaube es wird unterschätzt, weil die Leute sich bestimmten Fragen nicht stellen und ich will jetzt gar nicht das Thema wechseln.

00:09:52: Aber das Thema Organspende ist für mich so ein ganz gutes Beispiel irgendwie.

00:09:55: Also da geht's ja eigentlich darum dass man sich im Vorhinein mit einem Thema auseinandersetzt wo viele Leute Angst vorhaben.

00:10:02: Es geht um Tod Gefahr, es geht um Leben retten.

00:10:07: Und das sagt ja schon, Leben rettend heißt ja irgendwie da ist was im Busch, da könnte etwas passieren.

00:10:13: und die meisten Leute machen in meinen Augen einfach die Augen zu und denken sich oder sagen sich, dass geht schon alles gut, was auch richtig ist und Gottes Willen und trotzdem finde ich, ist es immer gut und wichtig, dass man vorbereitet ist und dass man sich sicher fühlt.

00:10:32: also das war eigentlich Das ist eigentlich bei mir so verankert, dass ich immer sage, ich muss mich sicher fühlen.

00:10:38: Wenn ich da Arbeit schreibe oder eine Prüfung habe und einen großen Wettkampf habe, dann fühle ich mich sicher, weil ich weiß, ich hab mich gut vorbereitet.

00:10:45: Ich hab alle Eventualitäten einkalkuliert.

00:10:48: Und dann gehe ich auch ganz anders irgendwie an den Start.

00:10:51: Und ich glaube, dass die Leute heute schnell mal an den Badesee fahren, schnell ins Freibad gehen, schnell mal die Kinder im Freibat parken ohne das man vielleicht selber dabei ist.

00:11:02: Heutzutage machen sich die Menschen einfach wenige Gedanken über einen Ernstfall.

00:11:07: Das sollte man mal tun und sich vorher Gedanken machen, was kann passieren?

00:11:16: Bin ich nicht erreichbar?

00:11:18: Wer ist da?

00:11:19: Wer kümmert sich?

00:11:21: Ist die Versorgung oder eine Rettung möglich?

00:11:24: Alles klar!

00:11:26: Jetzt geht es los.

00:11:28: Wir sind in den Sommermonaten kommen bereits die ersten Meldungen wie leider jeden Sommer Kinder, Menschen ertrinken in Badesäen.

00:11:36: In öffentlichen Schwimmbädern.

00:11:39: Die Zahl der Badetoten ist erschreckend tatsächlich.

00:11:42: Erschreckt sie die Zahl der Kinder, die heute nicht schwimmen können?

00:11:47: Ich glaube abgestimmt bin ich noch nicht.

00:11:50: Erstecken tut es mich auch nicht mehr aber ich bin jedes Mal betroffen weil ich eigentlich es jedes mal nicht wahrhaben will aber natürlich durch die Arbeit mit unserer Stiftung immer wieder sehe, dass wir noch lange nicht da sind wo wir sein sollten und das wir noch länger nicht dafür gesorgt haben, dass jedes Kind in Deutschland schwimmen lernt.

00:12:13: Und dass das eine Grundvoraussetzung ist und dass wird es nicht mehr in Frage stellen.

00:12:17: Deswegen berührt es mich jedes Mal und ich denke was muss eigentlich noch passieren?

00:12:23: Dass wir wirklich grundlegend etwas verändern.

00:12:27: Was ist denn der Grund dafür?

00:12:28: Sind das fehlende Schwimmbäder, immer mehr Bäder werden geschlossen.

00:12:32: Ist es ein Lehrermangel oder Lehrer-Schwimmlehrerinnen und Lehrerfehlen oder sind es vielleicht sogar politische Probleme?

00:12:40: also weiter oben aufgehängt?

00:12:42: wo sind die Stellschrauben?

00:12:45: Ich glaube es ist einfach von allem ein bisschen und von allem Ein bisschen macht am Ende irgendwie dann ganz schön viel aus.

00:12:53: wir haben natürlich Die Situation der mangelnden Schwimmbäder.

00:12:58: Schwimmbäder sind teuer im Unterhalt, ich verstehe Kommunen die sagen wir können es gar nicht leisten.

00:13:04: Mal schnell den Sportplatz gebaut in der Stadt, in der kleinen Stadt und in der Kommune da muss man dreimal mit dem Rasenmäher drüber und dann läuft das Ding irgendwie und kann benutzt werden.

00:13:15: So ein Schwimmpath braucht Unterhaltskosten.

00:13:18: Menschen sind nicht mehr bereit dazu, mehr als keine Ahnung drei, vier Euro fünfzig irgendwie Eintritt zu zahlen.

00:13:25: Also das ist nicht einfach.

00:13:29: Wir machen uns das manchmal einfach und sagen ja schließt die Schwimmbäder nicht.

00:13:32: aber das müssen wir uns auch leisten können und das können wir uns am Ende des Tages irgendwie nicht leisten.

00:13:39: Leramange, ganz eindeutig.

00:13:41: Also wenn ein Mathelehrer eine dreißigköpfige Klasse unterrichten kann dann kann er das mit viel Geschick und mit viel Einschülungsvermögen.

00:13:50: Und dann gibt es immer noch zwei die Tuscheln und Reden nicht beim Stoff dabei sind.

00:13:56: aber das ist jetzt kein Untergang.

00:13:57: Dann haben sie eben Pecht gehabt und die nächste Arbeit wird für die zwei Nicht so wie Sie sich das vorstellen.

00:14:04: Aber wenn man dann ins Schwimmentraining geht oder in den Schwimmunterricht Und da steht eben diese eine Sportlehrer, der dreißig Kinder zu betreuen hat.

00:14:14: Dann hat man noch nette Eltern von Klassenkameraden wo sich zwei Bereite erklären mitzugehen die aber sorry wenn ich das so sage von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und einfach nur daneben stehen und gucken dass niemand ertrinkt also das im Unterricht nichts passiert dann sind es lange Fahrtkosten zu den Schwimmbädern oder lange Fahrtswege kommen Kosten auf Klassen oder auf die Schüler drauf zu.

00:14:41: Dann ist es eben dieser eine Schwimmlehrer, der dann drei mit Bauch weder bei hat, fünf duschen länger als der Rest, dann können fünf ein bisschen schwimmen, zehn kann das irgendwie gar nicht und der Rest der Eier dann ausser durch Wasser da kommt natürlich am Ende des Tages auch nicht viel raus.

00:14:59: also ich glaube dass man da auch zusehen muss, dass die Betreuung bei großen Schulklassen auch dementsprechend sein muss.

00:15:06: und da man jetzt natürlich Ich glaube, dass es oft nicht an den Lehrern selbst liegt sondern die Möglichkeiten einfach nicht gegeben sind.

00:15:14: Ich glaube das die Lehrer wenig Unterstützung bekommen weil sie einfach wenig Zeit haben.

00:15:19: ich glaube was am ehesten wegfällt in der Schule wenn es Lehrermangel gibt dann ist es der Schwimmunterricht weil viel zu aufwendig ist und weil ja man sich umziehen anziehen muss und weil das alles kompliziert ist.

00:15:34: Dann wird der Sportlehrer immer schnell ins Fachmusik gesteckt und dann gibt es anstatt vom Schwimmen eben Musikunterricht.

00:15:43: Viele Schulen fangen erst an, viele Kommunen oder viele Bundesländer fangen in der dritten- und vierten Klasse an mit Schwimmunterricht, in der Grundschule was ich zum Beispiel auch gar nicht verstehe.

00:15:53: Ich sage, was machen denn die ersten uns rot?

00:15:55: Klässler!

00:15:56: Die sind sie nach neun Jahren alt, die warten dann da so mit zehn irgendwie schwimmen lernen.

00:16:01: also das ist ja Wahnsinn.

00:16:03: Dann haben wir die Eltern die oftmals irgendwie denken, wir sind dafür nicht verantwortlich.

00:16:07: Sondern das lernen die Kinder schon in der Schule.

00:16:10: Im Kindergarten sind sie noch zu jung und die Kindergärten können die Verantwortung gar nicht übernehmen.

00:16:16: da geht es dann auch so ein bisschen um eine Rechtsfrage.

00:16:20: Ist das nicht der größte Hebel?

00:16:22: Die Eigenverantwortung der Eltern also muss nicht jeder der Kinder hat sich selber fragen jederzeit kann mein Kind in eine Situation kommen, der es ertrinken könnte.

00:16:32: Das heißt beim lustigen Tretbootausflug oder bei einer Überfahrt oder das Thema oder eben im Sportunterricht oder beim Kindergeburtstag im Urlaub... Man ist ja wirklich geprägt von diesen schlimmen Nachrichten die Also was passieren kann.

00:16:49: und ist da nicht der größte Hebel bei der Eigenverantwortung für Eltern?

00:16:54: Ich glaube das, was wichtig ist und wofür ich immer plädiere ist dass wir nicht anfangen unseren Kindern selbst das Schwimmen beizubringen.

00:17:02: Weil Schwimmen eine technisch und koordinativ sehr anspruchsvolle Sportart sind.

00:17:07: Das sagt sich immer so einfach, ich stell mich da mal hin und dann mach' ich's so eine Bewegung.

00:17:11: Und dann hole ich ein bisschen Luft und dann mache ich einfach nur mal so.

00:17:14: Es gibt schon ausgebildete Trainer-Lizenzen... Wie sagt man das?

00:17:24: Gibt es schon eine Art wie man Kindern das Schwimmen beibringt, die sollte man beibehalten.

00:17:28: Was auf alles

00:17:29: meine ich auch.

00:17:31: Der Wille ist der Weg also dass Eltern das als Priorität erkennen und es mitorganisieren mithelfen fokussieren, dass Kinder wirklich Schwimmunterricht bekommen oder vielleicht sogar auch privat wenn die Schulen das nicht anbieten können.

00:17:47: Ja und da schließt sich dann ja der Kreis wieder.

00:17:49: deswegen sage ich das ist manchmal gar nicht so einfach.

00:17:51: also es geht natürlich um die Eigenverantwortung der Eltern dann auch zum Beispiel zu realisieren dass Kindern mit einem Seefärzchen nicht schwimmen können.

00:18:00: Wenn sie ihr Seefärtchen machen dann heißt das Sie können ca.

00:18:06: Und da geht es gar nicht um eine Schwimmart, sondern da geht's irgendwie im Gunde paddeln und dann drehe ich mich zwischendurch auf dem Rücken.

00:18:12: Und hoffe, dass mein Kind jetzt nicht in die Leine greift oder an den Rand greift und bis zum anderen Seite vom Schwimmbad durchhält.

00:18:22: Dann springt man mal von der Beckenrande und dann taucht man aus Hüftturm Wasser.

00:18:28: Das ist der erste Schritt zum Schwimmen lernen.

00:18:32: Aber Kinder können nicht schwimmen Nicht sicher schwimmen vor allen Dingen, wenn sie ihr Seefetchen haben.

00:18:39: Und da gilt es einen ganz großen Appell an den Tag zu legen und die Eltern darüber zu informieren.

00:18:45: Das ist erst der Anfang und das ist nicht.

00:18:48: mein Kind kann schwimmen und ich kann jetzt durchatmen.

00:18:51: Es gibt viele Eltern, die versuchen alles Die kriegen überhaupt keine Plätze.

00:18:55: Es entstehen wie München Gibt's Wartelisten von zwei drei Jahren.

00:18:59: In unserer Schwimmschule macht man das Privatkostet, dass viel Geld also einem Kind in eine private Schwimm-Schule zu stecken.

00:19:06: Wasserflächen kosten Geld weil wir so wenig haben und die Wasserfläche so rasend kostet es einfach viel Geld da so ein Post zu belegen.

00:19:16: Und deswegen finde ich müssen wir zusehen, dass wir unseren Kindern in den Grundschulen flächendeckend einen Schwimmunterricht bieten, indem sie sicher schwimmen lernen.

00:19:28: Und das ist das was die Franziska von Einsichtsstiftung seit Jahren probiert oder seit Jahren versucht und wofür wir stehen dass wir sagen jedes Kind was in Deutschland die Grundschule verlässt sollte sicherschwimmen können.

00:19:44: Dafür kämpfen wir und das ist eben manchmal nicht so einfach.

00:19:50: Welche Begegnungen Mit Kindern oder Familien aus ihrer Stiftung haben sie gehabt.

00:19:55: Oder hatten Sie die, die besonders bewegt haben?

00:19:59: Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen am meisten bewegt habe ich eigentlich die Begegnung mit den Schwimmlehrern an den Schulen.

00:20:09: Ich hab ja die Kinder, die kommen und die ihren schwimmen Unterricht machen.

00:20:15: Das ist nicht selbstverständlich, das will ich gar nicht sagen.

00:20:19: Bei den meisten Kindern ist es nicht selbst verständlich schwimmen zu gehen und trotzdem gehört's irgendwie mit dazu.

00:20:27: Man denkt, Schwimmunterricht ist halt so ein Schulding.

00:20:30: Was aber sehr emotional ist, wenn dann so'n Schwimmlehrer aus einer Schule vor einem steht und in Tränen ausbricht weil er das erste Mal ernst genommen wird Und weil sich jemand seiner Sache annimmt, die Schwimm- und Sportlehrer an den Schulen eigentlich ... wie soll ich das sagen?

00:20:49: Weil es ist halt Sportleerer.

00:20:50: Also da bist du jetzt... also wenn du Mathelehrerin bist dann denkt ja schon jeder hey er ist Mathe lehrer so.

00:20:55: aber wenn du Sportleher bist dann sagen sie ey du bist der coole Sportlehrer irgendwie und der macht halt ein bisschen Sport mit den Kindern Da muss man ja nicht viel irgendwie können Das ist halt sport.

00:21:07: Aber was für eine Verantwortung diese Lehrer tragen, wenn sie mit dreißig Grundschülern ins Schwimmbad gehen.

00:21:14: Und was für Ängste diese Lehrer haben und was für Nöte auch, ob Sie auf dem neuesten Standard sind, was die Trainingsmethodik anbelangt?

00:21:27: Das ist nämlich oft nicht der Fall, das wir zu teilen in der Stiftung auch machen, dass wir Schulungen geben.

00:21:36: Heute gibt es andere Ansatzpunkte.

00:21:37: Früher hat man angefangen, wenn man Schwimmen gelernt hat, Brust zu schwimmen und heute verändert sich das.

00:21:45: Und heute sagt man zum Beispiel, wenn Kinder sich auf den Rücken legen, dann ist es viel einfacher, Rückenschwimmen zu lernen.

00:21:51: Am Ende des Tages ist es ja egal ob du zuerst Brust oder Rückenschwimme kannst.

00:21:54: Hauptsache, du kannst eine Schwimmart sicher schwimmen.

00:22:06: dankbar sind für die Aufmerksamkeit, die sie bekommen und für die Unterstützung und für Hilfe.

00:22:11: Weil das ist das was wir machen.

00:22:12: Wir unterstützen eigentlich natürlich am Ende die Kinder aber wir unterstützen Schulen und Grundschullehrer dabei anständigen Unterricht zu machen und es liegt ja meist nicht an den Lehrern dass das nicht so gut funktioniert.

00:22:27: also es sind nicht die Lehrer die keine Lust haben sondern es sind einfach die Rahmenbedingungen die nicht stimmen Momente.

00:22:36: Also da spürt man schon große Dankbarkeit und ja, da lohnt sich das auf alle Fälle immer wieder dran zu bleiben.

00:22:47: Wir alle haben es der Fletschen ein bisschen verdrängt.

00:22:49: aber die Corona-Zeit hat ja auch dafür gesorgt dass Schwimmunterricht an Schulen in Vereinen Jahre unterbrochen wurde.

00:22:58: Spüren sie die Folgen bis heute?

00:23:00: Ja absolut!

00:23:03: zwei Generationen an Kindern, die nicht schwimm gelernt haben.

00:23:07: Und dass sie auch so schnell nicht nachholen können weil eben der... Weil die Möglichkeiten oft fehlen.

00:23:13: und ja, falls Sie gar nicht in der Lage sind ins Wasser zu springen wenn sie dann an weiterführenden Schulen sind und ich weiß das selber weil ich zwei schulflichtige Kinder also zwei hatte und ein Jahr noch habe Wenn man in die Weiterführende Schule kommt, bleibt ja auch wenig Zeit dann privat noch irgendwelche Sachen zu machen.

00:23:34: Weil die Kinder ja wirklich lange in der Schule sind und viele Aufgaben haben.

00:23:39: Dann sich vorbereiten müssen auf ihre schulischen Geschichten so dass wenn man dann im privaten Schwimmkurs macht da muss man ganz schön hinten dranbleiben wenn man ein Kurs ergattert.

00:23:52: Und diese damals zur Corona-Zeiten drittundviert Klässler die nicht schwimmen gelernt haben, die hängen bis heute hinterher.

00:24:02: Ja man hört es ja häufig auch wenn dann Jugendliche am Badesee feiern Alkohol vielleicht im Spiel Dann so ein bisschen diese Gruppendynamik, dann wird's immer dunkel.

00:24:14: Können Menschen überhaupt einschätzen wie schnell Wasser gefährlich werden kann?

00:24:19: Wenn man sich bevor man irgendwie ins wasser geht wirklich einfach mal ganz kurz bewusst wird wo bin ich hier?

00:24:27: Was will ich hier?

00:24:29: Wer ist alles mit dabei, wer gehört jetzt irgendwie so mit zur Gruppe.

00:24:31: Ist es ihr voll oder ist es ja nicht voll?

00:24:33: wie sind die äußeren Umstände?

00:24:36: Das würde viele Dinge einfacher machen.

00:24:38: Ich glaube eben dass wir in vielen Situationen das Bewusstsein ein bisschen verlieren sondern Ratzfatz an den See und ausziehen und rein ins Wasser.

00:24:47: Es ist wahnsinnig heiß draußen Und dann mit Arschbomber rein.

00:24:51: und ich meine ist ist ja überall wo man immer.

00:24:55: Es gibt immer andere Vorhaussetzungen, über die man sich im Klaren sein sollte.

00:24:59: Gibt es hier Strömung?

00:25:00: Gibt's hier

00:25:00: Nichtströmung?!

00:25:02: Wie groß sind die Wellen?

00:25:03: ist das jetzt noch gut für mein Kind oder gut für mich?

00:25:06: Fahren hier Schiffe irgendwie auf diesem Flussabschnitt wo man auch schwimmen kann?

00:25:12: wie weit kann ich denn überhaupt schwimmen?

00:25:15: Geht sehr langer flach rein und dann wirds aber gleich ganz tief.

00:25:22: Einfach vorher mal abchecken, wo bin ich hier?

00:25:28: Wie sieht die Umgebung aus und wenn man das gemacht hat vor allen Dingen auch den eigenen Check-up nochmal machen.

00:25:33: Ich muss Ihnen sagen also selbst wenn ich baden oder schwimmen gehe in Flüssen oder am Meer tue ich das selten allein weil ich weiß wie groß die Gefahren sind.

00:25:46: Auch ich bin nicht davor gefeiert, dass mir im Wasser irgendwas passiert.

00:25:50: Dass ich mich erschrecke und einen Krampf kriege oder dass ich mich nicht mehr bewegen kann.

00:25:55: Unterströmungen am Meer zum Beispiel.

00:25:58: Wenn

00:25:58: es umgeht dann hat auf alle Fälle immer irgendjemand ein Auge auf mich.

00:26:04: Und das belächeln viele weil sie denken ja die kannst ja und Ja ich kann's und ich traue mir ganz viel zu.

00:26:11: Aber da geht das Thema Sicherheit auch für mich vor.

00:26:15: Sie haben mal gesagt Kinder ertrinken leise, können Sie das noch einmal genauer erklären?

00:26:21: Kinder ertecken leise und vor allen Dingen ganz schnell.

00:26:26: Wenn man so daran denkt wie passiert eigentlich ein Badeunfall, wie stellt man sich das vor?

00:26:30: Ich glaube viele Leute können sich das gar nicht vorstellen wenn sie es nicht mal miterlebt haben und dann kennt man das aus Filmen dass dann jemand irgendwie mit den Armen wild gestikuliert und herumschweilt und wir alle sehen dass da jemand ertringt.

00:26:44: Das ist aber irgendwie so'n Filmding weil es in den seltensten Fällen so ist.

00:26:50: Also natürlich passiert das auch, aber in denseltesten Fällen macht man großaufmerksam bevor man ertrinkt und vor allen Dingen Kinder die sind einfach weg!

00:27:03: Das kann man gar nicht anders beschreiben.

00:27:05: Die gehen einfach unter und dann kriegen sie relativ schnell Wasser in die Lungen ja also im Zweifel irgendwie panisch oder hysterisch werden und dann gehen die ganz schnell runter.

00:27:17: Man liegt dann nicht noch auf der Wasseroberfläche und Kinder schreien auch in der Regel nicht, wenn sie irgendwie ertrinken.

00:27:26: Sondern es passiert unter Wasser oder Sie wissen nicht mehr wo oben und unten ist und haben die Orientierung verloren.

00:27:32: Und ja, Kinder gehen einfach... Wir reden hier von Sekunden!

00:27:38: Das sind weniger als drei Sekunden.

00:27:43: Es ist passiert

00:27:46: Ein Albtraum für alle Betroffenen, natürlich die Eltern und auch die Retter kann Schwimmen eigentlich soziale Ungerechtigkeit sichtbar machen.

00:27:57: Also ist das Thema schwimmen lernen eine Frage von sozialen Schichten?

00:28:07: Ich glaube dass es im Moment noch so ist weil Wasserflächen schnapp sind.

00:28:15: Wenn sie knapp sind und alle irgendwie ins Wasser wollen, dann geht es natürlich am Ende darum.

00:28:21: Irgendwie wer kann den Kurs der noch Wasserflächen hat?

00:28:24: Wer kann den bezahlen?

00:28:26: Genau darum ist es mir so wichtig dieses große Thema Schwimmen lernen.

00:28:33: Noch mehr zu verankern in der Verantwortung der Schulen und in die Verantwortung zu legen der Regierung und des Landes und der Bundesländer dass wir eben sagen, Schwimmlernen darf kein Privileg sein was man sich leisten kann.

00:28:53: Sondern wir müssen zusehen das wir die Kinder in den Grundschulen alle durchbekommen.

00:29:00: so wie es völlig normal ist, dass unsere Kinder überhaupt schulpflichtig sind und es keine Frage gibt ob sie zur Schule gehen oder nicht sollte es keine überhaupt nur zur Frage kommen, ob Kinder zum Schwimmunterricht gehen oder nicht.

00:29:19: Man sollte ganz klar fest verankert sein im Schulplan und das ist es bisher in Deutschland flächendeckend noch nicht.

00:29:29: Nehmen Sie mich mit noch ein bisschen in Ihre Stiftungsarbeit?

00:29:33: Wo genau setzen Sie an?

00:29:34: wie viele Mitarbeiter haben Sie?

00:29:36: was ist Ihr Prinzip?

00:29:37: wo sind Ihre größten Hebel dafür jetzt hin zu erreichen?

00:29:42: Wie fange ich denn an?

00:29:43: Vielleicht fange erst mal damit an zu sagen, dass wir auf ganz kleiner Flamme kochen.

00:29:48: Ich glaube, wir sind drei oder vier Mitarbeiter.

00:29:53: Alles was gestiftet wird, alles was gespendet wird geht so fast ein hundert Prozent kann ich eigentlich sagen in die Stiftungsarbeit.

00:30:03: das heißt kommt eigentlich den Kindern oder den Schulen zugute.

00:30:11: kooperieren und arbeiten mit den Schulen zusammen, das heißt wir bicken Deutschland weit darum dass sich Schulen die Probleme haben.

00:30:20: Dass sie sich an uns wenden und wir versuchen immer wie soll ich das sagen kleine Gruppen zu bilden?

00:30:27: Das heißt wenn wir in so Städte kommen wie Aachen, wie Gefahren, wie Hamburg.

00:30:36: Also wir sind ja mittlerweile in einen Hundert vier Städten, glaube ich, deutschlandweit vertreten.

00:30:43: Dann komme ich um zu helfen und zu organisieren und versuche das nicht nur für eine Schule sondern versuche dass dann auch schon im Sinne der Kommune oder im Sinne Der Zugehörigkeit der Schulen.

00:30:55: Und bitte dann eigentlich wenn eine Schule auf die Idee kommt sich bei mir zu melden zu sagen guck mal dass so irgendwie Leute fragt dich mal um geh mal ins Gespräch mit mit den Nachbarschulen, was braucht ihr?

00:31:08: Wie können wir euch unterstützen?

00:31:10: Wir können keine Schwimmbäder bauen.

00:31:12: Sondern wir schauen dann und gucken wo ist das nächste Schwimmbad, wer ist da alles drin?

00:31:17: wie sind die Wasserflächen vergeben?

00:31:20: wenn ich zum Beispiel Heidelberg nehme etwas mein Ursprungsprojekt war mit dem ich angefangen habe weil ich seit mittlerweile zwanzig Jahren in dieser Stadt lebe und dass meine Heimatstadt geworden ist.

00:31:30: Wir haben in Heidelberg, glaube ich, dreiundzwanzig Grundschulen zusammengefasst und haben gecheckt, welche Gottschule gibt denn welche Schwimmhalle?

00:31:41: Und dabei sind Kuriositäten rausgekommen.

00:31:44: Eine Grundschule, eine Schwimmhale direkt nebenan hatte mit einem Schulweg oder mit einem Weg zur Schwimmhelle von einer Minute dreißig.

00:31:55: Aber nicht in diese Schwimm-Halle gehen konnten weil die Schule aus der Weststadt diese Wasserfläche gebucht hat und da also immerhin gesucht.

00:32:04: Und es bedarf dann manchmal eben zu uns, die kommen und die alle an einen Tisch bringen und sagen so jetzt reden wir mal wenn ihr die Zeit nehmen können wir die nehmen dann können wir das so machen.

00:32:15: Dann haben wir alle untergebracht, dann haben wir alles geplant, dann fehlt das Geld für den Transport weil das muss man ja auch irgendwie organisieren.

00:32:22: und dann fahren entweder Busse die bezahlt werden von unserer Stiftung oder wir zahlen Tickets.

00:32:28: Also es geht um die Bezahlungen, wie kommen die Kinder zur Schwimmhalle und wieder zurück?

00:32:32: Wir stellen Assistenztrainer zur Verfügung.

00:32:36: Das heißt, wir organisieren das am Schwimmbad.

00:32:41: eine zweite oder dritte Person wartet je nachdem, wie groß die Klassen sind und dass die Schwimmlehrer nicht mehr alleine sind.

00:32:48: Dass man also den Klassen teilen kann und dass man sagen kann, wir konzentrieren uns hier Darauf, das Seeferdchen zu machen und mit der anderen Hälfte kann man durchsetzen.

00:33:00: Das Bronzer-Silberabzeichen machen.

00:33:02: Wir versuchen eigentlich den Schwimmunterricht an den Schulen so optimal wie möglich zu gestalten.

00:33:09: Das ist der Kernschwerpunkt.

00:33:13: Wir haben uns konzentriert auf die Grundschulen weil wir da sehen dass Die Mädels nicht draußen sitzen bleiben, weil sie ihre Tage bekommen.

00:33:21: Mädchen und Jungs haben kein Problem, irgendwie zusammen was zu machen.

00:33:25: Wir haben ja auch viele Migrationskinder, die dann einfach nach der Grundschule gar nicht mehr ohne Weiteres zum Schwimmunterricht gehen können – das natürlich auch toll ist für uns, weil wir sie in der Grundschule noch alle zusammenhaben Migrationskindern, vor allen Dingen Mädchen.

00:33:41: Somit eine große Chance geben, schwimmen zu lernen und das nämlich in der Grundschule nicht tun dann lernt sich es nie wieder in ihrem ganzen Leben wahrscheinlich.

00:33:50: Und die Arbeit mit den Schulen und die Organisation Das ist unser Hauptthema.

00:33:55: und dass was mein Part ist eigentlich der Part der Aufklärung draußen rumzurennen und jedem zu erklären passt auf, denkt daran wie wichtig das ist.

00:34:06: Ich rede wahnsinnig viel über das Thema.

00:34:08: ich mache vielen Menschen eigentlich bewusst Sehpferdchen heißt nicht dass eure Kinder schwimmen lernen und es wirklich Wahnsinn Wie hell höre ich viele werden?

00:34:21: Und für mich ist das so ein Abgelutschter Drops irgendwie weil ich seit zwölf Jahren nichts anderes mache In der Arbeit der Stiftung als darüber zu reden.

00:34:32: und es ist immer wieder sehe ich in der staunte Gesichter immer wieder, dass ich wirklich aufkläre und Menschen helfe.

00:34:40: Und ja das sind eigentlich so unsere Hauptparts die wir haben.

00:34:45: Vielen Dank also wirklich ein wichtiger Beitrag und Hilfe zu Selbsthilfe auf der einen Seite Sensibilisierung auf der anderen Seite.

00:34:54: Ich würde trotzdem gerne unsere verbleibende Zeit hier im Podcast natürlich auch noch ein bisschen nutzen um über Sie persönlich zu sprechen, über ihr Leben als Spitzensportlerin.

00:35:05: Sie standen ja extrem früh sehr unter Druck und unter öffentlichem Druck auch eine Welle gegen die man sich dann oft gar nicht wehren kann, die auf einen zukommt.

00:35:17: Wie blicken sie heute auf diese Zeit

00:35:19: zurück?

00:35:21: Es war schon ne verrückte Zeit!

00:35:22: Die ARD hat ja eine ganz tolle Dokumentation gemacht im letzten Jahr, die wirklich sehr eingeschlagen ist auch mich persönlich sehr berührt hat, weil sie unheimlich gut gelungen ist in meinen Augen.

00:35:38: Ich habe mich selber ein bisschen erschrocken nochmal so zu sehen was da eigentlich alles so passiert ist.

00:35:43: man wird ruhiger mit dem Alter und man wird ein bisschen gelassener und es ist alles nicht mehr so.

00:35:49: ja wie soll man sagen das Essen ist nicht mehr ganz so heiß wie es gekocht wurde vor vielen Jahren und trotzdem muss ich sagen Es war schon ganz schön viel los und es Ist ganz schön Viel Passiert.

00:36:01: Am Ende des Tages bin ich froh, dass ich da auch so gut rausgekommen bin.

00:36:05: Ich glaube das meine Kinderjahre oder dieses Erwachsenwerden in der Öffentlichkeit hätte auch ganz anders ausgehen können.

00:36:16: Da gibt es ganz viele andere Beispiele die dies end am Ende nicht geschafft haben.

00:36:20: deswegen bin ich da ganz froh dass sich doch so einen guten und versöhnlichen Weg gefunden habe meine sportliche Karriere zu beenden.

00:36:32: Glauben Sie, dass Spitzensportlerinnen und Spitzinsportler in der heutigen Zeit besser geschützt sind?

00:36:38: Auch vor öffentlichem Druck als in den Neunzigern oder lauern andere gefahren durch Social Media.

00:36:43: Ja

00:36:44: ich glaube das sie heute schneller begreifen was da eigentlich passiert weil alles viel schneller geht und weil es ist so ein Stück weit ja auch selber in der Hand haben also viel mehr auch bei anderen sehen wie's sein kann schneller Vergleiche irgendwie finden können oder sehen können.

00:37:05: Das heißt, ich glaube das die vorbereiteter sind heute.

00:37:10: Aber auf der anderen Seite muss ich sagen... Ich glaube dass man sich auch nicht immer so vor allem retten muss.

00:37:19: also wie soll ich das formulieren?

00:37:25: Wir müssen wieder so eine Entspannung finden wie wir mit bestimmten Themen umgehen.

00:37:30: Ich empfinde zum Beispiel Druck nicht nur als lästig und furchtbar und ganz schlimm.

00:37:34: Also ich glaube persönlich sogar, dass ein gewisser Druck da sein muss um gewisse Leistungen abzuguschen.

00:37:41: Ich kann mich einfach laden, fahre ich so... ...ich versuche es jetzt mal und wenn's halt nicht stört dann ist das nicht so schlimm.

00:37:49: damit koppereiche ich nicht die Spitze vom Berg.

00:37:53: Damit kommt Leben

00:37:54: anders oft.

00:37:57: Und ich glaube, dass wir in der heutigen Zeit mutiger sein sollten, keine Angst haben sollten vorm Scheitern.

00:38:04: Ich glaube auch die Gewissheit Niederlagen oder Niederlagen in Kauf zu nehmen und auch mal zu scheitern und das als okayzusehen.

00:38:14: Also ich muss lernen ganz genau daraus zu lernen daran zu wachsen.

00:38:20: wenn wir mal in die Wirtschaft gucken finde ich sehr schade dass Menschen diese Insolvenzen hinlegen dass man sagt, der hat es nicht gepackt.

00:38:28: Der ist aber ein Idiot.

00:38:30: Das ist in Amerika ja anders zum Beispiel und da werden die Leute, die wieder aufstehen, dafür gefeiert.

00:38:35: Ganz genau!

00:38:36: Und ich glaube das muss sich so ein bisschen drehen und wenn sich das dreht dann sind wir auch wieder mutig genug und dann können wir auch mit Druck umgehen.

00:38:43: und deswegen finde ich so einen gewissen Druck und eine gewisse... wie soll ich das sagen?

00:38:50: Also ich empfinde das Leben irgendwie mit so ein paar Steinen unterwegs, lebenswerter als wenn das so eine durchgerutschte Lutschnummer irgendwie ist.

00:39:00: Wo jeder Tag gleich ist und man sagt, heute scheint aber die Sonne!

00:39:04: Man kann dieses Leben nur auskosten indem man einfach mal tief traurig ist und dann wieder Himmel hoch jauchzen, durch die Gegend galoppiert und sagt Gott wie schön es eigentlich das Leben.

00:39:16: ja also ruhig alle Emotionen irgendwie auskosten

00:39:22: aushalten auch wahrscheinlich.

00:39:24: Also

00:39:24: zum Beispiel auch ein gutes Thema, ganz genau.

00:39:27: Also mentale Stärke ist im Spitzensport sicherlich eines der Grundvoraussetzungen die man haben muss nicht nur um den Druckstand zu halten dem Leistungsdruck sondern auch der Öffentlichkeit.

00:39:39: Wie wichtig denken Sie es mentales Stärke?

00:39:42: Zum Beispiel auch um Rettungswesen.

00:39:44: Ich glaube das ist sehr wichtig ist.

00:39:46: ich glaube dass besonders in Rettung Wesen Menschen arbeiten müssen bestimmten Situationen einfach nochmal ganz anders umgehen können.

00:39:57: Ich

00:39:58: bewundere die Menschen sehr dafür, nicht weil ich dasselbe nicht könnte was viele ja so denken sondern ich glaube ich werde auch das wäre genau mein Ding eigentlich weil ich mich für so viele Dinge auch durchaus im Stande und in der Lage sehe und nicht wegschauen würde sondern mit anpacken würde und mir viele dinge zutrauen würde.

00:40:22: Ich glaube, dass das eine ganz wichtige und tolle Arbeit ist, die da geleistet wird im Rettungswesen.

00:40:28: Und dass auch da auf Situationen unterschätzt werden.

00:40:33: Und ich hoffe für die Zukunft eigentlich, dass die Menschen die Anerkennung bekommen, die sie verdienen weil es einfach den Leuten offensichtlich erwirrt wie wichtig es eigentlich ist.

00:40:47: Dass wir auch Rettungswesen da haben Viele wissen es erst zu schätzen, wenn sie sich selber mal gebraucht haben.

00:40:56: Das ist ja so irre bei uns Menschen.

00:40:58: Dass wir immer denken... Die Retter da!

00:41:01: Betrifft

00:41:01: andere

00:41:02: Wagen?

00:41:02: Genau, so ein Krankenwagen, den bemerke ich halt wirklich erst, wenn ich ihn selbst vielleicht mal gebaucht habe.

00:41:08: Aber das ansonsten wie viele Krankenwagen am Tag an uns vorbeifahren, das nehmen wir oft gar nicht wahr.

00:41:14: Ja aber erst wenn man selber mal was gebrauchten hat dann kommt's irgendwie darauf an und Und dann sieht man, was da eigentlich geleistet wird.

00:41:25: Ganz ganz herzlichen Dank!

00:41:28: Abschließende Frage Sie haben Ihre beiden Söhne erwähnt.

00:41:32: Was haben sie Ihren eigenen Kindern erklärt in Bezug auf Wasser?

00:41:37: Ist das Spaß ist das Gefahr mit Ihrer persönlichen Biografie?

00:41:42: Was war das Element Wasser im Bezug Auf ihre Kinder?

00:41:45: Wie haben Sie es denn erklärt?

00:41:47: Ich habe tatsächlich immer Versucht ihn beide Seiten aufzuzeigen und ihm Wasser als Spaßselement zu vermitteln.

00:41:57: Und trotzdem eben auch, um zu zeigen wie wichtig das ist.

00:42:01: also ich hab meine Kinder früher auch durch den Schwimmunterricht mehr oder weniger durchgeprügelt.

00:42:07: Ich habe meinen Kindern nicht selber schwimmen beigebracht sondern habe immer gesagt dieses Eierpropeyer mit Schwimmen lernen, das können andere euch viel besser beibringen.

00:42:15: Also da bin ich gar nicht der Typ für ihr.

00:42:17: aber wenn ihr irgendwann mal schneller sein wollt als eure Kumpels mich ins Spiel und dann könnt ihr gerne die Mama irgendwie fragen.

00:42:27: Aber für mich war natürlich der Ungarn mit Wasser.

00:42:30: das war mir von Anfang an wahnsinnig wichtig dass sie den irgendwie drauf haben weil wie gesagt also das wäre das schlimmste was in meinem Leben hätte passieren können.

00:42:38: oder jetzt muss man auch sagen Sie sind dreizehn und neunzehnt, sie können sehr gut schwimmen.

00:42:44: Aber die Gefahr ist ja trotzdem ständig da.

00:42:47: also ich glaube einen guten Mittelweg zu finden nicht zu sehr Angst zu machen und nicht so sehr irgendwie zu sagen oh Gott passt bloß auf und trotzdem ja trotzdem zu sagen ey genießt es.

00:43:01: ich glaube da liegt ein bisschen die Kunst drin.

00:43:03: Nicht hypochondrisch zu sein oder nicht irgendwie durchzudrehen und trotzdem irgendwie Denkt dran.

00:43:10: Nicht mit vollem Bauch, nicht irgendwie.

00:43:12: ja wenn ihr irgendwie Fußball spielt draußen und völlig überhitzt seid dann muss man nicht eine Arschbombe machen in eiskaltes Wasser.

00:43:19: Das braucht einen Mensch.

00:43:20: also.

00:43:21: aber ich glaube Weil meine Kinder auch meiner Affinition zu was er kennen wissen sie da natürlich.

00:43:27: Also das ist vielleicht so ein bisschen der Vorteil den ich mit meinen Kindern habe Wissen Sie natürlich wie wichtig mir das Thema ist und Da ist auch nichts lustig dran.

00:43:35: also Witze mache Ich zu dem thema mit meinen kindern nicht.

00:43:39: Mmh.

00:43:40: Franziska von einem See, ganz herzlichen Dank für ihre Zeit!

00:43:44: Für die Einblicke, für Ihre wertfährtwertwertvolle Arbeit, die Sie machen in Ihr Engagement.

00:43:50: Dass alle Kinder in Deutschland schwimmen lernen sollen und müssen bei Schwimmen rettet leben.

00:43:56: Und ja ich bedanke mich für die Einblick hat mir sehr viel Spaß

00:43:59: gemacht.

00:44:00: Vielen Dank!

00:44:03: Die Björn Steigerstiftung der Podcast.

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